Carolee Schneemann. Kinetische Malerei

31. 05. - 24. 09. 2017 | MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main
Eingabedatum: 31.05.2017

bilder

Im MMK 1 präsentiert das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main eine umfassende Retrospektive zum Werk der US-amerikanischen Künstlerin Carolee Schneemann (* 1939 in Fox Chase, Pennsylvania), die 2015/16 bereits im Museum der Moderne Salzburg für große Resonanz gesorgt hat. Vorgestellt wird ein sechs Jahrzehnte umspannendes Werk als Genealogie einer Malerei, die in Bewegung gerät und in neue Formen von Kunst mündet.
Als Pionierin der Performance-Kunst ist Schneemann in die Geschichte der Kunst eingegangen. Ihre Arbeiten über Geschlechterrollen, Sexualität und die Verwendung des Körpers in der Kunst sind von wegweisendem Einfluss auf nachfolgende Künstlergenerationen. Das MMK präsentiert in dieser Werkschau Schneemanns berühmte Arbeiten und Performances gleichzeitig mit bisher noch nie oder selten gezeigten Werken und rückt damit neue Facetten ihres künstlerischen Wirkens in den Fokus. Ausgehend von Schneemanns früher Landschafts- und Portraitmalerei aus der Mitte der 1950er-Jahre, die sich zu objekthaften „Gemälde-Konstruktionen“ entwickelt, wird die Rolle von Malerei in Verbindung mit ihren Performances, Choreografien und experimentellen Filmarbeiten untersucht.
Sie begann früh, ihre Gemälde mit einfachen Mechanismen in Bewegung zu setzen – eine kinetische Malerei zu forcieren – und Fotografien und Gegenstände aus ihrem Alltag in Arbeiten zu integrieren, für die sie den Begriff „Painting Constructions“ prägte. Zahlreiche Werke aus dieser Gruppe, in denen sie unter anderem auch Feuer als gestalterisches Material einsetzte, sind in der Ausstellung zum ersten Mal zu sehen. 1961 zog die Künstlerin nach New York und wurde dort Teil der avantgardistischen Entwicklungen der Downtown-Kunstszene in Film, Tanz, Happening und Event. Der Wunsch, die Malerei über die Leinwand hinauszutragen und zugleich Schöpferin und Darstellerin ihrer Bilder zu sein, führte zu einer hybriden Form von Performance und Fotografie, in der sie ihren Körper maßgeblich einbrachte. In zahlreichen Arbeiten setzte sich Schneemann speziell mit dem weiblichen Körper im historischen und gesellschaftlichen Kontext auseinander und untersuchte Lust und Erotik aus einer weiblichen Sichtweise.

Eine Ausstellung organisiert vom Museum der Moderne Salzburg in Kooperation mit der MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main. Die Ausstellung wird von Sabine Breitwieser, Direktorin des Museum der Moderne Salzburg, kuratiert; beratender Kurator Branden W. Joseph, Frank Gallipolli Professor of Modern and Contemporary Art, Columbia University, New York; Mitarbeit Tina Teufel, Kuratorin, Museum der Moderne Salzburg.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Freunde des MMK.
MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main
http://mmk-frankfurt.de/de

Presse






Daten zu Carolee Schneemann:

- Art Basel Miami Beach 2013
- Frieze London 2016
- Göteborg Biennale 2013
- JULIA STOSCHEK FOUNDATION E.V., Sammlung
- MoMA Collection
- Museo Reina Sofía, Collection
- onLine - MoMA 2010
- SeMA Biennale Mediacity Seoul 2016

Weiteres zum Thema: Carolee Schneemann



Elke Krystufek. LESS MALE ART - Kestnergesellschaft, Hannover


Material, Inhalt und Mittelpunkt der Arbeiten von Elke Krystufek (geb. 1970 in Wien) ist die Auseinandersetzung mit Körper, Sexualität und Geschlechterverhältnissen. In der Ausstellung "Less Male Art" widmet sie sich vor allem der Hinterfragung von Männerbildern.

Mit ihren häufig provokativen Aktionen steht Elke Krystufek in einer Tradition mit feministischen Künstlerinnen wie Carolee Schneemann und Valie Export. Statt Genderbefragung wird bei Krystufek jedoch der romantische Aspekt des Feminismus selbst hinterfragt.
Für die Ausstellung "LESS MALE ART" hat sie sich auf die Suche nach den Künstlerinnen, die bisher in der Kestnergesellschaft ausgestellt haben, gemacht. Aus der großen Wandmalerei scheinen schließlich nur wenige Frauennamen rot aus einem blau dominierten Männermeer auf.
In einer weiteren Arbeit beschäftigt sich die österreichische Künstlerin mit dem Bild jüngerer Männer. Auf der Basis von photographischen Abbildern hat sie etliche Gemälde hergestellt.
Die Videoarbeit "Palau 1-below the male belt" widmet sich schließlich den Vorgängen "unterhalb der männlichen Gürtellinie", die da sind: "Begehren, Frustration, Eindruck schinden, Verstecken. Männer werden von ihrer Sexualität gesteuert, nicht umgekehrt, meint sie. Dies versucht sie in Videosprache umzusetzen."

