Anzeige
Responsive image

and Materials and Money and Crisis

8. 11. 2013 - 2. 02. 2014 | mumok Museum moderner Kunst, Wien
Eingabedatum: 10.11.2013

bilder

Die Gruppenausstellung and Materials and Money and Crisis ist eine experimentelle Auseinandersetzung mit Fragen der Materialität und der Bedeutung des Kapitals in der Kunst. Die vom New Yorker Kurator Richard Birkett in Zusammenarbeit mit dem Künstler Sam Lewitt kuratierte Ausstellung zeigt Arbeiten von elf KünstlerInnen, darunter eigens für die Ausstellung in Auftrag gegebene sowie frühere Werke, die für das mumok neu bearbeitet werden.

Der Begriff „Material“ hat in diesem Ausstellungsvorhaben eine doppelte Bedeutung: Zum einen können die Flüsse von Material und Geld – wie auch die Krisen, die zu ihrer Unterbrechung führen – als Motiv dienen. Zum anderen beinhaltet das Thema die weiterführende Frage, in welcher Beziehung das physische Material des Werks zur Ablösung des Kapitals von der Produktion steht, wie sie sich in der globalisierten Finanzwelt beobachten lässt.

and Materials and Money and Crisis rückt die Arbeit von KünstlerInnen ins Blickfeld, die den Zusammenhang dieser drei Begriffe auf unerwartete Art und Weise darstellen – von der Umwandlung eines Ausstellungsraums in eine Klimakammer über die Verwendung unbeständiger Materialien bis hin zu Skulpturen, deren Form durch Algorithmen festgelegt werden. Die Arbeiten in der Ausstellung versuchen technische Bedingungen und Organisationssysteme zu erfassen, indem sie Brüche inszenieren, interne Konflikte verstärken sowie Beschleunigungen und Stockungen als Abweichungen von einem idealisierten Zirkulationsaustausch in den Vordergrund stellen. Das bedeutet, sowohl von außen wie auch von innen auf den Apparat zu wirken, der ein Kunstwerk definiert: wie die „Hard-“ und „Software“ der Produktion und der Rezeption der Malerei, die entscheidende Beziehung zwischen KünstlerIn und KuratorIn, oder die in kulturelle Institutionen eingebetteten flexiblen und zugleich hemmenden Komponenten. Das Kunstwerk wird hier als ein Ort materieller Entsprechung aufgefasst, als unbeständiges Bezugsfeld zwischen dinglichen und intellektuellen Kräften, die sich aus den zunehmend ungreifbarer und schneller werdenden Kapitalflüssen ergeben.

Die Begriffe „Material“, „Geld“ und „Krise“ werden auf den Zeitraum von den frühen 1970er-Jahren bis heute bezogen, in dem die Finanzsysteme dazu dienten, die Abstraktion von Wertvorstellungen zu intensivieren. Seit der Abschaffung des Goldstandards 1971 und der Entstehung des internationalen Währungsmarktes hat die Entwicklung komplexer Finanzinstrumente Bedingungen ermöglicht, in denen die Preise sich grundsätzlich an Wetten auf zukünftige Preise orientieren. Der jeder materiellen Basis beraubte Geldfluss geht zwangsläufig mit Unbeständigkeit und Krisenhaftigkeit einher.

Die Ausstellung verdeutlicht, wie unsicher, beliebig und instabil die Definition von „Material“ in einer Krise ist, die mit der Entmaterialisierung des Spekulations- und Derivatehandels verbunden ist. Gleichzeitig entstand eine Kunst, der alle neuen Mittel, Konzepte und Techniken zur Verfügung stehen. Diese können allerdings nur innerhalb der institutionellen und materiellen Grenzen genutzt werden.
Währenddessen fließt das Kapital als reines Medium durch das Finanzsystem. Die Werte und Preise emanzipieren sich von ihren noch so hypothetischen materiellen Eigenschaften. Die gezeigten Aspekte der Materialisation können in diesem Zusammenhang als Reaktion auf die Krisen im Prozess der Wertermittlung gelesen werden.

Die Ausstellung im mumok versammelt Arbeiten von Terry Atkinson, Maria Eichhorn, Melanie Gilligan, Gareth James, Sam Lewitt, Henrik Olesen, Pratchaya Phinthong, R. H. Quaytman, Lucy Raven, Cheyney Thompson und Emily Wardill.

