Anzeige
B3 Biennale

Joan Mitchell

18. 07. - 25. 10. 2015 | Kunsthaus Bregenz
Eingabedatum: 21.07.2015

bilder


Zusammen mit dem Museum Ludwig in Köln und in Kooperation mit der Joan Mitchell Foundation New York präsentiert das Kunsthaus Bregenz 2015 eine große Überblicksausstellung der legendären Künstlerin Joan Mitchell (1925–1992). Der Fokus der Schau liegt auf ihrer Malerei – angefangen bei frühen Arbeiten aus den 1950er Jahren bis hin zum Spätwerk ihrer letzten Lebensjahre.

Kunsthistorisch wird ihr Schaffen in der Nachfolge des abstrakten Expressionismus beziehungsweise im Umfeld der New York School verortet. Die Schau im Kunsthaus Bregenz stellt mit annähernd dreißig, teils sehr großformatigen, mehrteiligen Bildern eine der bedeutendsten Protagonistinnen der Kunst des 20. Jahrhunderts vor. Während sie die ersten prägenden Einflüsse in ihrer amerikanischen Heimat erhielt – 1925 in Chicago geboren, lebte sie bis zu ihrer Übersiedlung nach Frankreich in den 1950er Jahren meist in New York – gewann die Kunst Europas für sie zunehmend an Bedeutung. Wie kaum einer anderen Künstlerin gelingt es ihr, landschaftliche Phänomene wie Licht, Wasser und Pflanzen in ihre atmosphärisch aufgeladenen Bilder zu übertragen und gleichzeitig eine vollkommen autonome Abstraktion beizubehalten.

In ihrer zutiefst eigenständigen Bildsprache treten Kalkül und Emotion in mitunter sehr großformatigen Formaten in einen Dialog, der die Betrachter gleichermaßen sinnlich verführt und intellektuell stimuliert. Vor allem in den späten mehrteiligen Arbeiten öffnen sich Bildräume, deren Farb- und Tiefenakzentuierungen sich einem genauen Ausloten verweigern und die Betrachter förmlich ins Bild ziehen.

Die Ausstellung vereint Arbeiten aus Museen wie dem Museum of Modern Art in New York, dem Centre Pompidou in Paris sowie aus der Joan Mitchell Foundation mit Werken aus Privatsammlungen, die bisher noch nie oder nur selten in der Öffentlichkeit zu sehen waren.

Darüber hinaus widmet sich ein großer Teil der Ausstellung der erstmaligen Präsentation des Archivmaterials aus der Joan Mitchell Foundation. Anhand von filmischen und fotografischen Aufnahmen, Korrespondenz, Einladungskarten sowie Postern und anderen Ephemera wird die schillernde Person Joan Mitchell und ihre vielfältigen Beziehungen zu bildenden Künstlern, Literaten und
Persönlichkeiten der kulturellen Welt ihrer Zeit beleuchtet.

So stand sie mit Elaine de Kooning, Franz Kline, Jean-Paul Riopelle sowie mit Frank O’Hara und Samuel Beckett in engem Kontakt. Schon zu Beginn ihrer Karriere nahm Joan Mitchell 1959
an der documenta II in Kassel teil, ihre Werke sind in den Sammlungen der wichtigsten Museen in den USA und Frankreich vertreten.

Dass ihr dennoch im internationalen Ausstellungswesen bis heute nicht die Beachtung zukommt wie ihren nur unwesentlich älteren männlichen Malerkollegen Jackson Pollock, Franz Kline oder Willem de Kooning, ist ein Umstand, den sie mit anderen Malerinnen ihrer Generation teilt. Mittlerweile haben allerdings nicht nur der Kunstmarkt, auf dem kürzlich eines ihrer frühen Bilder als teuerstes Werk einer Künstlerin überhaupt veräußert wurde, sondern vor allem junge Künstlerinnen und Künstler Joan Mitchell und ihre Kunst entdeckt. Dies liegt neben ihrer emanzipatorischen Haltung nicht zuletzt auch an der besonderen Positionierung ihrer Malerei, die – wie ihre eigene Biografie – zwischen den verschiedenen kulturellen Welten der USA und
Europa angesiedelt ist.

Zur Ausstellung publiziert das Kunsthaus Bregenz einen Katalog mit Textbeiträgen von Yilmaz Dziewior, Suzanne Hudson und Ken Okiishi sowie einem Gespräch zwischen Isabelle Graw und Jutta Koether.


Kunsthaus Bregenz
kunsthaus-bregenz.at


Presse






Daten zu Joan Mitchell:

- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art berlin 2017
- Brucennial, 2014
- Kukje Gallery
- MoMA Collection
- Sammlung F.C. Flick
- Solomon R. Guggenheim Collection

Weiteres zum Thema: Joan Mitchell



Joan Mitchell - Kunsthalle Emden (6.12.08-8.3.09)


Mit der Ausstellung "Eine Entdeckung der New York School" präsentiert die Kunsthalle Emden als erstes und einziges deutsches Museum eine Einzelausstellung mit Werken einer der bedeutendsten Vertreterinnen des Abstrakten Expressionismus - Joan Mitchell (1926-1992).

Bis heute zählt der Abstrakte Expressionismus der 1950er Jahre mit Jackson Pollock, Willem de Kooning und anderen zu den wichtigsten Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts. Während die männlichen Vertreter bekannt sind, gerieten die Künstlerinnen dieser Stilrichtung in Vergessenheit bzw. blieben einer größeren Öffentlichkeit unbekannt. Darauf will jetzt die Ausstellung in Emden aufmerksam machen. So werden 34 zum Teil monumentale Gemälde Werke Joan Mitchells aus amerikanischen und französischen Museen und Sammlungen sowie der New Yorker Joan Mitchell - Foundation vereint.


