Auf Zeit. Was hinter dem Putz steckt

Eine Ausstellungskooperation der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden und der Kunsthalle Bielefeld

20.7. – 27.10. 2013 | Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
Eingabedatum: 28.07.2013

bilder

In den Wänden der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden schlummert ein Schatz: Unzählige Farbschichten – Millimeter für Millimeter von Künstlern wie Blinky Palermo, Helmut Middendorf oder Hamish Fulton aufgetragen – verbergen und bewahren eine faszinierende Ausstellungsgeschichte der Wandmalerei. Sichtbar waren ihre Exponate nur auf Zeit, für die Dauer der jeweiligen Ausstellung, dann wichen sie einer neuen Schicht. Das Ausstellungsprojekt „Auf Zeit. Was hinter dem Putz steckt“ macht sich auf die Suche nach dem verborgenen Schatz in den Wänden und rekonstruiert bzw. dokumentiert wichtige historische Arbeiten. Darüberhinaus wird die Geschichte der Wandkunst durch neu entwickelte Arbeiten zeitgenössischer Künstler fortgeschrieben.

So hat neben der dänischen Malerin Malene Landgreen auch der deutsche Künstler Franz Ackermann ausgehend von der Architektur des Oberlichtsaals der Kunsthalle eine neue Arbeit konzipiert, die alle vier Wände mit kräftig leuchtenden Farben überzieht. Durch das Zusammenspiel monochromer Farbflächen mit figurativen Versatzstücken schafft er eine illusionistisch anmutende Raumwirkung. Die US-Amerikanerin Liz Larner thematisiert die Wand in anderer Hinsicht: nicht als Malgrund für Kunstwerke, sondern als Materie an sich. Larners „Corner Basher“ nutzt die Wucht einer rotierenden Stahlkugel, um die sie umgebenden Wände förmlich zu durchbrechen.

Rekonstruktionen konzeptueller Wandarbeiten von Lawrence Weiner und Sol LeWitt aus den 1960er-Jahren bilden einen wichtigen Bestandteil der Ausstellung; darunter auch Weiners legendäre 36 x 36 Zoll große Putzentnahme. Zudem wird eine Vielzahl künstlerischer Wandarbeiten dokumentiert, die in den letzten 50 Jahren in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden entstanden sind.
...
Beteiligte KünstlerInnen: Franz Ackermann, Elmgreen & Dragset, Jeppe Hein, Pierre Huyghe, Gabriel Kuri, Malene Landgreen, Liz Larner, Sol LeWitt, Christl Mudrak, Nedko Solakov und Lawrence Weiner. Die Dokumentation historischer Wandarbeiten in der Kunsthalle umfasst Werke von Holger Bunk, Daniel Buren, Günther Förg, Hamish Fulton, Michaela Melián, Gerhard Merz, Helmut Middendorf, Blinky Palermo, Giuseppe Penone, Tobias Rehberger, Karin Sander, K.R.H. Sonderborg und Corinne Wasmuht.

„Auf Zeit“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Kunsthallen in Bielefeld und Baden-Baden, die sich ausgehend von Wandarbeiten der künstlerischen Avantgarde der 1960er-Jahre in parallelen Ausstellungen der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Ausstellungswand widmen
(Auf Zeit. Wandbilder – Bildwände, Kunsthalle Bielefeld, 4.8.-20.10.2013). Weitere Informationen zur Ausstellung in Bielefeld finden sich unter:
kunsthalle-bielefeld.de

Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10-18 Uhr, Montag geschlossen

Staatliche Kunsthalle
Baden-Baden
Lichtentaler Allee 8a
76530 Baden-Baden
T+49 7221-30076-400
F+49 7221-30076-500
kunsthalle-baden-baden.de/

Pressemitteilung








Weiteres zum Thema: Lawrence Weiner



Museum Morsbroich: TALKING PIECES - Text und Bild in der Zeitgenössischen Kunst (-20.04.03)


Vom 26. 01. bis 20. 04.03 werden Arbeiten von über 40 Künstlern, darunter Joseph Beuys Sophie Calle, Jenny Holzer, Martin Kippenberger, gezeigt, in deren Werk unterschiedliche künstlerische Positionen zum Thema Sprache-Bild-Relation zum Ausdruck kommen. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Kunst aus der 2.Hälfte des letzten Jahrhunderts bis hin zur Gegenwart.