Die Anordnung der Kunstwerke ist eine versuchsweise Verknüpfung von Positionen, die sowohl indirekte Einfälle als auch gewisse Unschärfen erlauben und in dieser Hinsicht keiner strengen Thematik folgen. Die mit einem breiten Spektrum an Medien agierenden KünstlerInnen berücksichtigen dabei die Beziehungen zwischen instrumenteller Logik und den inneren sowie äußeren Rahmenbedingungen und Organisationsformen des materiellen Kunstwerks.

mumok Museum moderner Kunst
Stiftung Ludwig Wien
Museumsplatz 1, 1070 Wien
mumok.at
PM






Daten zu Cheyney Thompson:

- Andrew Kreps Gallery
- Art Basel 2013
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- Buchholz - Gallery
- Campoli Presti - Gallery
- Frieze London 2013
- Galleria Raucci/Santamaria
- Kunstverein Braunschweig
- MoMA Collection
- Overduin and Kite - Gallery
- The Electric Comma, Venedig 2017
- UNTITLED 2018
- Whitney Biennale 2008

Weiteres zum Thema: Cheyney Thompson



Slow Paintings - Museum Morsbroich, Leverkusen


Mit der Ausstellung "Slow Paintings" widmet sich das Museum Morsbroich dem Thema der Langsamkeit. Was passiert, wenn Maler langsam malen? Wie manifestiert sich diese Zeit in den Bildern? Anhand von Arbeiten unterschiedlichster Künstler sollen Fragen wie diese aufgeworfen werden.

Mit der Industrialisierung und der Erfindung neuer Maltechniken im 20. Jh. war eine Beschleunigung des Malvorgangs erkennbar. Im Gegenzug setzten sich viele Künstler wieder bewusst mit der Zeit, mit der Entschleunigung des modernen Lebens auseinander. Die Ausstellung will einen Überblick über verschiedene künstlerische Ansätze bieten, die sich alle der Langsamkeit und Prozesshaftigkeit des Malens widmen.

So wird bei Ad Reinhardt der Werkprozess zu einem Ritual: Er addiert bis zu hundert lasierte Farbschichten zu einem fragilen Werk, das die Dauer des Malens selbst in sich zu beinhalten scheint.
In anderer Weise reflektiert Gillian Carnegie zeitliche Dauer und Vergänglichkeit, indem das Motiv eines verblühenden Blumenstraußes in zahlreichen Wiederholungen auftritt. Raúl Cordero wiederum malte über eine Woche hinweg jeden Tag dasselbe Motiv und verzeichnete auf den Bildern seinen jeweiligen Zeit- und Kalorienverbrauch.
Die Prozesshaftigkeit des Malens, die Frage nach Kalorienverbrauch, Zeitdauer und Anstrengung, sowie die Frage nach Übersetzungsleistungen und Wiederholungen sind immer wiederkehrende Themen, mit denen sich die Künstler auseinandersetzen.
Schließlich will die Ausstellung die Frage in den Raum stellen, inwieweit ein langsames Malen auch mit einer entschleunigten Rezeption beim Betrachter korrespondiert.

Die beteiligten Künstler sind: Tomma Abts, Ross Bleckner, Alighiero e Boetti, Michaël Borremans, Gillian Carnegie, Raúl Cordero, John Currin, Alexander Esters, Bernard Frize, Franz Gertsch, Andrew Grassie, On Kawara, Konrad Klapheck, Jochen Kuhn, Sebastian Ludwig, Michel Majerus, Fabian Marcaccio, Rodney McMillian, Jonathan Monk, Reinhard Mucha, Manuel Ocampo, Roman Opalka, Laura Owens, Magnus Plessen, Ad Reinhardt, Bernd Ribbeck, Adrian Schiess, Pablo Siquier, Andreas Slominski, Cheyney Thompson, Corinne Wasmuht, Ekrem Yalcindag

Abbildung: John Currin: Girl in Bed, 1993

Ausstellungsdauer: 24.11.09-7.2.10

Öffnungszeiten:
Di 11-21 Uhr
Mi-So 11-17 Uhr

Museum Morsbroich
Gustav-Heinemann-Str. 80
51377 Leverkusen

museum-morsbroich.de





Anzeige
Atelier


Anzeige
karma


Anzeige
karma


Anzeige
rundgang


Anzeige
kur




Charline von Heyl - Snake Eyes

Der Titel der Ausstellung »Snake Eyes« verweist auf den englischen Terminus für »Einer-Pasch«, aber auch auf das »Sehen ohne Worte«. weiter


Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2018

Bereits zum dritten Mal präsentiert das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main die Ausstellung zum Deutsche Börse Photography Foundation Prize. weiter


