WARTEN

Zwischen Macht und Möglichkeit

17. 02. - 18. 06. 2017 | Hamburger Kunsthalle
Eingabedatum: 15.02.2017

bilder

Wir alle warten, immer wieder. Es ist eine alltägliche und grundlegende Erfahrung, die aber so gar nicht in unsere beschleunigte Zeit passen mag, in der sich alles um eine unmittelbare Bedürfnisbefriedigung dreht. Und so lässt sich im Warten vor allem die gesellschaftliche Stellung und der Status eines Menschen ablesen: Menschen mit Macht warten nicht, sie lassen warten. Geflüchtete warten oft jahrelang auf die Entscheidung ihres Asylantrags ohne Möglichkeit, diese zu beschleunigen. Kürzere Wartezeiten am Flughafen oder beim Arzt lassen sich durch Fast-Check-in oder Privatversicherung erkaufen. Aber Warten kann mehr sein als nur ungenutzte oder sogar verlorene Zeit. Begreift man Warten als geschenkte Zeit, kann es zu einem Raum ungeahnter Möglichkeiten werden, einem Freiraum für Reflexion, Kreativität oder Entschleunigung.

Die groß angelegten Ausstellung WARTEN nähert sich mit den Arbeiten von 23 Gegenwartskünstler_innen erstmalig und sehr eindrücklich diesem vielschichtigen Phänomen.

Begleitend zu WARTEN. wird eine eigene Webseite unter warten-kunsthalle.de geschaltet. Bilder, Texte, Filme und Informationen zur Ausstellung, sowie weitere Materialien von Künstler_innen, Autor_innen und Vertreter_innen unterschiedlicher Disziplinen werden akkumulativ zugänglich gemacht.

Beteiligte Künstler_innen:
Vajiko Chachkhiani, David Claerbout, Andrea Diefenbach, Elmgreen & Dragset, Jakob Engel, Ceal Floyer, Paul Graham, Andreas Gursky, Duane Hanson, Jiří Kovanda, Jochen Kuhn, Zwelethu Mthethwa, Bruce Nauman, Roman Ondak, Tobias Rehberger, Michael Sailstorfer, Txema Salvans, Philip Scheffner / Merle Kröger, Ursula Schulz-Dornburg, Aleen Solari, Rayyane Tabet, Jens Ullrich, Tobias Zielony.

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall 5
20095 Hamburg
hamburger-kunsthalle.de

Presse






Daten zu Tobias Zielony:

- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art cologne 2015
- Biennale Venedig 2015,Pav
- Gallery Weekend Berlin 2016
- Hartware MedienKunstVerein (HMKV)
- JULIA STOSCHEK FOUNDATION E.V., Sammlung
- Kunstverein Hamburg
- Montevideo Biennial, 2014
- online Biennale 2013
- PLAT(T)FORM Fotomuseum Winterthur
- Sammlung DZ Bank, Frankfurt
- Sammlung MMK, Frankfurt
- SAMMLUNG WEMHÖNER

Weiteres zum Thema: Tobias Zielony



825.000 Euro für zeitgenössische bildende Kunst


Am 8.2.07 hat die Stiftung Kunstfonds 55 Stipendien und Projektzuschüsse aus fast 1.700 Bewerbungen ausgewählt und insgesamt 825.000 Euro bewilligt. Außerdem wurde der mit 25.000 EUR dotierte HAP-Grieshaber-Preis der VG Bild-Kunst an Gert & Uwe Tobias vergeben.

Mitglieder der Vergabejury waren Yilmaz Dziewior, Klaus Gerrit Friese, Klaus von Gaffron, Werner Haypeter, Barbara Henning, Rosa Loy, Bjørn Melhus, Carina Plath, Thomas Rentmeister, Karin Sander, Aurel Scheibler, Anna Tretter, Dagmar Varady, Anna Werkmeister, Georg Winter, Andrea Zaumseil.

Die Stiftung Kunstfonds ist eine unabhängige, bundesweit agierende Fördereinrichtung, deren Gremien mehrheitlich aus bildenden Künstlern/innen bestehen. Ihre finanziellen Mittel im Jahr 2007 erhält die Stiftung mit 1 Million Euro von der Kulturstiftung des Bundes; weitere rund 200.000 Euro kommen von der VG Bild-Kunst.


Programm A für EinzelkünstlerInnen und Künstlernachlässe


ARBEITSSTIPENDIEN (je 16.000 Euro)
1.429 Anträge, 42 Förderungen

Marijanca Ambos, Tjorg Douglas Beer, Shannon Bool, Andreas Bunte, Stefan Burger, Natalie Czech, Katja Davar, Michaela Eichwald, Robert Elfgen, Stephan Fritsch, Anett Frontzek, Ute Fründt, Dani Gal, Paule Hammer, Betram Haude, Frank Hesse, Folke Köbberling & Martin Kaltwasser, Svenja Kreh, Claudia Kugler, Skafte Kuhn, Ulrike Kuschel, Alexander Lieck, Tea Mäkipää, Philip Metz, Karolin Meunier, Daniel Müller-Friedrichsen, Heinz Pfahler, Inken Reinert, Reinigungsgesellschaft, Michael Reisch, Ritchie Riediger, Les Schliesser, Eske Schlüters, ‚Jochen Schmith’, Dirk Stewen, Mathilde ter Heijne, Till Velten, Ina Weber, Christoph Wedding, Annette Wehrmann, Tobias Zielony, Andreas Zybach


