Cologne Fine Art-Preis geht an Jürgen Klauke

Sonderschau der Messe zeigt Arbeiten des Preisträgers 2013

Cologne Fine Art: 20. November bis 24. November 2013
Eingabedatum: 16.09.2013

bilder

Der diesjährige Cologne Fine Art-Preis geht an einen Künstler, der vor allem durch Performances und sein fotografisches Oeuvre bekannt wurde. 1943 geboren, lebt und arbeitet Jürgen Klauke seit 1968 in Köln und ist seit 1994 Professor für künstlerische Fotografie an der dortigen Kunsthochschule für Medien. Am 06. September wird der Künstler 70 Jahre alt.

Jürgen Klauke hat von Anbeginn den eigenen Körper als Material ins Zentrum seiner künstlerischen Arbeit gesetzt. Als er in den 70er Jahren mit seinen erotischen Requisiten die Bühne betrat, galt er als Provokateur, der die Grenzen konventioneller gender identity lustvoll aus den Angeln hob. Bereits in den frühen androgynen Selbstdarstellungen lässt der Künstler seinen Obsessionen jedoch keinen völlig freien Lauf. Seine Inszenierungen sind in hohem Maße stilisiert und präzise komponiert. Vor allem die späteren Serien stellen sich zusehends als überpersönliche Dramen dar, deren Stationen – oftmals in einer altarhaften Anordnung der einzelnen Fotos – wie eine Choreographie lesbar sind. So thematisieren nicht nur seine bekanntesten Zyklen, die Formalisierung der Langeweile oder die Sonntagsneurosen einen Begriff der Zeit, in der dem Subjekt sinnliche Entfaltung und metaphysischer Halt versagt sind. An die Stelle leiblicher Exaltiertheit ist ein Seinszustand der Isolation getreten, für den Klauke mit profanen Objekten wie Eimern und Stühlen, Hüten und Tischen seine eigene Ikonographie der Leere gefunden hat.

Der Prozess der Sublimierung sexueller, oft von Phobien durchsetzten Vorstellungen lässt sich vor allem in seinen Arbeiten auf Papier beobachten. Mit seinen feinsinnigen, rätselhaften Zeichnungen und Gouachen ist Jürgen Klauke von der breiten Öffentlichkeit bislang weitgehend unentdeckt geblieben. Das sollte sich ändern, denn in den Papierarbeiten kündigen sich oft Themen und Motive an, die Jahre später in den Fotografien wieder aufgegriffen werden.

Von der Zurschaustellung physischen Begehrens im Frühwerk bis zu den visuellen Metaphern einer Philosophie des Sinnlosen in jüngster Zeit: Allein die abgründigen Titel seiner Werkgruppen offenbaren den ironischen Tiefsinn des Künstlers. Desaströses Ich, Ästhetische Paranoia, Ich war eine Dose, Wahrnehmungsakrobatik oder Auratisches Inferno eröffnen dem Betrachter einen weiten Raum zur Reflexion über einen der bedeutendsten, eigenwilligsten deutschen Künstler, der seit den 70er Jahren sein Werk inhaltlich konsequent und mit stets neuen Bildfindungen vorangetrieben hat.

Der Cologne Fine Art-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird gemeinsam von der Koelnmesse und dem Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler (BVDG) vergeben. In einer Sonderschau auf der Cologne Fine Art werden ausgewählte Fotografien von Jürgen Klauke zu sehen sein.

Zu den bisherigen Preisträgern der Cologne Fine Art zählen unter anderem Thomas Bayrle, Sigmar Polke, Katharina Sieverding, Georg Baselitz sowie im vergangenen Jahr Tony Cragg.

Weitere Informationen über das Werk von Jürgen Klauke finden Sie hier: juergenklauke.de / Weiteres Bildmaterial für die Presse kann angefordert werden unter: juergenklauke@t-online.de

Über die Cologne Fine Art:
„Zeitlos gut. Grenzenlos schön.“ Mit dem für sie charakteristischen Neben- und Miteinander verschiedener Stile und Epochen, dem Mix aus Alter, Moderner und Angewandter Kunst sowie Design und ‚Arbeiten auf Papier‘ ist die Cologne Fine Art einzigartig – nicht nur deutschlandweit.

Cologne Fine Art 2013
20. bis 24. November
colognefineart.de/

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Daten zu Jürgen Klauke:

- *1943 in Deutschland
- 19 New Acquisitions in Photography,MoMA
- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- Art Basel Hong Kong, 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art cologne 2015
- Das achte Feld, Köln
- documenta 8, 1987
- Galeria Helga de Alvear
- Gallery Weekend Berlin 2017
- MoMA Collection
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung DZ Bank, Frankfurt
- Sammlung MMK, Frankfurt
- SAMMLUNG WEMHÖNER
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD
- ZKM Sammlung, Karlsruhe

Weiteres zum Thema: Jürgen Klauke



Art Cologne 2003 (29.10 – 02.11.2003)


„Veränderung ist Programm bei der ART COLOGNE, so auch in diesem und in den kommenden Jahren.“ Mit dieser Aussage stellte sich Gérard A. Goodrow, Direktor ART COLOGNE, der Presse in Köln vor. „Zum einen bauen wir den Service für Besucher, insbesondere die Sammler, Kuratoren und Museumsfachleute, aber auch Künstler aus. Zum anderen forcieren wir die programmatische Weiterentwicklung des ältesten Kunstmarkts der Welt.“ Eine Reihe von Neuerungen werden die Position der ART COLOGNE, aber auch die Ausstrahlung der Kunststadt Köln stärken.