Presseerklärung / Auszug: "... Das Museum Morsbroich zeigt jetzt eine Ausstellung, die sich diesem zentralen Thema Text und Bild in der neuen Kunst widmet. In der Kunst des 20. Jahrhunderts - insbesondere seit der Concept Art - gibt es zahlreiche künstlerische Positionen, in welchen Text zum künstlerischen Medium wird. Als poetische Kraft tritt Text zur visuellen Information der Bilder hinzu. Zeichen, Wörter und Sätze werden zum Auslöser der Imagination und durchdringen sich mit der Aussagekraft der Bilder. Manchmal aber ersetzen Zeichen, Wörter und Sätze das klassische Bild, wie etwa bei Jenny Holzer. Und junge Künstler wie Daniel Pflumm agieren mit Leerstellen dort, wo Schrift zu vermuten wäre.

Die Ausstellung im Museum Morsbroich geht den unterschiedlichen Spielarten der Kombination von Text und Bild in der zeitgenössischen Kunst nach und stellt sie in einer großen Spannbreite aktueller künstlerischer Positionen dar. Die Ausstellung stellt in einem kurz gefassten historischen Vorlauf, ausgehend von den strengen Setzungen der Concept-Art (z. B. Lawrence Weiner, On Kawara, Ed Ruscha, Remy Zaugg) über den poetisch-lyrischen Umgang mit Text (z. B. Cy Twombly) zum ironisch-witzigen Spiel mit Worten (z. B. Sigmar Polke, Richard Prince) wichtige Grundpositionen in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts vor. Von da aus richtet sie den Focus auf die aktuelle Kunst: Künstler wie Michael Elmgreen & Ingar Dragset, Michel Majerus, Daniel Pflumm, Keith Tyson, Charles Sandison oder Ken Lum beschreiten mit ihren Werken neue Wege, die das Thema Text und Bild zu anderen Ergebnisse und "Sensationen" führen.

Wo der Autor malt und der Maler schreibt, haben Wort, Text und Bild eine hohe gegenseitige Durchdringung. Das Bild wird zum Logo. Umgekehrt wird der Text zum Bild, das konkretere Vorstellungen eröffnet als das Gemalte.

Künstlerliste: Beuys, Jean-Michel Basquiat, Alighiero e Boetti, Robert Barry, Daniele Buetti, Matthew Brannon, Sophie Calle, Hanne Darboven, Michael Elmgreen/ Ingar Dragset,
Sylvie Fleury, Jochen Flinzer, Gajin Fujita, Jenny Holzer, Roni Horn, On Kawara, Johanna Kandl, Astrid Klein, Martin Kippenberger , Joseph Kosuth, Barbara Kruger, Elke Krystufek, Ken Lum, Michel Majerus, Gerhard Merz, Bruce Nauman, Manuel Ocampo, Daniel Pflumm,
Jack Pierson, Raymond Pettibon, Sigmar Polke, Richard Prince, Fiona Rae, Ed Ruscha, Charles Sandison, Pietro Sanguineti, Keith Tyson, Mark Titchner, Ben Vautier, Lawrence Weiner, Christopher Wool, Cy Twombly, Remy Zaugg"


Museum Morsbroich Leverkusen
Gustav-Heinemann-Strasse 80 / 51377 Leverkusen / Tel.: 02 14/8 55 56-0

Öffnungszeiten: Dienstag 11 bis 21 Uhr, Mittwoch bis Sonntag 11 bis 17 Uhr

museum-morsbroich.de


Robert Barry in der Kunsthalle Nürnberg (18.9.03-16.11.03)


Unter dem Titel "Some places to which we can come" zeigt die Kunsthalle Nürnberg rund 60 Arbeiten aus dem Frühwerk (1963-1975) des amerikanischen Künstlers Robert Barry (geb.1936).

Presseerklärung / Auszug: " . . . Der in New Jersey lebende Robert Barry zählt wie Dan Graham, Douglas Huebler, Joseph Kosuth oder Lawrence Weiner zu den wichtigsten Protagonisten der amerikanischen Konzeptkunst. Von Beginn an von den Künstlern selbst heftig diskutiert, bezeichnet der Begriff der Konzeptkunst weder einen einheitlichen Stil noch eine gemeinsame Theorie. Der Begriff wurde von Sol LeWitt ins Spiel gebracht, der 1967 in seinem Aufsatz "Paragraphs on Conceptual Art" die These formulierte, dass allein die Idee bereits Kunstwerk sein kann. Als Konzeptkunst werden seitdem Werke eingeordnet, die in stark abstrahierter Form eine Idee oder einen Denkprozess formulieren, den der Betrachter aufnimmt und nach eigenen Vorstellungen für sich produktiv macht.

