RUINART UND DIE KUNST. JAUME PLENSA – EINE NEUE KÜNSTLERKOOPERATION


Eingabedatum: 11.05.2017

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RUINART UND DIE KUNST

Das Engagement in Sachen Kunst hat im Hause Ruinart lange Tradition. 1896 bat André Ruinart den bekannten tschechischen Künstler Alphonse Mucha, ein Werbeplakat für das Champagnerhaus zu kreieren. Ruinart engagiert sich seitdem immer wieder im Bereich der Kunst, nimmt an internationalen Kunstmessen teil und beauftragt bekannte Künstler, ihre Vision des Hauses Ruinart zu zeigen. Auf diese Weise trägt Ruinart sein Erbe, seine Geschichte, sein Knowhow in die ganze Welt.

Dabei existiert der Bezug zur Kunst bei Ruinart sogar noch länger als die Maison mit ihrer Gründung am 1. September 1729 durch Nicolas Ruinart: Sein Onkel der Mönch (Dom) Thierry Ruinart, war ein großer Kunstliebhaber und -kenner und spielte eine Schlüsselrolle in der Geschichte des Hauses.

DOM THIERRY RUINART

Dom Thierry Ruinart wurde während der Regentschaft Ludwigs XIV. im Jahr 1657 in Reims geboren. Er studierte am „College des Bons Enfants“ in Reims und schloss – ungewöhnlich für die damalige Zeit – mit 17 Jahren mit dem „Master of Arts“ ab.

Er reiste häufig durch Frankreich, vor allem nach Lothringen und ins Elsas. Neben Heiligen und Märtyrern interessierte sich Dom Thierry Ruinart vor allem für die Kunst und ihre Geschichte. So lernte dieser passionierte Schreiber sogar das griechische Alphabet und Altgriechisch, um die griechische Antike besser zu verstehen. Er verbrachte Jahre damit, griechische Texte zu entschlüsseln, tauchte tief in die Geschichte ein, um die Kultur, Ethnologie und Kunst wirklich zu verstehen.

Es waren die Texte, die Zahlen und verschiedene Alphabete, die das Leben dieses gebildeten Mannes ausmachten, der seinen Zeitgenossen und seiner engsten Familie einen außergewöhnlichen kulturellen Reichtum vermittelte.

RUINART UND JAUME PLENSA

Um das Werk von Dom Thierry Ruinart lebendig werden zu lassen, brauchte es einen Künstler, der in der Lage ist, dessen Philosophie, Kultur und dessen vielsprachige Texte zu transportieren. Und wenn wir über Texte sprechen, meinen wir Worte und damit Buchstaben.

Werkabbildung
Jaume Plensa, Courtesy Moet Hennessy

Jaume Plensa wurde 1955 in Barcelona geboren, wo er immer noch lebt und arbeitet. Plensa ist bekannt und berühmt für seine Silhouetten menschlicher Körper, mal sitzend, mal kniend, die Richtung Horizont zu meditieren scheinen – in der Pose eines Denkers. Plensa nimmt diese allegorische Form, um damit den Geist von Ruinart einzufangen, vor allem den Geist des Gründers: Dom Thierry Ruinart. Wie die Weinreben in der Erde ist die Skulptur „A silent witness“ (Ein stiller Zeuge) am Boden verankert – ein Hinweis auf die Wurzeln, aus denen Dom Thierry Ruinarts Champagner stammt. Die Plastik ist aus Elementen gemacht, die viele Sprachen widerspiegeln: Zeichen und Buchstaben aus acht verschiedenen Alphabeten – Latein, Griechisch, Arabisch (das Dom Thierry Ruinart besonders am Herzen lag), aber auch Hebräisch, Chinesisch, Japanisch, Russisch und Hindi. Jaume Plensa hat die vielsprachigen Arbeiten von Dom Thierry Ruinart gewissermaßen dekonstruiert, in einzelne Worte zerlegt, die wiederum in Buchstaben und Zahlen zerteilt, wie winzige, komplett unterschiedliche Zellen, die dann wiederum ein komplexes Ganzes ergeben.

