Ausstellungsreihe Poetische Expansionen

27.07. - 22.10.2017 | ZKM_Lichthof 1+2, Karlsruhe
Eingabedatum: 26.07.2017

Werkabbildung

Plakat zur Ausstellung »Reinhard Döhl. Alles ist möglich. Alles ist erlaubt.« 2017 © Reinhard Döhlbilder

Poetische Expansionen macht mit einer Serie ausgewählter Positionen auf eine der wichtigsten Tendenzen der Kunst des 20. Jahrhunderts aufmerksam: die Erweiterung der künstlerischen Medien. In den 1950er- bis 1970er-Jahren entstanden neue künstlerische Formen, indem die Grenzen zwischen Text, Bild, Objekt, Theater und Musik aufgehoben wurden, die Kunst sich von ihren herkömmlichen Materialien und Produktionsverfahren löste und für technische Medien öffnete.

Mit der sechsteiligen Ausstellungsreihe Poetische Expansionen möchte das ZKM zeigen, dass Dichtung und Literatur als entscheidende Impulsgeber für diese Entwicklungen der modernen Kunst zu betrachten sind. Dichter und Künstler wie Nanni Balestrini, Reinhard Döhl, Helmut Heißenbüttel, Hansjörg Mayer, Gerhard Rühm und Konrad Balder Schäuffelen – einige von ihnen waren der Stuttgarter Gruppe verbunden –, führten die Innovationen Stéphane Mallarmés, der Futuristen und Dadaisten fort, die den Text aus der Linearität und dem Zwang der Narration befreit hatten. Die Wortkünstler wurden zu Bild- und Klangkünstlern: Buchstaben, Zeichen und Laute wurden zum Material für Typocollagen, Ton- und Bildmontagen. Das Buch wurde zum Bildschirm, das Zeichen zur Zeichnung, die Seite zur Website. Mit den Medien Fotografie, Film, Video, Radio, Fernsehen, Computer, Internet und mit Objekten, Aktionen und Performances eroberten sie die dritte Dimension, den Raum, und die vierte Dimension, die Zeit.

Die Ausstellungsreihe Poetische Expansionen zeigt die mediale Revolution der Künste, geboren aus der Auseinandersetzung mit sprachlicher Kommunikation nach dem Ende der Gutenberg-Galaxis und dem Beginn der Turing-Galaxis.

Im Rahmen der Ausstellung wurden bereits die Ausstellungen Hansjörg Mayer. The Smell of Ink, Nanni Balestrini: Wer das hir liest braucht sich vor nichts zu fürchten und soon | just | now. gerhard rühm als intermediapionier gezeigt.

Reinhard Döhl: Alles ist möglich. Alles ist erlaubt. Mit der Ausstellung Alles ist möglich. Alles ist erlaubt. widmet sich das ZKM dem Werk des Autors, Poeten, Künstlers, Literatur- und Medienwissenschaftlers Reinhard Döhl (1934– 2004). Döhls umfangreiches künstlerisches und literarisches Schaffen reicht von Kurzprosa und Lyrik, konkreter und visueller Poesie, über Hörspiele und Computerliteratur bis zu Mail Art, Collagen, japanischer Kalligrafie und Netzkunstprojekten. Als Literatur- und Medienwissenschaftler publizierte er vor allem zu Themen wie Literatur-, Hörspiel- und Mediengeschichte.

Döhl studierte in Göttingen Germanistik, Philosophie, Geschichte und Politikwissenschaft. Auf Einladung des Philosophen Max Bense, Professor an der Universität Stuttgart, kam er Ende 1959, nachdem er nach der Veröffentlichung des Gedichts missa profana wegen Gotteslästerung angezeigt, im Gerichtsprozess jedoch freigesprochen worden war, nach Stuttgart. Döhl promovierte über Hans Arp, befasste sich früh mit interdisziplinären Themen und schloss 1979 seine Habilitation mit dem Thema Neue deutsche Literatur unter besonderer Berücksichtigung der Medien ab. Von 1965 bis zu seinem Tod lehrte Döhl an der Universität Stuttgart, zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, später als Professor für Germanistik.

In den 1960er-Jahren gehörte er der Stuttgarter Gruppe um Max Bense an. Der engere Kreis der Gruppe bestand aus Bense, Helmut Heißenbüttel und Döhl sowie aus den Typografen Klaus Burkhardt und Hansjörg Mayer, die ein gemeinsames Interesse an experimenteller Literatur sowie an künstlerischer Produktion mit neuen Medien und Aufschreibesystemen verband. Der Kreis erweiterte sich schnell auch über die Stadtgrenzen hinaus, und so können u. a. Ernst Jandl, Franz Mon und Ludwig Harig zum weiteren Kreis der Gruppe gezählt werden. 1965 schuf Döhl eine Inkunabel konkret visueller Poesie, den Apfel mit Wurm, bei dem die ohne Zwischenraum aneinandergereihten Wörter
„Apfel“ das Bild eines Apfels ergeben, in dem rechts unten das Wort „Wurm“ versteckt ist. Inzwischen hat der Apfel nicht nur in Anthologien über konkrete Kunst, sondern hat auch in vielen Schulbüchern Eingang gefunden.

