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Veronika Kellndorfer - Tropical Modernism

Tropical Modernism

13.11.2014 - 22.2.2015 | Pinakothek der Moderne, München
Eingabedatum: 10.11.2014

bilder


Lina Bo Bardi 100. Brasiliens alternativer Weg in die Moderne
Eine künstlerische Intervention von Veronika Kellndorfer in der Ausstellung zu Lina Bo Bardis 100. Geburtstag im Architekturmuseum der Pinakothek der Moderne in München.
Ausgehend von dem Gedanken der Ablagerung von Geschichte (- n) in Architektur geht es mir um Spurensuche und deren Transfer in den Bildraum der Moderne. Lina Bo Bardi’s Bauten haben die seltene Fähigkeit, Geschichte zu erzählen und das Gedächtnis eines Ortes zu verkörpern. (Veronika Kellndorfer, 2014)“Tropical Modernism“, die künstlerische Intervention von Veronika Kellndorfer in der Ausstellung zu Lina Bo Bardis 100. Geburtstag reflektiert das Prinzip offener Strukturen und überführt diese in ein Gefüge aus transparenten und opaken Elementen.
Mit einer der in diesem Jahr in Sao Paulo entstandenen Photographien der „Casa de Vidro“ arbeitet Kellndorfer bei der Konzeption ihrer zweiteiligen künstlerischen Intervention. Im Entree der Pinakothek zeigt ein speziell für die Ausstellung geschaffener Siebdruck die ins Glas eingebrannte fotografische Vorlage.
Die ganz eigene Fragilität und Verletzlichkeit der „Casa de Vidro“, - des in den 50er Jahren gebauten Wohnhauses von Lina Bo Bardi - erscheint durch die Wiederkehr der fotografischen Ansicht von Glasarchitektur im realen Glas. Auf dünnen, stelzenartigen Säulen ragt das Gebäude in den dschungelartigen Garten; wie ein gläserner Screen reflektiert die Glasfassade die sich fast unheimlich ins Bild schiebende Vegetation.
Kellndorfers Intervention findet eine prägnante Fortsetzung in der Installation von monumentalen, 210x210cm großen bedruckten Glastafeln in die verdunkelte Fensterfront des Museums. Auf die Länge von 20 Metern verteilt zeigen vier farbige und hinterleuchtete gläserne Siebdrucke die amorphen Formen der als Öffnungen in den Sichtbeton geschnittenen Fenster der von Lina Bo Bardi umgebauten SESC Pompeia
Fabrik. Die Motive erinnern in ihren außergewöhnlichen Formen an Matisse’s Cut-Outs.
Die gläsernen Siebdrucke werden Teil des Raums, generieren Architektur in der Architektur. Durch den Grad der Bedruckung entsteht Transparenz und Opazität, ein Spiel mit Ein- und Ausblicken, dem Fenster als Rahmen und Ausblick.
Die Auseinandersetzung mit der Architektur Lina Bo Bardi’s ist für Veronika Kellndorfer die Fortsetzung ihrer Recherche über Architektur als Mythos, von Mendelsohn über Mies van der Rohe zu Schindler, Wright und Taut bis zur Villa Katsura in Japan.
Es ist die Bildhaftigkeit von Architektur, die Durchdringung von Architektur und Landschaft, die Veränderungen des Lichts und die dadurch entstehende Bewegung zwischen Innen und Außen, die Veronika Kellndorfer in der Architektur Brasiliens als Ort der Fortsetzung der Moderne untersucht. Ihre Installationen thematisieren die Dialektik des Blicks zwischen Konvergenz und Diskrepanz von Blickpunkten und münden in der Frage was Wahrnehmung leisten kann.
Veronika Kellndorfer wurde 1962 in München geboren, sie studierte Malerei in Wien und an der Hochschule der Künste in Berlin. Die inzwischen in Berlin lebende Künstlerin wurde 2014 als Fellow ans IKKM der Bauhaus Universität Weimar berufen. Sie war u.a. 2012 Stipendiatin der Villa Kamogawa in Kyoto, 2005 der Villa Massimo in Rom und 2003 der Villa Aurora in Los Angeles. Ihre Arbeiten sind noch bis Ende Oktober in den Ausstellungen: „Feito por Brasileiros“, Sao Paulo, sowie „A sense of place“, Pier 24, Pilar Foundation, in San Francisco, zu sehen.

Am 26. Oktober eröffnet im Schauwerk der Schaufler Stiftung Sindelfingen: „Ladies First!“ mit Arbeiten u.a. von Isa Genzken, Sylvie Fleury, Rosemarie Trockel Brigitte Kowanz und Veronika Kellndorfer. 2012 hatte sie mit „French Window“ bereits eine raumbezogene Glasarbeit für das hohe Fenster am oberen Ende der großen Treppe in der Pinakothek der Moderne, München realisiert. Ihre Werke befinden sich in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland.


Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
80333 München


Presse




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