Who Pays?

10. 02. - 21. 05. 2017 | Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz
Eingabedatum: 02.02.2017

Werkabbildung

RELAX (chiarenza & hauser & co), Who Pays?, 2006 bilder

„Kunst = Kapital“, formulierte Joseph Beuys. Damit fasste er in eine knappe Formel, was sein Weltverständnis war: „Die einzige revolutionäre Kraft ist die Kraft der menschlichen Kreativität.“ Ausgehend vom Beuys’schen Kapitalbegriff blickt die Ausstellung Who Pays? auf sich verändernde Geld- und Kapitalvorstellungen und einen damit einhergehenden Wandel von Bedeutungen und Werten. Who Pays? versammelt künstlerische Positionen von den 1960er- Jahren bis in die Gegenwart. Sie ermöglichen es, aus unterschiedlichen Perspektiven unseren Vorstellungen von Reichtum und Armut, von Geben und Nehmen sowie von Teilhabe, die heutzutage zumeist auf rein ökonomische Aspekte reduziert werden, nachzugehen.

„Es bewegt sich alles so sehr.“ Dieser Satz der Schriftstellerin Gertrude Stein, den sie im Zusammenhang mit dem schnellen Wandel der Sprache im Elisabethanischen Zeitalter niederschrieb, kann auch die heutigen rasanten Veränderungen umschreiben. Unsere westlich geprägten Gesellschaften befinden sich in einem grundlegenden Umbruch. Nicht nur steigende Raten von Burnout und Depressionen zeugen von tiefliegenden Ängsten, sondern auch ein sich abzeichnendes Bedürfnis nach Abschottung und nach Bewahrung von Gütern und Werten. All dies im Wissen, dass wir mehr Ressourcen verbrauchen, als die Erde generieren kann.

Demgegenüber finden sich vielfältige Ansätze, die Potentiale und Chancen für eine nachhaltigere Zukunft sehen. Welche Rolle spielt dabei das Wesen des Kapitalbegriffs? Und welche „kapitale“ Rolle kann die Kunst spielen? Der Titel der Ausstellung Who Pays? – Wer bezahlt? – basiert auf einem leuchtenden Schriftzug der KünstlerInnengruppe RELAX (chiarenza & hauser & co) und richtet sich an jeden Einzelnen.

Werke von:
Ovidiu Anton, Gianfranco Baruchello, Joseph Beuys, Susanne Bosch, Marcel Broodthaers, Filipa César, Felix Gonzalez-Torres, David Hammons, Diango Hernández, Thomas Hirschhorn, Anja Kirschner & David Panos, Alicja Kwade, Thomas Lehnerer, Mark Lombardi, RELAX (chiarenza & hauser & co), Christof Salzmann

Kooperationen und Veranstaltungen
Who Pays? ist eine Produktion des Kunstmuseum Liechtenstein, kuratiert von Christiane Meyer-Stoll. Teil der Ausstellung ist eine vielfältige Zusammenarbeit mit anderen Institutionen. Das artsprogram der Zeppelin Universität, Friedrichshafen, kuratiert in einem Beuys gewidmeten Raum das Archiv für Soziale Plastik. Anfang der 1970er-Jahre fand sich in Achberg im Allgäu eine Gruppe zusammen, die unter dem Begriff Der Dritte Weg nach
alternativen Gesellschaftsmodellen suchte. Hier wurden bis heute wirksame gesellschaftliche Impulse entwickelt und dabei erarbeitete Beuys sein Konzept des erweiterten Kunstbegriffs.

Die vom Verleger Rainer Rappmann dazu gesammelten Materialien dokumentieren in einem für die deutsche Nachkriegsgeschichte wichtigen Archiv jene Aufbruchsstimmung der 1970erund 1980er-Jahre. Für den Beitrag zur Ausstellung Who Pays? untersuchte der Künstler Christof Salzmann die historische Sammlung im Hinblick auf den Geld- und Kapitalbegriff bei Beuys.

Im Rahmen der Ausstellung werden die Aktivitäten der Zukunftswerkstatt Liechtenstein ins Kunstmuseum Liechtenstein verlegt. Im Seitenlichtsaal entsteht ein flexibel gestaltbarer Aktionsraum. Mittels Aktivitäten und Veranstaltungen werden alternative Formen des Arbeitens und Wirtschaftens erlebbar gemacht. Ergänzt durch den Wanderkiosk, eine temporäre Architektur zum Beleben von öffentlichem Raum, entsteht ein Ort, der zum Verweilen einlädt und auf verschiedenste Weise genutzt werden kann. Als modularer Freiraum ist der Wanderkiosk dafür ausgelegt, das soziale und kulturelle Potential bzw. das „Kapital“ zu erkunden und zur Reflexion über Geld und Ideen des Tauschens und Teilens anzuregen.


