Faktor X – das Chromosom der Kunst

3. Biennale der Künstler im Haus der Kunst

29. 07. - 24. 09. 2017 | Haus der Kunst München, Westflügel
Eingabedatum: 27.07.2017

Werkabbildung

Daniela Comani, aus der Serie Eine glückliche Ehe, seit 2003 Sandra Filic, Expedition Medorabilder

Die Ausstellung lädt dazu ein, nach Faktoren zu fragen, die in der Kunst eine Rolle spielen, Einfluss auf ihre Wahrnehmung und Wertschätzung haben: Gehört auch das Geschlecht der KünstlerInnen dazu? Wie macht sich das Chromosom der Kunst bemerkbar?
Diese Frage lässt sich mit einem aktuellen Anlass verbinden: 2017 jährt sich die Eröffnung des Hauses der Kunst 1937 zum 80. Mal, damit auch die 1. Große Deutsche Kunstausstellung. Damals waren gar keine Künstlerinnen beteiligt.
Noch immer sind Frauen auf dem Kunstmarkt weniger beachtet, in Museen unterrepräsentiert. Das Thema Gender und Kunst scheint trotz der Debatten der vergangenen Jahrzehnte weiter aktuell. Welche Bedeutung haben Genres, Materialien, Techniken bei der Zuschreibung von Weiblichkeit/Männlichkeit? Der Erfahrung eines Werkes stehen meist die Geschlechtscodes ihrer Autorschaft entgegen.
Die Ausstellung stellt den Betrachter Tête-à-tête in eine Begegnungssituation mit dem Kunstwerk und dessen sinnlich-körperhafter Präsenz. Einige Arbeiten thematisieren das Geschlecht und die damit verbundenen Rollen explizit, gehen spielerisch mit Zuschreibungen, Idealbildern und Maskierungen um. Andere fügen sich eher assoziativ in den Themenkomplex ein. Präsent ist dabei das Interesse für Körperlichkeiten und Identitäten.

Veranstalter: Künstlerverbund im Haus der Kunst e.V.

Teilnehmende KünstlerInnen
Eike Berg, Birthe Blauth, Daniela Comani, Timur Dizdar, Nezaket Ekici, Expedition Medora, Anna Frydman, Katharina Gaenssler, Patricija Gilyte, Julie Hayward, Rosemin Hendriks, Jan Hoek, Annette Hollywood, Yuliia Koval, Julia Kurek, Christoph Lammers, Albert Lohr, Shahar Marcus, Peggy Meinfelder, Monaconomads, Jans Muskee, Hester Oerleman, Gregor Passens, Stijn Peters, Peter Reill, Jacobien de Rooij, Rasso Rottenfusser, Andreas Rumland, Charlotte Schleiffert, Peter Senoner, Anja Sijben, Emö Simonyi, Alexander Steig, Tamiko Thiel, Susanne Thiemann, Toffaha, Stefanie Trojan, Maurice van Es, Lotte van Lieshout, Dries Verhoeven, Felix Weinold, Susanne Wagner, Anna Witt u.a.

Faktor X ist ein deutsch-niederländisches Ausstellungsprojekt in Zusammenarbeit mit Kurator Alex de Vries.

In der x-y-box, einer Wand aus offenen Kuben, zeigen Mitglieder des Vereins Beiträge.
Es erscheint eine Publikation bei Revolver, Berlin, hg. von Albert Coers und Alex de Vries, mit Essays von Larissa Kikol, Jörg Scheller, Daniel Hornuff, Eva-Maria Troelenberg, Niña Weijers u.a.

Künstlerverbund im Haus der Kunst München e.V
Haus der Kunst München, Westflügel
Prinzregentenstr. 1, 80538 München
29. Juli – 24. September 2017
+49 (0) 89 222 655
kvhdk-muc.de

Presse






Daten zu Daniela Comani:

- Biennale Venedig 2011 Pav
- Das achte Feld, Köln

Weiteres zum Thema: Daniela Comani



History Will Repeat Itself - PHOENIX Halle Dortmund (9.6.-23.9.07 )


History will repeat itself. Strategien des Reenactment in der zeitgenössischen (Medien-)Kunst und Performance
...
Als Reenactment (dt. Nachstellung, Wiederaufführung) bezeichnet man ganz allgemein die historisch korrekte Nachstellung vergangener gesellschaftlich relevanter Ereignisse, wie bedeutende Schlachten oder andere historische Ereignisse. In einem "Reenactment" werden Zuschauer zu unmittelbaren Zeugen - manchmal sogar zu Teilnehmern - eines wiederholten historischen Geschehens, das sich vor ihren Augen abspielt.

In der zeitgenössischen bildenden Kunst - hier vor allem der Medienkunst und Performance - findet sich in den letzten Jahren die Strategie des Reenactment zunehmend Verwendung. So ließ beispielsweise der britische Künstler Jeremy Deller, Turner-Preisträger 2004, für seine Arbeit "The Battle of Orgreave" (2001) eine gewaltsame Auseinandersetzung zwischen Bergarbeitern und Polizisten aus dem Jahr 1984 von ehemaligen Teilnehmern und Laien-Darstellern nachstellen.

"History will repeat itself" stellt die Positionen und Strategien von 23 internationalen Künstlerinnen und Künstlern vor. Im Unterschied zu populärkulturellen Reenactments, wie z.B. der Nachstellung historischer Schlachten, sind künstlerische Reenactments jedoch keine performativen Re-Inszenierungen weit zurückliegender Situationen und Ereignisse, sondern es werden solche (durchaus traumatischen) Ereignisse wiederholt, die als bedeutsam für die Gegenwart erachtet werden. Künstlerische Reenactments sind keine affirmative Bestätigung der Vergangenheit, sondern vielmehr Befragungen der Gegenwart mittels des Rückgriffs auf historische Ereignisse, die sich dem kollektiven Gedächtnis unwiderruflich eingeschrieben haben. Reenactments sind künstlerische Hinterfragungen medialer Bilder, die sich der Realität der Bilder zu versichern versuchen, gleichzeitig jedoch auf die Medienbasiertheit des kollektiven Gedächtnisses verweisen.

In Dortmund wird die Ausstellung parallel zur Documenta 12 (Kassel) und den skulptur.projekten münster in der PHOENIX Halle Dortmund stattfinden (9. Juni - 23. September 2007) und ab dem 18. November 2007 in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin, zu sehen sein (bis einschließlich 13. Januar 2008).

Teilnehmende KünstlerInnen: Guy Ben-Ner (IL/D), Walter Benjamin (US), Irina Botea (RO), C-Level (US), Daniela Comani (IT/D), Jeremy Deller (GB), Rod Dickinson (GB), Nikolai Evreinov (RUS), Omer Fast (IL/D), Iain Forsyth & Jane Pollard (GB), Heike Gallmeier (D), Felix Gmelin (SE), Pierre Huyghe (F), Evil Knievel (US), Korpys/Löffler (D), Zbigniew Libera (PL), Robert Longo (US), Tom McCarthy (GB), Frederic Moser / Philippe Schwinger (CH), Collier Schorr (US), Kerry Tribe (US), T.R. Uthco & Ant Farm (US) und Artur Zmijewski (PL).

Konzept: Inke Arns
Kuratiert von Inke Arns und Gabriele Horn
Co-Kuratorin: Katharina Fichtner

PHOENIX Halle Dortmund
Hochofenstraße / Ecke Rombergstraße, DO-Hörde

Hartware MedienKunstVerein
Güntherstraße 65
44143 Dortmund
Telefon (0231) 823 106

hmkv.de


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