Thomas Kiesewetter

Bildhauer

03.09. - 22. 10. 2017 | Kunsthalle Bielefeld
Eingabedatum: 01.09.2017

Werkabbildung

Thomas Kiesewetter Untiteld (Neon), 2011
Kunsthalle Bielefeld Foto: Philipp Otttendörferbilder

Parallel zu Ulrich Rückriems Multiples präsentiert die Kunsthalle Bielefeld im zweiten Obergeschoss Werke des Bildhauers Thomas Kiesewetter. Die Skulpturen Kiesewetters sind aus Metall gebildet und monochrom farbig gefasst. Sie lassen die produktive Auseinandersetzung Kiesewetters mit der Moderne und der Geschichte der Skulptur im 20. Jahrhundert erkennen, sind dabei aber eigenständig und zeitgenössisch. Die Auswahl der Skulpturen führt das skulpturale Werk Kiesewetters repräsentativ vor Augen und schließt auch neuere Arbeiten Kiesewetters ein, in denen der Künstler die Skulptur unter veränderten Wesentlichkeiten denkt. Kiesewetter arbeitet zunächst mit Modellen aus Karton, Kunststoff oder Holz, aus denen er Elemente formt, die er dann im Anschluss zu seinen komplexen Gebilden fügt. Wenn diese feststehen, werden sie eins zu eins mit Metallblechen umgesetzt und dann farbig gefasst. Diese Arbeitsweise des Zusammenfügens von Elementen führt zu der Allansichtigkeit der Skulpturen Kiesewetters.
Es gibt hier kein Vorne oder Hinten, man blickt beim Umlaufen der Skulptur immer von vorn auf aufgefächerte oder verdichtete Figuration.
Im Unterschied zu den aus dünnen Blechen hergestellten Skulpturen Kiesewetters, die sich durch ein permanentes Wechselspiel zwischen positiven und negativen, offenen und geschlossenen Volumen auszeichnen, besitzen seine neueren Arbeiten, die seit etwa vier Jahren entstehen, vollplastische Formen. Die additive Bauweise der Skulpturen bleibt erhalten, bekommt durch die vollplastische Präsenz der einzelnen Formelemente nun aber die Schwerkraft als Bedingung hinzu. Die vormals «leeren» Teile haben nun Masse, die balanciert werden will. Dies verändert die Erscheinungsweise der Skulpturen. Die Skulpturen sind nun gegossen, wodurch eine innere Stabilität gewährleistet ist, die aber der Erscheinung einer Labilität ihres Standes nicht entgegen wirkt.
Ihre neue physische Präsenz reflektiert eine Hinwendung des Künstlers zu einer unmittelbaren, elementaren Formfindung. Der scheinbar unsichere Stand, die Labilität wird dann zur Metapher ihrer ureigenen Existenz.

Kunsthalle Bielefeld
Artur-Ladebeck-Straße 5
D-33602 Bielefeld
kunsthalle-bielefeld.de

Presse






Daten zu Thomas Kiesewetter:

- Almine Rech Gallery
- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art berlin 2017
- Contemporary Fine Arts
- MoMA Collection



Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




    Anzeige
    Ausstellung


    Anzeige
    Atelier


    Anzeige
    berlin




    Kimsooja. Weaving the World

    Das Kunstmuseum Liechtenstein widmet der aus Korea stammenden Künstlerin Kimsooja (*1957), die heute in New York und Seoul lebt und arbeitet, eine umfassende Einzelausstellung. weiter


    Thomas Wrede Modell. Landschaft Fotografie

    Das Kunsthaus zeigt die erste umfassende Werkübersicht von Thomas Wrede, die mit Fotografien von den frühen 1990er Jahren bis zu den aktuellen Werkgruppen erstmals die Zusammenhänge und künstlerischen Entwicklungen seiner Arbeiten dokumentiert weiter


    Georg Herold

    Georg Herold, 1977 bis 1983 Schüler Sigmar Polkes, stellte Anfang der 1980er-Jahre zusammen mit Martin Kippenberger, Werner Büttner und Albert Oehlen radikal und sarkastisch Kunst und Kunstbetrieb in Frage und entwickelte in diesen Jahren ein Werk, das wie eine Dada-inspirierte Enzyklopädie des Provisorischen anmutet weiter

    Aleksandra Waliszewska

    Der Neue Kunstverein Wien präsentiert in seiner Herbstausstellung die Arbeiten von Aleksandra Waliszewska. weiter

    ART DÜSSELDORF - Galerienliste

    Die Liste der teilnehmenden Aussteller der ART DÜSSELDORF, die vom 17. bis 19. November 2017 auf dem Areal Böhler stattfinden wird, steht fest. weiter



    Peter Zumthor - Dear to Me

    Das Kunsthaus Bregenz ist ein besonderer Ort. Seine Atmosphäre macht wachsam, sie öffnet Augen, Ohren und Poren. Für das Jubiläumsjahr — das KUB ist heuer 20 Jahre — wurde sein berühmter Architekt Peter Zumthor eingeladen. Der Pritzker-Preisträger entschloss sich, keine Ausstellung im gewöhnlichen Sinne einzurichten, sondern Denk-, Schau- und Hörkästen seiner künstlerischen Vorlieben und Inspirationen zu verwirklichen: Dear to Me. weiter

    Georg Hornemann erhält Cologne Fine Art Preis 2017

    Der gebürtige Dessauer Georg Hornemann kam bereits als 15-Jähriger mit dem Bauhaus in Berührung, als er bei einem der ehemaligen Goldschmiedemeister in die Lehre ging. weiter

    Erik van Lieshout Sündenbock

    Mit »Sündenbock« zeigt der Kunstverein Hannover die bislang umfassendste Ausstellung von Erik van Lieshout in Deutschland weiter


    Alexander Kluge Pluriversum

    Das Museum Folkwang präsentiert die erste große Museumsausstellung des Filmemachers weiter


    Alicia Framis. fearless

    Das Recht auf ein Leben in Freiheit und Sicherheit sowie der Schutz vor Diskriminierung, Folter und staatlicher Willkür wird in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 ebenso festgeschrieben wie das Recht jedes Menschen auf Arbeit, Bildung, kulturelle Teilhabe oder Rede- und Glaubensfreiheit weiter


    America '67

    Die Doppelausstellung America '67 wirft einen Blick auf den Zustand der USA im Jahr des großen gesellschaftlichen Umbruchs vor 50 Jahren. weiter

    Praemium Imperiale vergeben

    In diesem Jahr sind die Preisträger Shirin Neshat (Malerei), El Anatsui (Skulptur), Rafael Moneo (Architektur), Youssou N´Dour (Musik) und Mikhail Baryshnikov (Theater/Film). weiter


    VON DA AN

    Exakt 50 Jahre später widmet sich die Ausstellung VON DA AN. RÄUME, WERKE, VERGEGENWÄRTIGUNGEN DES ANTIMUSEUMS 1967 – 1978 dieser Geschichte. Mit Dokumenten und Objekten, Rekonstruktionen und Wiederaufführungen ... weiter

    DGPh-Bildungspreis geht an "Wirsprechenfotografisch"

    Als Preisträger 2017 hat sich die Jury für das junge Projekt "Wirsprechenfotografisch" entschieden, das die Photographie als universelle Kommunikationsform nutzt. weiter

    Birte Endrejat AKTIVITÄTSZONEN

    Birte Endrejat arbeitet ortsbezogen, das heißt, sie ist vor Ort und schaut sich um und hört und schreibt mit. Ausgangspunkt für Endrejats Annäherungen sind Fragen wie: Was machen Orte mit den Menschen? weiter