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B3 Biennale

KAREL APPEL – WERKE AUF PAPIER

Ausstellung

04.02. - 17.04.2016 | Staatliche Graphische Sammlung München in der Pinakothek der Moderne
Eingabedatum: 31.01.2016

bilder

Karel Appel (1921–2006) war einer der herausragenden Künstler der Niederlande nach 1945. Seine farbenfrohen Skulpturen stehen auf vielen öffentlichen Plätzen und seine oft großformatigen Gemälde sind weltweit in den führenden Museen vertreten. In Deutschland waren Appels Werke schon lange in keiner Retrospektive mehr zu sehen. Zuletzt gab es 1990 in Köln eine Gesamtschau und die Skulpturen des Künstlers wurden 1999 in Karlsruhe und Bremen gezeigt.

Die aus dem Nachlass des Künstlers zusammengestellte Retrospektive in der Staatlichen Graphischen Sammlung München, die zuerst im Centre Pompidou in Paris zu sehen war, bietet nun in der Pinakothek der Moderne den ersten umfassenden Überblick über die Arbeit auf Papier seit Appels Tod.

Die letzte Ausstellung mit den Zeichnungen von Karel Appel in der Kunsthalle Baden Baden liegt bereits 34 Jahre zurück. Insgesamt wurden seine Zeichnungen selten separat von seinem malerischen OEuvre gezeigt. Dies ist umso erstaunlicher als Karel Appel das Zeichnen nicht als Nebenprodukt der Malerei angesehen hat. Immer wieder schuf Appel in kreativen Schüben spontane Werke auf Papier, die ihn auch zur Klärung seiner Kunst insgesamt führten. So sind in der Zeichnung die kindlichen Kreaturen der frühen Jahre, die fast abstrakten, expressiven Ausbrüche der fünfziger Jahre und die Experimente mit der Collage auf ganz eigene Weise zu erleben. Gerade jetzt, da Malerei wieder lebhaft diskutiert wird, ist mit Appel ein Künstler wiederzuentdecken, der zu den Erneuerern der Malerei und Zeichnung nach 1945 zählte, der über 60 Jahre hinweg ein ebenso umfangreiches wie eindrucksvolles Werk schaffen konnte und dessen energiegeladene Bilder – auch auf Papier – immer ein besonderes Erlebnis bleiben werden.

Schon als Mitinitiator der Gruppe CoBrA (Copenhagen/Brüssel/Amsterdam) knüpfte Karel Appel zwischen 1948 und 1951 ein internationales Netzwerk der Avantgarde und zählte zu den expressiven Erneuerern der Nachkriegskunst. 1950 zog er nach Paris; 1954 vertrat er die Niederlande auf der 27. Biennale von Venedig und stellte erstmals in der New Yorker Galerie von Martha Jackson aus.

Musik spielte in der Kunst Appels eine große Rolle. 1957 lernte er bei seinem ersten Aufenthalt in New York die Jazzmusiker Dizzy Gillespie, Miles Davis, Count Basie und Sarah Vaughan kennen, deren Porträts er im Atelier von Sam Francis malte. Zudem kam Appel in New York mit den abstrakten Expressionisten Willem de Kooning und Franz Kline in Kontakt.

Eine erste Retrospektive 1965 im Amsterdamer Stedelijk Museum präsentierte einen Querschnitt durch das gesamte bisherige Schaffen Karel Appels. Die Ausstellung tourte anschließend nach Belgien, Deutschland, Dänemark, in die Schweiz und nach Schweden.

In den 1970er Jahren unterhielt der Künstler – teilweise parallel – Ateliers in New York, Paris, Südfrankreich und Italien. Das Jahrzehnt war von ausgiebigen Reisen durch Mexiko, Südamerika und Asien – Japan, Indonesien, Indien und Nepal – geprägt. In den 1980er Jahren wurde Karel Appels Malerei von jüngeren Künstlern wie Georg Baselitz wiederentdeckt und er stellte in Galerien wie der von Annina Nosei in New York aus, die auch den jungen Graffitikünstler Michel Basquiat vertrat. In den 1990er Jahren arbeitete Appel in seinen Ateliers in New York, auf dem Land in Connecticut und in der Toskana. Es entstehen nun auch Bühnenbilder für Opern. 1999 richtet er in Amsterdam eine Stiftung ein, die sich um den Erhalt seines künstlerischen Werkes kümmert, die heutige Karel Appel Foundation.
Am 3. Mai 2006 starb Karel Appel in Zürich, wo er sich wegen seines zunehmend schlechteren gesundheitlichen Zustands seit einigen Jahren öfter aufhielt. Er wurde auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris beigesetzt.

