Werkstatt Gurlitt im Kunstmuseum Bern

Einblick in die Restaurierung

Kunstmuseum Bern
Eingabedatum: 21.08.2017

Werkabbildung

Die Restauratorin Dorothea Spitza bei der Untersuchung von technischen Merkmalen an Druckgraphiken, Zeichnungen und Malereien auf Papier unter dem Mikroskop. © Kunstmuseum Bernbilder

Am 18.08.2017 hat das Kunstmuseum Bern in Anwesenheit von Regierungspräsident Bernhard Pulver zusammen mit Direktorin Nina Zimmer die Werkstatt Gurlitt präsentiert. Es fand eine exklusive Besichtigung des Restaurierungsateliers mit einem Expertinnenteam statt.

Im Vorfeld der Ausstellung Bestandsaufnahme Gurlitt. Entartete Kunst – Beschlagnahmt und verkauft ermöglicht die Werkstatt Gurlitt Einblicke in den aktuellen Stand der Restaurierungsmassnahmen von Werken aus dem Gurlitt Nachlass. Die Werkstatt Gurlitt ist öffentlich und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Die Restauratorin Dorothea Spitza bei der Untersuchung von technischen Merkmalen an Druckgraphiken, Zeichnungen und Malereien auf Papier unter dem Mikroskop.

Anfang Juli 2017 sind die ersten Werke aus dem Gurlitt-Bestand im Kunstmuseum Bern angekommen. Bevor eine Auswahl dieser Werke erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden kann, werden sie im eigens zu diesem Zweck eingerichteten Restaurierungsatelier durch das Team des Kunstmuseums Bern untersucht und konservatorischen Massnahmen unterzogen.

Informationstafeln und geführte Rundgänge im Atelier behandeln Fragen rund um die Themen kunsttechnologische Erfassung, Präsentation, Aufbewahrung und Provenienzforschung. Das Sichtfenster bietet Einblicke in das Restaurierungsatelier, während in der Leselounge zur weiterführenden Auseinandersetzung aktuelle Literatur zum Fall Gurlitt und Themen wie Provenienzforschung und Raubkunst zur Verfügung stehen.

Die erste öffentliche Führung wird am 20 August stattfinden.

Das Kunstmuseum Bern zeigt vom 2. November 2017 bis zum 4. März 2018 die Ausstellung Bestandsaufnahme Gurlitt. Entartete Kunst – Beschlagnahmt und verkauft, während in der Bundeskunsthalle in Bonn vom 3. November 2017 bis zum 11. März 2018 die Ausstellung Bestandsaufnahme Gurlitt. Der NS-Kunstraub und die Folgen zu sehen ist.

KUNSTMUSEUM BERN
Hodlerstrasse 8–12
3011 Bern
kunstmuseumbern.ch

Presse








Weiteres zum Thema: Gurlitt



Bundeskunsthalle und Kunstmuseum Bern planen zeitgleich Ausstellungen zum „Schwabinger Kunstfund“


Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Bundeskunsthalle) in Bonn und das Kunstmuseum Bern planen zeitgleich Ausstellungen, in deren Mittelpunkt eine Auswahl der Kunstwerke aus dem Nachlass von Cornelius Gurlitt steht. Das umfangreiche Werkkonvolut soll einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und von einer historisch-wissenschaftlichen Kontextualisierung begleitet werden. Dieses Projekt präsentiert den aktuellen Forschungsstand im Fall „Schwabinger Kunstfund“ und trägt zur Transparenz bei. Die Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn soll durch die umfassende Darstellung der Thematik auch dazu beitragen, weitere Hinweise zu noch offenen Provenienzen von Werken zu finden. Auch soll an die Schicksale der verfolgten Kunstsammler und ihrer Sammlungen erinnert werden.

Die Ausstellungen in der Bundeskunsthalle in Bonn und im Kunstmuseum Bern sind für den Winter 2016/17 geplant und inhaltlich aufeinander abgestimmt. Dafür arbeiten beide Häuser eng und kontinuierlich zusammen. Eine gemeinsame Publikation zu beiden Ausstellungen wird angestrebt. Detaillierte Ausstellungskonzepte werden zurzeit von Expertengremien erarbeitet. Neben wissenschaftlichen Kuratorenteams wird die Ausstellung im Kunstmuseum Bern von Matthias Frehner und Valentina Locatelli und in der Bundeskunsthalle von Rein Wolfs und Agnieszka Lulinska kuratiert. Beide Häuser haben sich auf einen gemeinsamen Beirat geeinigt: Esther Tisa Francini, Georg Kreis, Gilbert Lupfer, Uwe M. Schneede und Shlomit Steinberg.

Bereits im Frühjahr 2015 hat das Restauratorenteam der Bundeskunsthalle das gesamte Konvolut, bestehend aus ca. 1.500 Objekten, konservatorisch erfasst und inventarisiert.

Es werden die Möglichkeiten geprüft, die Ausstellungen auszutauschen und an weiteren Orten zu zeigen. So ist für 2017 bereits eine Station im Martin-Gropius-Bau in Berlin geplant.

bundeskunsthalle.de/blog



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