Florian Bielefeldt - Ein Blick ins Atelier

18. 03. - 1. 05. 2017 | MEWO Kunsthalle, Memmingen
Eingabedatum: 19.03.2017

bilder

Wie so viele Künstler verschlug es Florian Bielefeldt (*1977 in Frankfurt a. M.) nach dem Studium – auf der Flucht vor Armut und Hunger – ins Herz der Republik nach Berlin, wo er sich in einer Kunstszene wiederfand, die weder Furcht noch Feinde kannte. Im Stahlbad aus Vernissagen, Projekten und Jobcenterbesuchen wünschte er bisweilen, den Verstand zu verlieren, wie bereits viele seiner Mitstreiter vor ihm, die in Projekten zu Goldstaub zerfallen waren, auf Gallery Weekends verdampften oder einfach vom Mahlstrom des Erfolgs hinweggesogen wurden. Dieses Sehnen indes erfüllte sich nicht. Mit dem Ausruf »ersauft an eurem Blut ihr dreckigen Calvinistenschweine« nahm er stattdessen zähneknirschend den fahlen Fehdehandschuh der Realität auf. Seitdem erhielt er verschiedene Stipendien, und er arbeitet als Künstler und Illustrator sowie als Mitglied der Künstlergruppe ›die Fortunisten‹ in einer Ateliergemeinschaft in Kreuzberg und lebt in Neukölln.

Bielefeldt absolvierte sein Studium der Grafik, welches er mit einem einjährigen Aufenthalt am Edinburgh College of Art anreicherte, unter der Anleitung Thomas Rugs an der Burg Giebichenstein in Halle an der Saale. Sich von den traditionellen Druckgrafiken lösend, orientierte er sich bald an der Linienführung von Comiczeichungen und ihrem Hang zur figürlichen Darstellung. Verzweifelt über die Unmöglichkeit eine Zeichnung betreten zu können, fand er Trost im Ausschneiden der Motive, die er alsdann im Raum platzierte, um den Zuschauern und sich selbst wenigstens annähernd das Gefühl zu geben, sich innerhalb des Bildes zu befinden. Waren seine Arbeiten anfänglich von reinem Schwarz und Weiß sowie von Linien und Bleistiftschraffuren geprägt, hat er in den letzten Jahren zu einer Farbigkeit gefunden, deren Palette er seinem Konsum von Leutnant Blueberry, John Difool und Groo the Wanderer sowie von Walt Disneys Lustigen Taschenbüchern geschuldet sieht.

MEWO Kunsthalle
Bahnhofstraße 1
D-87700 Memmingen

mewo-kunsthalle.de

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Menschen und Orte - Kunstverein Konstanz (16.3.-29.6.08)


"Menschen und Orte" ist eine Ausstellung zum 150-jährigen Jubiläum des Kunstvereins Konstanz, die die Stadt Konstanz zum Thema hat und Arbeiten von so unterschiedlichen Künstlern wie bspw. Norbert Bisky, Frieder Butzmann oder Melanie Manchot versammelt.
Einige der Künstlerinnen und Künstler stammen aus Konstanz oder der Umgebung, andere lernen die Stadt erst im Zuge der Ausstellungsvorbereitung kennen und lassen neue Arbeiten entstehen.
Die Stadt ist dabei immer Teil der Präsentation. Zum einen sind die Räume der Wessenberg-Galerie als die vormaligen Wohnräume Ignaz Freiherr von Wessenbergs selbst ein wichtiges Dokument der lokalen Geschichte; zum anderen geben sie aus jedem Fenster die Sicht auf die Altstadt frei – und beziehen diese Szenerie direkt in die Ausstellung mit ein. Diese historische Umgebung bildet somit eine Rahmenbedingung der Wahrnehmung und einen möglichen visuellen Standard für zeitgenössische Erfahrungen.

Teilnehmende Künstler: Florian Bielefeldt, Norbert Bisky, Sonia Boyce, Laura Bruce, Frieder Butzmann, Daniel Gustav Cramer, Monica Germann & Daniel Lorenzi, Bertram Hasenauer, Christian Hutzinger, Nikola Irmer, Roland Iselin, Christof Hamann, Hendrikje Kühne & Beat Klein, Melanie Manchot, Martin Newth, Cornelia Renz, Martina Sauter, Costa Vece, Christian Vetter, Gabriel Vormstein

Kurator: Axel Lapp

Öffnungszeiten: Di - Fr 10 - 18 Uhr; Sa, So 10 - 17 Uhr

Kunstverein Konstanz und Wessenberg-Galerie
Wessenbergstraße 39
D-78462 Konstanz
+49 7531 22351

kunstverein-konstanz.de


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    Die Liste der teilnehmenden Aussteller der ART DÜSSELDORF, die vom 17. bis 19. November 2017 auf dem Areal Böhler stattfinden wird, steht fest. weiter



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    Der gebürtige Dessauer Georg Hornemann kam bereits als 15-Jähriger mit dem Bauhaus in Berührung, als er bei einem der ehemaligen Goldschmiedemeister in die Lehre ging. weiter

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