Jean-Luc Moulène The Secession Knot (5.1)

6. 04. - 18. 06. 2017 | secession, Wien
Eingabedatum: 05.04.2017

bilder

Seit über dreißig Jahren erkundet Jean-Luc Moulène in seinem thematisch und medial breit gefächertem Œuvre das Wesen künstlerischer Arbeit und was es bedeutet, Autor eines Kunstwerk zu sein. Er arbeitet mit einer Vielzahl unterschiedlicher Materialien – von industriell hergestellten bis zu organischen oder vorgefundenen – und in Medien wie Fotografie, Film, Malerei, Skulptur und Installation. Interdisziplinäre Kollaborationen schätzt Moulène vor allem bei Arbeiten, die sich an der Schnittstelle von Kunst und Industriedesign bewegen. Grundsätzlich zieht sich das Bewusstsein über das Verhältnis von Kunstwerken als Ware und als Teil der Warenzirkulation durch das Werk des Künstlers. Die Definition seiner Skulpturen als Objekte und die Bezeichnung seiner Werke als Produkte verweist auf die diesbezügliche Sensibilität des Künstlers. Genau wie für Moulène Fotografie zwischen Medium und
Kunst oszilliert, sieht er seine Objekte im Status zwischen Skulptur und Produkt, seine Fotografien wiederum als post-fotografische Dokumente.

Moulène, der sich selbst als Poet bezeichnet, ist neben Poesie von Mathematik – genau genommen von der Mengenlehre – inspiriert, in der er eine Metapher für sozialen Raum sieht. Beobachtung und Analyse dieses sozialen oder gesellschaftlichen Raumes, seiner Formen und Überschneidungen mit individuellen Räumen kennzeichnen viele seiner Arbeiten. In den letzten Jahren wurde Moulènes künstlerische Praxis zunehmend objektbezogen und materialspezifisch. Die besonderen Qualitäten eines Materials und vor allem seine materialspezifischen Bearbeitungsmöglichkeiten reizen ihn, diese an die Grenze zu führen. In seinen 3D-gedruckten Objekten kombiniert Moulène Formen und Objekte zu bizarren Gefügen und nimmt die Veränderung der Objekte selbst vor, statt sie nur fotografisch zu dokumentieren. Dieses Ringen um Form und Ausdruck veranschaulicht Moulènes Vorstellung von Kunst als einer Konfliktzone: das Feld der Kunst ist für ihn kein friedliches: Ein Kunstwerk enthält für ihn stets „ja“ und „nein“ und es ist die Aufgabe der BetrachterInnen, die jeweils eigene Position zu finden und zu definieren.

Jean-Luc Moulène, geboren 1955 in Reims, lebt und arbeitet in Paris.

Außerdem sehen Sie:
6. April – 25. Juni 2017
Rosa Barba, Galerie
Anoka Faruqee, Grafisches Kabinett

secession
Friedrichstraße 12,
A-1010 Wien
secession.at

Presse






Daten zu Jean-Luc Moulène:

- art basel miami beach, 2014
- Busan Biennale 2014
- daad Stipendiat
- documenta 10, 1997
- evn sammlung
- Frieze London 2016
- Galerie Chantal Crousel
- Kunstverein Hannover 2015
- Kunstverein Nürnberg
- SHARJAH BIENNIAL 10, 2011
- Taipei Biennial 2016
- Taipei Biennial, 2004
- Thomas Dane Gallery

Weiteres zum Thema: Jean-Luc Moulène



Pierre Coulibeuf 'somewhere in between' - Deichtorhallen, Hamburg (3.2.-5.3.2006)


Der französische Filmemacher und Fotograf Pierre Coulibeuf wurde in Fachkreisen durch seine Gemeinschaftsarbeiten mit bildenden Künstlern, Fotografen, Philosophen, Schriftstellern und Choreographen bekannt. Parallel zur Chaplin-Ausstellung (chaplin in pictures / 3.2.-28.5.06) zeigt das Haus der Photographie in den Deichtorhallen sein Werk erstmals in Deutschland als Beginn einer Wanderausstellung durch weitere Städte. Das Abaton-Kino, Hamburg, begleitet die Ausstellung vom 3. Februar bis 12. März 2006 durch eine Pierre-Coulibeuf-Filmreihe.

In den Deichtorhallen ist die Coulibeuf-Ausstellung als Hommage an Charles Chaplin und den Stummfilm angelegt. Dazu werden von Coulibeuf die Filme, dazugehörige Fotos und Installationen zu "Somewhere in between" (2004, Zusammenarbeit mit der Choreographin Meg Stuart) und "Le démon du passage" (1995, Zusammenarbeit mit dem Fotografen Jean-Luc Moulène und Studenten von Jean-Marc Bustamante) gezeigt.

Das Werk von Pierre Coulibeuf (geb. 1949 in Elbeuf, Frankreich) bewegt sich zwischen den Genres. In seinen Kooperationen mit Künstlern aus anderen Sparten wie Pierre Klossowski, Michelangelo Pistoletto, Marina Abramovic, Michel Butor, Jean-Marc Bustamante, Jan Fabre oder Meg Stuart entstehen Filme, Projektionen, Fotografien und Buchprojekte, die sich zwischen Fiktion, experimentellem Film und Dokumentation bewegen.

Coulibeuf ist einer der seltenen Bildkünstler, der jede seiner Arbeiten rund um das Werk eines anderen Künstlers konstruiert. Wenn er sich engstens und bis ins Detail mit der persönlichen Welt eines anderen Künstlers oder einer Künstlerin einlässt, geht es Pierre Coulibeuf darum, möglichst nahe an das Denken des anderen heranzukommen, an dieses Denken in bestimmter Weise anzudocken und dieses Denken in seine eigene Bildsprache herüberzuziehen, so Robert Fleck. Jede Arbeit ist ein "pas de deux" zweier Bildkünstler, ähnlich einem Buch, das von zwei sehr unterschiedlichen Autoren gemeinsam geschrieben wird, bis die individuelle Autorenschaft nicht mehr kenntlich ist.

Coulibeuf vertraut der Macht der Bilder. Markant für seine Filme ist seine sehr bildhafte Sprache, die fast ohne Dialoge auskommt und sich durch Bewegung, Mimik und Gestik ausdrückt, wie wir es aus Stummfilmen kennen.

In Kooperation mit der französischen Botschaft, Berlin (Bureau du Cinéma und Bureau des Arts Plastiques - AFAA), dem Institut francais de Hambourg und dem Abaton-Kino, Hamburg. (Presse Deichtorhallen)

Abbildung: Bild aus dem Film Somewhere in between, 2004 von Pierre Coulibeuf Courtesy Regards Productions, Paris Zusammenarbeit mit der Choreographin Meg Stuart

Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag 11:00-18:00 Uhr

Deichtorhallen Hamburg
Deichtorstr. 1-2
D-20095 Hamburg
Tel. +49 (0) 40-32103-250
deichtorhallen.de


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