SEBASTIÁN DÍAZ MORALES. FICCIONARIO IV

nur noch bis 05.06.2017 | Museum für Gegenwartskunst Siegen
Eingabedatum: 01.06.2017

bilder

Am 13. Oktober 2016 eröffnete das Museum für Gegenwartskunst Siegen die Solopräsentation „FICCIONARIO IV“ des Videokünstlers und Filmemachers Sebastián Díaz Morales (geb. 1975 in Comodoro Rivadavia/Argentinien, lebt und arbeitet in Amsterdam). Bis zum 5. Juni 2017 sind 7 Videoinstallationen sowie Objekte und Zeichnungen zu sehen, die sich zu einer eindrucksvollen Gesamtinszenierung zusammenfügen.

„The mind is dreaming. The world was its dream“

Das Zitat von Jorge Luis Borges stellt Sebastián Díaz Morales seiner monumentalen HD-Videoinstallation „Suspension“ (2013/14) voran, zur Beschreibung der Videoinstallation „Oracle“ (2007) bedient sich der Künstler der Metapher von geformten Mosaiksteinen, die zusammen ein noch nicht abgeschlossenes Gesamtbild ergeben: Während „Suspension“ das Fallen in die Leere als Traum und existentielle Metapher thematisiert, zeigt „Oracle“ eine Sammlung von scheinbar zufälligen, sehr poetischen Bildern, die als kurze Filmsequenzen unverbunden aufeinander folgen: Eine Sonnenfinsternis, ein Mann, der auf das Meer schaut, eine spiegelnde Wasseroberfläche, Goldfische, eine Straßenszene mit Passant, der mit knallbunten Plastikeimern über dem Kopf umherschlendert etc.


Werkabbildung

Sebastián Díaz Morales, Suspension, 2013-14. Installationsansicht CAA Vilnius, Litauen © Sebastián Díaz Morales. Courtesy carlier I gebauer

Das Imaginäre und Symbolische, die surrealen Welten des Traums, auch die unsere Alltagswelt durchdringenden fiktiven Realitäten von Warenwelt, Werbung und Fernsehen sind für Díaz Morales prägende Bestandteile unserer Lebenswirklichkeit, auf die er in besonderer Weise Bezug nimmt. Seine seit 1998 entstehenden Arbeiten stellen Realität als ein imaginiertes Konstrukt vor. Jeder Charakter und jede Narration sind Metaphern für die Grenze zwischen Realität und Fiktion.

Verschiedenste Filmgenres und Filmtechniken werden zum Einsatz gebracht: Dokumentarfilm neben Erzählfilm, Kurzfilm, Installation einerseits, Montagetechniken, Bildverfremdungen oder Slow Motion, das Filmen in Farbe oder in Schwarz-Weiß andererseits. Auch dem Sound kommt eine tragende Rolle zu, sei es durch Geräusche oder Filmmusik. Die Arbeiten erinnern teilweise an Science-Fiction. Ihr Erzählstil und die Dialoge sind minimalistisch, doch die Bilder wecken Assoziationen, die den Betrachter eine neue Konzeption der Realität entdecken lassen.

Werkabbildung

Sebastián Díaz Morales, Insight, 11'31, 2012 HD Video, Stereoton Ausstellungsansicht Museum für Gegenwartskunst Siegen, © Sebastián Díaz Morales. Courtesy carlier I gebauer

Kurzbiographie Sebastián Díaz Morales:
Geboren 1975 in Comodoro Rivadavia, Argentinien. Studium bis 2001 an der Universidad del Cine in Buenos Aires, anschließend an der Rijksakademie in Amsterdam. Lebt und arbeitet in Amsterdam.

Arbeiten von Díaz Morales wurden weltweit in Einzelausstellungen und Gruppenausstellungen gezeigt: u.a. Tate Modern, London, Centre Pompidou, Paris, Stedelijk Museum und De Appel, Amsterdam, Art in General, New York City, MUDAM, Luxemburg.

Diverse Videos:
vimeo.com/sebastiandiazmorales

Künstlerinterview:
channel.louisiana.dk/video/sebastian-diaz-morales-rooms-buenos-aires

sebastiandiazmorales.com

Museum für Gegenwartskunst Siegen
Unteres Schloss 1
57072 Siegen
t 0271 405 77-10
t 0271 405 77-0
f 0271 405 77 32
info@mgk-siegen.de
museumfuergegenwartskunstsiegen.de/


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Daten zu Sebastián Díaz Morales:

- 15th Jakarta Biennale
- BIENNALE OF SYDNEY, 2006
- Biennale Venedig 2017
- Blickmaschinen
- ikono On Air Festival

Weiteres zum Thema: Sebastián Díaz Morales



Lands End. Landschaft zwischen Bild und Raum - Shedhalle, Zürich


Die Ausstellung "Lands End. Landschaft zwischen Bild und Raum" geht der Frage nach, welche Landschaftsvorstellungen in der heutigen Kunst reflektiert werden. Jenseits von romantischen Naturidealen beschäftigen sich die zeitgenössischen Künstler auf neue Weise mit diesem Thema.

Während man in der Kunst der Romantik meist einer idyllischen Naturverklärung begegnet, beschäftigen sich heutige Künstler auf andere, vielfältige Arten mit der Naturdarstellung. So werden Landschaften zum einen nach ihren sozialen und kulturellen Veränderungen befragt. Darüber hinaus finden auch ökonomische Transformationsprozesse Einzug in die künstlerische Beschäftigung mit der Natur. Welche Bilder und Fantasien sind heutzutage prägend für unsere Vorstellungen von Natur?
Das Ausstellungsprojekt will Künstler zusammenführen, die sich mit eben jenem Thema beschäftigen und Natur und Technik nicht mehr als unvereinbaren Gegensatz auffassen.

Es werden Werke zu sehen sein von:
Ulu Braun, Eva Castringius, Matthew Fuller/Graham Harwood, Gabriela Gerber/Lukas Bardill, Dirk Haupt, Verena Maas, Achim Mohné, Sebastian Diaz Morales, Emily Richardson, Michaela Schwentner, Christian Vetter, Jana Winderen

Abbildung: Jana Winderen by Julia Barclay, Kangia, Greenland, 2009, Courtesy the artist

Ausstellungsdauer: 20.3.-16.5.10

Öffnungszeiten:
Mi-Fr 13-17 Uhr
Sa,So 12-18 Uhr

Verein Shedhalle
Rote Fabrik
Seestrasse 395
CH-8038 Zürich

shedhalle.ch



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