Bayerische Staatsgemäldesammlungen Kunstareal
Barer Straße 29
D 80799 München
pinakothek.de







Daten zu Karel Appel:

- Art Basel 2013
- art basel miami beach, 2014
- art berlin 2017
- art cologne 2015
- MoMA Collection
- S.M.A.K. Sammlung, Gent
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung Würth
- Solomon R. Guggenheim Collection
- Tate Post War Collection ,London

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Exzellenter Messestart mit guten Umsätzen


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Als "wirtschaftlich stärkste Kunstmesse in Deutschland" in der "bundesweit dichtesten Galerielandschaft" bezeichnete Ministerpräsident Jürgen Rüttgers die ART COLOGNE anlässlich der Verleihung des gleichnamigen Preises an den Ex-Galeristen und Kunstmarktgründer Rudolf Zwirner. Der Geehrte erhielt die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung in einer Feierstunde im Historischen Rathaus zu Köln. Bei dieser Gelegenheit versprach Rüttgers, "in dieser Legislaturperiode die Mittel für die Kulturförderung" zu verdoppeln und verwies auf das mit einer Million Euro ausgestattete Landesprogramm "Kultur und Schule". Den "Gründungsvater" der rheinischen Kunstmesse Rudolf Zwirner kennzeichnete er als bedeutenden international tätigen Galeristen. In seiner kurzweiligen Laudatio bezeichnete Professor Dr. Walter Grasskamp Zwirner "als den Motor der Kunststadt am Rhein". Er habe mit der Innovation Kunstmesse "die Popularität für die zeitgenössische Kunst erhöht".

Die Zwischenbilanz der rund 185 Aussteller fällt nach den ersten Tagen der 40. ART COLOGNE 2006 sehr positiv aus. Allein während der mit 16.000 Gästen sehr gut besuchten Vernissage wurden erfreuliche Umsätze getätigt. Sowohl im Hochpreissegment bis 1 Million Euro (Wandrelief vom Tom Wesselmann für fast 1 Million Euro, Benden & Klimczak, Viersen/Köln) als auch im mittleren sechsstelligen Bereich (ein Ölbild von Karel Appel für 225.000 Euro, Die Galerie, Frankfurt/Main) oder in der Klassischen Moderne wurden erhebliche Umsätze gemacht. Die Galerie Thomas, München, die an allen Kunstmärkten in Köln ohne Unterbrechung teilgenommen hat, veräußerte u.a. einen Mädchenakt von Otto Müller (über 200.000 Euro), Salis & Vertes, Salzburg/St. Moritz, gab einen Lyonel Feininger von 1940 für 300.000 Euro ab. Kauffreude herrschte auch bei den Zeitgenossen: Besondere Aufgeschlossenheit der Sammler registrieren die Aussteller junger Kunst und der neuen Medien im Open Space. Installation von Heimo Zobernig, 50.000 Euro, bei Christian Nagel, Köln, Video von Matthias Poledna 25.000 Euro, Daniel Buchholz Köln.

Auch die Sonderprogramme der ART COLOGNE erweisen sich als Volltreffer: Beispielhaft zu nennen sind: Die 14 Arbeiten (à 4.000 Euro) der Zeichnerin Jorinde Voigt, New Talent der Galerie Fahnemann, Berlin, waren schon wenige Minuten nach Messeöffnung vergriffen. Bei Figge von Rosen, Köln, im Programm New Contemporaries erwarben Sammler Bilder von Christian Hoischen (je 14.000 Euro) und von Bas de Wit (à 4.200 Euro). Auch die Premiere der Hidden Treasures erwies sich als durchschlagender Erfolg: mehrere Werke von William Copley (bis zu 50.000 Euro) gingen nicht nur bei Schönewald Fine Arts aus Düsseldorf, der Copley als "Hidden Treasure" offiziell anbot, in andere Hände, auch die Stuttgarter maunus presse/Klaus Gerrit Friese trennte sich von einem Copley-Gemälde.

Sehr beeindruckt von der Leistungsfähigkeit des internationalen Kunsthandels zeigte sich Ministerpräsident Jürgen Rüttgers bei seinem Rundgang durch die Stände. Er nutzte die Gelegenheit der frisch gekürten Trägerin des ART COLOGNE-Preises für junge Kunst, Gerda Scheepers, vertreten von der Galerie Sprüth Magers, Köln/München/London, zu gratulieren. Die Preisverleihung findet am Freitag, 03.11.06, um 15.00 Uhr im Open Space, Erdgeschoss Halle 4, statt. Der Preis beinhaltet eine Einzelausstellung in der Kölner artothek mit begleitendem Katalog.

Die ART COLOGNE läuft noch bis Sonntag, 05.11.2006. Sie ist täglich von 12.00 bis 20.00 Uhr für jedermann geöffnet. Die Tageseintrittskarte kostet 20 Euro, die Abendkarte (17.00 bis 20.00 Uhr) 14 Euro.

Koelnmesse GmbH, Messeplatz 1, 50679 Köln, Deutschland
Telefon: + 49 221 821-2907 + 2270,
Telefax: + 49 221 821-2181, d.mangold@koelnmesse.de
koelnmesse.de





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