Anzeige
kunstsammlung

Who Pays?

10. 02. - 21. 05. 2017 | Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz
Eingabedatum: 02.02.2017

bilder

„Kunst = Kapital“, formulierte Joseph Beuys. Damit fasste er in eine knappe Formel, was sein Weltverständnis war: „Die einzige revolutionäre Kraft ist die Kraft der menschlichen Kreativität.“ Ausgehend vom Beuys’schen Kapitalbegriff blickt die Ausstellung Who Pays? auf sich verändernde Geld- und Kapitalvorstellungen und einen damit einhergehenden Wandel von Bedeutungen und Werten. Who Pays? versammelt künstlerische Positionen von den 1960er- Jahren bis in die Gegenwart. Sie ermöglichen es, aus unterschiedlichen Perspektiven unseren Vorstellungen von Reichtum und Armut, von Geben und Nehmen sowie von Teilhabe, die heutzutage zumeist auf rein ökonomische Aspekte reduziert werden, nachzugehen.

„Es bewegt sich alles so sehr.“ Dieser Satz der Schriftstellerin Gertrude Stein, den sie im Zusammenhang mit dem schnellen Wandel der Sprache im Elisabethanischen Zeitalter niederschrieb, kann auch die heutigen rasanten Veränderungen umschreiben. Unsere westlich geprägten Gesellschaften befinden sich in einem grundlegenden Umbruch. Nicht nur steigende Raten von Burnout und Depressionen zeugen von tiefliegenden Ängsten, sondern auch ein sich abzeichnendes Bedürfnis nach Abschottung und nach Bewahrung von Gütern und Werten. All dies im Wissen, dass wir mehr Ressourcen verbrauchen, als die Erde generieren kann.

Demgegenüber finden sich vielfältige Ansätze, die Potentiale und Chancen für eine nachhaltigere Zukunft sehen. Welche Rolle spielt dabei das Wesen des Kapitalbegriffs? Und welche „kapitale“ Rolle kann die Kunst spielen? Der Titel der Ausstellung Who Pays? – Wer bezahlt? – basiert auf einem leuchtenden Schriftzug der KünstlerInnengruppe RELAX (chiarenza & hauser & co) und richtet sich an jeden Einzelnen.

Werke von:
Ovidiu Anton, Gianfranco Baruchello, Joseph Beuys, Susanne Bosch, Marcel Broodthaers, Filipa César, Felix Gonzalez-Torres, David Hammons, Diango Hernández, Thomas Hirschhorn, Anja Kirschner & David Panos, Alicja Kwade, Thomas Lehnerer, Mark Lombardi, RELAX (chiarenza & hauser & co), Christof Salzmann

Kooperationen und Veranstaltungen
Who Pays? ist eine Produktion des Kunstmuseum Liechtenstein, kuratiert von Christiane Meyer-Stoll. Teil der Ausstellung ist eine vielfältige Zusammenarbeit mit anderen Institutionen. Das artsprogram der Zeppelin Universität, Friedrichshafen, kuratiert in einem Beuys gewidmeten Raum das Archiv für Soziale Plastik. Anfang der 1970er-Jahre fand sich in Achberg im Allgäu eine Gruppe zusammen, die unter dem Begriff Der Dritte Weg nach
alternativen Gesellschaftsmodellen suchte. Hier wurden bis heute wirksame gesellschaftliche Impulse entwickelt und dabei erarbeitete Beuys sein Konzept des erweiterten Kunstbegriffs.

Die vom Verleger Rainer Rappmann dazu gesammelten Materialien dokumentieren in einem für die deutsche Nachkriegsgeschichte wichtigen Archiv jene Aufbruchsstimmung der 1970erund 1980er-Jahre. Für den Beitrag zur Ausstellung Who Pays? untersuchte der Künstler Christof Salzmann die historische Sammlung im Hinblick auf den Geld- und Kapitalbegriff bei Beuys.

Im Rahmen der Ausstellung werden die Aktivitäten der Zukunftswerkstatt Liechtenstein ins Kunstmuseum Liechtenstein verlegt. Im Seitenlichtsaal entsteht ein flexibel gestaltbarer Aktionsraum. Mittels Aktivitäten und Veranstaltungen werden alternative Formen des Arbeitens und Wirtschaftens erlebbar gemacht. Ergänzt durch den Wanderkiosk, eine temporäre Architektur zum Beleben von öffentlichem Raum, entsteht ein Ort, der zum Verweilen einlädt und auf verschiedenste Weise genutzt werden kann. Als modularer Freiraum ist der Wanderkiosk dafür ausgelegt, das soziale und kulturelle Potential bzw. das „Kapital“ zu erkunden und zur Reflexion über Geld und Ideen des Tauschens und Teilens anzuregen.