Die seit den 1960er-Jahren bestehenden vielfältigen Kontakte zu Literaten und Künstlern z. B. aus Frankreich, der Türkei, der Tschechoslowakei, Brasilien oder Japan, wurden von Reinhard Döhl über viele Jahre gepflegt. Aus dem so aufgebauten weiten Netzwerk erwuchsen zahlreiche literarisch-künstlerische Gemeinschaftsprojekte. Die Avantgarden des 20. Jahrhunderts, das Prinzip des Gesamtkunstwerks sowie künstlerischer Dialog waren immer zentrale Aspekte in Döhls Arbeit als Literatur- und Medienwissenschaftler und Künstler. Darüber hinaus befasste er sich bereits sehr früh mit den literarischen und künstlerischen Möglichkeiten des Internets und entdeckte den Computer als geeignetes Medium, um die zentralen Forderungen einer dialogischen Literatur und Kunst einzulösen. Seit den 1990er-Jahren betrieb er seine eigene Website, reinhard-doehl.de, sowie, gemeinsam mit Johannes Auer, den Internetreader Als Stuttgart Schule machte, ein umfangreiches Archiv mit Texten, Kommentaren und Materialien zur Gruppe um Max Bense, und publizierte ab 1996 fast ausschließlich im Netz.

Döhl verfasste neben Gedichten auch Prosa, künstlerische und wissenschaftliche Texte sowie Hörspiele. Seine Texte wurden in viele Sprachen übersetzt, u. a. ins Französische, Spanische, Tschechische, Russische, Englische und Japanische. Als Literatur-, Medienwissenschaftler und Hochschullehrer beschäftigte er sich intensiv mit der experimentellen Literatur und Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts, insbesondere mit DADA, sowie mit dem Medium des neuen Hörspiels. Aus dieser Auseinandersetzung resultierten neben der Entwicklung einer Hörfunk-Sendereihe auch wissenschaftliche Publikationen zum Thema, die heute noch von großer Bedeutung sind.

Die Ausstellung im ZKM fokussiert Döhls Netzliteratur- und Netzkunstprojekte ab 1996, von denen viele in Kooperation mit dem Medienkünstler Johannes Auer entstanden sind. Sie zeigt darüber hinaus aber auch Arbeiten aus dem Gesamtwerk Döhls, einen Wegbegleiter der Avantgarden der 1960er-Jahre und einen unermüdlichen Geist, dessen Neugierde für Neue Medien und ihre künstlerischen Anwendungsmöglichkeiten ihn immer wieder dazu veranlasste, auf künstlerische und wissenschaftliche Weise ein neues Medium zu erforschen. Seit 2001 befindet sich das Archiv von Reinhard Döhl in der Akademie der Künste in Berlin. Ab dem Jahr 2004 wurden große Teile des Nachlasses von Reinhard Döhl in die Sammlung des ZKM übernommen.

Helmut Heißenbüttel: schreiben sammeln senden
Die Ausstellung Helmut Heißenbüttel: schreiben sammeln senden zum Schaffen von Helmut Heißenbüttel (1921–1996), freier Autor und Redakteur am Stuttgarter Rundfunk, umfasst Materialien aus den 1950er-Jahren bis zur Gegenwart: Texte und Hörspiele, Sendungen aus dem Programm „Radio-Essay”, Mappenwerke in Zusammenarbeit mit Künstlern und Bilder und Objekte und aus der Sammlung Heißenbüttel.

schreiben
Der Autor Helmut Heißenbüttel veröffentlichte nach seinem Debüt Kombinationen (Esslingen, 1954) eine Serie von Textbüchern, für die er 1969 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet wurde. Viele von Heißenbüttels Texten basieren auf bildnerischen Prinzipien wie Fragment, Collage, Serie und Montage. Das Sprachmaterial dazu fand er in Büchern und Radiosendungen, in Schallplattenaufnahmen oder im Alltagsgerede in Bussen und Bahnen.

sammeln
Zentrum der Ausstellung bilden Kunstwerke aus Heißenbüttels Sammlung, zu denen er Klappentexte und Gelegenheitsgedichte verfasst hat und Grafik-Mappen, die in Zusammenarbeit mit Rupprecht Geiger, Reinhold Koehler und anderen entstanden. In Heißenbüttels großer Schallplattensammlung finden sich Aufnahmen verschiedener
Komponisten wie John Cage, John Coltrane, Johnny Cash und Heinrich Ignaz Franz Biber, deren Plattencover in der Ausstellung eine „Hörfläche“ bilden.