Abbildungsnachweise:
Joan Mitchell, Sunflowers, 1990-91, Öl auf Leinwand, zweiteilig, 259,7 x 400,1 cm
© The Estate of Joan Mitchell, Courtesy Joan Mitchell Foundation and Cheim & Read Gallery, New York

Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11 - 17 Uhr
Dienstag 10 - 20 Uhr
Mittwoch, Donnerstag und Freitag 10 - 17 Uhr
Montags geschlossen

KUNSTHALLE EMDEN
Stiftung Henri und Eske Nannen
und Schenkung Otto van de Loo
Hinter dem Rahmen 13
26721 Emden
Telefon (0 49 21) 97 50 48

kunsthalle-emden.de


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




    Anzeige
    Atelier


    Anzeige
    berlin


    Anzeige
    Ausstellung




    James Rosenquist. Eintauchen ins Bild

    Mit der groß angelegten Ausstellung von James Rosenquist (1933-2017) stellt das Museum Ludwig die Werke dieses bedeutenden Künstlers der amerikanischen Pop Art dezidiert im Kontext ihrer kulturellen, sozialen und politischen Dimension vor. weiter


    Related to Visions

    Friedrich Kiesler war in vielen Disziplinen, der Architektur, der bildenden Kunst, des Designs, des Theaters und Kinos tätig. weiter


    „GröKaZs“ – Die Meisterschülerinnen und Meisterschüler

    Vom 15. bis 26. November 2017 präsentieren die Meisterschülerinnen und Meisterschüler des Weißenhof-Programms der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (Jahrgang 2016/2017) ihre neusten Arbeiten in der Villa Merkel in Esslingen. weiter


    Joseph Beuys .Einwandfreie Bilder, 1945 - 1984, Arbeiten auf Papier aus der Sammlung Lothar Schirmer

    Das Lenbachhaus widmet den Arbeiten auf Papier von Joseph Beuys (1921-1986) seine erste umfassende Ausstellung. weiter

    Künstlerliste 2017

    Unsere Rangliste der Künstler beruht 2017 auf 66028 Einträgen zu über 32000 Künstlern weiter


    REINHOLD BUDDE - PLATTFORM

    „Site-specific“, „in-situ“, „Ortsspezifik“ sind Begrifflichkeiten und Beschreibungen ästhetischer Strategien und Konzepte, die dem geschlossenen Werkbegriff diametral gegenüberstehen weiter


    VIENNA ART WEEK

    Von 13. bis 19. November 2017 steht Wien wieder ganz im Zeichen der Kunst: Die VIENNA ART WEEK versammelt rund 200 hochkarätige Veranstaltungen von 70 Programmpartnern und bietet damit einmal mehr umfassenden Einblick in das Wiener Kunstgeschehen. weiter


    Julius von Bismarck - Gewaltenteilung

    Die Arbeiten von Julius von Bismarck (*1983) sind als künstlerische Forschung zu verstehen, als Versuch und Methode zugleich, die im Allgemeinen als getrennt begriffenen Systeme der Kunst und der Wissenschaft zu verbinden weiter


    COLOGNE FINE ART 2017 präsentiert sich mit internationalem Teilnehmerfeld

    Besucher erwartet eine Wunderkammer auf Zeit mit Exponaten aus allen Epochen und Genres der Kunst- und Designgeschichte. (Sponsored Content) weiter


    Affect Me. Social Media Images in Art

    Im Zeitalter von Facebook, Instagram, Twitter und Co. hat sich der Umgang mit Bildern grundlegend verändert. Geteilte Handyfotos und -videos sind zum wichtigsten persönlichen Ausdrucksmittel einer breiten Öffentlichkeit geworden weiter

    Malewitsch-Gemälde der Kunstsammlung Nordrhein- Westfalen - eine Fälschung

    Ein angeblich von dem russischen Avantgardekünstler Kasimir Malewitsch (1878-1935) stammendes Gemälde in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ist offensichtlich nicht echt. weiter



    Emeka Ogboh - If Found Please Return to Lagos

    Mit If Found Please Return to Lagos zeigt die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden die erste große institutionelle Einzelausstellung des nigerianischen Künstlers Emeka Ogboh weiter


    Schöne Neue Welten. Virtuelle Realitäten in der zeitgenössischen Kunst

    Virtual und Augmented Reality sind die neuen Zauberformeln für den Ausdruck des digitalen Zeitgeists. Computersimulierte Räume, technikbasierte Interaktion und 360-Grad-Erfahrungen halten ... weiter

    Diana Policarpo

    Die bildende Künstlerin, Noise-Musikerin und Komponistin Diana Policarpo beschäftigt sich seit mehreren Jahren im Rahmen eines künstlerischen Forschungsprojektes mit der deutsch-amerikanischen, ultra-modernistischen Komponistin Johanna Magadalena Beyer. weiter

    Museum des Jahres / Ausstellung des Jahres / Besondere Ausstellung

    Museum des Jahres 2017: Sprengel Museum, Hannover / Ausstellung des Jahres 2017: Surreale Sachlichkeit, Sammlung Scharf-Gerstenberg Berlin / Besondere Ausstellung 2017: Otto Freundlich. Kosmischer Kommunismus, Museum Ludwig, Köln weiter