Frauen - Liebe und Leben. Sammlung Klöcker

    Sammlung Klöcker

    17.4. bis 8.9.2013 | LehmbruckMuseum, Duisburg
    Eingabedatum: 13.04.2013

    bilder

    Seit nunmehr 25 Jahren sammelt das Ehepaar Maria Lucia und Ingo Klöcker aus Bad Homburg Kunst – Malerei, Zeichnung, Fotografie, Grafik und Skulptur mit einem ganz eigenen persönlichen Fokus: Frauenporträts. Dabei leisten Sie sich einen Luxus, der Privatsammler/innen vorbehalten ist: Sie sammeln frei von kunsthistorischen Strömungen, frei von politischen Ideologien, frei von Clustern Ost/West, frei von Gremienentscheidungen und frei vom Kunstmarkt. Einziger Maßstab ist die eigene, persönliche Ästhetik, einzige Vorgabe ist das Thema, einziges Qualitätsmerkmal das handwerkliche Können. Nun stellt das LehmbruckMuseum diese Sammlung in einer breit angelegten Ausstellung vor – unter dem Titel “Frauen – Liebe und Leben”.

    Mit den etwa 150 gezeigten Porträts breitet die Sammlung Frauenbilder aus mehr als sechs Jahrzehnten Kunstgeschichte der Nachkriegszeit und Gegenwart vor den Besucher/innen aus. Die Bandbreite reicht dabei von Gemälden und Zeichnungen unter anderem von Wolfgang Mattheuer, Werner Tübke, Arno Rink, Michael Triegel, Alex Katz, Eugène Leroy, Nancy Spero oder Clive Head über Skulpturen etwa von Stephan Balkenhol, Eric Fischl, Thomas Schütte, Kiki Smith, Werner Stötzer, Hans Josephsohn, Gérard Garouste oder Jürgen Brodwolf bis hin zu (foto)grafischen Arbeiten beispielsweise von Sigmar Polke, Franz Gertsch, Lucian Freud, Gerhard Richter, Katharina Sieverding, Barbara Klemm, Rosemarie Trockel oder Alberto Giacometti. In dieser Vielfalt zeigt die Sammlung unterschiedlichste Blicke auf Frauen, sie beleuchtet männliche und weibliche Sichtweisen, intime und öffentliche Momente, sie spiegelt Beobachtung, Bewunderung, Erhöhung und Erotik.

    Präsentiert werden die ausgestellten Arbeiten im LehmbruckMuseum unter Rückgriff auf Adelbert von Chamissos neunteiligen Gedichtzyklus “Frauen-Liebe und Leben”, vertont von Robert Schumann unter dem Titel “Frauenliebe und -leben”. Dieser Gedicht- und Liederzyklus ist es, der die gezeigten Porträts ordnet, ohne sie jedoch in ein enges Korsett zu zwängen. In ihm wird aus Sicht der Romantik der Lebensweg einer Frau von der ersten Liebe bis zu ihrem Tod nachempfunden. Entlang dieser neun Gedichte reiht sich die Sammlung Klöcker auf und setzt den zeitgenössischen Kontrapunkt.

    Gegenübergestellt werden den Porträts, zu jedem der neun Gedichte, zudem Arbeiten von Wilhelm Lehmbruck, in dessen Œuvre die Darstellung der Frau ebenfalls einen zentralen Platz eingenommen hat. Diese Gegenüberstellung verschiedener Genres und Epochen erweitert die Präsentation somit um für das Haus essentielle Aspekte.

    So stellt die Sammlung Klöcker, ausgestellt im LehmbruckMuseum, nicht nur einen Querschnitt durch die Kunstgeschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart anhand eines Themas dar, sie erzählt auch die Geschichte einer ganz individuellen und persönlichen Sammlung und vom Sammeln selbst – dem Sammeln eines Themas, das sich unerschöpflich und unendlich variantenreich durch die Kunstgeschichte zieht.

