Aldo Tambellini. Black Matters

11.03.2017 - 06.08.2017 | ZKM, Karlsruhe
Eingabedatum: 14.03.2017

Werkabbildung

Where the hell is the artist Aldo Tambellini, 1960-1961 Tusche auf Papier, 58,4 x 73,7 cm © Courtesy: Aldo Tambellini Archive; The Aldo Tambellini Art Foundation, Salem, MA Foto: Jonas Ziliusbilder

Mit »Black Matters« zeigt das ZKM | Karlsruhe erstmals eine umfassende Einzelausstellung des amerikanischen Künstlers Aldo Tambellini. Tambellini zählt zu den Pionieren der Intermedia Art der 1960er- und 1970er-Jahre. Nachdem einzelne Arbeiten von Tambellini zuletzt in Ausstellungen und Screenings am Centre Pompidou in Paris (2012), der Tate Modern in London (2012), dem MoMA in New York (2013) und der 56. Biennale di Venezia (2015) zu sehen waren, gibt das von Peter Weibel initiierte und von Pia Bolognesi und Giulio Bursi in Zusammenarbeit mit dem ZKM kuratierte Ausstellungsprojekt nun erstmals einen Gesamtüberblick über die multimediale Praxis des Künstlers.

»Black Matters« unternimmt dabei eine Reise durch die produktivste und energetisch aufgeladenste Periode von Aldo Tambellini und zeigt neben frühen Gemälden vor allem zwischen 1960 und 1980 entstandene Filme, Videos, Installationen, Lumagramme (handbemalte Dias) und Videogramme. Das ZKM | Labor für antiquierte Videosysteme hat insgesamt rund 120 – zum Teil bislang unveröffentlichte – Videos für die Retrospektive restauriert und digitalisiert. Der Künstler selbst hat intensiv an der Konzeption der Ausstellung mitgewirkt. In einer für die Ausstellung neu geschaffenen Multimedia-Installation manifestiert sich Tambellinis zentrales künstlerisches, politisches und philosophisches Unterfangen: Black Matters.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe
Lorenzstr. 19,
D-76135 Karlsruhe
zkm.de

Presse






Daten zu Aldo Tambellini:

- Biennale Venedig 2015,Pav
- Museo Reina Sofía, Collection
- nbk Berlin
- Zelluloid. Film ohne Kamera - Schirn Kunsthalle Frankfurt

Weiteres zum Thema: Aldo Tambellini



European Media Art Festival. Mash up - Osnabrück


Unter dem Motto "Mash Up" untersucht das European Media Art Festival unterschiedliche Spielformen des Re-Mixes, der Neumischung in den Künsten. Die zentrale Frage dabei lautet: Handelt es sich um Klau-Kultur oder um kreative Adaption?

Das Medienfestival, das dieses Jahr zum 23. Mal stattfindet, präsentiert sowohl aktuelle Produktionen internationaler
Medienkünstler als auch junge, innovative Werke aus den Akademien. Aus mehreren tausend Einsendungen hat die Jury eine Auswahl von insgesamt 220 Beiträgen zusammengestellt, die in verschiedenen Sektionen vorgestellt werden.

Im Bereich "Cinema" werden Kurz- und Langfilme, Dokumentationen und Musikvideos zu sehen sein, während der Bereich "Retrospektive" dem Werk des Gegen-Kultur-Aktivisten Aldo Tambellini gewidmet ist.
Der "Kongress" bildet schließlich eine Plattform für zahlreiche wissenschaftliche Redner, die sich dem Festivalthema "Mash-Up" widmen. Die Themen reichen von Mash Ups der youtube Sammlung, über die Mix-Arbeit von DJs, bis hin zur Collagetechnik Kurt Schwitters. Darüber hinaus wird der Blick auf "Netzkonzepte der Zukunft" gelenkt, sowie das künstlerische Potential des Internets vorgestellt.

Bis zum 24. Mai wird die Festival-Ausstellung internationale Werke präsentieren, die sich auf unterschiedliche Weise dem Thema des Remixes widmen. Die Neu-Verwertung kultureller Erzeugnisse hat sich zu einer weit verbreitenden Kulturtechnik entwickelt. Künstler erzählen neue Geschichten aus alten Filmen oder kombinieren Outputs aus dem Netz zu ganz neuen Inhalten. Von Lichtskulpturen bis hin zu multimedialen Installationen werden in der Ausstellung vielfältige "Mash-Up"-Ansätze vorgestellt.

