Das nackte Leben. Bacon, Freud, Hockney und andere. Malerei in London 1950–80

8. November 2014 bis 22. Februar 2015 | LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster
Eingabedatum: 06.11.2014

bilder

Die erste große Sonderausstellung im neu eröffneten LWL-Museum für Kunst und Kultur widmet sich gegenständlicher Malerei aus London mit Arbeiten von Francis Bacon, Lucian Freud, Frank Auerbach, Leon Kossoff, David Hockney, Richard Hamilton und anderen. Rund 120 Arbeiten von 16 Künstlern zeigen den künstlerischen Dialog, der in London ab den 1950er Jahren begonnen hatte und über drei Jahrzehnte andauern sollte. Während einige dieser Künstler schon früh internationalen Erfolg feierten, waren die Werke anderer bisher nur selten außerhalb Großbritanniens zu sehen.



Francis Bacon, Isabel Rawsthorne Standing in a Street in Soho, 1967, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie © The Estate of Francis Bacon / VG Bild-Kunst, Bonn 2014 / Foto: bpk / Nationalgalerie, SMB / Jörg P. Anders

In Deutschland ist diese besondere Epoche der Kunstgeschichte der Nachkriegszeit in diesem Umfang das erste Mal zu sehen. Die Ausstellung zeigt in den sechs neuen Sonderausstellungsräumen das Schaffen der Künstler von den frühen Jahren an den Londoner Kunsthochschulen bis hin zu späteren Arbeiten, die die heutige Kunst noch immer beeinflussen: Porträts, Aktdarstellungen, Interieurs und Stadtansichten.



Euan Uglow, The Diagonal, 1971–77, Privatsammlung © The Estate of Euan Uglow / Foto: Courtesy of Browse & Darby Ltd

Die mutige und kraftvolle Auseinandersetzung der britischen Künstler mit den traditionellen Genres der Malerei beruht auf der bedingungslosen Verpflichtung zum Medium: die Herausforderung, neue Ausdrucksformen zu finden als auch die Fokussierung auf das Motiv, das immer eng verbunden war mit den persönlichen Interessen der Künstler. Einige von ihnen, wie Richard Hamilton und Euan Uglow, setzten das Material der Farben sparsam und präzise ein, Francis Bacon arbeitete hingegen mit kraftvollen, expressiven Gesten, Leon Kossoff schuf aus der Farbe geradezu körperliche Gebilde. In ihrer unabhängigen Bildsprache verschrieben sie sich der gegenständlichen Malerei und stellten sich den aktuellen Kunstströmungen ihrer Zeit – insbesondere der Abstraktion – entgegen.



David Hockney, A Diver (Paper Pool 17), 1978, National Gallery of Australia, Canberra, © David Hockney / Tyler Graphics Ltd., Photo Credit: National Gallery of Australia, Canberra

Zahlreiche hochkarätige Leihgaben aus bedeutenden Museen und Privatsammlungen in Großbritannien, Deutschland, Spanien, Frankreich, den USA und Australien, darunter aus der Tate, London, dem Centre Pompidou, Paris, und der National Gallery of Australia in Canberra geben einen eindrucksvollen und bislang in Deutschland selten gezeigten Einblick in diese spannende Epoche englischer Malerei.



Lucian Freud, Esther, 1980, Privatsammlung © The Lucian Freud Archive / Bridgeman Images >

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10–18 Uhr

Information, Beratung und Buchung
besucherbuero@lwl.org
T +49 (0)251 5907201

LWL-Museum für Kunst und Kultur
Domplatz 10
48143 Münster

T +49 (0)251 5907-01
F +49 (0)251 5907-210
museumkunstkultur@lwl.org
lwl-museum-kunst-kultur.de

Blicken Sie auf unserem Blog hinter die Kulissen!
lwl-museum-kunst-kultur.de/blog
www.facebook.com/LWLMuseumKunstundKultur
twitter.com/Museum247

ANZEIGE








Weiteres zum Thema: LWL-Museum für Kunst und Kultur



Offen! Das neue LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster


Im Herzen Münsters entstand in den vergangenen fünf Jahren ein neues Haus für die Kunst. Hell und klar ist das Sandsteingebäude, das Architekt Volker Staab und sein Team aus Berlin entworfen haben. Die markante Gebäudespitze im Norden verweist auf den St.-Paulus-Dom, im Schaufenster sind mittelalterliche Sandsteinfiguren zu sehen. An der Südseite befinden sich der Westfälische Kunstverein und die Galerie der Gegenwart für junge Kunstpräsentationen. Kunstwerke von Otto Piene und Josef Albers schmücken die Fassade. Schon von außen gibt es durch sechs Meter hohe Fenster Einblicke in das Museum.



Altbau und Spitze stehen sich am Domplatz gegenüber. Foto: LWL / Deiters-Keul

Zwei Haupteingänge und vier Höfe laden zum Flanieren ein: Mit dem offenen Patio, dem inneren Foyer mit gut 14 Metern Raumhöhe und dem Hof am Domplatz entsteht eine neue Passage in der Stadt. Zu einem lebendigen, öffentlichen Ort wird das Erdgeschoss zudem durch die hier angesiedelten Service-Bereiche, darunter die Bibliothek, der Veranstaltungssaal, das Restaurant LUX und der Museumsshop von Walther König.



Blick in das Foyer mit Besuchern. Foto: LWL / Deiters-Keul

Neben der spektakulären Architektur können Besucherinnen und Besucher die völlig neu konzipierte Sammlung erleben. Auf 7.500 Quadratmetern entfalten alt bekannte Exponate ihre Pracht in der Neupräsentation, einige Schätze aus den Depots feiern ihre Ausstellungspremiere. Die sanfte Verbindung des Neubaus mit dem Altbau von 1908 ermöglicht erstmals einen inhaltlich geschlossenen Rundgang. Dank des sensiblen Umgangs von Architekt Staab mit der Kunst entstanden 51 moderne Ausstellungsräume, die perfekt auf die Kunstwerke abgestimmt sind.

