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Jörg Immendorff - Versuch Adler zu werden

Werke aus den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und der Sammlung Stephan und Susanne Böninger

16. 05. 2014 - 17. 05. 2015 | Staatsgalerie Moderne Kunst im Glaspalast Augsburg
Eingabedatum: 06.05.2014

bilder

Die Pinakothek der Moderne zeigt in ihrer Zweiggalerie in Augsburg eine umfassende Ausstellung mit rund 50 Werken von Jörg Immendorff (1945-2007), der zu den provozierendsten Künstlern der jüngsten Vergangenheit zählt. Seine Arbeiten entstanden in engagierter Auseinandersetzung mit den politischen und ästhetischen Bedingungen im geteilten Nachkriegsdeutschland. Bis heute sind sie Stachel im Fleisch der Gesellschaft und fordern zur Debatte über die Aufgabengebiete und Möglichkeiten des Künstlers auf. Der gedrängte, dissonante, sich jeder einfachen Deutung entziehende Figurenreichtum der Bilder lässt bei einer explizit zeitgenössischen Thematik subtile Dialoge mit der Kunstgeschichte anklingen – von den Visionen des Hieronymus Bosch über Pieter Bruegel d. Ä. und William Hogarth bis hin zu Vertretern des Surrealismus, von den Bildergeschichten Wilhelm Buschs bis hin zu den mit „dem Volk“ kommunizierenden Werken des Sozialistischen Realismus. Die konzentrierte Betrachtung dieses singulären, widerständigen Werks ist nun für ein Jahr in der Staatsgalerie Moderne Kunst in Augsburg möglich.

„Versuch Adler zu werden“ zeigt Hauptwerke der verschiedenen Schaffensperioden aus den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, die dank der großzügigen Leihgaben von Stephan und Susanne Böninger zu einer Ausstellung von fast retrospektiver Dimension wird. Der museale Bestand ist dabei nachdrücklich geprägt durch die Sammlungen von Prinz Franz von Bayern (seit 1984 Wittelsbacher Ausgleichsfonds), die Dauerleihgaben von Michael und Eleonore Stoffel, die Ankäufe von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne sowie die Erwerbung eines zentralen „Café Deutschland“-Bildes aus öffentlichen Mitteln.

Stephan und Susanne Böninger haben seit 1995 eine der eindrucksvollsten Immendorff-Sammlungen in Deutschland zusammengetragen, die hier erstmals in großem Umfang der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Mit ihrem Schwerpunkt auf den seit der Mitte der 1980er Jahren entstandenen Arbeiten, ergänzt die Sammlung Böninger auf vortreffliche Weise die Exponate des Museums, deren Fokus auf den frühen LIDL-Werken und den um 1980 entstandenen Bildern liegt.

Ergänzend zu den Bildern und Skulpturen wird das Filmdokument „The Rake’s Progress“ zu sehen sein. Für diese von William Hogarth (1697-1764) inspirierte Oper Igor Strawinskys entwarf Immendorff, der sich zeitlebens den darstellenden Künsten besonders verbunden fühlte, das Bühnenbild und die Kostüme. Mit der Hauptfigur der 1994 in Salzburg aufgeführten Oper identifizierte sich der Künstler selbst. In weiteren Rollen ließ er, wie in seinen Gemälden, Zeitgenossen wie Georg Baselitz, Joseph Beuys, Markus Lüpertz, Penck oder seinen langjährigen Galeristen Michael Werner auftreten – ein Kaleidoskop der deutschen Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.



Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache im Verlag der Buchhandlung Walther König mit Abbildungen der ausgestellten Arbeiten und sieben Essays von Tilman Spengler. Für die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen hat der Schriftsteller, ein Freund des Künstlers, den Facettenreichtum von Werk und Persönlichkeit Immendorffs auf zutiefst persönliche, kongeniale Weise pointiert. Corinna Thierolf verfasste einen Katalogbeitrag, Karen Appel Bildtexte zu ausgewählten Werken.




Staatsgalerie Moderne Kunst im Glaspalast Augsburg

Eine Zweiggalerie der Pinakothek der Moderne, München

Beim Glaspalast 1 | 86153 Augsburg

pinakothek.de/









Pressemitteilung






Daten zu Jörg Immendorff:

- Art Basel 2013
- Art Basel Miami Beach 2013
- art berlin 2017
- art cologne 2015
- documenta 7, 1982
- Michael Werner - Galerie
- MoMA Collection
- Playtime, 2014
- Preistraeger Goslarer Kaiserring
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung Würth
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD
- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein
- Tate Post War Collection ,London
- The Making of Art, 2009, Schirn

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Ludwig Forum Aachen (07 / 02)


Als Josef Bachmann 1927 in Aachen eine Schirmfabrik baute, hat er sicherlich nicht geahnt, dass hier einmal ein Forum für internationale Kunst entstehen würde.

Offensichtlich auf die Formensprache der klassischen modernen Architektur bezogen, schuf er ideale Voraussetzungen für den Architekten Fritz Eller, die Anlage in ein großflächiges Kultur- und Ausstellungs-Zentrum zu verändern, ohne ihr den Fabrikcharakter nehmen zu müssen.

Kernstück des Museums ist das leicht abgesenkte Aktionszentrum in der Mitte der Halle, die stark von dem diffusen Lichteinfall des Sheddaches profitiert. Von hier ausgehend werden alle anderen Bereiche des Forums erschlossen: 6000qm Ausstellungsfläche, Künstlerwohnungen, Ateliers, Bibliothek, Malschule, Café und dieVerwaltungsräume.

Grundstock der Institution bildet die Pop-Art-Sammlung von Peter und Irene Ludwig, die 1968 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wurde und erst im Juni 2000 durch die Schenkung von 68 Kunstwerken an die Stadt Aachen zur städtischen Sammlung für internationale zeitgenössische Kunst wurde.

Auf diesem immensen Fundus aufbauend präsentiert das Ludwig Forum heute nicht nur Teile der Sammlung, sondern auch Wechselausstellungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
So balanciert sich das Museum durch schwer begehbare Bereiche der internationalen Kunst und präsentiert mit Enthusiasmus Werke von Jörg Immendorff bis Jenny Holzer und von Luis Pablo Gomez Vidales bis Fang Lijun.

Noch bis zum 18.8.02 ist eine Ausstellung mit Objekten von Jan Niedojadlo zu sehen.


Ludwig Forum für Internationale Kunst
Jülicher Straße 97-109, 52070 Aachen
di +do:10-17 Uhr
mi +fr:10-20 Uhr
sa +so:11-17 Uhr



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