VIVIANE SASSEN – UMBRA

13. 05. - 20. 08. 2017 | HAUS DER PHOTOGRAPHIE, Hamburg
Eingabedatum: 16.05.2017

Werkabbildung

Marte #02, 2014 Inkjets on hannemeule paper 50 x 75 cm © Viviane Sassenbilder

Mit der international anerkannten Fotografin Viviane Sassen (*1972) präsentiert das Haus der Photographie Deichtorhallen Hamburg vom 13. Mai bis 20. August 2017 zum ersten Mal eine Einzelausstellung der niederländischen Künstlerin in einem großen deutschen Ausstellungshaus.

Bekannt wurde Viviane Sassen durch ihre Farbfotografien, bei denen die Form am Rande der Abstraktion eine starke Rolle spielt. Die dargestellten menschlichen Körper werden in den Arbeiten zu Akteuren surrealer Szenerien. Einzelne Gliedmaßen scheinen ein Eigenleben zu führen und wirken oft wie abstrakte Skulpturen, die durch geschickt platzierte Spiegel in ihre Einzelteile zerlegt wurden. Mit ihrem sehr persönlichen und einzigartigen Stil setzte Viviane Sassen auch in der Modefotografie Akzente und hebt sich durch ihre emotionale Bildsprache von den weitgehend kommerziell ausgerichteten Modefotografen ab. In Werbekampagnen für weltbekannte Marken wie Stella McCartney, Adidas, Miu Miu, Hermès, Bottega Veneta oder Louis Vuitton bildet sie den kreativen, experimentellen und modernen Charakter der zeitgenössischen Mode ab.

Das Haus der Photographie präsentiert mit der Werkserie UMBRA (lat. Schatten) das wohl persönlichste Werk der Künstlerin. Die Schau konzentriert sich auf das Spiel zwischen Licht und Schatten, ein besonderes Stilmittel Sassens. Charakteristisch ist außerdem das überspitzte Kolorit, das wiederum tiefe Schatten hervorruft. Der harte Kontrast zwischen Hell und Dunkel, zwischen Realismus und Abstraktion wird in UMBRA zur Metapher für widerstreitende Emotionen wie Angst und Begehren, Erinnerung und Erwartung, Fantasie und Illusion.

Die Ausstellung UMBRA ist in acht verschiedene Serien gegliedert, wobei jede einen eigenen Charakter aufweist (TOTEM, LARVAE, HURTLING, REBUS, SOIL, CARBON, AXIOM und AURA). Die Auswahl der eingesetzten Medien reicht dabei von Fotografie über Video, Zeichnungen und Lichtprojektionen bis hin zu Spiegeln. Die meisten dieser Werkreihen wurden explizit für die Werkschau UMBRA produziert. In einigen Teilen der Werkserie lassen sich Bezüge auf traditionelle, abstrakte Maler wie Kasimir Malewitsch (Das schwarze Quadrat, 1915), Piet Mondrian oder Mark Rothko erkennen. Andere stehen in Beziehung zu literarischen, naturwissenschaftlichen und philosophischen Ansichten von Plato und Carl Gustav Jung bis hin zu der jungen niederländischen Schriftstellerin Maria Barnas, die eigens für UMBRA Gedichte verfasste.

In ihrer Ausstellung nimmt Viviane Sassen die Besucher mit auf eine Reise durch Licht und Schatten und integriert dabei sogar deren physische Präsenz in die Traumwelt, die sie mit UMBRA erschafft.


ÖFFNUNGSZEITEN
Di – So 11 – 18 Uhr. Jeden 1. Do im Monat 11 – 21 Uhr.

ADRESSE
Deichtorhallen Hamburg/Haus der Photographie
Deichtorstr. 1-2,
20095 Hamburg


deichtorhallen.de

Presse






Daten zu Viviane Sassen:

- Art Basel 2016
- Biennale Venedig 2013
- Daimler Art Collection
- Kunstverein Arnsberg
- MoMA Collection
- Stevenson - Gallery

Weiteres zum Thema: Viviane Sassen



No fashion, please!


Chan-Hyo Bae, Existing in Costume 1b, 2006, © Chan-Hyo Bae, Courtesy Aando Fine Art, Berlin

FOTOGRAFIE ZWISCHEN GENDER UND LIFESTYLE

No fashion, please! – die Verweigerung herkömmlicher Vorstellungen von Mode und Schönheit charakterisiert die zweite Schau im Rahmen des Herbstschwerpunkts zu Fotografie und Mode der Kunsthalle Wien. In 19 Einzelpräsentationen wird die internationale zeitgenössische Fotografieszene vorgestellt, die die fundamentale Beziehung zwischen Körper und (Be)Kleidung, die Dialektik zwischen
Form und Erscheinung des Körpers untersucht und hinterfragt. Die ausgewählten Fotografen stehen in der Tradition der Körperkunst und arbeiten stark mit Querverweisen zu Installationen, Zeremonien und Ritualen. Grenzüberschreitungen der Disziplinen werden mutig und mutwillig erprobt. Kleidung und andere Produkte der „Fashion Industry“ erscheinen innerhalb der Ausstellung nur mehr als Fragmente einer narrativen Inszenierung, die die Wunschvorstellungen und Ideale einer sich verändernden Körperästhetik thematisieren. Die dafür eingesetzten medialen Strategien sind vielfältig und reichen von inszenierter Fotografie zu Projektionen, Performances, Körperskulpturen, Video und Film.

KünstlerInnen: Chan-Hyo Bae, Tracey Baran, Jeff Bark, Leigh Bowery/ Fergus Greer, Steven Cohen/Marianne Greber, Philip-Lorca diCorcia, Matthias Herrmann, Lea Golda Holterman, Izima Kaoru, Luigi & Luca, Sandra Mann, Martin & The evil eyes of Nur, Brigitte Niedermair, Erwin Olaf, Alex Prager, Hanna Putz, Viviane Sassen, Sophia Wallace, Bruce Weber

Öffnungszeiten: Täglich 10 - 19 Uhr
Donnerstag 10 - 21 Uhr

KUNSTHALLE wien
halle 1, halle 2
Museumsplatz 1
A-1070 Wien
Tel. +43-1-52189-0
Fax +43-1-52189-1217
e-Mail: office@kunsthallewien.at


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