Kurz nach der Wiedereröffnung folgt die erste große Sonderausstellung „Das nackte Leben. Bacon, Freud, Hockney und andere. Malerei in London 1950–80“, die am 7. November 2014 eröffnet.

SAVE THE DATE!
Freitag, 19.09.2014 | 19.30 bis 24 Uhr Eröffnung
Samstag, 20.09.2014 | 10 bis 2 Uhr Lange Nacht
Sonntag, 21.09.2014 | 10 bis 22 Uhr Familientag
Am Eröffnungswochenende ist der Eintritt frei.

LWL-Museum für Kunst und Kultur
Domplatz 10
48143 Münster

T +49 (0)251 5907-01
F +49 (0)251 5907-210
museumkunstkultur@lwl.org
lwl-museum-kunst-kultur.de

Blicken Sie auf unserem Blog hinter die Kulissen!
lwl-museum-kunst-kultur.de/blog
facebook.com/LWLMuseumKunstundKultur
twitter.com/Museum247



Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




    Anzeige
    Atelier


    Anzeige
    berlin


    Anzeige
    Ausstellung



    Aleksandra Waliszewska

    Der Neue Kunstverein Wien präsentiert in seiner Herbstausstellung die Arbeiten von Aleksandra Waliszewska. weiter

    ART DÜSSELDORF - Galerienliste

    Die Liste der teilnehmenden Aussteller der ART DÜSSELDORF, die vom 17. bis 19. November 2017 auf dem Areal Böhler stattfinden wird, steht fest. weiter



    Peter Zumthor - Dear to Me

    Das Kunsthaus Bregenz ist ein besonderer Ort. Seine Atmosphäre macht wachsam, sie öffnet Augen, Ohren und Poren. Für das Jubiläumsjahr — das KUB ist heuer 20 Jahre — wurde sein berühmter Architekt Peter Zumthor eingeladen. Der Pritzker-Preisträger entschloss sich, keine Ausstellung im gewöhnlichen Sinne einzurichten, sondern Denk-, Schau- und Hörkästen seiner künstlerischen Vorlieben und Inspirationen zu verwirklichen: Dear to Me. weiter

    Georg Hornemann erhält Cologne Fine Art Preis 2017

    Der gebürtige Dessauer Georg Hornemann kam bereits als 15-Jähriger mit dem Bauhaus in Berührung, als er bei einem der ehemaligen Goldschmiedemeister in die Lehre ging. weiter

    Erik van Lieshout Sündenbock

    Mit »Sündenbock« zeigt der Kunstverein Hannover die bislang umfassendste Ausstellung von Erik van Lieshout in Deutschland weiter


    Alexander Kluge Pluriversum

    Das Museum Folkwang präsentiert die erste große Museumsausstellung des Filmemachers weiter


    Alicia Framis. fearless

    Das Recht auf ein Leben in Freiheit und Sicherheit sowie der Schutz vor Diskriminierung, Folter und staatlicher Willkür wird in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 ebenso festgeschrieben wie das Recht jedes Menschen auf Arbeit, Bildung, kulturelle Teilhabe oder Rede- und Glaubensfreiheit weiter


    America '67

    Die Doppelausstellung America '67 wirft einen Blick auf den Zustand der USA im Jahr des großen gesellschaftlichen Umbruchs vor 50 Jahren. weiter

    Praemium Imperiale vergeben

    In diesem Jahr sind die Preisträger Shirin Neshat (Malerei), El Anatsui (Skulptur), Rafael Moneo (Architektur), Youssou N´Dour (Musik) und Mikhail Baryshnikov (Theater/Film). weiter


    VON DA AN

    Exakt 50 Jahre später widmet sich die Ausstellung VON DA AN. RÄUME, WERKE, VERGEGENWÄRTIGUNGEN DES ANTIMUSEUMS 1967 – 1978 dieser Geschichte. Mit Dokumenten und Objekten, Rekonstruktionen und Wiederaufführungen ... weiter

    DGPh-Bildungspreis geht an "Wirsprechenfotografisch"

    Als Preisträger 2017 hat sich die Jury für das junge Projekt "Wirsprechenfotografisch" entschieden, das die Photographie als universelle Kommunikationsform nutzt. weiter

    Birte Endrejat AKTIVITÄTSZONEN

    Birte Endrejat arbeitet ortsbezogen, das heißt, sie ist vor Ort und schaut sich um und hört und schreibt mit. Ausgangspunkt für Endrejats Annäherungen sind Fragen wie: Was machen Orte mit den Menschen? weiter


    The Parthenon of Books

    Die letzten Veranstaltungen zur documenta haben begonnen, z.B. die Verteilung der verbotenen Bücher. weiter


    Hildegarde Duane, Western Woman

    Die in Los Angeles lebende Künstlerin Hildegarde Duane, die seit Mitte der Siebzigerjahre medienübergreifend arbeitet, umwirbt in ihren Video- und Fotogeschichten die Randbereiche massenmedialer Unterhaltung und deren archetypische Figuren weiter


    Käthe Kruse - Danke! Die Tödliche Doris

    Die Künstlerin Käthe Kruse war von 1982 bis 1987 als Schlagzeugerin Mitglied von Die Tödliche Doris, die 1979/1980 von Wolfgang Müller und Nikolaus Utermöhlen als konzeptuelle Musikband mit Ausflügen zum Film, zur Bildenden Kunst, zur Literatur und zur Performance gegründet worden war weiter