Werkabbildung
Jaume Plensa, Courtesy Moet Hennessy

Die verwendeten Buchstaben machen die Skulptur lebendig und lassen gleichzeitig Licht durch sie scheinen. Das Gesicht ist nicht wirklich sichtbar, man kann es nur erahnen als „Tür zu unserer Seele“ einerseits und als „Geschenk für alle, die uns ansehen“ andererseits. So repräsentiert diese Skulptur nicht nur das Lebenswerk von Dom Thierry Ruinart – seine Transskriptionen –, durch das nur angedeutete Gesicht hat Jaume Plensa ein Porträt voller Poesie und Symbolik geschaffen, das Stärke ausdrückt, Energie, gelebtes Leben, Erinnerungen ...

Am Sockel der Skulptur sind zwei Jahreszahlen eingraviert: 1729 und 2016. Sie sind eine Art geheimer Code, eine verschlüsselte Botschaft, die die Gründung der Maison Ruinart mit der Entstehung dieses Kunstwerks verbindet. Um die Skulptur fertigzustellen, brauchte Jaume Plensa fünf Monate. Erst dann war sie so weit, die Seele, den Herzschlag und das Licht einzufangen, gleichermaßen fest und voller Poesie in einem Boden aus kalligrafierten Wurzeln verankert.

DIE JAUME PLENSA BOX IN EINER LIMITIERTEN EDITION

Ein Mosaik aus Buchstaben und Zahlen aus geschnittenem Metall: Diese Technik zieht sich wie ein roter Faden durch die Arbeiten von Jaume Plensa und so ist auch der Rahmen der wertvollen Box gestaltet, durch die das Licht dringt und eine Flasche Ruinart Blanc de Blancs gleichzeitig schützt und offenbart. Es ist eine Hommage an den Schimmer und die Perlage des Chardonnay, die legendäre Traube der Maison.

Der Katalane Jaume Plensa signiert die limitierte Edition der Ruinart Blanc de Blancs Box.
Die Jaume Plensa Box ist zum Preis von ca. 3.500 Euro über folgende Telefonnummer +33 3 26 77 51 16 erhältlich.

ruinart.com

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Jaume Plensa, Courtesy Moet Hennessy

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Daten zu Jaume Plensa:

- Art Basel 2013
- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Hong Kong, 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- Beaufort 2012
- Busan Biennale 2014
- Dopplereffekt. Bilder in Kunst und Wissenschaft - Kunsthalle zu Kiel
- Galleries ART DUBAI CONTEMPORARY 2015
- Liverpool Biennale 2012
- MoMA Collection
- Museo Reina Sofía, Collection
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung Würth

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Max Liebermann in der Kunsthalle Göppingen (23.11.03-21.3.04)


Neben rund 120 Grafiken von Max Liebermann werden Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern (Werner Büttner, Rineke Dijkstra, Bernhard Fuchs, David Hockney, Jaume Plensa, Annelies Strba) gezeigt, die auf Liebermann Bezug nehmen.

Pressemitteilung / Auszug: "Die Ausstellung "Max Liebermann. Das Lebendige ist das A und O aller Kunst" gibt mit rund 120 Grafiken einen eindrucksvollen Überblick über Werk des deutschen Spätimpressionisten. In der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch ist das grafische Werk Liebermanns fast vollständig vertreten. Handzeichnungen und einige Gemälde ergänzen den umfangreichen Liebermann-Bestand auf Schloss Filseck. . . .

