Sergej Jensen

11. März – 18. Juni 2017 | Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
Eingabedatum: 15.03.2017

Werkabbildung

Ohne Titel, 2015, Acryl auf Leinen, 76 x 51 cm, courtesy der Künstler und dépendance [8,5 MB]bilder

Die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden zeigt vom 11. März bis zum 18. Juni 2017 eine umfangreiche Einzelausstellung von Sergej Jensen. Mit über 40 Werken des in New
York und Berlin lebenden Künstlers präsentiert die Schau Bilder von 2001 bis heute und ist die erste institutionelle Einzelausstellung Jensens in Deutschland seit 2013.

Sergej Jensens Arbeit besticht durch eine breite Palette von Materialien und formalen Referenzen. Bekannt wurde Jensen vor allen Dingen durch seine Behandlung von textilen Materialien. Seit Ende der 1990er Jahre versuchte er Farben und malerische Spuren wegzulassen. Rohe Stoffe wie Leinen, Jute, Nessel oder Seide wurden zum Träger wie auch zum Gestaltungsmittel seiner Arbeiten. Er beklebte sie mit gefundenen Textilien, gestrickter Wolle oder Geld, er färbte sie in der Waschmaschine oder mischte die Farben mit Bleiche. Die Reste seiner Bilder wurden zu neuen Werken zusammengenäht.

Als Motive dienten ihm unter anderem frühe Computergrafiken und Bilder verstaubter Modernen. Im Laufe der Zeit setzte Jensen wieder verstärkt Farbe ein. Von der Künstlichkeit der Farbe ausgehend benutzte er eine Palette, die häufig das sogenannte Natürliche imitierte. Oft nur als monochrome Fläche oder als zufällig scheinende Flecken, manchmal von hinten durch die Leinwand durchgedrückt. Der Auftrag sehr verdickter oder verdünnter Acrylfarbe verhinderte einen malerisch flüssigen Stil.

In den letzten Jahren finden sich auch Figuren in den Arbeiten Sergej Jensens ein. Hier tauchen Motive der klassischen Kunstgeschichte auf. Scheinbar wahllos zusammengesetzt, zieht sich ein fast schon ödipales Verhältnis zur Malerei durch die verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers und deutet auf ein bewegliches
Engagement bei der Bilddarstellung hin.


Sergej Jensen (*1973 in Maglegaard, Dänemark) lebt und arbeitet heute in New York und Berlin. Jensen wuchs in Frankfurt auf und studierte dort an der Städelschule,
Hochschule für Bildende Künste Frankfurt, bei Prof. Thomas Bayrle. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen international bedeutenden Gruppenausstellungen präsentiert, darunter: Decorum, Musée d’art moderne de la ville de Paris, 2013; Time Again, Sculpture Center, New York, 2011; All of this and Nothing, 6th Hammer Invitational, Hammer Museum, Los Angeles, 2011; Annette Kelm, Sergej Jensen, Wolfgang Breuer, Kunstwerke Berlin, 2009; Of Mice and Men, Berlin Biennale, 2006; Momentum Nordice Festival of Contemporary Art, Moss (2006) und São Paulo Biennale, 2004. Einzelausstellungen zeigten unter anderem im Zuge der Verleihung des Fred Thieler Preises, die Berlinische Galerie, Berlin, 2013; weiter das MoMA PS1, New York, 2011; der Portikus, Frankfurt am Main und das Aspen Art Museum, Aspen, 2010; die Malmö Konsthall, Malmö, 2008; die Pinakothek Der Moderne München (mit Henrik Olesen), 2008; mit Schmoll, die Kunsthalle Bergen, Norwegen, 2008; die Malmö Konsthall, Schweden, 2008; mit Nomadic bags and bag faces, die Douglas Hyde Gallery, Dublin, 2007; der Kunstverein Bremerhaven, 2004 und der Kunstverein Braunschweig (mit Stefan Müller), 2003.


Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
Lichtentaler Allee 8a
76530 Baden-Baden

Presse






Daten zu Sergej Jensen:

- Anton Kern Gallery
- Art Basel 2013
- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- Berlin Biennale 2006
- Galeria Fortes Vilaca
- MoMA Collection
- White Cube - Gallery

Weiteres zum Thema: Sergej Jensen



"deutsche malerei zweitausenddrei" im Frankfurter Kunstverein (15.1.-13.4.03)


Der erste Versuch einer Positionsbestimmung zur aktuellen Malerei im Jahre 2003: ab morgen, dem 13.1.03, beginnt im Frankfurter Kunstverein eine Ausstellung mit über 50 Künstlern, die sich mit Malerei auseinandersetzen. Ob die offensichtlich ungebrochene Kontinuität von Malerei und die fortdauernde Beschäftigung mit diesem Medium gesellschaftliche, ästhetische oder neue künstlerische Impulse zu geben vermag, wird die Ausstellung zeigen.