Abbildung: Elke Krystufek, proper use, 2005
Verschiedene Materialien (Polyethuran, Vubonite, Texte, Rahmen, Lampen, Eisenständer), Mehrere Teile, 230 x 110 x 105 cm © Elke Krystufek
Courtesy: Elke Krystufek, Galerie Meyer Kainer, Wien

Ausstellungsdauer: 18.12.09-7.2.10

Öffnungszeiten:
täglich 11-18 Uhr
Do 11-20 Uhr
Mo geschlossen

Kestnergesellschaft
Goseriede 11
30159 Hannover

kestner.org


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




    Anzeige
    rundgang


    Anzeige
    berlin


    Anzeige
    karma


    Anzeige
    Atelier




    Heidi Specker - FOTOGRAFIN

    Bekannt wurde Heidi Specker Mitte der 90er Jahre mit den Speckergruppen (1995/96) und anderen Werkreihen, die Betonbauten in den Mittelpunkt stellten ...
    weiter

    Henk Visch, le petit prince

    Henk Visch (*1950) ist ein niederländischer Bildhauer, Zeichner und auch Literat. Figürliche Plastiken zählen ebenso zu seinem Werk wie abstrakte Konstruktionen, wobei die Materialien von Papier, Holz über Aluminium und Eisen bis hin zu Bronze und Textilien reichen. weiter


    Die Lücke – Systemfehler durch Irrtum und Defekt

    Die Vebikus Kunsthalle befindet sich an einem Ort, dessen Vergangenheit auf die industrielle Fertigung eines Massenprodukts zurückgeht. Gleichförmigkeit in der Masse schafft eine Systematik und Regelmässigkeit, in der Abweichungen und Variationen nicht vorgesehen sind. Abweichendes wird sofort als Fehler entlarvt, weiter

    Hegenbarth-Stipendien 2017 an Winnie Seifert und David Morgenstern

    Zum 22. Mal vergibt die Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden das Hegenbarth-Stipendium an 2 Nachwuchskünstler*innen der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, ... weiter

    Talia Chetrit Showcaller

    Das fotografische Werk von Talia Chetrit, die 1982 in Washington D.C. geboren wurde, zeichnet sich durch eine bemerkenswerte kompositorische Raffinesse und visuelle Kraft aus, die mit einer stringenten Programmatik einhergeht. weiter

    "Art-Law-Clinic" in Deutschland gegründet

    Institut für Medienrecht der WWU und Kunstakademie Münster starten Kooperationsprojekt.

    weiter

    Habima Fuchs (Schaufenster am Hofgarten)

    Nach der einjährigen rotierenden Gruppenausstellung Theatre of Measurement im Schaufenster am Hofgarten fahren wir in diesem Jahr wieder mit kontextbezogenen, wechselnden Einzelpositionen fort. weiter

    Lua Cão

    Der Kunstverein München präsentiert vom 17. Februar bis 15. April 2018 die Ausstellung Lua Cão mit Filmen und Videos von Alexandre Estrela + João Maria Gusmão & Pedro Paiva. Die Eröffnung findet am 16. Februar 2018, ab 19 Uhr in der Galeriestraße 4, 80539 München statt. weiter

    Hanna-Nagel-Preis 2018 an NINA LAAF

    Nina Laaf studierte von 2011 bis 2016 bei Prof. John Bock und Prof. Harald Klingelhöller Bildhauerei ... weiter


    PROOF: FRANCISCO GOYA, SERGEI EISENSTEIN, ROBERT LONGO

    Mit Werken von Francisco Goya (1746–1828), Sergei Eisenstein (1898–1948) und Robert Longo (1953) stellt die Ausstellung PROOF drei wesensverwandte Künstler vor, die die sozialen, kulturellen und politischen Komplexitäten ihrer jeweiligen Zeit in bildgewaltige Werke überführen. weiter


    Abraham Cruzvillegas

    Kunsthaus Zürich zeigt erste Einzelausstellung von Abraham Cruzvillegas Kunst als Ausdruck und Spiegel der Gesellschaft – das ist das Thema von «Autorreconstrucción: Social Tissue», einem Projekt des mexikanischen Künstlers weiter


    Susan Philipsz. Separated Strings

    Das Albertinum der Staatlichen
    Kunstsammlungen Dresden (SKD) hat die Turnerpreisträgerin erstmals nach Dresden eingeladen, eines ihrer Hauptwerke, „Study for Strings“ (2012), in einer neuen Ausführung sowie fotografische Arbeiten in der Kunsthalle im Lipsiusbau zu präsentieren.
    weiter

    Der Begriff "digital" in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter


    Der Begriff oder/I in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter


    Der Begriff oder/II in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter


    Der Begriff oder/III in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter



    Takako Saito. You and me

    Nur noch wenige Tage: „You and me“: der Gedanke des Spiels mit dem Publikum prägt fast alle Werke von Takako Saito. weiter


    BASQUIAT. BOOM FOR REAL

    Mehr als 30 Jahre nach seiner letz­ten Einzel­prä­sen­ta­tion in einer öffent­li­chen Samm­lung in Deutsch­land widmet die Schirn Kunst­halle Frank­furt dem Werk des US-ameri­ka­ni­schen Künst­lers eine große Ausstel­lung. weiter

    I am here to learn: Zur maschinellen Interpretation der Welt

    Die thematische Gruppenausstellung I am here to learn befasst sich mit lernenden Algorithmen und künstlicher Intelligenz (KI). Der Fokus der Ausstellung liegt auf Wahrnehmung und Interpretation als menschliche Qualitäten, die mittels Lernverfahren auf Maschinen übertragen werden. weiter


    Bouncing in the Corner. Die Vermessung des Raums

    HONEY, I REARRANGED THE COLLECTION – ursprünglich der Titel einer Werkgruppe des amerikanischen Künstlers Allen Ruppersberg – ist eine freundliche Einladung, die Sammlung für Gegenwartskunst an der Hamburger Kunsthalle (neu) zu entdecken. weiter