Tino Sehgals neuestes Projekt im Albertinum, Dresden

Call for Participants


Eingabedatum: 21.01.2016



bilder

Frauen und Männer zur Teilnahme an einem Kunstprojekt (Sommer 2016) gesucht

Das Albertinum (Staatliche Kunstsammlungen Dresden) sucht Teilnehmer für ein Kunstwerk des deutsch-britischen Künstlers Tino Sehgal. Wir suchen ausgelassene und einfühlsame Individuen aller Altersgruppen, die sich gerne mit Menschen über die Poesie und Politik des Alltags austauschen. Erfahrungen in den Bereichen Gesang und Tanz sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.

Informationen zur Ausstellung
Im Sommer 2016 setzt das Albertinum ein Ausstellungsprojekt des Künstlers Tino Sehgal (Jahrgang 1976) um. Als Bildender Künstler produziert Tino Sehgal immaterielle Arbeiten, die sich statt auf materielle Produktionen auf menschliche Interaktionen konzentrieren. Seine konstruierten Situationen nutzen die menschliche Stimme, Bewegung, Verhalten und Sprache. Sehgal konzipierte weltweit Ausstellungen, unter anderem als jüngster durch eine Einzelausstellung
vertretener Künstler im Guggenheim Museum, New York (2010). Er bespielte den Deutschen Pavillon der 51. Biennale von Venedig (2005) und wurde mit dem Goldenen Löwen (2013) ausgezeichnet. Im Sommer 2015 waren Sehgals Arbeiten in einer von der Kritik gelobten Einzelausstellung im Martin-Gropius-Bau in 1Berlin zu sehen. Die in Dresden umzusetzende Arbeit war zuvor 2012 in der Tate Modern, London, und 2014 im Centro Cultural Banco do Brasil, Rio de Janeiro, ausgestellt.

Zeitraum
Die Ausstellung wird vom 5. Juli bis 14. August 2016 im Albertinum zu sehen sein. Ein erstes Vorsprechen wird am Donnerstag, 27. Januar 2016 von 13:00 bis 16:00 Uhr vor Ort stattfinden. Weitere Termine folgen. Die Proben und Einsätze während der Laufzeit werden vergütet. Die Arbeitszeiten sind flexibel und können den zeitlichen Kapazitäten der Teilnehmer angepasst werden. Die Arbeit wird im Albertinum während der Öffnungszeiten täglich zu sehen sein. Teilnehmer sollten sich auf drei Arbeitsschichten à vier Stunden pro Woche einstellen.

Bewerbungsverfahren
Bitte senden Sie bei Interesse schnellstmöglich eine Email mit Ihren Kontaktdaten (inklusive Telefonnummer) an auditions.skd@gmail.com<mailto:auditions.skd@gmail.com>.

(Für weitere allgemeine Informationen wenden Sie sich bitte an Christine.Follmann@skd.museum<mailto:Christine.Follmann@skd.museum> oder Katarina.Lozo@skd.museum)





Looking for Men and Women to Participate in an Artwork this Summer The Albertinum (Dresden State Art Collections) is looking for participants to take part in a Tino Sehgal artwork. We are looking for individuals
of all ages who are playful, sensitive, and enjoy talking to people about the poetry and politics of everyday life. Experience with singing or dance is helpful but not necessary.

Exhibition Information
This summer, the Albertinum is mounting a major exhibition of the artist Tino Sehgal (1976). Tino Sehgal is a visual artist who produces immaterial work focusing on human interaction rather than material production. His constructed situations use the human voice, bodily movement, behavior and language. Sehgal has been exhibited world-wide and was the recipient of the Venice Biennale's Golden Lion (2013), the youngest ever artist to have a solo show at the Guggenheim Museum in New York (2010), and represented Germany at the Venice Biennale (2005). Last summer, Sehgal presented a critically acclaimed exhibition at the Martin-Gropius-Bau in Berlin. The work to be shown this summer was previously exhibited at the Tate Modern, London in 2012 and Centro Cultural Banco do Brasil, Rio de Janeiro in 2014.

