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Museum Morsbroich: TALKING PIECES - Text und Bild in der Zeitgenössischen Kunst (-20.04.03)


Eingabedatum: 20.01.2003



bilder

Vom 26. 01. bis 20. 04.03 werden Arbeiten von über 40 Künstlern, darunter Joseph Beuys Sophie Calle, Jenny Holzer, Martin Kippenberger, gezeigt, in deren Werk unterschiedliche künstlerische Positionen zum Thema Sprache-Bild-Relation zum Ausdruck kommen. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Kunst aus der 2.Hälfte des letzten Jahrhunderts bis hin zur Gegenwart.

Presseerklärung / Auszug: "... Das Museum Morsbroich zeigt jetzt eine Ausstellung, die sich diesem zentralen Thema Text und Bild in der neuen Kunst widmet. In der Kunst des 20. Jahrhunderts - insbesondere seit der Concept Art - gibt es zahlreiche künstlerische Positionen, in welchen Text zum künstlerischen Medium wird. Als poetische Kraft tritt Text zur visuellen Information der Bilder hinzu. Zeichen, Wörter und Sätze werden zum Auslöser der Imagination und durchdringen sich mit der Aussagekraft der Bilder. Manchmal aber ersetzen Zeichen, Wörter und Sätze das klassische Bild, wie etwa bei Jenny Holzer. Und junge Künstler wie Daniel Pflumm agieren mit Leerstellen dort, wo Schrift zu vermuten wäre.

Die Ausstellung im Museum Morsbroich geht den unterschiedlichen Spielarten der Kombination von Text und Bild in der zeitgenössischen Kunst nach und stellt sie in einer großen Spannbreite aktueller künstlerischer Positionen dar. Die Ausstellung stellt in einem kurz gefassten historischen Vorlauf, ausgehend von den strengen Setzungen der Concept-Art (z. B. Lawrence Weiner, On Kawara, Ed Ruscha, Remy Zaugg) über den poetisch-lyrischen Umgang mit Text (z. B. Cy Twombly) zum ironisch-witzigen Spiel mit Worten (z. B. Sigmar Polke, Richard Prince) wichtige Grundpositionen in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts vor. Von da aus richtet sie den Focus auf die aktuelle Kunst: Künstler wie Michael Elmgreen & Ingar Dragset, Michel Majerus, Daniel Pflumm, Keith Tyson, Charles Sandison oder Ken Lum beschreiten mit ihren Werken neue Wege, die das Thema Text und Bild zu anderen Ergebnisse und "Sensationen" führen.

Wo der Autor malt und der Maler schreibt, haben Wort, Text und Bild eine hohe gegenseitige Durchdringung. Das Bild wird zum Logo. Umgekehrt wird der Text zum Bild, das konkretere Vorstellungen eröffnet als das Gemalte.

Künstlerliste: Beuys, Jean-Michel Basquiat, Alighiero e Boetti, Robert Barry, Daniele Buetti, Matthew Brannon, Sophie Calle, Hanne Darboven, Michael Elmgreen/ Ingar Dragset,
Sylvie Fleury, Jochen Flinzer, Gajin Fujita, Jenny Holzer, Roni Horn, On Kawara, Johanna Kandl, Astrid Klein, Martin Kippenberger , Joseph Kosuth, Barbara Kruger, Elke Krystufek, Ken Lum, Michel Majerus, Gerhard Merz, Bruce Nauman, Manuel Ocampo, Daniel Pflumm,
Jack Pierson, Raymond Pettibon, Sigmar Polke, Richard Prince, Fiona Rae, Ed Ruscha, Charles Sandison, Pietro Sanguineti, Keith Tyson, Mark Titchner, Ben Vautier, Lawrence Weiner, Christopher Wool, Cy Twombly, Remy Zaugg"


Museum Morsbroich Leverkusen
Gustav-Heinemann-Strasse 80 / 51377 Leverkusen / Tel.: 02 14/8 55 56-0

Öffnungszeiten: Dienstag 11 bis 21 Uhr, Mittwoch bis Sonntag 11 bis 17 Uhr

museum-morsbroich.de


ch






Daten zu Sophie Calle:

- Art Basel 2013
- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Hong Kong 2018
- Art Basel Hong Kong, 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- ARTRIO 2013, Brasilien
- Biennale Venedig 2007
- Frieze London 2016
- Galerie Perrotin
- Istanbul Biennial, 1995
- JULIA STOSCHEK FOUNDATION E.V., Sammlung
- MoMA Collection
- Museo Reina Sofía, Collection
- Prospect New Orleans 2, 2011
- Sammlung DZ Bank, Frankfurt
- Shanghai Biennale 2012
- Solomon R. Guggenheim Collection
- TALKING PIECES, Museum Morsbroich
- Tate Post War Collection ,London

Weiteres zum Thema: Sophie Calle



Superstars - Das Prinzip Prominenz. Von Warhol bis Madonna, Kunsthalle Wien (04.11.05 - 22.02.06)


Seit den 1980er Jahren sprechen die Medien von »Superstars«, wenn es darum geht, Berühmtheiten von globaler Bedeutung und universalem Appeal zu kennzeichnen. Der Begriff wird nicht nur auf Celebrities aus den Bereichen Film, Musik und Mode angewendet, sondern auch auf Künstler wie Jeff Koons oder Andy Warhol, die sich als geschickte PR-Strategen in eigener Sache erweisen.

Zwar gibt es schon seit der Renaissance Künstler, die man im heutigen Sinne als »Stars« bezeichnen könnte - Malerfürsten wie Rembrandt, Michelangelo oder Tizian. Doch erst seit dem 20. Jahrhundert stehen die weltweit ausstrahlenden Mediensysteme zur Verfügung, die globale Prominenz garantieren können.