    LehmbruckMuseum
    Friedrich-Wilhelm-Straße 40
    47051 Duisburg
    T: +49 (0)203 283 3138
    www.lehmbruckmuseum.de

    pm






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    Schlussbericht: ART COLOGNE - Spitzenverkäufe bestätigen Köln als internationalen Kunstmarktplatz


    - 72.000 Besucher auf der ART COLOGNE 2005
    - internationale Sammler waren in Köln
    - exzellente Verkäufe in allen Segmenten

    "Ich bin das zweite Mal hier und war im vergangenen Jahr mit Shapiro erfolgreich. In diesem Jahr mit Chamberlain. Ich finde die ART COLOGNE sehr frisch, sehr aufregend und großzügig, und es macht Spaß, sich umzuschauen“, so der Kommentar der New Yorker Galerie PaceWildenstein, die zwei Chamberlain-Skulpturen zu erstaunlichen Preisen zwischen 495.000 und 825.000 Euro verkaufte. PaceWildensteins Einschätzung der Messe, die am Dienstag, 1. November 2005, nach fünftägiger Dauer zuende ging, deckt sich mit den meisten Äußerungen seiner Kollegen aus 26 Ländern. Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse kommt zu einem ähnlichen Schluss: "Auch wenn durch den Umzug zu Beginn noch einige organisatorische Herausforderungen zu überwinden waren, lässt sich sagen, dass die ART COLOGNE mit Erfolg in die Hallen 9 und 10 umgezogen ist. Das neue Ambiente eröffnet ungeahnte Potentiale und hat maßgeblich zur hervorragenden Stimmung der Veranstaltung beigetragen.“ ART COLOGNE-Direktor Gérard Goodrow: "Ich erfahre überwiegend Zustimmung und die guten Verkäufe tragen das übrige zur Zufriedenheit der Aussteller bei. Auch internationale Sammler haben Köln offensichtlich klar auf ihrem Reiseplan.“ Die 72.000 Besucher haben nach den Beobachtungen von Robert Miller aus New York "mit ihrer Lockerheit, Aufgeschlossenheit und Begeisterungsfähigkeit die gute Atmosphäre der Messe wesentlich mitbestimmt“.

    Die gute Stimmung auf der Messe war nicht zuletzt begründet durch weitgehend gute Umsätze in allen Bereichen. Zu den Spitzenverkäufen der 39th International Fair for Modern and Contemporary Art zählten Werke von Gerhard Richter (bis in den siebenstelligen Eurobereich) bei Schönewald aus Xanten, Ludorff aus Düsseldorf, Terminus aus München sowie bei Brown aus London. Ferner eine Max Ernst-Skulptur (knapp 600.000 Euro) und eine Fernand Leger-Gouache (320.000 Euro) bei Thomas aus München, ein Hartung-Gemälde (350.000 Euro) bei Fahnemann aus Berlin, ein Gemälde des spanischen Klassikers Manolo Valdés (185.000 Euro) bei Beck & Eggeling aus Düsseldorf, mehrere Wesselmann-Reliefs und -Skulpturen (bis zu 165.000 Euro) bei Benden & Klimczak, Viersen/Köln, zwei Polke-Bilder (je 180.000 Euro) bei Kewenig, Köln/Mallorca, zwei große Marta Pan-Skulpturen (zusammen 250.000 Euro) beim Erstteilnehmer Winter, Wiesbaden, zwei Soulages-Werke (100.000 bis 200.000 Euro) bei Rieder, München, je eine Arbeit der Pop-Artisten Roy Lichtenstein (1,6 Millionen Euro), Robert Rauschenberg (360.000 Euro) und James Rosenquist (360.000 Euro) bei Terminus, München. Inhaber Wilhem J. Grusdat, einer der ca. 40 Rückkehrer: "Es weht ein frischer Wind durch die Hallen. Die Messe ist tatsächlich zu neuen Ufern aufgebrochen. Wir kommen auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder.“

    Klassische und zeitgenössische Moderne waren gefragt
    Abgesehen von diesen herausragenden Ergebnissen bewegte sich das Gros der Verkäufe zwischen 30.000 und 100.000 Euro. Dies sowohl bei klassischer als auch bei zeitgenössischer Moderne. Hans Maulberger von der gleichnamigen Münchner Galerie: "Die Preisklasse über 100.000 Euro ist augenblicklich schwer zu überschreiten.“ Seine Topseller waren die deutschen Informellen Winter, (28.000 Euro), Dahmen (25.000 bis 60.000 Euro), Cavael (12.000 bis 28.000 Euro) und Berke (18.000 Euro). Utermann, Dortmund, vermittelte von E. L. Kirchner eine Zeichnung und eine Grafik zu 50.000 bzw. 25.000 Euro. Orangerie Reinz, Köln, gab einen Meckseper für 29.000 Euro, eine Antes-Skulptur für 25.000 Euro einen Klinge-Torso für 11.000 Euro, zwei Bronzen von Fautrier (78.000 Euro) und Mataré (25.000 Euro) und diverse Grafiken von Klassikern des Genres zwischen 3.500 und 20.000 Euro ab.

