Mentales Gelb. Sonnenhöchststand

Die Sammlung KiCo

4.5. - 20.8.2017 | Kunstmuseum Bonn
Eingabedatum: 07.05.2017

Werkabbildung

Daniel Knorr, Depression Elevation (Bonn, Platz der Vereinten Nationen 1), 2015, Polyurethanguss, UV-beständig, ca. 243 x 123 x 5 cm, Kunstmuseum Bonn – Dauerleihgabe Sammlung KiCo, © VG Bild-Kunst Bonn, 2017, Foto: Alistair Overbruck, Kölnbilder

Erstmalig bietet das Kunstmuseum Bonn in Kooperation mit der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München die Gelegenheit, in einer gemeinsamen Ausstellung die international bedeutende Sammlung KiCo kennenzulernen. Die KiCo Stiftung wurde im Dezember 2009 von dem Bonner Sammlerehepaar Hans-Gerd Riemer und Doris Keller-Riemer Leben gerufen, das vor 20 Jahren begonnen hatte, junge zeitgenössische Kunst zu sammeln, und dabei von Anfang an die kontinuierliche Zusammenarbeit mit öffentlichen Museen gesucht hat. Bereits seit Mitte der 1990er-Jahre besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bonn, seit Ende der 1990er-Jahre auch mit der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München. Die Auswahl und Entscheidungen für den Ankauf von Kunstwerken werden im direkten Dialog mit den Direktoren und Kuratoren der zwei Museen getroffen, wobei immer auch auf eine sinnvolle und denkbare Erweiterung der jeweiligen Kunstsammlungen beider Institutionen geachtet wird.

In der Doppelausstellung Mentales Gelb. Sonnenhöchststand werden zentrale Werkblöcken von u.a. Marcia Hafif und Frederic Matys Thursz über Thomas Scheibitz, Maria Lassnig, Katharina Grosse, Thomas Demand und Wolfgang Tillmans bis hin zu Marcel Odenbach, Isa Genzken, Ceal Floyer und Erwin Wurm zu sehen sein. In der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München läuft die Ausstellung vom 6. Mai – 8.Oktober 2017.

Kunstmuseum Bonn
Museumsmeile
Friedrich-Ebert-Allee 2
53113 Bonn
kunstmuseum-bonn.de

Presse






Daten zu Daniel Knorr:

- abc 2016
- Art Basel 2013
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- Berlin Biennale 2008
- documenta14
- Kunsthalle Basel
- Kunstverein Arnsberg
- LAGE EGAL RAUM FÜR AKTUELLE KUNST
- Liverpool Biennal 2010
- Liverpool Biennale 2012
- Made in Germany 3
- Manifesta 7
- Migros Museum, Sammlung
- Villa Romana Preistraeger

Weiteres zum Thema: Daniel Knorr



CHECK-IN EUROPE - Europäisches Patentamt, München (18.5.-13.7.06)


Das Europäische Patentamt (EPA) zeigt vom 18. Mai bis 13. Juli 2006 47 Positionen junger Künstler zum Thema "Identität in Europa". Die Künstler kommen aus den 31 Mitgliedsstaaten der Europäischen Patentorganisation. Unter dem Titel "CHECK-IN EUROPE. Reflecting Identities in Contemporary Art" stellen sie im ersten Teil dieses auf zwei Jahre angelegten Projektes das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven zur Diskussion. Präsentiert werden Gemälde, Zeichnungen und Fotografien, Skulpturen, Mixed-Media-Arbeiten sowie Video- und Filminstallationen.

Fünf internationale Kuratoren haben diese Ausstellung Zusammengestellt: Marius Babias (Rumänien/Deutschland), Beral Madra (Türkei), Marketta Seppälä (Finnland) / Veronica Wiman (Schweden) und Erno Vroonen (Belgien).

"CHECK-IN EUROPE" ist eine Ausstellung, die wichtige Tendenzen im aktuellen Kunstgeschehen zeigt und zugleich die Frage nach der kulturellen Identität Europas zur Sprache bringt.

Unter den Künstlern vertreten sind renommierte Namen, darunter der mit dem Turner-Prize ausgezeichnete Fotograf Richard Billingham, Hussein Chalayan und Asta Gröting, ferner Lia Perjovschi, Daniel Knorr, Regina Möller, Frida Fjellman und Róza El-Hassan.

Die Ausstellung ist thematisch in drei autonome Sektionen gegliedert und findet in zwei Häusern des EPA statt: Die Teile „p2p“ und "Identity Fusion" sind in der Erhardtstrasse 27 zu sehen, während "Urbanscape/ Innerscape/ Socioscape" im 2005 neu eröffneten Gebäudeteil in der Bayerstraße 115 ausgestellt ist.

Kollektives Gedächtnis im urbanen Raum aufspüren und individuelle Wahrnehmung alltäglicher Lebenswirklichkeit schärfen wollen Beral Madra und Erno Vroonen in der Sektion "Urbanscape/Innerscape/ Socioscape" (Bayerstr. 115). Die von ihnen ausgewählten Positionen bewegen sich zwischen politischen (Roza El-Hassan, Hussein Chalayan) und privaten Themen (Anna Malagrida, Alexandra Vajd/ Hynek Alt), Analysen sozialer Phänomene (u.a. Otto Snoek, Marc Bijl) und psychologisch raffinierten Beobachtungen des Menschen (Brunella Longo, Vincent Geyskens, Enrique Marty). Mit Witz, Humor und Intelligenz beobachten sie den Glamour der Mega-Cities, beleuchten aber auch die Schattenseiten einer globalen Welt, wie Unsicherheit, Entfremdung, Eskapismus oder Isolation von Außenseitergruppen.