Gemeinsam mit dem Hotel Crowne Plaze hat die ART COLOGNE am Rudolfplatz im Herzen Kölns den ART COLOGNE-Treff eingerichtet. ART COLOGNE-Treff – das heißt: In diesem Hotel wohnen zum überwiegenden Teil die von der Koelnmesse eingeladenen ca. 400 bis 500 Sammler, Kuratoren, Museumsleute. Dabei sind auch diejenigen wichtigen Sammlerpersönlichkeiten, die jede an der ART COLOGNE teilnehmende Galerien vorgeschlagen hat. Sie alle werden von und auf Kosten der ART COLOGNE eingeladen, so Gérard Goodrow.

ART COLOGNE-Treff mit Happy Hour im Herzen der Stadt
Der ART COLOGNE-Treff soll aber auch die Funktion eines Meeting Point erfüllen. „Hier kann sich die Branche ganztägig, insbesondere aber in den Abendstunden treffen – nach einem Rundgang durch die Galerien an den Premierentagen etwa oder nach dem Abendessen. Dann gibt es täglich in „Pauls Club“, der Bar dieses Hotels, von 22.00 bis 23.00 Uhr eine Happy Hour für Aussteller und VIP-Gäste“, sagte der Direktor ART COLOGNE . Nach außen hin tritt die ART COLOGNE mit dem ART COLOGNE-Treff mitten im Stadtbild in Erscheinung – auch optisch unübersehbar an einem der verkehrsreichsten Plätze Kölns.

Auch Kooperationen und attraktive Angebote mit anderen Institutionen in Köln, Düsseldorf und Leverkusen steigern die Anziehungskraft Kölns und des Rheinlandes während der ART COLOGNE. So laden das Kulturamt der Stadt Düsseldorf und die dortigen Kulturinstitute – museum kunst palast, K20K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Kunsthalle Düsseldorf und Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen – gemeinsam mit der ART COLOGNE am 30. Oktober 2003 um 10.00 Uhr Aussteller, Sammler und Journalisten zu einem Brunch mit anschließender Führung ins K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im Ständehaus ein inklusive Transfers von der ART COLOGNE nach Düsseldorf und zurück. Ein weiterer Brunch findet am 1. November 2003 im Museum Schloss Morsbroich in Leverkusen statt (inkl. Transfers und Führung durch die Lenbach-Ausstellung). Mit der Kölner Philharmonie besteht eine Kooperation, dass Konzertabonnenten und Abonnenten der Hauszeitschrift „Philharmonie Persönlich“ ermäßigte Eintrittspreise zahlen. Diese Kooperation besteht auch mit der Stadtsparkasse Köln für deren KölnGiro-Kunden. Mit der 1. KunstFilmBiennale gibt es ebenfalls eine Kooperation: Am Donnerstag, 30.Oktober oder Freitag, 31. Oktober, 2003 ermöglicht das KunstFilmTicket zum kombinierten Eintrittspreis von 17 € (statt zusammen 26 Euro) ein Filmprogramm der KunstFilmBiennale zu sehen, an diesem Tag über die ART COLOGNE zu gehen und eine der folgenden Kunstausstellungen zu besuchen: Dieter Roth-Retrospektive im Museum Ludwig oder Florian Pumhösl im Kölnischen Kunstverein. Das KunstFilmTicket ist erhältlich im Festivalbüro der KunstFilmBiennale, im Museum Ludwig, im Kölnischen Kunstverein und in der ART COLOGNE.

Premiere feiert vom 26. Oktober bis 2. November 2003 fast zeitgleich mit der ART COLOGNE die Kunstfilmbiennale Köln, die nach Angaben der Veranstalter im vergangenen Jahr ein sehr erfolgreiches „Vorspiel“ hatte. Gérard Goodrow: „Das weltweit einzigartige Filmfestival mit Kino,- Dokumentar- und Künstlerfilmen hat einen programmatischen Focus auf dem Schnittpunkt zwischen Bildender Kunst und Film mit all seinen möglichen und unmöglichen Grenzüberschreitungen.“ Hauptspielstätten der Kunstfilmbiennale sind die Kinos im Museum Ludwig, im Museum für Angewandte Kunst, im Kölnischen Kunstverein, das Cinenova Arthouse Center sowie eine Filmbox auf der ART COLOGNE. Dieser Informationsstand ist zugleich auch ein kleines Kino, in dem ein Teil der Kunstfilmbiennale stattfindet (Künstlerfilme aus aller Welt von Shirin Neshat über Salla Tykkä bis Jürgen Klauke). So ist eine weitere Vernetzung von Aktivitäten in der Stadt zum Messegelände hin gegeben.

