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Dealing with Surfaces

LARS BERGMANN, CEAL FLOYER, SAMUEL HENNE, ALEXANDRA LEYKAUF ...

08. 02 - 12. 04 2015 | GAK GESELLSCHAFT FÜR AKTUELLE KUNST E.V. BREMEN
Eingabedatum: 10.02.2015

bilder

„Für gewöhnlich zweifeln wir nicht an der Existenz des Bodens unter unseren Füßen oder des Baumes draußen vor dem Fenster (...).“[1] – die räumliche, dreidimensionale Anordnung unserer Umgebung ist eine Realität, die wir als gegeben voraussetzen. Unser alltägliches Leben orientiert sich an der Annahme, „(...) die Welt sei, wie jede befriedigende Wahrnehmung, bedeutungsvoll, eindeutig, kohärent und ganzheitlich organisiert.“[2] Doch woher weiß ich, dass das, was ich visuell erfasse, wirklich da ist, und wirklich so ist, wie ich es sehe? Könnte alles auch ganz anders sein, als es uns erscheint? Lassen sich die Dinge jenseits gängiger Einordnungen und Schemata betrachten und begreifen?

Die Ausstellung Dealing with Surfaces versammelt Arbeiten zeitgenössischer Künstler/innen einer jüngeren Generation, welche den Grenzbereich von Fläche und Raum erkunden. Arbeiten, die nach dem „Dazwischen“ fragen, nach neuralgischen Punkten, Übergängen, Verschiebungen und gegenseitigen Durchdringungen. Wie lassen sich Objekt- und Bildcharakter fassen, wo verlaufen die Grenzen, wann lösen sie sich auf? Indem die gezeigten Werke sich einer eindeutigen Bestimmbarkeit entziehen, bildnerische Kategorien unterlaufen oder Diskrepanzen von Repräsentation und Realem aufzeigen, werden scheinbare Gewissheiten über die Beschaffenheit der Dinge relativiert und im Sinne eines „Sehen des Sehens“[3] Mechanismen visueller Wahrnehmung befragt.

In unterschiedlichen Medien und Formaten beleuchten die im Rahmen von Dealing with Surfaces präsentierten Positionen das Spannungsverhältnis von Bildlichkeit und Räumlichkeit, ihrer Wahrnehmung und Darstellbarkeit. Installation, Malerei, Fotografie, Projektion und Skulptur gehen hybride Verbindungen ein, greifen ineinander und fragen nach ihren jeweiligen Rezeptionsweisen. Fläche wird gefaltet und Raum geglättet, Ebenen verschwinden oder vervielfachen sich. Eindrücke entstehen im Auge der Betrachter/innen, um sich im nächsten Moment wieder zu verflüchtigen.

GAK GESELLSCHAFT FÜR AKTUELLE KUNST E.V. BREMEN
Teerhof 21
D-28199 Bremen

gak-bremen.de
Presse






Daten zu Tillmann Terbuyken:

- abc 2015
- art berlin 2017
- GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Bremen 2015

Weiteres zum Thema: Tillmann Terbuyken



ANETTA MONA CHISA & LUCIA TKACOVA. ah, soul in a coma, act naive, attack


Der Kern der künstlerischen Zusammenarbeit von Anetta Mona Chisa und Lucia Tkacova ist die Suche nach der Vereinbarkeit von politischer und ästhetischer Gültigkeit von Kunst. Wie kann Kunst Wider-stand formulieren und tatsächliche gesellschaftliche Veränderungen anstoßen, ohne an ästhetischer Wirkung zu verlieren oder sich instrumentalisieren zu lassen? Dieser Frage geht ihr Schaffen in Filmen, Installationen, Schriftarbeiten, Zeichnungen, Performances, Fotografien und Objekten nach.

Für die GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst hat das Künstlerinnenduo das umfangreiche Projekt ah, soul in a coma, act naive, attack entwickelt, für das sämtliche Arbeiten neu produziert wurden und das die spezifische Architektur des Institutionsraumes aufnimmt. Die Abfolge der gezeigten Werke wird der lang gezogenen Form der GAK in ihrer Linearität folgen und eine sich schrittweise vollziehende Narration in drei Kapiteln ausformen.

