Marcel Broodthaers. Eine Retrospektive

4. März bis zum 11. Juni 2017 | K21 Ständehaus, Düsseldorf
Eingabedatum: 04.03.2017

bilder

Marcel Broodthaers, Modèle: La Pipe, 1969, Farbe auf vakuumgeformtem Plastik, 83,5 × 121 × 0,5 cm, The Museum of Modern Art, New York. Partial gift of the Daled Collection and partial purchase through the generosity of Maja Oeri and Hans Bodenmann, Sue and Edgar Wachenheim III, Agnes Gund, Marlene Hess and James D. Zirin, Marie-Josée and Henry R. Kravis, and Jerry I., Speyer and Katherine G. Farley, 2011.
Foto: © Estate of Marcel Broodthaers / Artists Rights Society (ARS), New York / SABAM, Brüssel / VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Peter Butler
© Kunstsammlung NRW

Das facettenreiche Werk des belgischen Künstlers Marcel Broodthaers ist Thema einer umfangreichen Überblicks-Ausstellung in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Mit rund 200 Werken der unterschiedlichsten Medien und Gattungen von der großformatigen, begehbaren Installation bis zum Künstlerbuch, vom eigenen Museumsprojekt bis zum Film, ist Marcel Broodthaers. Eine Retrospektive vom 4. März bis zum 11. Juni 2017 im K21 Ständehaus der NRW-Landesgalerie zu sehen.

Düsseldorf, einzige deutsche Station dieser zuvor in New York und Madrid präsentierten Ausstellung, hatte im Leben und Werk des Belgiers eine ganz besondere Bedeutung: Hier entwickelte sich Broodthaers, 1924 in Brüssel geboren und 1976 in Köln gestorben, während der frühen 70er Jahre im Austausch mit der regen rheinischen Kunstszene zu einer international beachteten Künstlerpersönlichkeit. Im Mittelpunkt seines Oeuvres stand die kritisch-subversive Befragung der Rolle der Kunst, des Kunstmarktes und der Institution „Museum“.

Marcel Broodthaers: Eine Retrospektive. Organisiert von The Museum of Modern Art, New York und dem Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid.

K21 Ständehaus, Ständehausstraße 1, 40217 Düsseldorf
https://kunstsammlung.de


Presse






Daten zu Marcel Broodthaers:

- Art Basel 2013
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art cologne 2015
- Biennale Venedig 2015
- daad Stipendiat
- Das imaginäre Museum, 2016
- documenta 10, 1997
- documenta 7, 1982
- Faites vos jeux ! Kunst und Spiel seit Dada
- Flick Collection
- Istanbul Biennial, 1995
- Konrad Fischer Galerie
- Lyon Biennale 2017
- Manifesta 9
- Marian Goodman Gallery
- Michael Werner - Galerie
- MoMA Collection
- Museo Reina Sofía, Collection
- Museum Morsbroich, 2014
- S.M.A.K. Sammlung, Gent
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung F.C. Flick
- Sammlung MMK, Frankfurt
- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein
- Tate Post War Collection ,London
- The Making of Art, 2009, Schirn
- Yokohama Triennale, 2014

Weiteres zum Thema: Marcel Broodthaers



Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21+ K20 (04 / 02)


Am 18. April 2002 war es soweit, die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen wurde durch ein zweites Haus ergänzt: K21. Anders als im Mutterhaus werden hier auch die neuen Medien stärker zur Geltung kommen, d.h. Foto, Video, Installation u.a. Also ein Museum für die internationale Kunst der Gegenwart, sozusagen als Fortsetzung des Haupthauses. K 20 bleibt als Haupthaus das Zentrum, während K21 den Status einer Dependance hat.

