Duett mit Künstler_in

Partizipation als künstlerisches Prinzip

21. 05. - 03. 09. 2017 | Museum Morsbroich, Leverkusen
Eingabedatum: 27.05.2017

Werkabbildung

Rirkrit Tiravanija untitled 2015 (MORGEN IST DIE FRAGE), Tischtennisplatte siebbedruckt, zwei Tischtennisschläger siebbedruckt, Tischtennisplatte 76 x 274 x 152,5 cm Courtesy der Künstler und neugerriemschneider © Rirkrit Tiravanija; Foto: Lisa Rastbilder

Welche Orientierungspunkte für gesellschaftliches und soziales Handeln gibt es heute in einer Gesellschaft, die immer mehr ihren Zusammenhalt verliert?
Welche Formen des Miteinanders werden praktiziert, wenn das gesamte Leben ökonomischen Kriterien folgt?
Worin liegen die Möglichkeiten des Einzelnen und auch die Möglichkeiten von Gruppen gesellschaftliche Prozesse zu hinterfragen, Alternativen zu denken und Handlungen anzustoßen?

Die Ausstellung Duett mit Künstler_in. Partizipation als künstlerisches Prinzip stellt Fragen nach der Teilhabe des Publikums am kreativen Prozess sowie nach der Rolle der Institution Museum innerhalb der Stadtgesellschaft. Sie umfasst 38 internationale, künstlerische Positionen und schließt auch einen historisch-dokumentarischen Teil mit ein, in dem exemplarisch partizipative Ansätze aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gezeigt werden. In der Ausstellung werden mit verschiedenen Medien wie Skulptur, Fotografie, Installation, Video und Performance differenzierte Möglichkeiten der Teilhabe des Besuchers geschaffen.

Das Publikum wird hierbei zum Akteur. Indem es gedankliche Vorstellungen entwickelt, künstlerischen Anweisungen folgt oder performative Handlungen auslöst, indem es Teil des Kunstwerkes wird oder gemeinsam mit anderen Aktionen durchführt, kollaboriert, interagiert und spielt, schafft es im Museum einen sozialen und kommunikativen Raum, der über die Institution hinaus in den städtischen Raum hineinwirkt.
Der Kunst kommt somit die Rolle eines Ideengebers für gesellschaftliche Prozesse und eines Impulsgebers für die Sensibilisierung der Wahrnehmung zu. Schöpferische Aktionen und kritische Reflexion entstehen über die Auseinandersetzung mit dem Kunstwerk. So entwickelt sich das Museum zu einem Ort der Begegnungen und wird konstruktiver Teil von lokalen, gesellschaftlichen und urbanen Strukturen.

Das Museum ist mehr als ein Container für Kunstwerke! Mit der Einladung „alle“ am künstlerischen Prozess teilhaben zu lassen, ist es der Ort, der engagiertes Handeln und kritisches Denken provoziert, fördert und möglich macht.

Das Museum Morsbroich folgt mit der Ausstellung Duett mit Künstler_in seiner Gründungshistorie, in der zeitgenössische, internationale künstlerische Positionen mit der Stadtgesellschaft zusammengeführt wurden. In der Wechselwirkung zwischen diesen beiden Polen, zwischen kritischen, reflektierenden und handelnden Akteuren beiderseits, sah man die Idee einer demokratisch fundierten Kulturpolitik verwirklicht. Einige Arbeiten sind daher auch in Kollaboration mit städtischen Partnern oder Leverkusener Bürgern oder für den Ort entstanden. So verschränkt beispielsweise leverkusen_transfer von Mischa Kuball ganz bewusst den Raum des Museums mit dem städtischen Raum und dem privaten Raum, die der Künstler als untrennbar miteinander verbunden sieht.

Die Ausstellung wird von einer Publikation begleitet, die von Mischa Kuball konzipiert und in Zusammenarbeit mit der Gestalterin Petra Hollenbach entwickelt wurde. Sie erscheint im Verlag für moderne Kunst und enthält wissenschaftliche Essays von Raimar Stange und Friederike Wappler, ein Vorwort von Markus Heinzelmann und Stella Rollig, eine Einführung in die Ausstellung von Stefanie Kreuzer und Kurztexte zu den Kunstwerken von Fritz Emslander, Feodora Heupel und Stefanie Kreuzer.

mit Arbeiten von
Vito Acconci, Davide Balula, Robert Barry, Joseph Beuys, Angela Bulloch, John Cage, Christian Falsnaes, Claus Föttinger, //////////fur//// art entertainment interfaces, Florian Graf, Rodney Graham, Hans Haacke, Jeppe Hein, Christine Hill, David Horvitz, Pierre Huyghe, Christian Jankowski, Yves Klein, Tomas Kleiner, Mischa Kuball, Dieter Meier, Bruce Nauman, Yoko Ono, OPAVIVARÁ!, Marjetica Potrč und Wapke Feenstra, Antje Schiffers - Myvillages, Tino Sehgal, Gabriel Sierra, David Shrigley, Juergen Staack, Rirkrit Tiravanija, Mary Vieira, Wolf Vostell, Franz Erhard Walther, Gillian Wearing, Franz West, Erwin Wurm, Haegue Yang, Zentrum für Politische Schönheit

Museum Morsbroich

Gustav Heinemann Straße 80
51377 Leverkusen


Presse






Daten zu Rirkrit Tiravanija:

