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B3 Biennale

MARIELE NEUDECKER

SOME THINGS HAPPEN ALL AT ONCE

29. 01. - 03. 04. 2016 | Zeppelin Museum, Friedrichshafen
Eingabedatum: 21.01.2016

bilder

Ausgehend von der Kunstphilosophie der Romantik befasst sich Neudecker in ihrem Werk mit dem Landschaftsbegriff der Gegenwart und dem Wandel in der Wahrnehmung von Landschaft, Natur und Technik. In einer Zeit, in der sich die Folgen des Klimawandels in bedrohlicher Weise ankündigen und unsere Vorstellungen von einer „heilen Natur“ in den Hintergrund treten lassen, setzt Neudecker mit Soundinstallationen, Videodokumentationen, Skulpturen, Fotografien und künstlichen Nachinszenierungen unseren kulturell codierten Sehnsüchten doppeldeutige Denkmale. Sie zeichnen sich durch Widersprüche und Perspektivwechsel aus: Der Sonnenaufgang wird in einer simultanen Aufzeichnung zeitgleich als Sonnenuntergang erfahrbar, in Aquarien auf hohen Sockeln tauchen miniaturisierte Gebirge aus künstlichem Nebel auf und lebensgroße Abgüsse von Baumstämmen ragen aus kubisch geschnittenen Fundamenten monumental in die Höhe. Das Große wird klein, das Kleine groß und das Ungleichzeitige geschieht im selben Augenblick: Some Things Happen all at Once.

Neudecker sucht die „Natur jenseits der Landschaft“. Sie decodiert den Landschaftsbegriff als ideale geistig-philosophische Konstruktion und zerlegt ihn in seine inszenatorischen Bestandteile. Auf diese Weise konfrontiert sie den Besucher mit subjektiven Wünschen und Sehnsüchten, aber auch mit den Brüchen in der Vorstellung von einer „heilen Welt“: Das subjektive Erlebnis des Schönen und Erhabenen wird in einem technoiden Illusionsraum zu einer ambivalenten Erfahrung: „Oft stoße ich auf Situationen, in denen sich ein Widerspruch abspielt, weil gleichzeitig zwei gegenläufige Vorschläge oder ‚Argumente‘ aufeinandertreffen: das Objektive gegen das Subjektive, das Verlockende versus das Frustrierende – das bleibende Dilemma aller Theorien der Zeit.“ (Zitat Mariele Neudecker)

Mariele Neudecker wurde 1965 in Düsseldorf geboren. Sie lebt und arbeitet in Bristol, UK.
Neudecker hat bereits weltweit ausgestellt, war unter anderem mit Einzelausstellungen in die Ikon Gallery Birmingham, in die Tate St Ives, Tate Britain, das Kunstmuseum Trondheim, und auf die Biennalen in Venedig, Yokohama, Melbourne und Singapur eingeladen. Sie realisierte mehrere öffentliche Auftragsarbeiten, zuletzt Surround Sound Projekte für das neue Krebszentrum in London’s Guy’s Hospital und den Soundscape Park, New World Symphony Centre, Miami Beach. 2010 war sie auf der Shortlist für das Projekt The Fourth Plinth, Trafalgar Square, London. Sie gewann zahlreiche Preise und ist in bedeutenden Sammlungen vertreten.

Ausstellungen (Auswahl):
2015 Elements, Museum of Contemporary Art Kiasma, Helsinki, 2015 Model, Models in Contemporary Art, Galerie Rudolfinum Prague, 2014 Antarctopia, Antarktischer Pavillion der Architektur Biennale in Venedig, 2013 Hinterland, Kunstmuseum Trondheim, 2013 Arctic, Louisiana Museum of Modern Art, Humlebaek, Denmark 2011 Kindertotenlieder, Howard Assembly Hall, Opera North, Leeds, 2009 GSK Contemporary: eARTh: Art in a Changing Climate, Royal Academy of Arts, London, 2007 Bristol's City Museum and Art Gallery, Bristol und 2004 Over and Over, Again and Again, Tate Britain, London.

Zeppelin Museum Friedrichshafen GmbH
Seestraße 22
88045 Friedrichshafen

zeppelin-museum.de

Presse






Daten zu Mariele Neudecker:

- art berlin 2017
- art cologne 2015
- Singapore Biennale, 2008

Weiteres zum Thema: Mariele Neudecker



"Der Berg" - Heidelberger Kunstverein


Die Ausstellung "Der Berg" will vielfältige Aspekte dieses komplexen Themas aufzeigen und mit sinnlichen Mitteln erfahrbar machen. Zunächst soll ein kurzer Rückblick auf Berg-Darstellungen vergangener Epochen sowie über europäische Grenzen hinaus zu asiatischen Darstellungsformen des Berg-Motivs.

Der Schwerpunkt liegt jedoch bei der zeitgenoessischen Kunst. Stefan Huber, Werner Knaupp, Nino Malfatti, Mariele Neudecker, Manfred Rennertz, Dorothee von Windheim, Bernd Zimmer, Anish Kapoor, Arnold Odermatt und viele andere werden mit Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Fotografie, Video und Installation vertreten sein.

Außerdem zeigt der Mannheimer Künstler Peter Schlör seine grossformatige Fotoarbeit "Lefka Ori" (entstanden in der gleichnamigen Bergregion auf der Insel Kreta).

Als Ausstellungsorte stehen Halle, Galerie und Studio des Kunstvereins, Garten und Wechselausstellungsraum des Museums sowie der Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses zur Verfügung.

weitere Infos: Heidelberger Kunstverein, Hauptstrasse 97, 69117 Heidelberg,
phone: 06221-184086 fax: 06221-164162



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