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Richard Hamilton - Introspektive - im Museum Ludwig, Köln (12.7.-9.11.03)


Eingabedatum: 18.07.2003



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Mittlerweile sind 10 Jahre seit der letzten Retrospektive vergangen und Hamilton selbst kündigt die retrospektiv angelegte und von ihm mitgestaltete Werkschau als sein letzte große Ausstellung an.

Die Gründe dafür, dass die Ausstellung im Museum Ludwig stattfindet, sind vielfältig. Zum einen hat das Museum Ludwig nach der Tate Modern in London den zweitgrößten Hamiltonwerkbestand, und zum anderen verbindet Peter Ludwig und Richard Hamilton mehr als nur die Zugehörigkeit einer Generation.

Gezeigt werden 180 Werke, die eine Schaffensperiode von mehr als 55 Jahren umfassen und sich in diverse Themenkomplexe gliedern. Es wird aber auch die legendäre Ausstellung "This is Tomorrow" von 1956 rekonstruiert. Die Ausstellung ist so vielfältig, dass es im Rahmen dieser Besprechung nicht möglich ist, alle Bereiche anzusprechen.

Denn Hamilton hat sich weder einem Stil untergeordnet, noch hat sein Werk einen stringenten Verlauf – ganz im Gegenteil, es ist sehr komplex. Sein Name wird in einem Atemzug mit den amerikanischen Größen der Pop Art genannt, er hat sich aber auch mit dem Werk Duchamps auseinander gesetzt sowie mit den verschiedensten Medien. Er ist Maler, Fotograf und Produzent (Multiples).
Hier sei lediglich auf zwei Aspekte verwiesen, die sein Werk charakterisieren: auf seine Vorliebe der Manipulation der Fotografie und die Doppeldeutigkeit von Innerem und Äußerem.
Beim "Stillleben" hat er das Wort "Braun" lediglich zu "Brown" anglisiert. Damit wird das Stillleben zum vergrößerten Readymade, doch stellt Hamilton das Prinzip Duchamps, eine ästhetische Neigung auf den Kopf und wählt ein Objekt, dessen Form und Design er hoch achtet.
Mit Hilfe des Computers realisierte Hamilton Mitte der 80er Jahre endlich, was er lange nicht umsetzen konnte: eine zweidimensionale Simulation eines Interieurs innerhalb eines dreidimensionalen Raums. In der Installation "Lobby" präsentiert er sein nach einer Postkarte angefertigtes Ölgemälde des Foyers (des Berliner Hotel Eden) in einer nachgebildeten Kulisse dieses Raumes.

Eine Ausstellung, die jeder unbedingt selbst besucht haben sollte. Das must-have dieses Sommers.

Öffnungszeiten: Di-Do 10-18 h, Fr. 11-18 h, jeden 1. Freitag im Monat 11-23 h
Sa/So 10-18 h, Montags geschlossen

Ausstellungsdauer: 12. Juli – 9. November 2003

Museum Ludwig
Am Dom/Hbf
Bischofgartenstr. 1
50667 Köln


Silke Lemmes



Daten zu Richard Hamilton:


- Art Basel 2013

- Art Basel 2016

- art cologne 2015

- daad Stipendiat

- Daimler Art Collection

- documenta 10, 1997

- Frieze LA 2019

- Gagosian Gallery

- Gwangju Biennale, 2004

- MACBA COLLECTION

- Malerei in Fotografie. Strategien der Aneignung

- MoMA Collection

- Museo Reina Sofía, Collection

- Preistraeger Praemium Imperiale Painting

- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt

- Sammlung DZ Bank, Frankfurt

- SAMMLUNG WEMHÖNER

- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein

- Solomon R. Guggenheim Collection

- Tate Post War Collection ,London
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  • Summer of Love - Psychedelische Kunst der 60er Jahre, Schirn Kunsthalle, Frankfurt (2.11.05 - 12.2.06)

  • Sound Zero. Kunst und Musik vom Pop zur Street Art - Kunst Meran (9.9.06-7.1.07)

  • Europop - Kunsthaus Zürich (15.2.08-12.5.08)

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  • Chronische Fluxitis. Sammlung Maria und Walter Schnepel - Weserburg, Bremen

  • Die Natur der Kunst - Kunstmuseum Winterthur

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  • Die ersten Jahre – Kunst der Nachkriegszeit

  • Beuys Warhol Polke & Co

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  • Datenblätter und Kunstkompass

  • Künstlerliste 2015 inklusive Messebeteiligungen

  • Künstlerliste 2018

  • Hanne Darboven - GEPACKTE ZEIT

  • REAPER. RICHARD HAMILTON UND SIGFRIED GIEDION

  • BEWEGUNG IM BILD – DIE INFORMELLE MALEREI TRIFFT AUF DIE GESTE IN DER FOTOGRAFIE

  • Künstlerliste 2017

  • Preisträger im Überblick

  • Künstlerliste mit Biennalebeteiligungen

  • Künstlerliste mit nur einer bzw. zwei Biennalebeteiligung

  • Der Begriff oder/II in Texten zur zeitgenössischen Kunst

  • Der Begriff oder/III in Texten zur zeitgenössischen Kunst

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