Kunstmuseum Liechtenstein
FL-9490 Vaduz
http://www.kunstmuseum.li

Presse






Daten zu RELAX:

- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein



Weiteres zum Thema: RELAX



art_clips .ch.at.de - ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe (14.1.-25.3.07)


»art_clips« sind die subjektzentrierte Antwort der Kunst auf das Ende der industriell für das Fernsehen produzierten Musikvideos. Sie sind Garanten einer individuellen Sicht der Welt, die den Horizont des Möglichen öffnen. Auf der Suche nach einer zeitgemäßen Bildersprache für kurze und aussagekräftige Botschaften bewegen sie sich in einem riesigen Feld optischer Recherche - frei von massenmedialen Tabus, die einen verspielten Umgang mit Bild, Text und Ton verbieten würden. Neben und nach allen anderen bisher etablierten künstlerischen Genres stellen sie eine der Beschleunigung des Lebens, seiner Hektik und Vielfalt entsprechende Kunstform dar.
»art_clips« sind von einer Dichte der Gestaltung, von einer Klugheit und Rätselhaftigkeit, von einer stilistischen Souveränität, einer persönlichen und dennoch allgemein verbindlichen Radikalität, dass man sagen kann: Die »art_clips« sind ein Wurf, der uns trifft.
Nach Abschluss der DVD-Produktion und Preview-Veranstaltungen in Innsbruck und Bern stellt das ZKM die erste umfassende Kompilation dieser neuen Kunstform umfassend vor. Präsentiert werden 90 »art_clips« aus der Schweiz, Österreich und Deutschland vom Jahr 2000 bis heute.

Kuratiert von Gerhard Johann Lischka. Projektleitung: Thomas Thiel und Antonia Marten.

Mit Videos u.a. von: Ariane Andereggen, John Armelder, Olaf Breuning, Erik Dettwiler Collectif_Fact, Annja Krautgasser, Lori Hersberger, Björn Melhus, Chantal Michel, Muntean & Rosenblum, Shahryar Nashat, RELAX, reMI, Corinna Schnitt, Elke Krystufek, Erwin Wurm. (Presse ZKM)

Öffunugszeiten: Mi - Fr 10-18 Uhr, Sa - So 11-18 Uhr, Mo - Di geschlossen

ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie
Lorenzstraße 19
76135 Karlsruhe
Tel: ++49[0]721-8100-0

www.zkm.de



Art Goes Underground - Nord-Süd Stadtbahn, Köln


Unter dem Motto "Art Goes Underground" hatten die Kölner Verkehrs - Betriebe AG (KVB) zur Gestaltung der neuen Nord-Süd Stadtbahn Köln einen Wettbewerb ausgeschrieben.
Bereits im Sommer dieses Jahres wurde ein erstes Bewerbungsverfahren mit 222 Bewerbungen aus 14 Ländern abgeschlossen. Jetzt tagte die Auswahljury erneut und wählte aus den Einsendungen 27 Bewerbungen aus, die zusammen mit den 13 bereits zugeladenen Künstlern wie Hans Haacke, Lawrence Weiner, Ceal Floyer und Guillaume Bijl das internationale Bewerberfeld komplettieren .
Das Künstlerfeld soll nun konkretere Ideen entwickeln, um dann im Frühjahr 2008 erste Ideen einzureichen, anschließend tagt wieder die Jury, um aus den 40 Entwürfen die besten zehn zu ermitteln. Für die künstlerische Gestaltung sind Mittel in Höhe von insgesamt 1,5 Millionen Euro bereitgestellt.

Neben den Künstlern wurden außerdem zur Gestaltung der neuen Haltestellen dieses zurzeit größten städtebaulichen Projektes in Deutschland renommierte Architekten und Architekturbüros gewonnen wie Büder + Menzel Architekten, Joachim Schürmann + Partner / Dorsch Consult Ingenieurgesellschaft, Prof. Ulrich Coersmeier, Kister Scheithauer Gross, Stephan Schmitz, Schaller / Theodor Architekten, Busmann + Haberer sowie Scharf + Kirsten.

Künstlerliste

Ausgewählte Künstler:
Thomas Bayrle | Angela Bulloch | Hans-Peter Feldmann | Liam Gillick | Tue Greenfort | Katharina Grosse | Jeppe Hein | Carsten Höller | Jannis Kounellis | Studierende der KHM Betreuung, Prof. Mischa Kuball | Joep van Lieshout | M+M | Fabian Marcaccio | Olaf Metzel | Paul Morrison | Tatzu Nishi | Susan Philipsz | Tobias Rehberger | Werner Reiterer | RELAX (chiarenza&hauser&co) | Christine Rusche | Michael Sailstorfer | Gregor Schneider | Rolf Walz | Johannes Wohnseifer | Peter Zimmermann | Heimo Zobernig

Zugeladene Künstler:
Barenbrock+Osterwald | Guillaume Bijl | Ceal Floyer | Doris Frohnapfel | Hans Haacke | Stefan Hofmann | Peter Kogler | Thomas Schönauer | Stefan Sous | Joelle Tuerlinckx | Brigitta Weimer | Lawrence Weiner | Eusebius Wirdeier

Weitere Infos:
Kölner Verkehrs-Betriebe AG
Gudrun Meyer
Scheidtweilerstr. 38
50933 Köln
Tel. +49 221 5473338

koeln.de/wirtschaft/grossprojekte/stadtbahn.html


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