    Haas, Zürich, überließ Sammlern eine Tony Cragg-Skulptur, eine Baselitz-Papierarbeit aus der Kölner Sammlung Hahn und ein Graubner-Kissenbild – alle im sechsstelligen Euro-Bereich. Erika Költzsch von der Galerie Hass: "Unsere Erwartungen sind äußerst zufriedenstellend erfüllt worden. Die Menschen finden die Atmosphäre sehr angenehm und sind dadurch kaufbereit.“ Und Edith Rieder aus München machte die Erfahrung: "Die Messe ist wunderbar homogen. Ich habe viele Sammler aus Paris und Frankreichs Süden begrüßen dürfen.“

    Zuspruch bei internationalen Galerien
    Fortune auch im Sektor der zeitgenössischen Moderne. Der engagierte Sam Francis-Galerist Delaive aus Amsterdam spielte mit neun Arbeiten seines Künstlers Summen zwischen 18.000 und 300.000 Euro ein. Fahnemann, Berlin, erhielt für eine Imi Knoebel-Farbtafel 120.000 Euro und meldete ausverkauft für eine achtteilige Grafikserie zu je 10.000 Euro. Mauroner, Salzburg/Wien, gewann einen Käufer für eine Plessi-Skulptur für 88.000 Euro. Bei Dröscher, Hamburg, bewilligten Käufer für eine "Fingermalerei“ von Arnulf Rainer 33.000 Euro. Strelow, Düsseldorf, meldete Verkäufe einer Knoebel-Tafel für 70.000 Euro und eines Girke-Bildes für 26.000 Euro. Holtmann, Köln, erhielt für ein frühes Vasarely-Bild 90.000 Euro und für ein Beuys-Blatt 18.000 Euro. Holtmann: "Unterm Strich sehr gut gelaufen.“ Hans Mayer, Düsseldorf, spielte mit einem Armleder-Exponat 75.000 Euro, mit einem Gillick-Werk 45.000 Euro und mit Klauke-Arbeiten 80.000 Euro ein. Bei Sprüth Magers Lee (Köln, München, London) erwarben Sammler Arbeiten von Richard Artschwager für 85.000
    US-Dollar, Rosemarie Trockel für 25.000 Euro und von Andreas Schulze für 12.000 Euro.

    Ein weiteres Segment im Programm der ART COLOGNE ist junge zeitgenössische Kunst, deren Preise mit bis zu 20.000 Euro noch moderat sind. Fündig wurden Sammler bei Secrist aus Chicago: Malerei von Hiero Yokose zwischen 3.000 und 21.000 Euro. Die Galeristin dazu: "Junge Malerei verkauft sich bestens auf der Messe.“ Ochs, Berlin/Peking, überließ Klienten aus seinem reichhaltigen Repertoire junger chinesischer Skulptur und Malerei u.a. 33 Skulpturen, darunter einige zu Gruppen zusammengefasst, zu je 13.800 US-Dollar. Alexander Ochs: "Auch meine fünfte ART COLOGNE ist wie immer gut gelaufen.“

    Messeneulinge voll des Lobes
    Diana Lowenstein aus Miami machte "erste Erfahrungen mit einer europäischen Kunstmesse“ und war begeistert vom "Zuspruch der Sammler aus Schweden und aus den Niederlanden. Die Besucher der ART COLOGNE sind finanzkräftig. Meine neu gewonnenen Kollegenkontakte sind wunderbar.“ Lowenstein hatte viele hierzulande unbekannte Künstler im Gepäck, fand trotzdem Käufer für Jose Bechara und Tulio de Sagastizabal zu 4.500 bis 8.600 Euro. Der Köln/Berliner Galerist Christian Nagel gab mehrere Arbeiten von Michael Krebber zu je 23.000 Euro ab. Die Hamburger Produzentengalerie erzielten mit dem diesjährigen venezianischen Biennaleteilnehmer Thomas Scheibitz insgesamt 60.000 Euro. Beim Berliner Michael Schultz erzielte eine großflächige Malerei von Seo 30.000 Euro und Cornelia Schleime-Portraits je 35.000 Euro.