Der inhaltliche Grundgedanke der Ausstellung besteht in der Annahme, dass jede Form von gesellschaftlichem Widerstand gescheitert ist, den die Kunst in der Geschichte formuliert hätte. In einer sich stetig und dramatisch verändernden Gesellschaft ergibt sich deshalb die Notwendigkeit, sich vom Bekannten zu lösen und neue Wege zu suchen, wie sich Widerstand sinnvoll und mit den Instrumenten der Kunst äußern kann. Ludwig Wittgensteins Postulat, dass die Grenzen der Sprache auch die Grenzen der Welt bedeuten, halten die Künstlerinnen für grundlegend falsch. Sie versuchen, dem Denken eine Ebene jenseits der Sprache zu ermöglichen und damit die Grenzen des Sagbaren und Gewussten zu überwinden. Ebenso trauen sie den landläufigen Formulierungen von Kunst nicht zu, gesellschaftliche Veränderungen anzuregen. Das mag daran liegen, dass Kunst auf eine Form der Sichtbarkeit angewiesen ist. Chisa & Tkacova glauben dagegen an die Kraft des Nicht-Sichtbaren, Unaussprechlichen und Ungewussten.

In drei aufeinander folgenden Stationen, die für so unterschiedliche Zustände wie Transformation, Sich-Verlieren und Neubeginn stehen, formulieren die Künstlerinnen in ah, soul in a coma, act naive, attack mittels raumgreifender Installationen, Projektionen und intimen Objekten unterschiedliche Negationen von Sichtbarkeit, Sprache oder ökonomischen Interessen – also der drei Grundfesten, die unser gesellschaftliches Leben wesentlich bestimmen – und knüpfen an gesellschaftliche Utopien aus dem Roman Eiland von Aldous Huxley an. Auch der Titel der Ausstellung ah, soul in a coma, act naive, attack folgt diesem Ansatz – ist er doch ein in sich tendenziell sinnentleertes, wenn auch Sinn vorgebendes Anagram, das sich aus den Buchstaben der beiden Künstlerinnennamen zusammensetzt. All diese verschiedenen Stränge suchen einen Zustand zu schaffen, in dem sich unser Denken vom Be- und Gewussten befreit, sich transformiert und ein Neubeginn auf anderen Grundlagen möglich wird.

Die Ausstellung wird begleitet von einem ausführlichen Veranstaltungsprogramm.

Anetta Mona Chisa wurde 1975 in Rumänien geboren und lebt in Prag. Lucia Tkacova wurde 1977 in der Tschechoslowakei geboren und lebt in Berlin. Beide arbeiten seit 2000 zusammen. Ihr Werk wurde u.a. im rumänischen Pavillon auf der Biennale in Venedig (2011) oder im Neuen Berliner Kunstverein (2008) in Einzelausstellungen präsentiert. Außerdem war das Duo an zahlreichen internationalen Gruppenausstellungen beteiligt, etwa an der Manifesta in St. Petersburg (2014), dem National Museum of Contemporary Art in Bukarest, dem Kunstverein Wolfsburg (beide 2013), der Biennale Moskau, der Whitechapel Gallery in London, dem Frankfurter Kunstverein (alle 2012), Power Plant in Toronto (2011), dem Migros Museum in Zürich (2010), der Schirn Kunsthalle in Frankfurt (2009) oder der Biennale in Taipei (2008).

Parallel zur Ausstellung von Anetta Mona Chisa und Lucia Tkacova werden die JAHRESGABEN 2015/2016 präsentiert. Sie beinhalten Arbeiten von Anetta Mona Chisa & Lucia Tkacova, FORT, Alexandra Leykauf, Kate Newby, Tim Reinecke, Tillmann Terbuyken und Susanne Katharina Willand.

GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Bremen
Teerhof 21
D-28199 Bremen
gak-bremen.de





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