Presseerklärung / Auszug: "deutschemalereizweitausenddrei widmet sich dem in Deutschland nach wie vor populärsten Genre: der Malerei. "Was bedeutet Malerei heute?" ist eine der zentralen Fragestellungen der Ausstellung. Die verstärkte Hinwendung zur Malerei gerade auch der jüngeren Generation stellt zudem die Frage, welches Interesse jenseits formaler Kriterien sich mit diesem Medium verbindet. Gezeigt werden deshalb Positionen, die gewöhnlich in unterschiedlichen Diskursen und Ausstellungszusammenhängen verhandelt und gezeigt werden. Nicht nur figurative Positionen haben in den letzten Jahren eine "Politisierung" der Malerei vorangetrieben; auch abstraktere Positionen artikulieren eine Hinwendung zur Bestandsaufnahme des Jetzt.
...
Die Ausstellung präsentiert über 50 aktuelle Positionen vorwiegend jüngerer deutscher oder in Deutschland lebender Künstlerinnen und Künstler. Zahlreiche Arbeiten werden direkt vor Ort im Frankfurter Kunstverein als Wandmalerei realisiert.

Künstler/innen: Tomma Abts , Yesim Akdeniz Graf, Kai Althoff, Monika Baer, Frank Bauer, Dirk Bell, Ümit Bilgi, Henning Bohl, André Butzer, Thomas Eggerer, Tim Eitel, Jesko Fezer / Axel John Wieder, Lutz Fezer, Christian Flamm, Carsten Fock, Caroline von Grone, Katharina Grosse, Gabi Hamm, Sebastian Hammwöhner / Uwe Henneken / Dani Jakob / Gabriel Vormstein, KlausHartmann, Eberhard Havekost, Thilo Heinzmann, Andreas Hofer, Sergej Jensen, Johannes Kahrs, Kiron Khosla, Jutta Koether, Hendrik Krawen, Kalin Lindena, Dietmar Lutz, Antje Majewski, Bernhard Martin, Rupprecht Matthies, Jonathan Meese, Birgit Megerle, Stephan Melzl, Klaus Merkel, Stefan Müller, Martin Neumaier, Frank Nitsche, Silke Otto-Knapp, Susanne Paesler, Gunter Reski,Anselm Reyle, Thomas Scheibitz, Tilo Schulz, Andreas Schulze, Eva Schwab, Markus Selg, Torsten Slama, Johannes Spehr, Lee Thomas Taylor, Wawrzyniec Tokarski, Corinne Wasmuht, Thomas Werner, Johannes Wohnseifer, Daniela Wolfer, Katharina Wulff, Amelie von Wulffen

Kurator: Nicolaus Schafhausen, Direktor Frankfurter Kunstverein / Ko-Kurator: René Zechlin"


frankfurterkunstverein | markt 44 | 60311 frankfurt am main.
| tel: +49 (0)69 / 2193140| oeffnungszeiten di-so 11-19
fkv.de




Schlussbericht: ART COLOGNE 2007 mit Erfolg ins Frühjahr verlegt


Terminwechsel zahlte sich in barer Münze aus

60.000 Besucher sorgten für gute Verkäufe in allen Bereichen
Galeristen begrüßen die internationale Sammlerklientel in Köln