    "Der Boom der Malerei setzt sich auf dieser Messe auf hohem Niveau fort und ist für Künstler und Sammler interessant“, sagt Klaus Gerrit Friese von der Stuttgarter manuspresse. Auch er hat Grund zum Jubeln: Malereizyklus von Heribert C. Ottersbach (110.000 Euro), vier Karin Kneffel-Leinwände (20.000 bis 28.000 Euro), ein Hartmut Neumann-Bild (5.200 Euro) und vier Pasieka-Zeichnungen (je 3.200 Euro). Rosemarie Schwarzwälder von der Wiener Galerie Nächst St. Stephan, verkaufte ein Panoramabild von Herbert Brandl (41.000 Euro) in die Hamburger Sammlung Falckenberg, drei Bilder von Bernard Frize (29.000 bis 40.000 Euro), drei Federle-Bilder (je um 38.500 Euro) und eine Knoebel-Tafel für 62.000 Euro. Studio La Citta, Verona, übereignete zwei Bilder von David Lindberg (6.000 bis 8.000 Euro), zwei Wandobjekte von Jacob Hashimoto (10.000 bis 15.000 Euro) und eine Malerei von Ettore Spallietti (18.000 Euro).

    Spanische und koreanische Kunst setzten Akzente
    Besonders zahlreich war diesmal das Kontingent spanischer Teilnehmer. Stellvertretend für seine 22 Kollegen kommt Frederick Pinya von der mallorquinischen Galerie Pelaires zu dem Urteil: "Die ART COLOGNE ist stark geworden und die spanische Kunst hat ein starkes Standing auf diesem Markt.“ Pelaires war erfolgreich mit acht Materialbildern von Guillem Nadal zwischen 6.000 und 18.000 Euro und einem postmodernen Paladino-Gemälde für 50.000 Euro.

    Auch Korea war mit zwölf Galerien und einer Sonderschau besonders repräsentativ auf der ART COLOGNE 2005 vertreten. "Ich bin geradezu überwältigt von der Resonanz, die ich hier erfahren habe“, so Dong Jo Chang aus Seoul, der einen Sonderstand ganz junger intermedialer koreanischer Künstler kuratierte. Bei ihm trafen sich und kauften Sammler und Museums-Experten aus Spanien, aus den USA, aus der Schweiz und aus Großbritannien. Er erhielt verbindliche Zusagen für seine Video-Artisten Junebum Park, Jongku Kim, Geun Oh Chang und Kyung Woo Chun. Als besondere Empfehlung für schnelle Kaufentscheidungen bei seinen Besuchern erwiesen sich "die günstigen Preise meiner Künstler“. Einzelne Exponate kosteten zwischen 1.000 und 12.000 Euro.

    Nach dem Motto "Die Galeristen müssen wichtige Kunst zeigen, damit die großen Sammler kommen“, so Ben Frija von der Galerie K aus Oslo. Er präsentierte eine großformatige elfteilige Fotofolge von Candida Höfer und verkaufte davon zwei komplette Editionen (je Blatt 30.000 bis 40.000 Euro). Die Münchner Galerie Terminus trennte sich von Blum-Fotografien (zwischen 10.000 und 50.000 Euro). Bei Thomas Zander aus Köln sicherte sich ein Foto-Fan eine 16teilige Fotosequenz aus den 60er Jahren von Diane Arbus für 130.000 €. Der Fotograf Michael Wesely verkaufte bei Fahnemann, Berlin, drei Serien "Ostdeutsche Landschaften“ zu je 13.000 €.

    Sammelleidenschaft für Fotografie hält an
    Eine Fotoinstallation von Liliana Porter erwarb ein Kenner bei Secrist, Chicago. Max Estrella aus Madrid konnte je eine Fotografie von Dionisio Gonzalez und Roland Fischer für jeweils 12.000 Euro an den Mann bringen. Max Estrella begrüßte an seinem Stand "Kunden aus Spanien, aus Belgien, aus den Niederlanden und aus Deutschland“. L.A. Galerie, Frankfurt am Main/Peking, veräußerte eine zwölfteilige Fotoserie von Tracy Moffatt, je Blatt 3.000 Euro, und je eine Arbeit von Shen Liang, Zeng Hao und Peter Bialobrzeski, zwischen 9.000 und 11.000 Euro.

