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Silvia Bächli

BROMBEEREN. ARBEITEN AUF PAPIER

27.03. - 15.06.2014 | Staatliche Graphische Sammlung München in der Pinakothek der Moderne
Eingabedatum: 27.03.2014

bilder

Die Schweizer Künstlerin Silvia Bächli (*1956 in Baden, lebt in Basel und Paris) zählt zu den bedeutendsten Zeichnerinnen ihrer Generation in Europa. In München fanden ihre Arbeiten schon in den frühen 90er Jahren große Beachtung. Erst vor kurzem konnten durch PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne zwei der bei der 53. Biennale in Venedig ausgestellten Tische mit den dazugehörigen 19 Zeichnungen erworben werden.

Das Münchner Ausstellungs-Projekt stellt eine vorzügliche Auswahl von Papierarbeiten in den unterschiedlichsten Formaten, vom Miniaturhaften bis zum Monumentalen, vor. Darunter befindet sich auch eine Reihe erst jüngst entstandener Gouachen. Bächlis künstlerisches Konzept und die daraus erwachsende Poesie eines in der europäischen Kunstlandschaft der Gegenwart singulären Werkes werden sichtbar gemacht. Nach wichtigen Ausstellungen im Centre Pompidou in Paris, im Museu de Serralves in Porto sowie jüngst im Kunstmuseum St. Gallen möchte die Münchner Ausstellung Silvia Bächli auch in einem der führenden deutschen Museen ihrem Rang gemäß präsentieren.

Ausgangspunkt ihrer Werke ist stets das Gesehene oder Erlebte ihres täglichen Umfeldes. Die Künstlerin scheint die Welt – Körperliches wie Funktionales – erforschen zu wollen und ist bestrebt, ihre Recherchen zugleich zu ordnen und in ein vielstimmiges Beziehungsgeflecht zu bringen. Hieraus resultiert die Wichtigkeit von Details, von Zwischenräumen, Verbindungen und Fragmentierungen. Dem spontanen zeichnerischen Akt folgt eine zeitaufwändige Sichtung und Auswahl der Werke, die Bächli in einer Ausstellung dann eigens für den vorgegebenen Raum konzipiert. Alle ihre Linienzeichnungen zielen letztlich auf den Raum, in den sie strahlen und den sie konstituieren.

Mit dem Titel der Münchner Ausstellung "Brombeeren" bezieht sich die Künstlerin auf ein Gedicht der dänischen Lyrikerin Inger Christensen.

Zur Ausstellung erscheint im Verlag Walther König, Köln, ein Katalogbuch, das die Künstlerin in enger Zusammenarbeit mit Anne Hoffmann Graphic Design, Zürich, erarbeitet hat, mit einem Text von Silvia Bächli und Aufsätzen von Hans-Rudolf Reust und Michael Semff.

Pinakotheken im Kunstareal | Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Kunstareal | Barer Straße 29 | D 80799 München

pinakothek.de

Pressemitteilung






Daten zu Silvia Bächli:

- Art Basel 2013
- Art Basel Miami Beach 2013
- art cologne 2015
- Biennale Venedig 2009 Pav
- Heidelberger Kunstverein 2016
- MoMA Collection
- Sammlung 20. 21. Jh. Kunstmuseum Basel
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD
- ZKM Sammlung, Karlsruhe

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Je mehr ich zeichne. Zeichnung als Weltentwurf - Museum für Gegenwartskunst Siegen (Anzeige)


Wuchernde phantastische Welten, fiktive Landkarten, überbordende, comicähnliche Bilderzählungen, das Weltwissen abbildende Diagramme, unbewusste Nebenbei-Kritzeleien, die das Seelenleben einfangen: Zeichnung ist ein spontanes und weitreichendes künstlerisches Medium. Unterschiedlichste Realitäten werden eingefangen und ausgebreitet. Zeichnung ist zudem ein Medium, das an die Alltagserfahrung der Betrachtenden anknüpft: Jedes Kind zeichnet, jeder Erwachsene kritzelt alltäglich, macht einen Plan, skizziert eine Wegbeschreibung, versucht ein Porträt, ein einfaches Diagramm.

Die umfangreiche Überblicksausstellung „Je mehr ich zeichne“ im Museum für Gegenwartkunst Siegen widmet sich den zeichnerischen Tendenzen der Gegenwartskunst seit den 1960er Jahren, vor allem den seriellen, erzählenden, beschreibenden und mythologisierenden Formen.
Die Präsentation, die mehr als vierzig internationale Künstlerinnen und Künstler vorstellt, möchte zeigen, welche entscheidende Rolle die Zeichnung heute in der Kunst spielt, seit die Konzeptkunst dieses Medium als ursprüngliche Arbeitsform entdeckt und mit seinem Entwurfscharakter wesentlich aufgewertet hat.