senden
Beim Süddeutschen Rundfunk Stuttgart (heute SWR) leitete Heißenbüttel von 1959 bis 1981 die Redaktion „Radio-Essay“. In einer „Sendestation“ laufen Beispiele aus diesem Programm und einige von Heißenbüttels Hörspielen, darunter die Collage Was sollen wir überhaupt senden?.
Kurator: Holger Jost

Konrad Balder Schäuffelen: sprache ist fuer wahr ein koerper

Mit visuellen Texten, Wort-Bild-Kombinationen sowie skulpturalen Objekten beteiligte sich Konrad Balder Schäuffelen (1929–2011) seit 1962 an wegweisenden Anthologien sowie nationalen und internationalen Ausstellungen zu experimenteller Kunst. Das ZKM würdigt das reichhaltige künstlerische Schaffen Schäuffelens mit einer Retrospektive, die dank einer Schenkung des Sohnes Jakob ermöglicht wurde. Seit 2013 befinden sich signifikante Arbeiten besonders aus der frühen und mittleren Werkphase Schäuffelens in der Sammlung des Hauses. Der Titel sprache ist fuer wahr ein koerper versteht sich als Motto und zitiert die gleichnamigen Einzelausstellungen 1976 in München (Lenbachhaus) und 1977 in Heidelberg (Kunstverein).
Schäuffelens künstlerisches Oeuvre bezieht seine markante Gestalt aus den poetischen Produktivkräften im Umgang mit Sprache. Aus der Mehrfachperspektive des Dichters, Künstlers und Neurologen sowie mit dem geschärften Sensorium des Psychoanalytikers erprobte Schäuffelen seit Mitte der 1950er-Jahre Verfahren der Intermedialität und
Intertextualität. Mittels Techniken des ironischen Spiels, des Zufalls und strenger konzeptueller Ansätze führte er Sprache aus der Enge des konventionellen Gebrauchs heraus, um den semantischen Reichtum der Zeichen zu betonen.

Das Material für seine formalen Anordnungen bezog Schäuffelen aus vielfältigen sprachlichen Quellen. Er zitiert, segmentiert bis auf Letternebene, kombiniert und reformiert Texte kanonisierter Autoren und Philosophen, Sprachformeln und tradierte Spruchweisheiten, Zeitungsberichte und Zitate der Boulevardpresse ebenso wie beiläufig wahrgenommene Alltagsdialoge seiner Zeitgenossen. Ob akkurat gearbeitete lyrische Kleinformen, papierene Flachobjekte, Schriftskulpturen, sprechende Bücher, Emblem-Assemblagen oder raumgreifende multimediale Environments – Schäuffelens Arbeiten zeugen von einer weitreichenden Kenntnis auf vielen Gebieten der Kulturen. Vermögen die von Dada, Surrealismus und Lettrismus inspirierten Arbeiten zunächst durch Witz und Leichtfüßigkeit zu bestechen, so lassen sich auf den zweiten Blick Referenzen auf kulturhistorische Sedimente entdecken. Konrad Balder Schäuffelen eröffnet damit einen analytischen Blick auf die Geschicke fixierter Symboliken, antiker
Mythen sowie Insignien religiöser und politischer Macht.

ZKM | Zentrum für Kunst und
Medien Karlsruhe
Lorenzstraße 19
76135 Karlsruhe
zkm.de

Presse






Daten zu Reinhard Döhl:

- documenta 8, 1987

Weiteres zum Thema: Reinhard Döhl



Concerning Concrete Poetry


Unter dem Titel „Concerning Concrete Poetry“ zeigt der Badische Kunstverein eine Ausstellung zur Konkreten Poesie. Erstmals werden herausragende Werke aus verschiedenen Archiven und Sammlungen zusammengeführt und deren nationale wie internationale Verflechtungen beleuchtet. So präsentiert die Ausstellung die Sammlungen von Bob Cobbing und Peter Mayer – zwei prominenten Vertretern der britischen Konkreten Poesie – in einem umfangreichen Display. Titel wie Struktur des Projekts beziehen sich auf Cobbings und Mayers Publikation „Concerning Conrete Poetry“ (1978/2014), die Werke und Dokumente zur konkreten, visuellen und Lautpoesie versammelt und eine Analyse, Geschichtsschreibung sowie ein Manifest des Genres vorstellt. Auf vergleichbare Weise beschreibt die Ausstellung Begriffe wie „konkret“, „semantische Poesie“ und „konkrete Renaissance“ in einem zeitgenössischen Kontext – ergänzt durch eine Serie von Veranstaltungen mit KünstlerInnen, AutorInnen und PerformerInnen.

