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Matthias Herrmann

Otto Breicha-Preis für Fotokunst 2013

15.6.-22.9.2013 | Museum der Moderne Salzburg
Eingabedatum: 20.06.2013

bilder

Das Museum der Moderne Salzburg vergibt den 14. Otto Breicha-Preis für Fotokunst 2013 an den Fotokünstler Matthias Herrmann.
Diese Auszeichnung wird alle zwei Jahre an einen österreichischen oder in Österreich lebenden Fotokünstler oder eine Fotokünstlerin verliehen. Matthias Herrmann setzt die Reihe der Preisträger nach Alfred Seiland, Otmar Thormann, Branko Lenart, Heinz Cibulka, Manfred Willmann, Walter Berger, Paul A. Leitner, Friedl Kubelka, Seiichi Furuya, Peter Dressler, Ferry Radax, Margherita Spiluttini und Ilse Haider fort.

Der 1963 in München geborene und in Wien lebende Fotokünstler Matthias Herrmann hatte von 2003 bis 2011 die Professur für Kunst und Fotografie an der Wiener Akademie der bildenden Künste inne. In seiner neuen fotografischen Werkserie befasst er sich mit Stilllebenfotografie und den Bildern des urbanen Raumes. Seit den 1990er Jahren, nachdem er seine Karriere als Balletttänzer beendet hatte, konzentrierte er sich auf die fotografische Auseinandersetzung mit dem Bild des menschlichen Körpers, der Geschlechterkonstruktion im Fotografischen und dem Selbstbildnis als sexuell konnotierte Manifestation. Von der subjektiven Sicht eines sehenden Individuums auf sich selbst hat sich nun sein Blickwinkel auf seine Umgebung erweitert, auf die Welt als Reflektionsebene und auf das eigene fotografische Tun. Matthias Herrmann ist ein Reisender und Wanderer. Er liefert keine Dokumentationen oder stimmigen Bildatlanten von den Orten seiner Reisen ab, sondern legt vereinzelt Einblicke und Beutestücke vor. Er fördert sie zu Tage, er gießt sie in Bildlichkeit und macht sie damit zu Teilen einer Wirklichkeit, die erst durch sein Sehen Substanz gewinnt. Seine Reisen sind nicht Stichstraßen in diverse Weltgegenden, sondern Suchbewegungen in den Bilderwelten, auch denen der Kunstgeschichte. Museen als Orte der Erinnerung liefern für seinen Bilderkosmos sublime ikonische Botschaften: Bilder existieren nicht in einer luftleeren Sphäre, sondern leben in Räumen. Das Kunsthistorische Museum in Wien ist so ein Raumkontext mit Türen, Fenstern, Ecken und einer eigenen ornamentalen Folie aus Wand, Dekor und Bild. Galerieräume ebenso wie Kunstbücher sind Medien für den Transport von Bildern. Die Fotografien von Matthias Herrmann annektieren diese Meta-Kunstwerke aus dem Fundus des Erinnerten. Sie stellen damit eine Welt her, die sich um das sehende Individuum aufbaut, die aus Gesehenem besteht wie aus Erlebtem, aus Imaginiertem wie aus Faktischem, aus der Beschreibung des Sichtbaren, wie aus dem Anreißen der Zwischenräume.

Mit etwa 100 kleinformatigen Fotografien der letzten 15 Jahre und rund 50 großformatigen Arbeiten der neuesten Schaffensperiode wird in der Ausstellung ein Überblick auf ein faszinierendes, vielschichtiges OEuvre geboten.

MdM SALZBURG
Museum der Moderne - Rupertinum
Mönchsberg 32
5020 Salzburg Austria
T +43.662 84 22 20-601
museumdermoderne.at

Pressemitteilung



Daten zu Matthias Herrmann:


- Sammlung Museum of Contemporary Art in Krakow


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