Kunstmuseum Liechtenstein
FL-9490 Vaduz
http://www.kunstmuseum.li

Presse






Daten zu RELAX:

- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein



Weiteres zum Thema: RELAX



art_clips .ch.at.de - ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe (14.1.-25.3.07)


»art_clips« sind die subjektzentrierte Antwort der Kunst auf das Ende der industriell für das Fernsehen produzierten Musikvideos. Sie sind Garanten einer individuellen Sicht der Welt, die den Horizont des Möglichen öffnen. Auf der Suche nach einer zeitgemäßen Bildersprache für kurze und aussagekräftige Botschaften bewegen sie sich in einem riesigen Feld optischer Recherche - frei von massenmedialen Tabus, die einen verspielten Umgang mit Bild, Text und Ton verbieten würden. Neben und nach allen anderen bisher etablierten künstlerischen Genres stellen sie eine der Beschleunigung des Lebens, seiner Hektik und Vielfalt entsprechende Kunstform dar.
»art_clips« sind von einer Dichte der Gestaltung, von einer Klugheit und Rätselhaftigkeit, von einer stilistischen Souveränität, einer persönlichen und dennoch allgemein verbindlichen Radikalität, dass man sagen kann: Die »art_clips« sind ein Wurf, der uns trifft.
Nach Abschluss der DVD-Produktion und Preview-Veranstaltungen in Innsbruck und Bern stellt das ZKM die erste umfassende Kompilation dieser neuen Kunstform umfassend vor. Präsentiert werden 90 »art_clips« aus der Schweiz, Österreich und Deutschland vom Jahr 2000 bis heute.

Kuratiert von Gerhard Johann Lischka. Projektleitung: Thomas Thiel und Antonia Marten.

Mit Videos u.a. von: Ariane Andereggen, John Armelder, Olaf Breuning, Erik Dettwiler Collectif_Fact, Annja Krautgasser, Lori Hersberger, Björn Melhus, Chantal Michel, Muntean & Rosenblum, Shahryar Nashat, RELAX, reMI, Corinna Schnitt, Elke Krystufek, Erwin Wurm. (Presse ZKM)

Öffunugszeiten: Mi - Fr 10-18 Uhr, Sa - So 11-18 Uhr, Mo - Di geschlossen

ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie
Lorenzstraße 19
76135 Karlsruhe
Tel: ++49[0]721-8100-0

www.zkm.de





Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




    Anzeige
    rundgang


    Anzeige
    Atelier


    Anzeige
    karma


    Anzeige
    berlin




    Figuren - Rineke Dijkstra und die Sammlung des Sprengel Museum Hannover

    Mit Rineke Dijkstra (*1959 in Sittard,Niederlande, lebt in Amsterdam) ehrt die Stiftung Niedersachsen eine der herausragenden Fotografinnen der Gegenwart. weiter


    »Stephen Gill. Vom Dokument zum Experiment«

    Ab dem 28. April 2018 zeigt das Museum für Photographie Braunschweig in seinen beiden Torhäusern die erste museale Einzelausstellung des britischen Künstlers Stephen Gill in Deutschland. weiter


    PROJEKTIONEN - FACETTEN DER ERINNERUNG

    Die Ausstellungsreihe »Projektionen« stellt nacheinander vier filmische Arbeiten zeitgenössischer Künstler vor, die das Zusammenspiel von Erinnerung und Identität auf unterschiedlichste Weise thematisieren. weiter


    ÜBER_LEBEN niemand mischt sich ein | zufallsindoktrinator # 147

    niemand mischt sich ein | zufallsindoktrinator # 147
    niemand hat macht | niemand kennt sich aus | wir sind mächtiger als irrglaubt !
    | Arbeits- und Diskursraum | Ausstellung | Guerilla Tour |
    ein Projekt von starsky | niemand weiter


    Ulrich Horndash - Veduta 4

    Im April 2018 wird die Architektur der Kunsthalle Darmstadt zum Bildträger. weiter