Period

The exhibition will be on view at the Albertinum from July 5 to August 14 2016. The first audition will take place on Wednesday, January 27, 2016 from 13.00 to 16.00. Further appointments will follow. Rehearsals
as well as working sessions are paid. Working hours are flexible and are scheduled based on the availability of the interpreters. The work will be shown at the museum every day during full opening hours.
Participants should be prepared to work approximately 3 shifts of 4 hours each per week.

Application procedure
If you are interested, please send an email with your contact details (including phone number) to auditions.skd@gmail.com<mailto:auditions.skd@gmail.com> as soon as possible. (For further general information regarding the project please contact Christine.Follmann@skd.museum<mailto:Christine.Follmann@skd.museum> or Katarina.Lozo@skd.museum<mailto:Katarina.Lozo@skd.museum>)





Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Hilke Wagner
Direktorin Albertinum
Galerie Neue Meister
Tzschirnerplatz 2
Dresden

http://www.skd.museum

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden -
14 Museen mit Werken aus allen Kontinenten:
Ein großes Haus voller Ausländer!
Der Stolz des Freistaats.


Presse






Daten zu Tino Sehgal:

- 12th Havana Biennial 2015
- Art Basel 2013
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- Berlin Biennale 2006
- Biennale Venedig 2013
- CAFAM Biennale, 2014
- documenta 13, 2012
- Göteborg Biennial for Contemporary Art, 2011
- Johnen Galerie
- Lyon Biennale, 2007
- Marian Goodman Gallery
- MoMA Collection
- Preistraeger 2008, Zurich Art Prize
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD
- Shanghai Biennale 2012
- Solomon R. Guggenheim Collection

Weiteres zum Thema: Tino Sehgal



Kunsthalle Kiel: Open the Curtain - Kunst und Tanz im Wechselspiel (12.04.-04.05.03)


Während man in den letzten Monaten häufiger auf Ausstellungen mit der Thematik bildende Kunst und Theater stieß, wie bspw. "On stage" in der Villa Merkel Esslingen, wird nun in der Kunsthalle Kiel das Wechselspiel zwischen Tanz und bildender Kunst untersucht. Ab 12.4.03 beginnt dort die Ausstellung "Open the Curtain" u.a. mit einem umfangreichen Performance Programm.

Presseerklärung / Auszug: "In zeitgenössischen Ausdrucksformen sowohl des Tanzes als auch der bildenden Kunst werden Grenzen aufgebrochen. Vor diesem Hintergrund gibt 'Open the Curtain' den Blick frei für den Prozess des Oszillierens beider Künste: Grenzen werden fließend, Formate und Medien lösen sich auf – ein neuer Ort entsteht und die Vorstellung beginnt. In der Sicht auf Körper, Bewegung, Raum und Zeit wird die Positionierung des Betrachters neu ins Spiel gebracht. Das Projekt, zu dem internationale Künstler eingeladen sind, entsteht in Zusammenarbeit mit der Dramaturgin und Kuratorin Susanne Traub.

Zu sehen sind Werke von: Alain Buffard, Boris Charmatz, Tracey Emin, Felix Gonzalez-Torres, Meg Stuart / Gary Hill, Valeska Gert, Rebecca Horn, La Ribot, Jennifer Lacey / Nadia Lauro, Peter Land, Sharon Lockhart, Hans Namuth / Jackson Pollock, Bruce Nauman, Arsen Navadov, Tino Sehgal, Meg Stuart / Magali Desbazaille u.a. "

Ausstellungsdauer: 12.04.-04.05.2003

Öffnungszeiten: Täglich außer Mo 10.30-18.00 Uhr, Mi 10.30-20.00 Uhr

Kunsthalle zu Kiel | Düsternbrooker Weg 1| D-24105 Kiel | Tel.0431-880 57 56

kunsthalle-kiel.de

Thomas Scheibitz, Tino Sehgal auf der Biennale Venedig 2005 (27.9.04)


"Auf der 51. Internationalen Kunstausstellung der Biennale von Venedig 2005 zeigt der deutsche Pavillon Arbeiten der Künstler Thomas Scheibitz und Tino Sehgal.