RESANITA - Das Haus als Wirt

Das Künstlerinnenduo RESANITA – Anita Fuchs und Resa Pernthaller – hat in einem eigens für das KUNST HAUS WIEN konzipierten mehrmonatigen Projekt die am Museumsgebäude angesiedelte Pflanzenwelt analysiert, fotografisch festgehalten und in Installationen verarbeitet. weiter


Manuel Franke Im Rahmen der Reihe „Im Städel Garten“

Als unüberwindliches Hindernis versperrt Manuel Frankes Objekt einerseits den gewohnten Blick, macht den Rasenhügel andererseits jedoch in ganz neuer Weise erfahrbar. weiter

Dorothea von Stetten-Kunstpreis an Masar Sohail

Der mit 10.000 Euro dotierte Kunstpreis geht an den Künstler Masar Sohail weiter

Šejla Kamerić. Keep Away from Fire

Die Ausstellung Keep Away from Fire stellt das Schaffen der bosnischen Künstlerin Šejla Kamerić (*1976 in Sarajevo, lebt in Sarajevo und Berlin) zum ersten Mal umfänglich in Deutschland vor. weiter

Verleihung des Kalinowski-Preises an Absolventin Ana Navas

Die Künstlerin Ana Navas arbeitet in unterschiedlichen Medien: Skulptur, Video, Malerei und Performance. Ausgehend von der Genealogie eines Objekts, ... weiter

MyPrivateParadise

Mit Wolfgang Ellenrieder // Thomas Rentmeister // Marlene Bart// Sebastian Bartel // Serena Ferrario // Stella Förster // Fabian Lehnert // Paloma Riewe // André Sassenroth // Lisa Seebach // Daniel Wolff // Rui Zhang weiter

Eberhard Müller-Fries / Anja Harms - » … sind Sie die Flüstergalerie?«

Diese Zeile aus einem Text von Ernst Jandl gibt den Titel der Installation von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries im Neuen Gießener Kunstverein. weiter


FOTOGRAFIE HEUTE: PRIVATE PUBLIC RELATIONS

Wie erleben wir in einer globalisierten, unüberschaubar gewordenen und digital erweiterten Welt den öffentlichen Raum? Und was hat die Fotografie damit zu tun? weiter

Körpereinsatz

Eine Ausstellung mit Lehrenden und Alumni der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle in der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig - 15. Juni bis 2. September 2018 weiter


Michel Majerus / Olaf Nicolai

Die Kunsthalle Bielefeld präsentiert in diesem Sommer parallel die Ausstellungen «Michel Majerus - In EUROPE und «Olaf Nicolai - Chant d´Amour». weiter


Freiheit zur Freiheit/ Freedom to be Free

Was bedeutet heute Freiheit in Europa, wo ist sie eingeschränkt oder in Gefahr? weiter


DIE ZUKUNFT DER ZEICHNUNG: ALGORITHMUS

Seit 1970 befindet sich die Sammlung Etzold als Dauerleihgabe im Museum Abteiberg. Teil dieser Sammlung ist ein einzigartiges Konvolut an Computergrafik, dem sich nun die aktuelle Ausstellung widmet. weiter

Prix Ars Electronica 2018

GewinnerInnen: LarbitsSisters, Bellingcat, Mathilde Lavenne und Lorenz Gonsa, Martin Hatler, Samuel Stallybrass sowie Vincent Thierry, Leonardo-Community. weiter


Lilia & Tulipan

Das Motiv der Blumen besitzt in der Kunstgeschichte ein lange Tradition, die bereits in der pompeijanischen Wandmalerei aus der Zeit weiter


Michael Riedel. Grafik als Ereignis

Mit Grafik als Ereignis widmet sich das Museum Angewandte Kunst dem OEuvre von Michael Riedel, das an der Schnittstelle von angewandter und freier Grafik operiert. weiter


Theaster Gates Black Madonna

Die Ausstellung Black Madonna erstreckt sich auf zwei Gebäude des Kunstmuseums und umfasst zahlreiche neue Arbeiten, die der Künstler aus Anlass der Ausstellung geschaffen und zum Teil in Auseinandersetzung mit der Sammlung des Kunstmuseums entwickelt hat. weiter


Dieter Hacker: Alle Macht den Amateuren. 1971-1984

Die Welt der Bilder wandelte sich in den 2000er-Jahren durch die Verfügbarkeit von Smartphones und Social-Media-Plattformen auf radikale Weise. weiter


Olafur Eliasson Wasserfarben

Zweifellos zählt der dänische Künstler isländischer Herkunft, Olafur Eliasson (*1967), zu den herausragenden Künstlern der Gegenwart. weiter

Copyright © 2014 - 18, art-in-berlin.de Kunstagentur Thomessen Hartlieb-Kühn GbR.