"Wenn sich dieser Termin eingefahren hat, passt er sehr gut zur allgemeinen Frühlingsstimmung. Was wollen wir mehr?" So das Fazit von Raimund Thomas, Inhaber der gleichnamigen Münchner Galerie, zur Terminverlagerung der ART COLOGNE ins Frühjahr (18.-22.04.2007): "Die Messe ist sehr angenehm, weil man sich mit sachkundigen Kunstliebhabern austauschen kann." Ähnliche Zustimmung kommt auch vom Berliner Clemens Fahnemann: "Der Zeitpunkt ist gut gewählt. Es gibt zwar weniger Besucher, dafür aber gute Gespräche und noch bessere Verkaufsergebnisse." Beide Galeristen sind bester Laune. Aus gutem Grund. Thomas vermittelte zwei Botero-Skulpturen zu 265.000 Euro und 375.000 Euro und ein Jawlensky-Gemälde zu 265.000 Euro. Bei Fahnemann brummte das Geschäft geradezu: Förg-Bronze (85.000 Euro), diverse Werke von Imi Knoebel (24.000-130.000 Euro), abstraktes Gemälde von Raimund Girke (65.000 Euro), Hans Hartung-Gemälde (290.000 Euro), 16 Zeichnungen des New Talents aus 2006, Jorinde Voigt, (600-3.500 Euro, u.a. in die Bundeskunstsammlung), drei Großfotos von Michael Wesely (je 24.000 Euro). Die Aussteller machten unter den insgesamt 60.000 Besuchern eine internationale Sammlerklientel aus. Sie kam aus ganz Europa, beispielsweise aus den Benelux-Staaten, Spanien, Großbritannien, Österreich und der Schweiz sowie aus Übersee, u.a. aus Mexiko, aus Asien, z.B. aus Südkorea und China. Koelnmesse-Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt zog nach fünf Messetagen folgende Bilanz: "Unsere hohen Investitionen und enormen Verbesserungen der letzten Jahre mit dem jetzt vollzogenen Terminwechsel als deutlichster Veränderung haben sich für sehr viele Aussteller in barer Münze ausgezahlt."

Der neue Frühjahrstermin konnte zur ersten Veranstaltung noch nicht alle Skeptiker überzeugen, von denen viele dennoch gut verkauften. Dorothea van der Koelen, Mainz/Venedig) verkaufte ein David Buren "Cadre décadré" für 34.000 Euro in eine Schweizer Sammlung, ein weiteres Werk für 64.000 Euro verbleibt im Rheinland; außerdem rund 20 kleinere Arbeiten u.a. von Lore Bert bzw. Jens J. Meyer zwischen 1.000 und 5.000 Euro. Der Berliner Michael Schultz trennte sich von einem großen Seo-Ölbild, das für 45.000 Euro in eine Londoner Privatsammlung ging, sowie von einem Ölbild Cornelia Schleimes, das ein Münchner Sammler für 38.000 Euro erwarb. Gerhard F. Reinz, Köln, der die ART COLOGNE für einen optimalen Marktplatz für Skulptur hält, konnte mehrere Bronzen von Dietrich Klinge (14.000-50.000 Euro), von Jean Fautrier (42.000 Euro), von Michael Croissant (6.000-24.000 Euro) und eine Steinstele von Rainer Kriester (12.000 Euro) in renommierte Sammlungen weiterreichen.

Ausländische Sammler erwarben bei Christian K. Scheffel eine Bernar Venet-Skulptur für 92.000 Euro. Der Bad Homburger Galerist verkaufte außerdem eine Plastik von Jaume Plensa für 38.000 Euro. Aus der Koje des renommierten mallorquiner Galeristen Pelaires erwarben europäische Sammler Bilder von Natxo Frisuelos (2.000-10.000 Euro), Guillem Nadal (6.000-35.000 Euro) und Wandobjekte von Jordi Alcaraz (4.000-20.000 Euro). Pepe Pinya, Inhaber der Galerie Pelaires, blickt erwartungsvoll auf die Premiere der ART COLOGNE Palma de Mallorca. Er konstatiert: "Sehr viele meiner hiesigen Kunden haben sich den Termin schon im Kalender fett eingetragen und einige sogar schon ihre Reise gebucht."

"Ich bin völlig überrascht, dass nach fünfmonatigem Abstand zur letztjährigen ART COLOGNE das Interesse für diese Messe derart gewachsen ist“, so der Innsbrucker Klaus Thoman: Gemälde von Arnulf Rainer (70.000 Euro), Günther Förg (58.500 Euro), Herbert Brandl (27.000 Euro), Skulpturen von Bruno Gironcoli (14.800-44.000 Euro). Willy Schoots aus Eindhoven: "Die Terminverschiebung ist irrelevant für unser Geschäft." Der Niederländer gewann Käufer für diverse Kounellis-Objekte (11.000-15.000 Euro), für vier Jan Schoohoven-Werke (je 6.500 Euro) und für drei Installationsarbeiten des New Talents Lisette Verkerk (je 4.000 Euro). Der Südkoreaner Chosun /Jung Kwon lobt die Loyalität seiner Kunden: "Wir haben viele deutsche und europäische Stammkäufer." Die Galerie war erfolgreich mit sechs Reliefs von Chunhwan Kim (2.500-40.000 Euro). Für Thomas von Salis von der Galerie Salis & Vertes, Salzburg/St. Moritz, war die diesjährige ART COLOGNE "die beste Messe seit langem". Die Galerie verkaufte u.a. ein Ölgemälde Henri Matisse’ "Paysage de environs de Toulouse" von 1898/9 für über 300.000 Euro, Gabriele Münters Ölbild "Rosa Silleben" von 1908/9 für 185.000 Euro und eine Landschaft von Odilon Redon von 1902 im hohen sechsstelligen Euro-Bereich. Laszlo von Vertes: "Der Termin im Frühjahr ist sehr gut. Für uns ist Köln in jedem Jahr ein Muß."