Sie verbindet eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem, was heute Bildende Kunst sein könnte. Beide untersuchen vor dem Hintergrund unüberschaubarer Vielfalt und ständiger Vermischung in der Moderne und Postmoderne das Spezifische der Kunst, das nicht durch andere Darstellungsmethoden und Erfahrungen ersetzt werden kann. Auf jeweils eigene Weise beschäftigen sie sich so mit der Entstehung von Form und Bedeutung.
Sowohl in der Malerei und der Skulptur von Thomas Scheibitz als auch in den situativen, raum- und körpergebundenen Arbeiten von Tino Sehgal werden diese Fragen jedoch nicht losgelöst bzw. abstrakt behandelt. Das grundsätzliche Interesse der beiden Künstler ist vielmehr eingebunden in komplexe Inhalte, Formen und Assoziationen.

Kurator des deutschen Beitrags ist wie bereits im Jahr 2003 Julian Heynen, künstlerischer Leiter von K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.
”Was mich an Thomas Scheibitz und Tino Sehgal so fasziniert, ist ihr Umgang mit Grundfragen der Kunst unter den Bedingungen zeitgenössischer Kultur. Mit sehr verschiedenen Mitteln untersuchen beide die Entstehung von Form und Bedeutung. Sie beziehen sich dabei auf allgemeine Phänomene der Gegenwart, aber sie illustrieren sie nicht. In einer Zeit mit einer starken Tendenz zum
Cross-Over, gilt ihr Interesse dem, was in der Bildenden Kunst auch heute noch spezifisch, d. h. nicht austauschbar ist,” kommentiert Julian Heynen seine Auswahl.

Die Ausstellung im deutschen Pavillon entsteht im Auftrag des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland und wird realisiert in Zusammenarbeit mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa).

Die 51. Internationale Kunstausstellung wird von Juni bis November 2005 in Venedig stattfinden. . . .

Die Bilder und Skulpturen von Thomas Scheibitz (1968 geboren) verbinden auf sehr eigentümliche Weise eine große Dynamik mit einer gleichsam coolen Haltung zur Welt und ihrer Interpretation. Sie sind in einer Zone zwischen wiedererkennbaren Zeichen und malerischer Autonomie angesiedelt. Die Motive, die er verwendet, gehen auf zahlreiche und völlig verschiedenartige Quellen
zurück. Sie reichen von der gebauten Umwelt über die Landschaft bis zur Figur, von älteren Kunstwerken über populäre Bildmedien bis zum Alltagsdesign. Diese Fragmente aus der Realität werden jedoch ebenso kalkulierten wie intuitiven Formprozessen unterworfen, die ihren Ursprung verschleiern bzw. verallgemeinern. In Scheibitz‘ Arbeiten geht es zweifellos
um ein Bild der Gegenwart. Dieses entsteht aber nicht durch Wiedergabe, sondern durch bildnerische Konstruktion, d. h. durch einen mit visuellen Mitteln herbeigeführten Erkenntnisprozeß.

Tino Sehgal (1976 geboren) hat eine spezifische Form von Kunst entwickelt, die allein in dem Moment Gestalt annimmt, in dem man ihr begegnet. Seine Arbeiten werden von Interpreten (zum Beispiel Museumsaufsichten) ausgeführt und bestehen aus Bewegungen, gesprochenen Worten, Gesang oder einer Kommunikation mit dem Besucher. Sehgal ersetzt die Produktion von Objekten durch in Körper, Raum und Zeit eingebundene Werke, die in Ausstellungen, musealen Sammlungen und auf dem Kunstmarkt wie Objekte funktionieren, aber faktisch keine sind. Sie existieren nur als Situation, im Austausch, in der Transformation, in der Erinnerung und in der Vergänglichkeit. Folglich gibt es keine filmischen oder fotografischen Dokumentationen der Arbeiten. Bei Tino Sehgal geht es weniger um eine Kritik des institutionellen Rahmens als vielmehr darum, Werke bildender Kunst herzustellen, in denen Produktion an sich neu und anders formuliert wird." (Quelle: Presse Biennale 2005)

in Kürze, weitere Infos unter: biennale2005.de


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