„Diese Verknüpfungen wird die ART COLOGNE zukünftig weiter ausbauen“, sagte der Direktor ART COLOGNE. So wird gemeinsam mit dem WDR, dem Deutschen Klangkunstpreis und anderen Institutionen und Partnern im kommenden Jahr parallel zur ART COLOGNE das 1. SoundARTfestival stattfinden. Mit Soundart oder Klangkunst verbinden die Initiatoren eine Erweiterung des Kunstbegriffs, die Hinzunahme des Hörens als einer weiteren Sinneswahrnehmung. Für die ART COLOGNE bedeutet dieses Festival, das eigenständig in angrenzenden Räumlichkeiten angesiedelt ist, ein ergänzendes Angebot. Es unterstreicht gleichzeitig auch die Bedeutung Kölns für die Entwicklung der Klangkunst und neuer Musikformen, die vornehmlich im Studio für elektronische Musik des WDR ihren Ausgangs- und Mittelpunkt haben. Der WDR-Stand (Halle 1.1, Stand 29) steht schon in diesem Jahr ganz im Zeichen des SoundARTfestivals. Das Skulpturenmuseum Marl stellt Arbeiten der Preisträger des Klangkunstpreises 2002 zur Verfügung. Am Freitag, 31. Oktober 2003, findet die Gründungsversammlung der „Initiative Hören“ im Deutschen Kulturrat auf der ART COLOGNE statt.

"actionbutton" im Russischen Museum Sankt Petersburg (17.09.2004 - 16.11.04)


Beitrag Kunst-und Ausstellungshalle Bonn: Die Ausstellung "actionbutton" entstand in Zusammenarbeit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn und der Nationalgalerie in Berlin und wurde mit Mitteln der Bundeskulturstiftung ermöglicht. Eingebunden in die deutsch-russischen Kulturbegegnungen, 2003 und 2004, werden sich nach einem erfolgreichen Jahr mit russischer Kultur in Deutschland nun deutsche Künstlerinnen und Künstler auf den Weg nach Russland begeben. Deutschland wird sich in Russland mit junger Kunst präsentieren.
"actionbutton" ist im Marmorpalast des Russischen Museums mit 100 Werken, Gemälden, Skulpturen, Fotografien, Videos, Grafiken und Installationen von 34 Künstlerinnen und Künstlern, die in Deutschland arbeiten, zu sehen. Die erste Station der Ausstellung wurde im vergangenen Jahr in Berlin präsentiert.
Die Bundessammlung zeitgenössischer Kunst besteht seit 1970 und umfasst über 1000 Kunstwerke aus Deutschland. Sie reflektiert die Entwicklung der Kunst seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland und bringt das Interesse der Bundesregierung für die zeitgenössische Kunst zum Ausdruck.
Ebenfalls im Rahmen der deutsch-russischen Kulturbegegnungen hat die Kunst- und Ausstellungshalle die Ausstellung Der Kreml. Gottesruhm und Zarenpracht 2004 in Bonn und Berlin gezeigt.
Seit 1995 wurden die Ausstellungen Staatliches Russisches Museum St. Petersburg. Kunst- und Kulturgeschichte Rußlands in Werk und Bild und Zwei Gesichter der Eremitage, St. Petersburg. Die großen Sammlungen VI in der Bundeskunsthalle gezeigt und so das große Interesse an der russischen Kultur zum Ausdruck gebracht.
Bereits 2001 war die monografische Ausstellung Absolute Windstille. Jürgen Klauke - Das fotografische Werk im Russischen Museum in Sankt Petersburg zu sehen. Mit "actionbutton" folgt nun eine zweite Ausstellung mit aktueller Kunst. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Marmorpalast des Russischen Museums, Sankt Petersburg
Millionnaja ul. 5/11, Metro: Gostinij Dwor, Newski Prospekt.

Es sprechen:
- Rosa Schmidt-Neubauer, Referatsleiterin K24 BKM, Bildende Kunst - Kulturgutschutz
- Evgenija Petrova, Stellvertretende Direktorin des Staatlichen Russischen Museums – St. Petersburg
- Wenzel Jacob, Intendant der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
- Eva Bracke, Projektleitung

Eröffnung der Ausstellung 18 Uhr. Es sprechen:
- Evgenija Petrova, Stellvertretende Direktorin des Staatlichen Russischen Museums – St. Petersburg
- Knut Nevermann, Ministerialdirektor - Bundesbeauftragter für Kultur und Medien
- Wenzel Jacob, Intendant der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Maja Majer-Wallat (Pressesprecherin)


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




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    FISCHERSPOONER SIR

    Als Warren Fischer und Casey Spooner ihr Kunst-, Musik- und Performanceprojekt FISCHERSPOONER 1998 in New York ins Leben riefen, hatten sie eine Mission: Die zugeknöpfte, elitäre Kunstszene sollte offener und zugänglicher werden weiter


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