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DIE ZUKUNFT DER ZEICHNUNG: KONSTRUKTION

Das Neue in der Sammlung Etzold - Folge 1

9. 07. - 7. 01. 2018 | Museum Abteiberg, Mönchengladbach
Eingabedatum: 10.07.2017

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Die Zukunft der Zeichnung ist der Computer, sagte der Maler und Zeichner K.O. Götz im Jahr 1971. Dieser Satz aus den Erinnerungen von Hans Joachim und Berni Etzold ist Ausgangspunkt einer Neubetrachtung ihrer grafischen Sammlung und charakterisiert die Perspektive der Sammler selbst.
Sie sammelten Zeichnungen, Druckgrafiken, Collagen und Papierarbeiten unterschiedlicher Art unter dem Blickwinkel der Neuerungen und Veränderungen in der Moderne. Begeistert von konstruktiver und konkreter Kunst bauten sie ihre Sammlung auf, entdeckten dabei die noch wenig präsente Vorgeschichte der konstruktivistischen Avantgarde in den 1920er Jahren und zugleich Zero, Pop, Minimal und Conceptual Art in ihrer eigenen Zeit.

Die Entwicklung der Zeichnung in der Moderne, ihre Gegenwart, Geschichte und Zukunft werden zum Sujet einer Ausstellungsreihe, die in drei Folgen stattfindet und drei Phänomenen in den Papierarbeiten der Sammlung Etzold nachspürt: Konstruktion, Algorithmus, Konzept. In der ersten Folge werden Arbeiten der konstruktivistischen Avantgarde und die Wiederkehr des Konstruktiven sowie der Anfang der Computergrafik in den 1960er Jahren zum Thema. Die Ausstellung wird präsentiert im Graphischen Kabinett und im angrenzenden Raum der Gartenebene, sie umfasst Zeichnungen, Druckgrafiken, Papier- und Objektarbeiten u.a. von Josef Albers, Henryk Berlewi, Max Burchartz, Gianni Colombo, Enea, Alexandra Exter, Werner Graeff, Lajos Kassák, Bart van der Leck, El Lissitzky, Kasimir Malewitsch, Kenneth Martin, Laszlo Moholy-Nagy, François Morellet, Georg Nees, Elfi Paul, Ljubow Popowa, Erich Reusch, Alexander Rodtschenko, Karl Peter Röhl, Jan Schoonhoven und Victor Servanckx.

In der zweiten Folge werden 2018 das rare Konvolut der Computergrafik und deren Algorithmen ins Zentrum rücken. Probiert wird dabei ein Anschluss an die heutige Gegenwart: eine Gegenüberstellung zur heutigen Ästhetik in Kunst, Wissenschaft und Medienkultur. Die dritte Folge im Jahr 2019 will sich schließlich der Entstehung konzeptueller Zeichnungen und den neuen Werkbegriffen der 1960er Jahre widmen, die in der grafischen Sammlung von Hans Joachim und Berni Etzold in vielen kleinen und größeren Objekten und künstlerischen Dokumenten zu finden sind.

Seit 1970, nach ihrer legendären Ausstellung im Kölnischen Kunstverein, befindet sich das Großkonvolut der Moerser Sammler Hans Joachim und Berni Etzold als Dauerleihgabe in Mönchengladbach.
Seit Eröffnung des Museums Abteiberg zeigt sich die Sammlung Etzold an prominenten Stellen im Haus, mit wichtigen Werken von Yves Klein, Lucio Fontana, Piero Manzoni, den Bewegungen der Zero, Op und Pop Art. Es ist die einzige Gastsammlung im Museum, in ihrer Präsenz immer verbunden mit dem historischen Coup des Museumsdirektors Johannes Cladders, sie gegenüber der städtischen Politik als Lockmittel für den Bau des Museums Abteiberg benutzt zu haben.

Die erweiterte Präsentation der Sammlung Etzold ist Auftakt für die Ausstellung zur Mönchengladbacher Museumsgeschichte der Jahre 1967 bis 1978, die ab 13. September unter dem Titel VON DA AN. RÄUME, WERKE, VERGEGENWÄRTIGUNGEN DES ANTIMUSEUMS 1967 – 1978 im Museum Abteiberg und in den historischen Räumen des Alten Städtischen Museums in der Bismarckstraße zu sehen sein wird.