    Bewährt hat sich das Programm New Contemporaries für viele junge Galerien aus dem In- und Ausland. Es war für viele bereits das Sprungbrett ins normale Programm der Messe. Diesmal auch dabei sind Aschenbach + Hofland aus Amsterdam, Sandroni Rey aus Los Angeles und Motive, Amsterdam. Ihr positives Resümee: "Wir haben sehr gut verkauft.“ "Wir haben uns gut geschlagen.“ "Wir sind weitgehend zufrieden.“ Exponate von Michael Krikham, Peter Voss, Hernan Bas und Martine Stig bis zu 9.500 Euro fanden dort Liebhaber.

    In der Abteilung New Talents schauten sich sowohl Einsteiger als auch versierte Sammler um. Martina Detterer aus Frankfurt/Main, die in ihrer Förderkoje Ernst Stark vertrat, überzeugte Käufer mit fünf Exponaten. Detterer: "Es kauften ausnahmslos Sammler, die schon seit Jahren sammeln. Alles Leute mit geschultem Blick. Das spricht doch wohl für die richtige Wahl der Jury.“ Über seinen Protegé, Diego Fernandez, ließ Christian Nagel, Köln, verlauten: "Es ist ausgezeichnet gelaufen.“ Teilnehmerin Thea Djordjadze in der Förderkoje von Sprüth Magers Lee (Köln, München, London), kann sich mit ihren zahlreichen Verkäufen sogar schon auf eine "kleine Fangemeinde in Köln“, so Monika Sprüth, berufen. ART COLOGNE-Preisträgerin für junge Kunst, Annette Kelm, vorgestellt von der Galerie Crone Andreas Osarek, Berlin, war mit mindestens 30 Fotografien (zwischen 800 und 1.400 Euro) erfolgreich.

    Forum für die unkonventionelle Präsentation von Projekten
    Ein Novum der diesjährigen ART COLOGNE war OPEN SPACE – eine kuratierte Kollektivschau mit 40 internationalen Galerien. Sie war sowohl museale Ausstellung als auch Verkaufsforum. Teilnehmer Daniel Buchholz: "Ich halte es für eine große Chance, dort unkonventionelle Projekte zu realisieren, auch vor einem kommerziellen Hintergrund. Das nützt den Künstlern, den Galeristen und der Messe.“ Bestätigt wird diese Aussage vom New Yorker Galeristen Thomas Erben: "Diese Plattform bietet Präsentationsmöglichkeiten für unbekannte Künstler und Positionen im direkten Dialog mit anderen Arbeiten, was im umgrenzten Raum einer Koje nur sehr schwer möglich ist.“ Er freute sich über reges Interesse und gute Verkäufe u.a. für drei Arbeiten von Jenny Scobel, sowie eine kleine und eine große Arbeit von Rashawn Griffin.

    Kommerziell interessant war OPEN SPACE auch für Wilma Tolksdorf, Frankfurt/Berlin, und ihre finnische Fotografin Elina Brotherus. Das gesamte Ensemble von etwa 25 Fotografien (3.800 bis 5.000 Euro) fand Abnehmer. Und für die Organisatoren, die Kölner Agentur Neumann + Luz, zog Kathrin Luz ein positives Resümee: "OPEN SPACE ist ein Experiment – wir hatten Überraschungen einkalkuliert. Dass allerdings der Zuspruch auf allen Seiten – von Galeristen, Künstlern, Sammlern, Besuchern und Medien – so groß war, hat uns selbst noch einmal überrascht.“ Vom Konzept her sei OPEN SPACE alles andere als eine Verkaufsoffensive gewesen. "Umso schöner“, so Kathrin Luz, "dass fast alle auch verkauft haben. Und das teilweise sogar sehr gut.“

    "Wieder einmal hat sich gezeigt, dass die ART COLOGNE ein Marktplatz ist, bei dem die Kunst im Mittelpunkt steht“, so das Fazit von ART COLOGNE Direktor Gérard Goodrow: "Wir wissen nach der diesjährigen Premiere, was in den neuen Hallen möglich ist, und werden kontinuierlich unser Konzept inhaltlich und organisatorisch verbessern.“

    Nächster ART COLOGNE Termin: 1. bis 5. November 2006



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