Mit seiner Sektion "Identity Fusion" (Erhardtstr. 27) präsentiert Marius Babias Arbeiten, die Begriffe wie Identität, ethnische Zugehörigkeit und Nationalismus kritisch hinterfragen und positive Vorstellungen des Zusammenlebens in einem zukünftigen Neuen Europa vermitteln. Thematisiert werden Codes, mit denen sich jugendliche Subkulturen verständigen (z.B. Kalin Serapionov), Gender-Fragen in Mode und Lifestyle (Regina Möller) und Spannungen zwischen europäischer und regionaler Identität (Rodica Tache). Ironische Interaktion mit dem Betrachter (Daniel Knorr) ist ebenso Teil der Ausstellung wie stillebenartige Inszenierungen globaler Warenzirkulation (Natascha Sadr Haghighian).

Mit "p2p" (peer-to-peer) bieten Marketta Seppälä und Veronica Wiman eine Plattform, mit der Identität im Zeitalter des Internets vorstellbar wird (Erhardtstr. 27). Innerhalb des dort vorgegebenen Horizonts einer bestimmten Art von Verständigung entstehen vielfältige, subjektive Formen eines persönlichen und menschlichen Ausdrucks. In einem Environment der türkischen Künstlergruppe KUTU und der schwedischen Gruppe Uglycute untereinander vernetzt sind Arbeiten von Joachim Koester und Jasper S. Stürup, Veli Granö und Frida Fjellman, Jacob Dahlgren und Jari Silomäki.(Presse / Europäisches Patentamt)

Abbildung: copyright: Asta Gröting, Filmstill from "parking", DVD

Öffnungszeiten: 10.00 - 17.00 Uhr täglich

Europäisches Patentamt, München
Erhardtstraße 27 und Bayerstraße 115

Public Abstraction - Private Construction


Die Geschichte der Kunst hat sich aus dem Abstraktionsvermögen Einzelner entwickelt. "Public Abstraction, Private Construction" untersucht das gedankliche Verfahren von Abstraktion am Beispiel von Projekten in öffentlich erfahrbaren Situationen. Durch zwei Ausstellungen und mehrere Aktionen versuchen wir uns den Begriff der Abstraktion als Wahrnehmungsprozess anzunähern und ihn zu diskutieren.

Eine Ausstellung, egal wie schön und spannend sie sein mag, kann im Vergleich zum kreativen Entstehungsprozess selten mehr als eine physische, dokumentarische Ebene bilden. Deswegen ist dieses Ausstellungsprojekt nicht so sehr an formalistischen Entwicklungen oder an Abstraktion als bildnerischem Ergebnis interessiert, sondern viel mehr an dem Weg und Entstehungsprozess des Kunstwerks. Der Tatort dieser Ausstellung ist demnach nicht die Galerie oder der öffentliche Raum an sich, sondern der Kopf des Künstlers mit all seinen Ideen und Turbulenzen. Der lange Weg des Sehens, Analysierens und Erkennens ist im Kunstwerk als Produkt selten sichtbar, obwohl doch so wichtig und bestimmend für die künstlerische Entscheidung.

Die Frage, die sich stellt, ist: Wenn die Realität die künstlerische Position beeinflusst und durch das Kunstwerk reflektiert wird – kann eine künstlerische Position ihrerseits die Wahrnehmung der Realität verändern? Künstlerische Ansichten, Eingriffe und Konstruktionen verwischen die Grenzen zwischen öffentlich und privat, real und absurd, sinnlos und genial und konfrontieren uns mit unerwarteten Begegnungen, Wahrnehmunen und Erfahrungen. Oft fern üblicher Ausdrucksformen und Techniken, sind die Arbeiten der Ausstellung in der Auseinandersetzung mit Situationen und Ordnungssystemen des Alltags entstanden. Abstraktion erscheint so als Zustand, Eigenschaft und Voraussetzung des Sehens als gedanklicher Prozess, der neue Erlebnisse ermöglicht.

Bereits vom 27. Mai - 10. Juli 2011 fand Public Abstraction, Private Construction I statt.
Daran nahmen Marco Bruzzone, BURGHARD, Maurizio Cattelan, Sebastian Gräfe, Andreas Kaufmann, Marco Lulic, Iepe Rubingh, Nasan Tur, Thomas Wrede teil.

Public Abstraction, Private Construction II:
Nevin Aladag, Peter Coffin, Daniel Knorr, Via Lewandowsky, Wilfredo Prieto, Anri Sala, Yorgos Sapountzis, Armando Andrade Tudela, Raul Walch

Projekte und Aktionen in der Altstadt:
Daniel Knorr
Wilfredo Prieto
Sarah Rechberger
Yorgos Sapountzis
Raul Walch

Abbildung: Via Lewandowsky, Street Life (Street Live), 2010, modifizierte Bogenlampe, Piotrkowska Straße, 3. Biennale Lodz

Öffnungszeiten: Mi-Fr 17:30-19 Uhr, So 11-15 Uhr und n.V.

Kunstverein Arnsberg e.V.
Königstraße 24
59821 Arnsberg
Tel.: 02931 21122
kunstverein-arnsberg.de


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