Neben ausgewählten Artefakten und historischen Dokumenten aus Cobbings und Mayers Archiven wird die Ausstellung unter anderem durch Arbeiten zur Konkreten Poesie von Henri Chopin, Dom Sylvester Houédard und Emmett Williams ergänzt. Ein zweiter Schwerpunkt des Projekts widmet sich KünstlerInnen außerhalb Großbritanniens und setzt einen besonderen Fokus auf die Konkrete Poesie in Deutschland respektive auf die Werke der „Stuttgarter Gruppe/Schule“ mit so bedeutenden Künstlern wie Max Bense, Reinhard Döhl und Helmut Heißenbüttel. Diese und andere richtungsweisende Arbeiten stammen aus dem Nachlass von Reinhard Döhl, der sich im ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe befindet. Zudem zeigt die Ausstellung Drucke und Portfolios von Hansjörg Mayer, der als Künstler und Verleger in Stuttgart begann, in den 1960er Jahren nach Großbritannien zog und noch heute in London lebt. Mayers Werk und das der zahlreichen KünstlerInnen, mit denen er in den letzten Jahrzehnten kollaborierte, verbindet die beiden thematischen und geografischen Pole der Präsentation. Das Ausstellungsplakat wird exklusiv von Hansjörg Mayer für den Badischen Kunstverein entworfen.

„Concerning Concrete Poetry“ umfasst zudem gegenkulturelle Ephemera, wie Poster, Zeitschriften und limitierte Editionen von Kunstwerken, die mit der Konkreten Poesie-Bewegung in Verbindung stehen und die gegenwärtig in sich verschlungene Doppelhelix zwischen Design, Typografie, Poesie, Literatur und Bildender Kunst sowie die parallel verlaufenden Geschichten von Konzeptkunst, Mail Art und Fluxus in ihren lokalen und internationalen Ausprägungen sichtbar machen. Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm lädt PerformerInnen und SprecherInnen ein, die sich mit dem Medium der Konkreten Poesie und deren fortwährender Bedeutung für alle Aspekte der visuellen Kultur beschäftigen. Darüber hinaus veröffentlicht der Badische Kunstverein gemeinsam mit dem Londoner Verlag Slimvolume Press eine Vinyl-LP mit Werken aktueller Lautpoesie. Die LP wird von dem Künstler und Grafikdesigner Scott King gestaltet und beinhaltet ein Booklet mit Interviews, die exklusiv für dieses Projekt mit Hansjörg Mayer und Peter Mayer geführt wurden.

„Concerning Concrete Poetry“ zeigt Arbeiten von: Jeremy Adler, Annalisa Alloatti, Max Bense, Mirella Bentivoglio, Alison Bielski, Claus Bremer, Klaus Burkhardt, Bill Butler, Augusto de Campos, Henri Chopin, Paula Claire, Hans Clavin, Bob Cobbing, Kenelm Cox, Siegfried Cremer, Klaus-Peter Dienst, Rolf-Gunter Dienst, Reinhard Döhl, Fria Elfen, Öyvind Fahlström, Peter Finch, Ian Hamilton Finlay, John Furnival, Pierre Garnier, Mathias Goeritz,
Lily Greenham, Bohumilá Grögerová, Dick Higgins, Josef Hiršal, Sten Hanson, Ludwig Harig, Lee Harwood, Helmut Heißenbüttel, Åke Hodell, Josef Honys, Dom Sylvester Houédard, Ernst Jandl, Jeff Keen, Günther C. Kirchberger, Ferdinand Kriwet, Liliana Landi, Edward Lucie-Smith, Siegfried Maser, Hansjörg Mayer, Peter Mayer, Franz Mon, Edwin Morgan, Ladislav Nebeský, bpNichol, Seiichi Niikuni, Ladislav Novák, Jeff Nuttall, Charles Olson,
P.J. O’Rourke, Michele Perfetti, Helga Philipp, Jennifer Pike, Dieter Roth, Aram Saroyan, Karel Trinkewitz, Jiří Valoch, Paul de Vree, Hermann de Vries, Emmett Williams, Edward Wright, Louis Zukofsky

Kuratiert von Andrew Hunt und Anja Casser
„Concerning Concrete Poetry“ entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe, der Richard Saltoun Gallery, London, Peter und Mary Mayer und der Bob Cobbing Familiensammlung. Arbeiten aus dieser Sammlung wurden zuvor anlässlich des Bob Jubilé Programms gezeigt, das von William Cobbing und Rosie Cooper kuratiert wurde.

Badischer Kunstverein
Waldstraße 3
76133 Karlsruhe
badischer-kunstverein.de



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