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B3 Biennale

Hans Op de Beeck - The Silent Castle

12. 02. - 30. 04. 2017 | Museum Morsbroich, Leverkusen
Eingabedatum: 08.02.2017

bilder

Es interessiert mich nicht, Realität zu simulieren, sonst wäre ich wahrscheinlich als Setdesigner beim Film gelandet. Ich möchte die Welt interpretieren, indem ich fiktive Umgebungen erschaffe, in denen wir das Echo der Realität wahrnehmen können.

Hans Op de Beeck, einer der renommiertesten Künstler Belgiens (geboren 1969 in Turnhout, lebt in Brüssel) arbeitet multidisziplinär. In seinen Skulpturen und Raum greifenden Installationen, seinen großformatigen Aquarellen, in Animationen und Videos schafft er atmosphärisch dichte Szenarien, die stets vertraut und doch fremd wirken.

Ausgehend von der besonderen Atmosphäre des barocken Wasserschlosses Morsbroich inszeniert Hans Op de Beeck hier Werke der letzten zwölf Jahre. Er arrangiert sie wie eine Reihe von offenen Bühnen, die der Besucher betreten kann – teils mit seinen Füßen, immer mit seinen Gedanken. Der Künstler entführt ihn in eine Welt, in der die Zeit still zu stehen scheint: The Silent Castle.

Als wären sie von ihren Sockeln gestiegen, begegnen uns in Gips geformte Figuren wie selbstverständlich in den ehemaligen Wohnräumen des Schlosses. Sie sind in Gedanken oder Tagträume vertieft – in Räumen, in denen nun eigens verlegte Teppichböden die Schritte abfedern und die Geräusche dämpfen, wo Op de Beeck mit einer wesentlich auf Grau und Weiß reduzierten Farbigkeit eine Atmosphäre der Konzentration erzeugt.

Hans Op de Beeck schafft Räume der Introspektion, in die der Betrachter eintauchen und die er füllen kann mit seinen eigenen Erfahrungen, Erinnerungen und Assoziationen. Souverän agiert der Künstler wie ein Regisseur und erzeugt Spannung. Das Klavier ist stumm (Silent Piano, 2015), die Reitautomaten vor dem Supermarkt ruhen (Entrance, 2006), Seerosen überspielen den Blick in die Tiefe des unheimlich schwarzen Teichwassers (Pond, 2016). Doch der Betrachter spürt, dass jeden Moment etwas passieren könnte und sei es auch nur in seinem Kopf.

Die Ausstellung ist in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler entstanden und in Kooperation mit der Sammlung Goetz, München, die neben dem Studio Hans Op de Beeck Hauptleihgeberin ist.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, den 12. Februar 2017, um 12 Uhr im Spiegelsaal von Museum Morsbroich statt.

Kurator der Ausstellung ist Fritz Emslander.

Museum Morsbroich, Leverkusen
museum-morsbroich.de

Presse






Daten zu Hans Op de Beeck:

- Art Basel 2013
- Art Basel Hong Kong, 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- Beaufort 2012
- fast forward2 - ZKM, Karlsruhe
- Frieze London 2016
- Galerie Krinzinger
- Galleries ART DUBAI CONTEMPORARY 2015
- Galleries ART DUBAI CONTEMPORARY 2015
- HEIMsuchung, Kunstmuseum Bonn
- Kunstverein Hannover
- Kunstverein Wiesbaden 2016
- Marianne Boesky Gallery
- S.M.A.K. Sammlung, Gent
- Singapore Biennale, 2008

Weiteres zum Thema: Hans Op de Beeck



Armoury / Arsenal in der Wandelhalle in Köln (noch bis 20. 12.02)


Gezeigt werden Arbeiten von: Anna Anders, Lillian Ball, Ellen Bornkessel, Susanne Brügger, Bettina Buck, Gunnar Friel, Olaf Hirschberg, Iris Hoppe, Nik Kern, Stefan Kern, Andreas Kopp, Sigrid Lange, Matthew McCaslin, Thom Merrick, Egbert Mittelstädt, Hans Op de Beeck, Paulette Phillips, Sebastian Reuzé, Isa Rosenberger, Corinna Schnitt, Stefan Sous, Birgit Werres, Vadim Zakharov.

Unter dem Titel "Armoury / Arsenal" eröffnete die Wandelhalle im Oktober ihre neuen Ausstellungsräume in der Kölner Innenstadt. Bisher fanden Ausstellungen und Projekte an wechselnden Orten in Köln statt, doch auch die jetzige "Ansässigkeit" lassen die Wandelhalle nicht zu einem traditionellem Ausstellungsraum werden. Der neue Platz dient vielmehr dem künstlerischen Experiment und der Reflexion zu Themen der städtischen Öffentlichkeit und ihrem umbauten Raum.

Während ein Arsenal normalerweise eine Lager oder eine Sammlung von Waffen und Geräten bezeichnet, liegt die Sprengkraft von "Armoury / Arsenal" in den ausgestellten künstlerischen Visionen. Es handelt sich um eine äußerst spannende Sammlung von Modellen und Konzeptionen in Interaktion mit dem Außenraum und die in den verschiedenen Medien wie Fotografie, Malerei, Skulptur und Film umgesetzt sind. Die Arbeiten werden in einem alten Lagerregal präsentiert, das in seiner Gesamtheit eher an eine überdimensionale Skulptur als an einen herkömmlichen Präsentationsbehelf erinnert.

Die Videoarbeit von Paulette Phillips mit dem Titel "It´s about how people judge appearance" wirkt verstörend: Eine junge Frau geht durch die Straßen, stößt sich den Kopf an Mauern und Ecken auf und torkelt blutüberströmt weiter, um wiederholt mit dem Kopf aufzuschlagen.

Ganz anders die Arbeit "Wenn früh blutrot die Sonn´ aufgeht" von Nik Kern: Aus einem auf einen Plattenspieler montierten "Gebirge" ragen noch die Beine eines Wanderers heraus. Der von einer Lampe rot angestrahlte Berg dreht sich auf Wunsch samt Plattenteller und Schallplatte und der Besucher darf den Klängen des gleichnamigen Liedes lauschen.

Die Arbeit "Backgrounds" von Iris Hoppe regt ebenso zum Schmunzeln an, wie sie nachdenklich macht: Die Künstlerin ließ in Städten Menschen vor verschiedenen Fototapeten posieren und dokumentierte sowohl deren Verhalten, als auch die verschiedenen Reaktionen der Passanten.

Die ausgestellten Arbeiten, bzw. die Konzepte und Dokumentationen der Selben versuchen das Spannungsfeld von Kunst im öffentlichen Raum zu untersuchen. Die künstlerische Realisierung dieser komplexen Thematik gelingt dabei ausgesprochen frisch und ungezwungen. Man fühlt sich eingeladen, sich dem Lagerregal neugierig zu nähern und sich mit dessen Inhalt mit Freude an der Kunst auseinander zu setzen. Eine ungewöhnliche Ausstellung, die man gesehen haben sollte.


Adresse:
die Wandelhalle
Forum für Kunst im öffentlichen Raum
Herzogstraße 16-20
50667 Köln

www. Wandelhalle.net
+49 (0) 221 923 24 30

Öffnungszeiten:
Donnerstag, Freitag 15-20 Uhr oder nach Termin



Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




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