K20, das Mutterhaus am Grabbeplatz liegt am Rand der Düsseldorfer Altstadt. Das Gebäude mit der elegant geschwungenen Fassade wurde von dem dänischen Architektenteam Dissing+Weitling entworfen und 1986 eröffnet.
Das Profil des Museums liegt in der westeuropäischen und amerikanischen Malerei des 20. Jhs. Neben einer kleinen Werkgruppe der französischen Fauves, sind dort Hauptwerke des Kubismus und Expressionismus zu sehen. Außerdem besitzt die Kunstsammlung 94 Werke von Paul Klee und hat damit den zweitgrößten Besitz des Künstlers in Deutschland. Die europäische Malerei ist mit der italienischen Pittura Metafisica und surrealistischen Werken vertreten. Die amerikanische Malerei ist u.a. durch Arbeiten von Pollock vertreten. Aber auch Arbeiten der Pop-Ikonen Warhol, Johns und Rauschenberg werden ausgestellt.
Seit 1989 lädt die Kunstsammlung in unregelmäßigen zeitlichen Abständen internationale Künstler zur Herstellung einer neuen Arbeit für die große Ausstellungshalle mit ihren extremen Dimensionen ein. Seither konnten speziell für diesen Raum konzipierte Werke von Dani Karavan, Richard Serra, Richard Long und Daniel Buren gezeigt werden.

Ausstellung: Gerhard Merz
Fragment Grande Galerie I-XIV
23.02. – 15.09.02

Parallel zur Eröffnung von K 21 wird Gerhard Merz im Rahmen dieser erfolgreichen Ausstellungsreihe am Grabbeplatz ein weiteres Projekt realisieren.
Für die große Ausstellungshalle hat der Künstler eine tonnengewölbte, helle Passage von 33 m Länge entworfen, die auf den Raumtypus der Grande Galerie des Louvre verweist. Klassizistisches wird in äußerster Reduktion zitiert und daraus ein «anderer» Klassizismus als Reflexionsform der Gegenwart konstruiert.
Adresse: K 20
Grabbeplatz 5
40213 Düsseldorf

Tel: 0221-8381-130
Internet: kunstsammlung.de/

Öffnungszeiten: Di – Fr 10-18 h
Sa und So 11-18 h / Jeden 1. Mittwoch im Monat 10-22 h
K21 – befindet sich im ehemaligen Landesparlament von Nordrhein-Westfalen, im sogenannten Ständehaus, im Süden der Düsseldorfer Innenstadt im Park am Kaiserteil. Das Gebäude war 1880 als Ständehaus für die Versammlung der Provinzialstände von dem späteren Berliner Dombaumeister Julius Raschdorff im historistischen Stil der Neorenaissance errichtet worden. Für K21 wurde das ehemalige Landesparlament, das seit dem Umzug des Landtages im Jahr 1988 nicht mehr benutzt wurde von den Architekten Kiessler+ Partner in ein funktionales, aber auch eindrucksvolles Museum verwandelt.
Neben dem Einbau der für museale Belange notwendigen Technik wurden die historischen Elemente des Baus wie Kreuzgewölbe, Stützen, Kapitelle und Fassaden erhalten und behutsam restauriert. Der in der Vergangenheit mehrfach erweiterte Plenarsaal besitzt jetzt wieder sein ursprüngliche Dimension von 1880, während das östliche Haupttreppenhaus vom 2. OG mit einer neuen freischwebenden Treppenkonstruktion bis zur Kuppel hinauf geführt wird. Eine Glaskuppel überspannt das gesamte Haus und den Innenhof. Im Kuppelraum findet ein Skulpturengarten Platz, zudem werden auf der bühnenartigen Mittelfläche Veranstaltungen unterschiedlichster Art stattfinden, die das Museumsprogramm ergänzen.

Damit verfügt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen über ein zweites Haus in Düsseldorf. Das Programm des zweiten Hauses beginnt in der Zeit um 1980, als die postmoderne Wende die historischen Vorstellungen von Moderne und Avantgarde lockerte und erweiterte. Die Kunst fing damals an, ihre eigene Geschichte kritisch zu überdenken, gab dem Bild und der Metapher ebenso wie der Heterogenität und der Ambivalenz eine neue Bedeutung. Zugleich fand eine Ausweitung der künstlerischen Medien statt.