PROJEKTZUSCHüSSE
209 Anträge, 8 Förderungen

Sonja Alhäuser (12.000 Euro)
Eva & Adele (16.000 Euro)
Nina Fischer / Maroan El Sani (9.000 Euro)
Jana Gunstheimer (12.000 Euro)
Stefan Löffelhardt (9.000 Euro)
Michael Sailstorfer (12.000 Euro)
Kai Schiemenz (12.000 Euro)
Clemens von Wedemeyer (20.000 Euro)

KONSERVIERUNGSMASSNAHMEN FüR MEDIENARBEITEN
7 Anträge, 3 Förderungen

Helga Fanderl (10.000 Euro)
Ulrich Gutmair / convex tv. (10.000 Euro)
Antonia Lerch (4.500 Euro)

ERARBEITUNG VON WERKVERZEICHNISSEN
32 Anträge, 2 Förderungen

Katharina Behling: Heinz Behling (12.000 Euro)
Anna Bohrmann: Karl Bohrmann (15.000 Euro)

weitere Infos: kunstfonds.de

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(bis 25. Januar 2009)

Immer haben Künstler auch einen bedeutungsvollen, lebensverändernden Dialog mit der Welt aufgenommen, haben Positionen vertreten, die sich als eine kritische Auseinandersetzung mit dem Alltäglichen begreifen lassen. Ihre Idee verkörpert sich jedoch nicht autonom im Driften auf den Bahnen ästhetischer Trends, sondern in der Durchdringung von Realität und Kunst. Im weitesten Sinne der Realität verpflichtet, die alltägliche Wahrnehmung verunsichernd und unter die Oberflächen der globalen Medienwirklichkeit reichend, suchen diese Strategien in persönlichen Erlebnissen und Gegebenheiten, Analysen und Reflexionen den Anschluss an unsere Alltagswelt.

Die Ausstellung umfasst ein breites Spektrum exemplarischer Positionen. Ausgehend von sehr unterschiedlichen Realitätskonstruktionen zum Thema Alltag spannt sie einen Bogen von der Überhöhung des sinnlich wahrnehmbaren Alltags in den Gemälden Karin Kneffels über die weltumspannende Themen visualisierenden Globen der Serie „Worldprocessor“ (1988-2005) von Ingo Günther, Live-Bilder aus der Privatsphäre in „Day part“ (2008) von Chris Newman bis hin zum Spiel mit der scheinbaren Verlässlichkeit und Wahrhaftigkeit der eigenen Beobachtung in den Skulpturen von Mai-Tu Perret oder Iris Kettner. Ob die Solidarisierung mit den Marginalisierten der Gesellschaft in den Fotografien „Behind the Block“ (2001-2004) von Tobias Zielony oder die ganz konkrete Bewusstheit für politische Wirklichkeit in den Fotografien der Serie „Protesting the U.S. War in Iraq“ (2006/07) von Judith Joy Ross und dem Video „Casio, Seiko, Sheraton, Toyota, Mars“ (2004/05) von Sean Snyder -, immer werden energetische Fäden zwischen Kunst und Wirklichkeit spürbar, die es dem Betrachter ermöglichen, die Grenze zwischen Alltäglichkeit und Absurdität, zwischen ungewohnten Zugängen zu Vertrautem und gewohnten Sehweisen auf Unbekanntes selbst zu erfahren.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Künstler:
Persijn Broersen & Margit Lucács (geb. 1974; lebt in Amsterdam; geb. 1973; lebt in Amsterdam); Joachim Brohm (geb. 1955; lebt in Leipzig und Essen); Amy Granat (geb. 1976; lebt in New York City); Ingo Günther (geb. 1957; lebt in New York City); Jörg Herold (geb. 1965; lebt in Leipzig und Rothspalk); Iris Kettner (geb. 1968; lebt in Berlin); Karin Kneffel (geb. 1957; lebt in München); Douglas Kolk (geb. 1963, lebt in Boston); Sigalit Landau (geb. 1969; lebt in Tel Aviv); Juan Muñoz (geb. 1953; gest. 2001 auf Ibiza); Chris Newman (geb. 1957; lebt in Berlin); Heribert C. Ottersbach (geb. 1960; lebt in Köln); Mai-Thu Perret (geb. 1976; lebt in Genf und New York City); Judith Joy Ross (geb. 1946; lebt in Bethlehem, Pennsylvania); Sean Snyder (geb. 1972; lebt in Berlin und Tokio); Robert Voit (geb. 1969; lebt in München); Tobias Zielony (geb. 1973; lebt in Berlin)

Abbildungen:
Iris Kettner
Gang #2
2005
Kleidung, Schuhe, Textilien, Watte, Holz, Gips, Klebeband
Courtesy Galerie Volker Diehl, Köln
Foto: Thomas Bruns

die anderen:
Sean Snyder
Casio, Seiko, Sheraton, Toyota, Mars
2004/2005
Video
Standbild
Kunstmuseum Magdeburg

Heribert C. Ottersbach
In Erwartung der Ereignisse
2004
Acryl auf Leinwand
Courtesy Beck & Eggeling new quarters
Repro: Kunstmuseum Magdeburg

Tobias Zielony
aus: Behind the Block
2001-2004
Fotografie
Fotomuseum Winterthur

Öffnungszeiten: Di-So 10-17 Uhr

Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen
Regierungsstraße 4-6
39104 Magdeburg
Tel.: 0391 - 56 50 217
Fax: 0391 - 56 50 255

kunstmuseum-magdeburg.de
dieElbe.de - die schönsten Seiten der Elbe






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