Äußerst konsequent trieb Robert Barry bereits seit 1967 sein Werk zunehmend an die Grenze zur Immaterialität und Unsichtbarkeit. Er schuf raumbezogene Installationen mit Draht und Nylonfaden, führte Aktionen mit Edelgasen oder radioaktivem Material durch und ging dann zu Arbeiten mit akustischen Frequenzen, Geräuschen und Sprache über. Parallel entstanden seit 1970 Dia-Projektionen mit einzelnen Begriffen, Fotografien und Textfragmenten. Robert Barry veröffentlichte mehrere Buchprojekte und begann Anfang der 70er Jahre nahezu ausschließlich mit dem Medium der Sprache zu arbeiten. Dabei sind für Barry die von jedem syntaktischen Zusammenhang befreiten Begriffe nicht allein bereits Kunst, sondern verweisen auf weiterführende Konzepte, die mittels Sprache kommuniziert werden. Eines dieser Konzepte ist das Ausloten räumlicher Erfahrungen und Dimensionen, das Barry von Beginn an, auch schon mit den zwischen 1963 und 1967 entstandenen Gemälden und Farbobjekten, durchgängig bis zu den heute bekannten Wort-Räumen verfolgt.

Die umfangreiche Ausstellung sowie der 144-seitige, zweisprachige Katalog mit aktuellen Beiträgen von Robert C. Morgan, John T. Paoletti und Thomas Wulffen werden die von Robert Barry im Zeitraum von 1963 bis 1975 geschaffenen Werke und Werkgruppen als konsequente Entwicklung zeigen, die bestimmte Konzepte durchgängig und stringent verfolgte, zugleich aber stets offen für neue Erfahrungen war. Zudem wird die Relevanz von Robert Barrys Frühwerk vor dem Hintergrund der postkonzeptuellen Kunst der 90er Jahre noch einmal neu zu betrachten und zu überprüfen sein."

Ausstellungsdauer: 18.9.03-16.11.03

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr | Mittwoch bis 20.00 Uhr

Kunsthalle Nürnberg | Lorenzer Straße 32 | D- 90402 Nürnberg | Tel.: 0911 - 231 2853
nuernberg.de
  • Museum Morsbroich: TALKING PIECES - Text und Bild in der Zeitgenössischen Kunst (-20.04.03)

  • "Adorno: Die Möglichkeit des Unmöglichen" im Frankfurter Kunstverein (29.10.03 - 4.1.04)

  • Minimale Konzepte - Kunstmuseum Wolfsburg (16.12.04-20.02.05)

  • Douglas Gordon - Deutsche Guggenheim, Berlin (noch bis 9. Oktober 2005)

  • Ideal City – Invisible Cities (Zamosc, PL, 18. 6 – 22. 8.06 /Potsdam 9.9.-29.10.06)

  • Nichts - Schirn Kunsthalle, Frankfurt (12.7. – 1.10.06)

  • "Modelle für Morgen: Köln" - European Kunsthalle, Köln (2.3.-28.4.07)

  • Art Goes Underground - Nord-Süd Stadtbahn, Köln

  • OUT OF TIME - Weserburg Museum für moderne Kunst, Bremen (noch bis 2.3.08)

  • Lawrence Weiner: AS FAR AS THE EYE CAN SEE - K21, Düsseldorf (27.9.08-11.1.09)

  • 1968. Die Große Unschuld - Kunsthalle Bielefeld (15.3. - 2.8.09)

  • Konzeptuelle Kunst auf Papier - Museum Abteiberg, Mönchengladbach (26.4.-23.8.09)

  • Die Natur der Kunst - Kunstmuseum Winterthur

  • Wolfgang-Hahn-Preis KÖLN 2011 an John Miller

  • Asche und Gold. Eine Weltreise

  • Teilnehmerliste der documenta(13)

  • BEYOND WORDS

  • Goethe-Institut Fellowship am Haus der Kunst

  • Performance Künstlerin Andrea Fraser erhält Wolfgang-Hahn-Preis 2013

  • DIA ART FOUNDATION SPRING 2013 EXHIBITION AND PROGRAM SCHEDULE

  • Auf Zeit. Was hinter dem Putz steckt

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  • Die top 106 im Mai 2014

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