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VON SEITENLINIEN

Klasse Rosa Barba in der GAK

25. 02. - 05. 03. 2017 | GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Bremen
Eingabedatum: 25.02.2017

bilder

In der diesjährigen Klassenausstellung werden die Räume der GAK von der Klasse Rosa Barba der Hochschule für Künste Bremen (Klasse für intermediale Fotografie) bespielt. Eine Woche lang haben die Studierenden die Möglichkeit, ihr Schaffen zu präsentieren und im Rahmen einer Institution in den öffentlichen Vergleich zu treten. Sie erzählen eine Geschichte von seitenlinien.

von seitenlinien beschreibt dabei einen Blick von Linien, die parallel oder womöglich kreuz und quer verlaufen und neue, interessante Facetten aufdecken. Subtile Linien, die eine Form, einen Kontext abstecken, sich jäh wieder auflösen um schließlich erahnen zu lassen, wie viele Zentren sich im Raum befinden. Seitenlinien können ein Spielfeld begrenzen, sie können die Seiten eines Papiers sein und den Rahmen für eine Geschichte bilden. Der Rahmen kann aufgebrochen, Linien überschritten werden. Seitenlinien können Querstraßen sein und Verbindungen neu abstecken, sie können Abkürzungen sein oder Umwege. In jedem Fall eröffnen sie uns einen anderen Blick auf die Welt.

Nicht nur die Studierenden mussten feststellen, dass es eine gewisse Schwierigkeit mit sich bringt, unter 21 künstlerischen Positionen deren verbindendes Moment zu finden, doch der Titel der Ausstellung, von seitenlinien, meistert diese Herausforderung. Jede Position interpretiert ihn auf ihre eigene Art und Weise, für jede/n Teilnehmer/in bedeutet auf der Seitenlinie zu stehen etwas anderes. Gerade dadurch entstehen Parallelen und Fragen, mit denen sich alle Studierenden individuell auseinander setzen. Was ist das Ziel der Ziele? Und wie gehen wir damit um? Sicher ist, der Anspruch an die Kunst und an sich selbst sollte immer derselbe sein. Die Klasse Rosa Barba blickt von ihrem Standpunkt aus auf die Geschehnisse der Welt. Jede einzelne Position bildet ihre eigene Seitenlinie in der Gesamtheit eines großen Netzwerks, mit unterschiedlichsten Bezügen und Hintergründen.

Wie die Klasse selbst es in dem gemeinsam erarbeiteten Text von Plakat und Ankündigungskarte formuliert:

„entlang der grenzen sich bewegen/bis eine form
entsteht/provoziert das zentrum/in anderer
entfernung/noch andere zentren/ein anfang und
ende/ein abbruch/eine krise veränderung/das
ende bleibt offen/die entfernung/von seitenlinien“

Die Klasse für intermediale Fotografie präsentiert neben einigen fotografischen Arbeiten auch Videos, die teils installativ, teils in einer Kino-Situation gezeigt werden. Weiterhin sind diverse Materialien und Techniken in der Ausstellung zu finden. So werden unter anderem skulptural anmutende Installationen ausgestellt, die sich wiederum mit Videoprojektionen verbinden. Zwei Positionen werden in zeichnerischer Auseinandersetzung die Wände direkt bespielen und eine Audioarbeit wird als einziges visuelles Element den Blick aus den Räumen der GAK auf die Weser enthalten. Die Studierenden konzipieren ihre Arbeiten eigens für diesen Anlass, präsentieren sie erstmals oder situieren sie neu.

Als Plattform zur parallelen Lesart der Ausstellung entsteht die Internetseite vonseitenlinien.de

Künstler: JUNOH AHN, HANNES DETERS, LUISA EUGENI, DÓRA ESZTER FORGÁCS, SARA FÖRSTER, LUCAS KALMUS, SUIN KWON, HYELEEN LEE, JUHYEONG LEE, RANG LEE, HANNES MIDDELBERG, ANNE MODER, SEBASTIAN MOSKE, RIMA RADHAKRISHNAN, RESEARCH AND WAVES, ALINA SAMARDAK, MARGARITA SAVENKOVA, THILO SCHMAHL, BEHSHAD TAJAMMOL, ZHE WANG, ANASTASIA ZELLER

GAK GESELLSCHAFT FÜR AKTUELLE KUNST
Teerhof 21
D-28199 Bremen
gak-bremen.de

Presse








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Museum für Neue Kunst im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) (05 / 02)


Das ZKM gehört zu den Vorreitern der Museen für Neue Medien. In der Planungsphase in den 80ern gab es demnach auch kritische Stimmen gegen die neue Institution, denn damals waren Begriffe wie Multimedia, Internet oder virtuell, die heute in aller Munde sind, kaum bekannt. Um so vorausschauender erscheint im Rückblick die damalige Entwicklung.

