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kunstsammlung

Werner Tübke – Michael Triegel

Zwei Meister aus Leipzig

24. 01. - 19. 04. 2015 | Kunsthalle Jesuitenkirche, Aschaffenburg
Eingabedatum: 16.01.2015

bilder

Erstmalig vereint die Kunsthalle Jesuitenkirche in einer Ausstellung Hauptwerke der beiden Leipziger Künstler Werner Tübke (1929 – 2004) und Michael Triegel (* 1968). Mit einer umfangreichen Auswahl an Gemälden werden die markantesten Stufen aller Schaffensperioden beider Maler präsentiert. Darunter befinden sich zahlreiche Leihgaben aus wichtigen deutschen Museen, die jahrelang der Öffentlichkeit nicht zugänglich waren.

Werner Tübke, einer der Gründerväter der Leipziger Schule, und Michael Triegel, einer der führenden Vertreter der Neuen Leipziger Schule, eint neben ihrer offensichtlichen handwerklichen Meisterschaft vor allem eine lebendige Lust am Fabulieren. Beide Künstler kreieren Bildwelten, in denen Versatzstücke der antiken Mythologie, der biblischen Heilsgeschichte und des kunst- und kulturhistorischen Fundus von Dante bis Bronzino aufgegriffen, neu kombiniert und interpretiert werden. Im Gewand einer vermeintlichen Altmeisterlichkeit verdichten sich dabei die Bildinhalte und offenbaren ihre Zeitgenossenschaft, ja ihre „radikale Modernität“, so Eduard Beaucamp.

Michael Triegel absolvierte sein Studium der Malerei an der renommierten Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Arno Rink und Ulrich Hachulla. Bekannt geworden ist Triegel unter anderem durch eine Reihe kirchlicher Aufträge, wie den Altar für die Kirche zu Dettelbach 2011, dem viel besprochenen offiziellen Porträt Papst Benedikt XVI., das auch in Aschaffenburg zu sehen sein wird, und dem zuletzt ausgeführten Porträt des bereits im 19. Jahrhundert verstorbenen Heiligen Vincenzo Pallotti.

Werner Tübkes Lebenswerk, das in langjähriger mühevoller Arbeit geschaffene Monumentalgemälde Frühbürgerliche Revolution in Deutschland im thüringischen Bad Frankenhausen, bringt ihm bis heute weltweite Anerkennung und den Rang eines virtuosen Ausnahmekünstlers.

Kunsthalle Jesuitenkirche,
Pfaffengasse 26,
63739 Aschaffenburg
museen-aschaffenburg.de

Presse






Daten zu Werner Tübke:

- Preisträger 1980, Käthe-Kollwitz-Preis
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt

Weiteres zum Thema: Werner Tübke



Kunst in der DDR - Kunst-u.Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn (22.10.04-13.2.05)


"Kunst in der DDR" blickt mit 270 Werken von 136 Künstlern der Gattungen Malerei, Zeichnung, Collage, Skulptur, Fotografie und Film auf 40 Jahre Kunst in der ehemaligen DDR zurück. Dabei zeigt sich eine Kunst, die sich mit dem Gesellschaftsraum DDR und seinem Kunstprogramm auseinandersetzt. Die Präsentation hinterfragt gängige Vorstellungen von "DDRKunst" durch die Vielfalt künstlerischer Positionen. Sie bedient weder das Klischeebild vom "Sozialen Realismus" noch vereinfacht sie zwischen Staats- und Dissidentenkunst. Gleichzeitig zeigt sie die Verwicklungen und die Gemeinsamkeiten von widerständiger und angepasster Kunst auf.

Der Rundgang beginnt mit der "Stunde Null" 1945 und der Nachkriegszeit. Auch wenn die Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des Krieges zum gewünschten Selbstverständnis der DDR gehörte, so kamen die modernen künstlerischen Ausdrucksmittel dennoch bald in Verruf. Doch ungeachtet der in den 50er Jahren von der SED-Führung als "formalistisch" diffamierten Moderne und ihrem Gegenmodell, der wirklichkeitsgeschönten Darstellung des sozialistischen Alltags, gab es ihre Fortsetzung in einer abstrakten, informellen und konstruktiv konkreten Kunst.

Individuelle Wege, jenseits der "Zwangsjacke" von Ideologie und Kunst, ging der Kreis um Strawalde (Jürgen Böttcher). In der empfindsamen Beobachtung des Alltags fanden Künstler wie Albert Ebert ihre Nische. Auch die Beschäftigung mit den der Malerei eigenen Gestzen bot Künstlern ein Rückzugsgebiet. Subversiv ging dagegen die Kunst der Collage mit dem Anspruch auf Wirklichkeit der SED-Führung um. Auch die frühen Negativmontagen Edmund Kestings arbeiten mit dem Zerrspiegel der Wirklichkeit.

Die Ausstellung "Kunst in der DDR" widmet sich auch ausdrücklich den Kunstzentren der DDR: Berlin, Dresden, Halle, Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) und Leipzig. Berlin wird als Ballungsort verschiedenster Kunstanschauungen präsentiert. Leipzig bildete sich unter der Führung von Werner Tübke, Bernhard Heisig und Wolfgang Mattheuer als ein kritisches, aber auch bisweilen - unfreiwillig - staatsnah inszeniertes Zentrum heraus. Neben Gruppen und Schulen agierten in der DDR auch große Einzelgänger wie z.B. Gerhard Altenbourg und Carlfriedrich Claus.

Das Thema Geschichte als Keim- und Absturzplatz von Utopien ironisierte die Fotografie zunehmend gegen Ende der DDR oder löste es durch eine schonungslose Wirklichkeitssicht ab. Im Wechsel mit Filmen von Malern wie Strawalde (Jürgen Böttcher), den "Autoperforationsartisten" und vielen anderen zeigt die Ausstellung Mitschnitte aus dem DDRFernsehen zu den großen Dresdner Kunstausstellungen. Die Dokumentation entstand eigens für die Ausstellung in Kooperation mit der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv Frankfurt am Main – Potsdam – Babelsberg.

Kunst in der DDR
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn
bundeskunsthalle.de



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