Die Münchner Galerie Terminus freute sich über den Spitzenpreis von 760.000 Euro für das Baselitz-Gemälde "Glass Drinker" von 1981, zudem über zwei Frank Stella-Verkäufe (187.000 und 225.000 Euro) sowie über die Vermittlung eines 21teiligen Konvoluts mit Werken von Peter Anton (8.500-37.000 Euro). Benden & Klimczak, Köln/Viersen, verkauften zwei der großen "Metal Works" von Tom Wesselmann (je 320.000 Euro) nach Seoul in ein privates Musem und Roy Lichtensteins Bild "New York City" von 1988 (480.000 Euro). Der Baseler Leonhard Ruethmueller stellte Gemälde des Spaniers Salustiano in den Mittelpunkt seiner Präsentation, von denen er drei Großformate in internationalen Kollektionen platziert (8.500-2.000 Euro). Die Stuttgarter Galerie Edith Wahlandt trennte sich von der Kricke Plastik "Große Weiße" für 200.000 Euro, sowie von den zwei Fruhtrunk-Bildern "Interpretation" für 35.000 Euro und „Innerer Zeitfluss“ für 75.000 Euro. Letztere geht in eine bedeutende Privatsammlung, die anderen beiden Werke in eine renommierte internationale Sammlung.

Von "Superverkäufen" spricht Paul Schönewald aus Düsseldorf und bezieht sich damit auf seine Umsätze mit Arbeiten so bedeutender Stars wie Polke, Richter, Baselitz, Copley oder auch fünf Werke von Karin Kneffel (20.000-60.000 Euro) und Jannis Kounellis (100.000 Euro). Die Klassiker hatten auch allen Grund zufrieden zu sein. Die Galerie Schlichtenmaier aus Grafenau: zwei Baumeister-Gemälde (185.000 und 190.000 Euro), Schlemmer-Bild (53.000 Euro) und Hölzel-Pastell (27.000 Euro). Die Galerie Springmann aus Freiburg: Mixed-Media-Arbeit von Picasso (180.000 Euro, Zeichnung von Klee (110.000 Euro), Picasso Grafik (37.500 Euro). Die Galerie Utermann aus Dortmund: zwei Fritz Winter-Gemälde (85.000 und 95.000 Euro), Skulptur von Abraham David Christian (84.000 Euro), Schumacher-Gouache (27.000 Euro), Tadeusz-Gemälde (9.000 Euro). Die Galerie Maulberger aus München: Schumacher-Gemälde (230.000 Euro), diverse Rolf Cavael-Öle (7.000-49.000 Euro). Hans Maulberger: "Ich kann wirklich zufrieden sein."

So stark wie nie zuvor wurde die ART COLOGNE als Drehscheibe für zeitgenössische und aktuelle Kunst akzeptiert. Angelika Knäpper der Stockholmer Galerie Knäpper + Baumgarten bestätigte: "Junge Kunst ist gut gegangen" und nennt Künstlernamen wie Tilda Lovell, Helena Blomquist, Jan de Vliegher und Maria Miesenberger zu Preisen zwischen 5.000 und 13.000 Euro. Im Open Space meldeten Daniel Buchholz (Köln) und Alexander Schröder von der Berliner Galerie NEU "Total-Ausverkauf" ihrer Gemeinschaftskoje, in der Werke von Cosima von Bonin, Sergej Jensen, Michael Krebber und Henrik Olesen (5.000-50.000 Euro). Der Newcomer Christian Lethert aus Köln war von seinem ersten Messeauftritt begeistert. Er überzeugte Sammler mit vier Bildern von Daniel Lergon (je 3.600 Euro) und mit einer Vorzugsausgabe Katharina Sieverdings (15 Blätter je 600 Euro). Die Litauische Galerie Vartai aus Vilnius meldete "Fast"-Ausverkauf der Arbeiten von Andrius Zakarauskas (je 3.800 Euro).