    Irene Kopelman. ON GLACIERS AND AVALANCHES. GLAZIOLOGISCHE SPURENLESE

    Klimawandel, Gletscherschwund und sich ändernde Wasserpegel: Glaziologinnen und Glaziologen erforschen seit Jahrzehnten die Veränderungen der Gletscher und ihre Auswirkungen auf die Natur. Was passiert, wenn eine Künstlerin die Forschenden begleitet? weiter

    Ruinart und die Kunst

    Im jüngsten Kunstprojekt von Ruinart geht es um die faszinierenden Bilder des Chinesen Liu Bolin, die während seines Aufenthalts in Reims entstanden sind, der Titel: „Reveal the (in) visible“. Zu sehen vom 26. bis 29. April in der Galerie Deschler in der Auguststraße 61 | 10117 Berlin. (Sponsored Content) weiter


    Mika Rottenberg

    Die in Argentinien geborene und in Israel aufgewachsene Künstlerin Mika Rottenberg beschäftigt sich mit den Kreisläufen der Produktion und der Zirkulation von Waren. weiter


    Kocheisen+Hullmann: Zwischenblüte ambitionierter Metamorphosen

    In der Serie „Halbschatten“ erstellen die beiden Künstler seit 2014 Linolschnitte, in denen fantastische und irritierende Bildwelten aufscheinen. weiter

    Alex Da Corte THE SUPƎRMAN

    Der Kölnische Kunstverein freut sich mit THE SUPƎRMAN die erste institutionelle Einzelausstellung des US-amerikanischen Künstler Alex Da Corte in Deutschland präsentieren zu können. weiter

    Der Begriff Erinnerung in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    Ahnungen, Erinnerungen und, als Erinnerung an die, als Erinnerung lediglich erahnbar, als Erinnerung und Dokument, als Erinnerung und Spurensuche weiter


    Der Begriff - lernen - in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    als lernende Organisation, andere lernen die Stadt, Athen lernen angedeutet wird, Athen lernen mit neuen, Athen lernen positioniert sich weiter



    The Beauty of Hunting. Einblicke in die Ästhetische Ethnologie

    Im Rahmen eines Kooperationsprojekts stellt das Künstlerhaus den Ausstellungsraum »Made in Balmoral« erstmals dem Institut für Kulturwissenschaft der Universität Koblenz-Landau zur Verfügung. weiter


    Matthias Wollgast THE STEPS WITH NO NAME

    Die Abhängigkeit der Kunst von ihrem jeweiligen Kontext und damit verbunden die ständige Umwertung kultureller Werte durch ihre Geschichte und Rezeption sind zentrale Themen im Werk von Matthias Wollgast. weiter

    ADKV-ART COLOGNE-Preis für Kunstkritik an Radek Krolczyk

    Mit Radek Krolczyk zeichnet die Jury einen Kritiker aus, der stets seine Distanz zu den Zentren des Kunstbetriebs bewahrt hat und die Binnenperspektive des Kunstbetriebs immer wieder durchbricht. weiter


    Marina Abramović - The Cleaner

    Radikal, umstritten und bewundert zugleich: Marina Abramović ist eine der meistdiskutierten internationalen Künstlerinnen ... weiter


    Edwin Zwakman - Reality is not a Place

    Ein fotografisches Verwirrspiel mit Realität und Fiktion liefern die Werke des niederländischen Künstlers Edwin Zwakman. weiter


    Douglas Gordon "k.364"

    In der Grabbe Halle des K20 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen präsentiert der international renommierte schottische Künstler Douglas Gordon (*1966) seine eindrucksvolle, raumgreifende Videoinstallation „k.364“, 2010.
    (Sponsored Content) weiter


    Haegue Yang ETA 1994–2018

    Mit der weltweit ersten Überblicksausstellung der Künstlerin präsentiert das Museum Ludwig die Vielfalt ihres gesamten Schaffens anhand von über 120 Werken. weiter


    European Media Art Festival Report - Notizen aus der Wirklichkeit

    Der Journalismus ist zunehmend in Verdacht geraten, als neutraler Berichterstatter zu versagen. Eine kaum durchschaubare Anzahl scheinbar Wahrheitssuchender Akteure hat stattdessen begonnen, Kategorien wie Fiktion und Realität verschwimmen zu lassen. weiter