Präsentiert werden u.a. Werke von:
Ruben Bellinkx (B), Heiko Beck (D), BitteBitteJaJa (Ulu Braun & Roland Rauschmeier, D/A), Luc Coeckelberghs (B), Stefan Demming (D), Eitan Efrat (ISR/NL), Matthias Fritsch (D), Chen Yun-Ju (Taiwan), Tilman Küntzel (D), Geoffrey Allan Rhodes (USA), Tobias Rosenberger (D), David Sarno & Tobias Hermann (D), Susanne Schuda (A), Anna Sokolova (D), Jan Peter Sonntag (D), Caspar Stracke (USA/D), William Wegman (USA), Jens Wunderling (D), gold extra (Adam Donovan (AUS), Tobias Hammerle, Georg Hobmeier, Sonja Prlic, Karl Zechenter, (A)

Die Festivaltage werden zudem von Performances, Konzerten und diversen DJ-Auftritten begleitet.

Weitere Infos zum Programm und den Festivalorten im Internet unter:
emaf.de

European Media Art Festival
Lohstr. 45a
49074 Osnabrück

Zelluloid. Film ohne Kamera - Schirn Kunsthalle Frankfurt


Mit der Ausstellung "Zelluloid. Film ohne Kamera" widmet sich die Schirn Kunsthalle Frankfurt künstlerischen Experimentalfilmen, bei denen das Bild direkt und durch physische Bearbeitung des Filmstreifens hervorgebracht wird.

Das filmische Bild wird in diesen Experimenten auf unterschiedliche Weise in seiner materiellen Beschaffenheit erforscht. Durch Malerei, Zeichnung, Collage auf Zelluloid, Ritzen und Kratzen in der Bildemulsion, chemische Verfremdung oder die direkte Belichtung des fotoempfindlichen Bildträgers wird der Filmstreifen von seiner konventionellen Verwendung entfremdet und gleichsam als künstlerische Leinwand benutzt.

Die Ausstellung will im Sinne einer Überblicksausstellung, unterschiedliche Herangehensweisen eines solchen "direct film" präsentieren. Während die frühesten materiellen Experimente bereits in der filmischen Avantgarde der 1910er und 1920er Jahre ansetzen, fokussiert die Ausstellung insbesondere Werke von den 1930er Jahren bis heute.

Als eigentliche Pioniere des sogenannten "direct film" werden Len Lye (1901–1980) und Norman McLaren (1914–1987) vorgestellt, die Mitte der 1930er-Jahre in Großbritannien mit unterschiedlichen Ansätzen begannen, die Möglichkeiten des "Films ohne Kamera" systematischer zu ergründen.
In der Folgezeit suchten immer mehr Künstler und Filmemacher nach Ansätzen, den Filmstreifen in seiner Materialität produktiv zu nutzen. In der Ausstellung sind unter anderem die handbemalten, mystisch-psychedelischen Filme des Amerikaners Harry Smith (1923–1991) oder die Film-Collagen von Stan Brakhage (1933–2003) zu sehen.
Die in Schwarzfilm gekratzten Buchstabenfolgen von Dieter Roth (1930–1998), sowie die Farbkosmen des baskischen Malers José Antonio Sistiaga (*1932) fächern ein breites Spektrum des kameralosen Films der 60er Jahre auf.
Im Kontext zeitgenössischer Kunst und einer von digitalen Medien beherrschten Welt registrieren die Ausstellungsmacher eine regelrechte Wiederentdeckung des Zelluloidstreifens, dessen sinnliche und haptische Qualitäten sich mit elektronischen Bildern kaum hervorbringen ließen. In diesem Kontext werden Filme von Luis Recoder und Jennifer West vorgestellt, deren Filmräume explizit an Geschmacks-, Gehör- und Geruchssinne appellieren.

Künstlerliste:
Stan Brakhage, Tony Conrad, Cécile Fontaine, Amy Granat, Ian Helliwell, Hy Hirsh, Takahiko Iimura, Emmanuel Lefrant, Len Lye, Norman McLaren, Bärbel Neubauer, Luis Recoder, Jennifer Reeves, Dieter Roth, Pierre Rovère, Schmelzdahin, José Antonio Sistiaga, Harry Smith, Aldo Tambellini, Marcelle Thirache und Jennifer West

Abbildung: IAN HELLIWELL, GET SET (DETAIL 5), 2005, Super 8, digitalisiert, DVD, Farbe, Ton, 3:20 min., Sound: Ian Helliwell
© und Courtesy Ian Helliwell

Ausstellungsdauer: 2.6.-29.8.10

Öffnungszeiten:
Di,Fr–So 10–19 Uhr
Mi,Do 10–22 Uhr

Schirn Kunsthalle Frankfurt
Römerberg
60311 Frankfurt

schirn-kunsthalle.de


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