Die Kölnerin Monika Sprüth begrüßt das Konzept von Open Space und New Contemporaries. Bei ihr sicherte sich u.a. die Einkaufskommission des Bundes ein Bild von Andreas Schulze für 25.000 Euro. Christian Nagel aus Köln freute sich über die Verkäufe zweier Arbeiten von Heimo Zobernig à 27.000 Euro, eines Gemäldes von Gang Zhao für 14.000 Euro und weitere Reservierungen. André Schlechtriem aus New York veräußerte je eine Arbeit von Eva Swansea (30.000 Euro) und Ralf Ziervogel (10.000 Euro). Leo König, New York, zeigte sich völlig "überrascht" über die starke Nachfrage nach Blättern des jungen New Yorker Künstlers David Scher, von dem er 20 Exponate (400-5.500 Euro) absetzte. Der Kölner Galerist Thomas Zander war mit Zeichnungen von Anthony McCall erfolgreich: Das Konvolut von 36 Blättern zur in Köln als Sonderausstellung gezeigten Installation "Between You and I" ging für 39.000 Euro komplett in eine Sammlung.

Sehr repräsentativ war die Fotografie auf der ART COLOGNE präsent. "Fotografie ist nach wie vor das Medium, das die Leute gerne kaufen", so Lothar Albrecht von der L.A. Galerie, Frankfurt/Main, Peking. Bei ihm besorgten sich Sammler zahlreiche Fotoarbeiten von Julian Faulhaber (2.900 bis 4.900 Euro). "Neue Positionen erzählerischer Fotografie sind sehr gefragt“, so Margret Uhrmeister von der Galerie Hermann und Wagner aus Berlin. Beispiele ihrer Verkäufe: Fotos von Raïssa Venables, Miklos Gaál und Jyrki Parantainen (2.900-7.200 Euro). Galerie Stills aus Sydney: zwei Fotoblätter von Petrina Hicks (je 5.000 Euro), Fotoprint von Merilyn Fairskye (2.500 Euro). Statement der Galeristin Bronwyn Rennex: "Die hiesigen Sammler sind sehr interessiert an australischer Fotografie." In der Salzburger Galerie Ruzicska trat Giovanni Castell mit einer One Man Show seiner Großfotos auf und verkaufte fünf Arbeiten zwischen 5.000 und 15.000 Euro. Ebenfalls eine Einzelausstellung richtete die Osloer Galleri K der Kölnerin Candida Höfer aus: zehn ihrer Großfotos (50.000 bis 65.000 Euro) konnte er abgeben. Art Seasons aus Singapur überzeugte Käufer mit sieben Fotos von Zhang Peng (je 3.500 Euro).

Der diesjährige ART COLOGNE-Preisträger, der Bonner Galerist Erhard Klein, reichte die Hälfte seiner Dotierung von insgesamt 10.000 Euro an das Zentralarchiv des Internationalen Kunsthandels (ZADIK) weiter, das ihm auf der Messe eine dokumentarische Sonderausstellung eingerichtet hatte. Von gleichwertiger Dotierung ist der von der Koelnmesse gestiftete ART COLOGNE-Preis für junge Kunst, der eine Ausstellung in der Kölner artothek inklusive Katalog beinhaltet. Preisträgerin 2007 ist die gebürtige Hannoveranerin Kalin Lindena, vertreten von der Wiener Galerie Bleich-Rossi.

Christian Nagel, Kölner Galerist und einer der Befürworter der Terminverlegung der ART COLOGNE ins Frühjahr resümiert: "Auch wenn noch nicht alles so ist, wie es sein sollte, war dies ein wichtiger und richtiger Schritt für die ART COLOGNE. Die Verkäufe haben insgesamt angezogen. In den nächsten drei Jahren wird sich die ART COLOGNE als stärkste Frühjahrsmesse etablieren." Die 42. Internationale Messe für moderne und zeitgenössische Kunst findet 2008 vom 16. bis 20. April auf dem Kölner Messegelände statt.

Zuvor findet vom 19. bis 23. September 2007 mit ca. 60 internationalen Galerien die Premiere der ART COLOGNE Palma de Mallorca im Terminal A des alten Flughafens statt.

In Köln stehen mit der COLOGNE FINE ART vom 31. Oktober bis 4. November 2007 und der EXPONATEC COLOGNE, der Internationalen Fachmesse für Museen, Konservierung und Kulturerbe, vom 31. Oktober bis 3. November 2007 zwei weitere Highlights im Kunstjahr an.



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