Seit den 1870er Jahren galt Max Liebermanns Interesse den Darstellungen von einfachen, arbeitenden Menschen, die mit genügsamer Selbstverständlichkeit ihrer Tätigkeit nachgehen. Allerdings wird gerade dieser Blick auf das Unspektakuläre zu einem Affront gegen den Geschmack der bürgerlichen Gesellschaft, der der junge Künstler als Sohn einer reichen jüdischen Fabrikantenfamilie selbst entstammte. Mit seinen Alltagsszenen, seinen Darstellungen von Handwerkern, Bauern und Arbeitern wird Liebermann in den Augen der konservativen Kritik zum „Apostel der Häßlichkeit“. In diesen Jahren wurde das geliebte Holland für ihn zu einer künstlerischen Wahlheimat. „In der Intimität liegt seine Schönheit. Und wie das Land, so seine Leute: nichts Lautes, keine Pose oder Phrase.“, schreibt Liebermann 1901. Noch dazu bot Amsterdam im Gegensatz zur rasanten Hektik anderer Metropolen eine überschaubare und anheimelnde städtische Atmosphäre. Liebermann war fasziniert vom Treiben im Amsterdamer Judenviertel. In zahllosen Blättern bannt er die Dynamik der Massen, die er in den späteren Studien fast expressiv auffasst. Bilden diese Studien einen Schwerpunkt der Ausstellung, so fasziniert in gleicher Weise die umfangreiche Gruppe der Strandszenen. An den Stränden von Katwijk, Scheveningen und Zandvoort, an Fluss- und Seeufern in Kösen und in Todtmoos im Schwarzwald wurde Liebermann immer wieder zum Beobachter des unbefangenen Badevergnügens. Die Entwicklung dieses Motivs zeigt, wie sich die Figuren aus der anfänglichen Erstarrung zu quirliger Lebendigkeit entwickeln. Das unzählig variierte Motiv der badenden Knaben dokumentiert Liebermanns Wende vom Naturalismus zu einer impressionistischen Sichtweise, die dem Zauber des flüchtigen Augenblickes gewidmet ist. Nicht mehr dem tätigen Menschen gilt seine Aufmerksamkeit, sondern dem vom Alltag losgelösten, bürgerlichen Müßiggänger. Restaurant-Terrassen und Wirtshausgärten in Hamburg und Berlin, Seebäder und Promenaden sind die Orte der Highsociety. Dabei bietet das mondäne sportliche Treiben, vor allem der Tennis- und Pferdesport mit seiner momentanen Bewegungsdramatik die reizvollsten Motive. Zudem schuf Liebermann in seinen späteren Jahren eine umfangreiche Porträtgalerie, eine Art Who's who für die Jahre 1890 bis 1930. Kaum jemand mit Rang und Namen aus Kultur, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft fehlte. Seit der Jahrhundertwende macht Liebermann verstärkt die eigene Erscheinung zum Gegenstand seiner künstlerischen Auseinandersetzung. Die Selbstbildnisse Liebermanns, die in der Kunststiftung Bönsch zahlreich vertreten sind, eröffnen einen nahen Blick auf die Person des Künstlers, der sich selbst charakterisiert. „Ich bin in meinen Lebensgewohnheiten der vollkommenste Bourgeois: ich esse, trinke, schlafe, gehe spazieren und arbeite mit der Regelmäßigkeit einer Turmuhr. [....] Mein Leben war und ist Mühe und Arbeit. [...]“ . . .

In einem eigenen Kabinett, das die umfangreiche Werkschau Max Liebermanns ergänzt, schlagen sechs Bilddialoge einen Bogen zur Gegenwartskunst. Ausgewählte Arbeiten von Werner Büttner, Rineke Dijkstra, Bernhard Fuchs, David Hockney, Jaume Plensa und Annelies Strba befragen die Liebermann'schen Werke aus zeitgenössischer Sicht. "

Abbildung: Kunststiftung Bönsch: Max Liebermann, Selbstbildnis, 1924

Ausstellungsdauer: 23. November 2003 - 21. März 2004
Öffnungszeiten: Di-Fr 11-17, Sa, So und an Feiertagen 11-18 Uhr

Kunsthalle Göppingen | Marstallstr. 55 | D-73033 Göppingen | Tel.: 07161 650-777
kunsthalle-goeppingen.de




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