- abc 2015
- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Hong Kong, 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- Berlin Biennale 1998
- Biennale Venedig 2009
- Biennale Venedig 2015
- evn sammlung
- Galerie Chantal Crousel
- Galleries ART DUBAI CONTEMPORARY 2015
- Gallery Weekend Berlin 2016
- Gavin Brown's enterprise - Gallery
- Gwangju Biennale, 1995
- Gwangju Biennale, 2012
- kurimanzutto - Gallery
- Ljubljana Biennale 2013
- Lyon Biennale, 1995
- Lyon Biennale, 2007
- Manifesta 1, 1996
- Migros Museum, Sammlung
- MoMA Collection
- Pilar Corrias Gallery
- Preistraeger 2004, Hugo Boss Prize
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung MMK, Frankfurt
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD
- Sharjah Biennial 12, 2015
- SHARJAH BIENNIAL 8, 2007
- skulptur projekte münster 1997
- Solomon R. Guggenheim Collection
- Whitney Biennale 2006

Weiteres zum Thema: Rirkrit Tiravanija



Shortlist "blueOrange" (1.10.03)


Die Nominierung für Deutschlands höchstdotierten Kunstpreis (77.000 Euro), ausgelobt von den Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, wurde bekanntgegeben.

Pressemitteilung / Auszug: "Sieben international bekannte Künstler konkurrieren um den höchstdotierten Preis für bildende Kunst in Deutschland - "blueOrange 2004" -, der von den Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken ausgelobt wurde. Über die mit Spannung erwartete "Shortlist" der Künstler, die in die Endrunde gelangen, entschied eine Fachjury jetzt in Berlin. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 77.000 Euro ausgestattet. Davon sind 7.000 Euro zur Förderung eines Nachwuchskünstlers vorgesehen, den der Preisträger benennen kann.
Unter rund 170 von Kunstexperten aus aller Welt empfohlenen Kandidaten hat die Jury für den "blueOrange 2004" nominiert: die Finnin Eija-Liisa Ahtila, Jahrgang 1959, lebt in Helsinki; der Belgier Francis Alÿs, 1959 in Antwerpen geboren, lebt in Mexiko City; der Kanadier Rodney Graham, Jahrgang 1949, lebt in Vancouver; Teresa Margolles, 1963 im mexikanischen Sinaloa geboren, lebt in Mexiko City; Paul Pfeiffer, geboren 1966 in Honolulu, Hawaii, lebt in New York; Santiago Sierra, 1966 in Madrid geboren, lebt in Mexiko City; Rirkrit Tiravanija, 1961 in Buenos Aires geboren, lebt in Berlin, New York und Bangkok.
Die Preisanwärter sind mit Einzelausstellungen in renommierten Kunstinstitutionen sowie internationalen Kunstereignissen hervorgetreten. Allen Nominierten sprach die Jury herausragende Leistungen zu, die auch in Zukunft viel versprechende Anstöße innerhalb des künstlerischen Diskurses erwarten ließen. Gattungsübergreifend, so die Juroren, stehe die "Shortlist" für die kulturelle wie geografische Vielfalt der aktuellen Kunstproduktion weltweit. . . .
Die Juroren sind: Klaus Biesenbach, Chefkurator des P.S.1/MoMA in New York und künstlerischer Leiter der Kunstwerke Berlin; Daniel Birnbaum, Rektor der Städelschule in Frankfurt am Main; Maria de Corral, international tätige Kuratorin; Wolfgang Herles, Redaktionsleiter Kultur des ZDF, Mainz; Luminita Sabau, Kunstexpertin des BVR, Berlin, und Gertrud Wagenfeld-Pleister, Vorsitzende des Oldenburger Kunstvereins.

Über die Shortlist wird online debattiert

Die Entscheidung, welcher der Kandidaten Gewinner des "blueOrange 2004" sein wird, fällt im Februar 2004. Die Preisverleihung und eine Ausstellung, die entscheidende Werkphasen des Preisträgers präsentiert, findet im Herbst 2004 im Martin-Gropius-Bau in Berlin statt. Die Auszeichnung wird erstmals 2004 im Zwei-Jahres-Rhythmus an eine international herausragende Künstlerpersönlichkeit vergeben. Als Partner konnten die Berliner Festspiele und das ZDF gewonnen werden. . . ."

weiter Infos: http:// bvr.de


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




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    Il deserto rosso now – Photographische Reaktionen auf Antonionis Filmklassiker

    Ein Kooperationsprojekt der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur mit der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Linea di Confine, Rubiera und Osservatorio Fotografico, Ravenna weiter


    Mit den Händen zu greifen und doch nicht zu fassen

    „Verschwinden“ – vielleicht war dieser Begriff nie aktueller als heute weiter


    Jan Fabre. STIGMATA

    Jan Fabre. STIGMATA ist eine Reise in das Gedächtnis eines der gegenwärtig bedeutendsten Künstler anhand von Zeichnungen, Fotografien, Skulpturen, Kostümen, Zitaten, Archivdokumenten und Modellen weiter


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    Am 18.08.2017 hat das Kunstmuseum Bern in Anwesenheit von Regierungspräsident Bernhard Pulver zusammen mit Direktorin Nina Zimmer die Werkstatt Gurlitt präsentiert weiter


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