Die Eröffnungspräsentation steht unter dem Titel Startkapital. Damit ist sowohl die konkrete Situation der jungen Institution gemeint als auch die Kunst selbst als unverzichtbares Kapital des Menschen. Gezeigt wird ein vielfältiges Panorama von Marcel Broodthaers, Nam June Paik und Imi Knoebel, ein großes Skulpturenensemble von Thomas Schütte sowie Fotografien von Bernd und Hilla Becher, Andreas Gursky, Thomas Ruff, Thomas Struth und Jeff Wall.
Maßgebliche Unterstützung erfährt die Gründungsphase von K21 durch zahlreiche Dauerleihgaben aus der Sammlung von Simone und Heinz Ackermans, deren Schwerpunkt auf figurativen Skulpturen und Installationen seit den 80ern liegt. Dazu zählen unter anderen künstlerische Positionen von Katharina Fritsch, Robert Gober, Ilya Kabakov und Franz West. Gezeigt werden aber auch Arbeiten aus dem Bereich der Videokunst von Bill Viola, Tony Oursler und Paul Pfeiffer, die zu den neuesten Erwerbungen der Sammlung Ackermans gehören.

Die Zusammenarbeit mit zwei weiteren rheinischen Privatsammlungen trägt zu einer zusätzlichen Stärkung an hand von Dauerleihgaben bei: In wechselnden Ausschnitten werden die Sammlungen von Reiner Speck (Köln) sowie von Gaby und Wilhelm Schürmann (Herzogenrath) vorgestellt.

Im Untergeschoss befindet sich außerdem ein weiterer Raum, für Wechselausstellungen, in dem zum Auftakt Werke von Katharina Fritsch gezeigt werden.


Adresse: K 21
Ständehaus 1
40217 Düsseldorf
Tel. 0211. 83 81- 600

Öffnungszeiten: entsprechen denen von K20

Die ersten Publikumstage (20. und 21.04.02) sind Eintritts frei.

  • Malerei ohne Malerei

  • Ausstellungsbesprechung: "SCHWEIGEN" (27.3.03)

  • Robert Filliou im museum kunst palast, Düsseldorf (26.07.03 - 09.11.03)

  • Sammlung 2005 - Neupräsentation der erweiterten Sammlung im K21, Düsseldorf (bis auf weiteres)

  • 50 Jahre / Years documenta 1955-2005 - Kunsthalle Fridericianum Kassel (1.9.-20.11.05)

  • Ad Absurdum - MARTa Herford (18.4.-27.7.08)

  • 1968. Die Große Unschuld - Kunsthalle Bielefeld (15.3. - 2.8.09)

  • "The Making of Art" - Schirn Kunsthalle Frankfurt (29.5.-30.8.09)

  • Animism - Kunsthalle Bern

  • Auswertung der Flugdaten - K21 Ständehaus, Düsseldorf

  • Zin Taylor

  • Vermessung der Welt. Heterotopien und Wissensräume in der Kunst

  • Beziehungsarbeit – Kunst und Institution

  • Asche und Gold. Eine Weltreise

  • ART COLOGNE Preis 2012 an die Galerie Wide White Space

  • CIRCUS WOLS

  • Die 46. Ausgabe der ART COLOGNE

  • ALICE im Wunderland der Kunst

  • Don´t Smile

  • Joëlle Tuerlinckx. WORLD(K) IN PROGRESS?

  • Propaganda für die Wirklichkeit

  • Unser aktuelles top 69 Ranking im Februar 2014 - ungefiltert

  • Die top 106 im Mai 2014

  • Kunst / Geschichten

  • Künstler liste Ende Oktober 2014

  • Künstlerdatenbank

  • more Konzeption Conception now

  • Biennale Venedig 2015 Künstlerliste der Ausstellung

  • Datenblätter und Kunstkompass

  • Individual Stories. Sammeln als Porträt und Methodologie

  • Marcel Broodthaers

  • Künstlerliste 2015 inklusive Messebeteiligungen

  • Von Bildern. Strategien der Aneignung

  • Dinge bewegen

  • Das imaginäre Museum

  • Der Künstler und sein Ich

  • Marcel Broodthaers. Musée à vendre

  • Neues aus der Künstlerdatenbank

  • Who Pays?

  • Hans Haacke erhält den Roswitha Haftmann-Preis

  • Primary Structures. Meisterwerke der Minimal Art

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