Als historischer Rückblick werden bekannte Positionen beispielsweise von Joseph Beuys, Frédéric Bruly Bouabré oder Cy Twombly gezeigt, aber auch andere wichtige Zeichner jener Generation, u.a. Anna Oppermann oder Tomas Schmit. Ein Schwerpunkt der Ausstellung bildet die aktuelle Praxis des Zeichnens, visualisiert durch umfangreiche Werkgruppen und zeichnerische Installationen von zeitgenössischen Künstlern und Künstlerinnen, wie Jorinde Voigt, Dan Perjovschi oder Alexander Roob, die das Zeichnen experimentell und performativ erweitern.

Künstler der Ausstellung (chronologisch):
Joseph Beuys, Frédéric Bruly Bouabré, Cy Twombly, Andre Thomkins, Stanley Brouwn, Anna Oppermann, Katharina Meldner, Tomas Schmit, Barbara Camilla Tucholski, Heinz Emigholz, Anne-Mie van Kerckhoven, Nanne Meyer, Peter Radelfinger, Silvia Bächli, Harald Falkenhagen, Joseph Grigely, Alexander Roob, Raymond Pettibon, Nedko Solakov, Mark Lammert, Dan Perjovschi, Johnny Miller, Dorothea Schulz, Tracey Emin, Claude Heath, Pia Linz, Hannes Kater, Pavel Pepperstein, Sandra Vásquez de la Horra, David Shrigley, Chloe Piene, Ryoko Aoki, Christelle Franc, Katrin Ströbel, Ralf Ziervogel, Constantin Luser, Dasha Shishkin, Jorinde Voigt und Mariusz Tarkawian.

Katalog
Es erscheint ein umfangreicher, bebilderter Katalog mit Texten von Eva Schmidt, Michel Sauer und weiteren Autoren; sowie einem Verzeichnis von Jan-Philipp Fruehsorge zu Ausstellungen, Ausstellungsinstituten, Blogs, Zeitschriften, Messen, Sammlungen, Biennalen, Publikationen zum Medium Zeichnung. DuMont Verlag, Preis: vorauss. 39,95 € im Buchhandel.

Die Ausstellung wurde gefördert von dem Ministerpräsidenten des Landes NRW, der Kulturstiftung des Bundes, der Kunststiftung NRW, Pro Helvetia und dem Freundeskreis des Museums. Das Museum für Gegenwartskunst Siegen ist Kulturpartner des WDR.

„Je mehr ich zeichne“ steht in der Reihe der großen thematischen Ausstellungen des Museums für Gegenwartskunst Siegen („Kontexte der Photographie“ (2005), „Faites vos jeux!“ (2006), „Tanzen, Sehen“ (2007), „Blickmaschinen“ (2008)), in denen zentrale Themen und Arbeitsformen der Gegenwartskunst beleuchtet werden.

Abbildungen:
- Katrin Ströbel, import export, 2008 (Detail)
Courtesy Katrin Ströbel und Galerie Frühsorge, Berlin.
- Don Perjovschi, I draw, 2009
- Alexander Roob, Zeichnung aus der Zeichnungsreportage CS: Neurologische Versuchslabore, Bremen 2003.
Courtesy Alexander Roob und Galerie Waldbröl, Düsseldorf.
- David Shrigley, Untitled, 2008, Courtesy BQ Berlin.

Je mehr ich zeichne
Zeichnung als Weltentwurf

5. September bis 13. Februar 2011

Museum für Gegenwartskunst Siegen
Unteres Schloss 1, 57072 Siegen
Tel. +49 (0) 271 / 40577 / 10
mgk-siegen.de

Öffnungszeiten
Di bis So 11-18 Uhr, Do 11-20 Uhr
Feiertage geöffnet, außer Heiligabend und Silvester

Eintrittspreise
5,90 €, ermäßigt 4,60 €
Familienkarte 11 €, Gruppen ab 10 Personen 4,10 € / pro Person

Kostenlose Führungen
Donnerstags um 12.30 Uhr und sonntags um 16 Uhr

Sonderführungen
Information und Reservierung: Tel. +49 (0) 271 / 40577-10 oder info@mgk-siegen.de

Für Rückfragen Stefanie Scheit-Koppitz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 0271-40577-13
Fax: 0271-40577-33
scheit@mgk-siegen.de


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