Museum Abteiberg


Presse








Weiteres zum Thema: Lazlo Moholy-Nagy



Heinz Mack "Silberlicht", Museum Abteiberg, Mönchengladbach (8.3. - 23.4.06)


Am 8. März wird der seit 1967 in Mönchengladbach lebende Künstler Heinz Mack 75 Jahre alt. Sein Geburtstag ist Anlass für eine Ausstellung, deren Besonderheit es ist, einem weniger bekannten und frühen Medium im Werk von Heinz Mack zu folgen. Unter dem Titel Silberlicht werden 75 zumeist erstmals gerahmte Schwarz - Weiß - Fotografien und Fotogramme gezeigt, die in der Zeit von 1953 bis heute entstanden. Es handelt sich um eine Ausstellung, die Macks Inspiration durch experimentelle Fotografie verfolgt. Der Begriff Silberlicht im Titel der Schau ist wörtlich zu verstehen: als das chemisch erzeugte Dokument von Licht auf Fotopapier.
Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Phänomen Licht machte Heinz Mack zu einem bedeutenden und weltweit renommierten Künstler der modernen Kunstgeschichte. Nachdem bereits Macks frühe Malerei der 1950er Jahre nicht von Farbe, sondern von Schwarz-Grau-Weiß-Skalen handelte, die Werten von Licht und Schatten entsprachen, stellte sich der Übergang dieses Künstlers zu metallenen Reliefs und Skulpturen als ein logischer Schritt zur realen Nutzung und Inszenierung von Licht dar. Licht- und Prismenreliefs (ab 1960), Lichtstelen (ab 1960) und kinetisch arbeitende Rotoren mit Lichtmaschinen (um 1965), Lichtkarussells (Stedelijk Museum Amsterdam 1964/65), Lichtkuben (ab ca. 1968) und komplette Lichträume entstanden, die Heinz Mack alleine oder in Zusammenarbeit mit den ihm nahestehenden Kollegen der Gruppe ZERO (Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker, 1958 – 1967, vgl. Salon de Lumière 1961-62) entwarf.
In der gemeinsam mit Heinz Mack entwickelten Ausstellung schwarz-weißer Fotografien und Fotogramme dringt die ursprüngliche künstlerische Faszination für das Phänomen Licht erneut hervor. Das schwarz-weiße Medium der fotochemischen Reaktion, bis zur Entfaltung der Farbfotografie tatsächlich ein reines Licht- und Schattendokument, das Künstler wie Lazlo Moholy-Nagy oder Man Ray bereits zum Thema genommen hatten , wurde von Heinz Mack entdeckt als ein künstlerisches Instrument zur Entwicklung von Skulptur. Augenblicke aus der Realität und eine gesteigerte Wahrnehmung von gefundenen Objekten im alltäglichen Umfeld waren einflussreiche Inspirationen für die Erweiterung künstlerischer Medien. Und ebenso geriet die - zu dieser Zeit bereits technologisch überholte - schwarz-weiße Aufnahme einer eigenen Arbeit zur präzisesten Darstellung der künstlerischen Intention.
Das kabinettartig angelegte Ausstellungsprojekt könnte auch "Mack ohne Farbe" heißen, doch dann würde vielen heutigen Besuchern eine weitere, sehr bedeutsame Dimension des Werks von Heinz Mack nicht auffallen: Eine durch Helligkeit, Künstlichkeit, Glitzern und Reinheit definierte Dimension von Licht (siehe Jürgen Harten im Katalog Mack. Objekte, Aktionen, Projekte, Kunsthalle Düsseldorf 1972), die in und mit dem Werk von Heinz Mack einen unvergleichliches Sinnbild von kultureller und gesellschaftlicher Moderne gewann. Der Film "Tele-Mack" (entstanden 1968, im Jahr 1970 ausgezeichnet auf der Fimbiennale in Venedig) liefert Hinweise auf den historischen Kontext. Die erneute Vorführung dieses Films im Audiovisionsraum des Museums Abteiberg beleuchtet nochmals die Zusammenhänge, in denen das Werk von Heinz Mack seine große Strahlkraft erzeugt. (Presse | Museum Abteiberg)

Abbildung Copyright: Heinz Mack, Fotoabzug

Öffnungszeiten: täglich von 10.00 - 18.00 Uhr, montags geschlosssen

Städtisches Museum Abteiberg
Abteistr. 27
D-41061 Mönchengladbach
Tel.: +49-(0)2161-252631

museum-abteiberg.de







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