Ausgehend von Ideen, die sich in der Gründung des Zentrums für Kunst und Medientechnologie 1984 verfestigten, sollte das ZKM als Forschungs- und Entwicklungszentrum an der Schnittstelle zwischen Kunst und neuen Medien eine wichtige Lücke schließen. Konkret sah das so aus, dass 1989 ein Stifterrat konstituiert wurde, der Professor Heinrich Klotz zum Gründungsdirektor ernannte. Die Eröffnung des Museum für Neue Kunst (MNK) im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) im Oktober 1997 beschloss die Aufbauphase. Die Eröffnungsschau mit 254 Werken europäischer und amerikanischer Kunst von den 60ern bis heute war eine Hommage an die Sammler Baden-Württembergs und brachte dem Museum den Beinamen "Sammlermuseum" ein. Mit dem Einzug großer Blöcke von Leihgaben aus den Sammlungen Siegfried Weishaupt, Friedrich E. Rentschle (FER), Josef Fröhlich und Anna Grässlin wurde neben den Privatsammlungen eine eigene Sammlung aufgebaut, deren Schwerpunkt Medien- und Videokunst ist.

Nachdem der eigentlich geplante Neubau den finanziellen Rahmen sprengte, wurde das Museum in den Lichthöfen einer ehemaligen Munitionsfabrik untergebracht. Das Hallenambiente der glasüberdeckten Höfe ist wie geschaffen für die Großformate von Gerhard Richter, Sigmar Polke und Georg Baselitz. Die Transparenz des Hauses, das von dem Hamburger Architekturbüros Schweger + Partner umgestaltet wurde, ermöglicht einen Dialog zwischen den einzelnen Sammlungen.
Über drei Etagen sind ausgewählte Werke aus den Sammlungen zusammen mit Exponaten aus den Beständen des ZKM/MNK kombiniert ausgestellt, wobei das Profil der Sammlungen trotzdem deutlich erkennbar bleibt. Wegweisende Arbeiten der europäischen und amerikanischen Kunst geben Einblick in die Kunstentwicklung von 1960 bis heute. Darunter zahlreiche Foto- und Videoarbeiten, die im Wechsel mit Positionen der Gegenwartskunst präsentiert werden.
Das erste Obergeschoss bietet dem Besucher einen repräsentativen Überblick über den Abstrakten Expressionismus und die Farbfeldmalerei von Mark Rothko, Morris Louis und Frank Stella. Die Pop Art ist unter anderem durch Bilder von Andy Warhol und Roy Lichtenstein vertreten, denen Werke deutscher Künstler wie Gerhard Richter, Sigmar Polke und Blinky Palermo gegenüberstehen. Ergänzt wird die Auswahl durch Arbeiten der "Neuen Wilden" und objektbezogene Positionen von Imi Knoebel, Reinhard Mucha oder Rosemarie Trockel.
Im zweiten Obergeschoss werden Werke der Arte Povera, der Minimal Art sowie der Konzeptkunst ausgestellt, die für die darauffolgende Künstlergeneration wegweisend sind, ausserdem Bilder, die sich mit der Malerei der 80er auseinander setzten und Positionen der 90er.

Geprägt wurde das Museum aber nicht nur von der Kunst, sondern auch von den Machern des Museums. Gründungsdirektor Professor Heinrich Klotz leitete neben dem Museum die mit dem ZKM kooperierenden Hochschule für Gestaltung, die als erste Hochschule die Medienkünste in den Vordergrund stellte. Seit 1999 wird das ZKM von Peter Weibel geleitet; Direktor der Abteilung Museum für Neue Kunst ist ebenfalls seit 1999 Götz Adriani, nachdem Klotz verstorben war.

Seit 1999 fanden Übersichtsschauen zur Videokultur der 90er, zu Bruce Nauman, Bill Viola, Sigmar Polke, Franz West, Sylvie Fleury und der Minimal Art statt.



Adresse: Museum für Neue Kunst | ZKM Karlsruhe
Lorenzstr. 9
76135 Karlsruhe

Tel.: +49.721.8100.1325
Fax: +49.721.8100.1309
Internet: zkm.de
Mail: mnk@zkm.de

Öffnungszeiten: Mi 10-20/Do - So 10-18 h
Mo - Di geschlossen

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