Die Ausstellung »Superstars« beschäftigt sich, ausgehend von Andy Warhol, mit dem Phänomen des Künstlerstars (Pablo Picasso, Salvador Dali, Marcel Duchamp, Joseph Beuys, Markus Lüpertz, etc.), aber auch mit der Tatsache, dass Berühmtheiten aus der Medienwelt als Bildvorlagen dienen. Karrieren wie die von Elizabeth Peyton oder Jeff Koons sind in einem starken Maße auf das ästhetische Recycling von Bildern, die bereits im öffentlichen Raum der allgemeinen Wahrnehmung zirkulieren, zurück zu führen. Darüber hinaus stellt »Superstars« auch »Bad Boys und Bad Girls« vor - Künstler wie Jonathan Meese oder Tracy Emin, die über Schockeffekte und provozierende Umkehrungen von Star-Images berüchtigt und in der Folge selbst populär werden. Das Prinzip Prominenz gilt auch für industrielle Produkte (Nike, McDonalds, Marlboro, Coca Cola), die, meist in Verbindung mit Celebrities aus Sport und Entertainment, zu globalen Emblemen gemacht werden und durch ihren Appell ans Gefühl die Konsumleidenschaft beflügeln sollen. Künstler wie Tom Sachs, Marc Bijl, Richard Prince und Sylvie Fleury setzen sich kritisch mit Markenfetischismus und Produkterotik auseinander. Rodney Graham und Adrian Tranquili zeigen die Realitäten hinter aufgeblasenen Idealbildern, Cindy Sherman und Dennis Oppenheim führen das Idol als Teil einer Maschinerie vor.

Spezielle Sektoren sind den »Altstars« Marilyn Monroe (berühmteste Filmschauspielerin aller Zeiten) und Mona Lisa (berühmtestes Bild der Kunstgeschichte) und ihrer Wahrnehmung in der Kunst gewidmet. Außerdem wird die Faszination, die globale Heldinnen und Helden wie Madonna und Michael Jackson auf Künstler ausüben, in Arbeiten etwa von Paul McCarthy und Slater Bradley dargestellt.

Superstars sind die sichtbarsten Repräsentanten einer medialisierten Gegenwartsgesellschaft. Die Ausstellung will Glamour und Tristesse einer Welt zeigen, die sich immer mehr in ein »künstliches Paradies« verwandelt.(Presse / Kunsthalle Wien)

KÜNSTLERINNEN:
Christian Ludwig Attersee, Matthew Barney, Joseph Beuys, Marc Bijl, Michael Blum, Fernando Botero, Slater Bradley, George Brecht, Candice Breitz, Sophie Calle, Maurizio Cattelan, Casale Chatwick, Christo, Jennifer Dalton, Robert Doisneau, Felix Droese, Marcel Duchamps, William Eggleston, Tracey Emin, EVA & ADELE, Justin Faunce, Nina Fischer / Maroan El Sani, Silvie Fleury, Jacqueline Fraser, Dieter Fuchs, Ron Galella, Marcus Geiger, Gil & Moti, Gilbert & George, Wayne Gonzales, Douglas Gordon, Rodney Graham, G.R.A.M., Andreas Gursky, Philippe Halsman, Kevin Hanley, Gottfried Helnwein, Matthias Herrmann, Volker Hildebrandt, Jenny Holzer, Jonathan Horowitz, Jörg Immendorff, Alison Jackson, Kurt Kauper, Steven Klein, Zenita Komad, Jeff Koons, Inez van Lamsweerde + VINOODH MATADIN, Matthieu Laurette, Louise Lawler, Annie Leibovitz, Markus Lüpertz, Urs Lüthi, Marcin Maciejowski, Rene Magritte, Kasimir Malewitsch, Pierro Manzoni, Paul McCarthy, Adam McEwen, Patrick McMullan, Jonathan Meese, Bjarne Melgaard, Duane Michals, Yan Pei Ming, Yasumasa Morimura, Helmut Newton, Claes Oldenburg, Dennis Oppenheim, Orlan, Nam June Paik, Elizabeth Peyton, Paul Pfeiffer, Pablo Picasso, Richard Prince, Robert Rauschenberg, Man Ray, Mimmo Rotella, Ed Rusha, Tom Sachs, Karin Sander, Edie Sedgwick, Jim Shaw, Cindy Sherman, Georgina Starr, Bert Stern, Sturtevant, Eve Sussman, Una Szeemann, Sam Taylor-Wood, Wolfgang Tillmans, Endre Tót, Adrian Tranquilli, Gavin Turk, Piotr Uklanski, Timm Ulrichs, Francesco Vezzoli, Andy Warhol, Julian Wasser, Weegee, TJ Wilcox, Johannes Wohnseifer.

Zwei Institutionen – eine Ausstellung
Die Ausstellung findet in der Kunsthalle Wien und im BA-CA Kunstforum statt.

Öffnungszeiten: Täglich 10 bis 19 Uhr, Freitag 10 bis 21 Uhr (Kunsthalle Wien: Donnerstag bis 21 Uhr)

Abbildung: Bert Stern: Marilyn Monroe, "The Last Sitting", 1962, Courtesy Staley-Wise Gallery New York

KUNSTHALLE WIEN Museumsplatz 1, 1070 Wien

BA-CA KUNSTFORUM Freyung 8, A-1010 Wien

Infoline +43-1-521 89-33 Tel. +43-1-537 33-26
www.KUNSTHALLEWIEN.at
www.ba-ca-kunstforum.at





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