America '67

Zu Gast in den Kunsträumen der Michael Horbach Stiftung

14. September bis 29. Oktober 2017 | Michael Horbach Stiftung, Köln
Eingabedatum: 13.09.2017

Werkabbildung

Henry Maitek, Die Kinder© Historisches Archiv der Stadt Kölnbilder

Die Doppelausstellung America '67 wirft einen Blick auf den Zustand der USA im Jahr des großen gesellschaftlichen Umbruchs vor 50 Jahren. Ermöglicht wird diese Reise in die Vergangenheit – die beredt von der Gegenwart erzählt – durch die Arbeiten der beiden Fotografen Henry Maitek (1922 – 2007) und Pete Marifoglou (1954). Sie zeigen Amerika aus sehr unterschiedlichen Perspektiven.
Zugleich gilt es die Werke dieser einzigartigen Fotografen wiederzuentdecken, wobei die Präsentation der Arbeiten von Henry Maitek einer kleinen Sensation gleichkommt, da sie noch bis vor wenigen Monaten verschollen waren. Etliche der wiedergefundenen Bilder sind nun in der Michael Horbach Stiftung erstmals öffentlich zu sehen.

Henry Maitek

Mit dem Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln 2009 schien das Werk des jüdischen Fotografen Henry Maitek komplett ausgelöscht. Von den 24.000 Foto-Negativen, die dort gelagert waren, konnten bis zuletzt nur wenige geborgen werden. Im letzten Jahr tauchte jedoch ein Konvolut mit Fotografien einer Amerikareise auf, die Henry Maitek 1967 unternommen hatte. Sie gehören zu den bedeutendsten Arbeiten des Fotografen, der als junger Mann die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald überlebt hatte.

Gleich einer Serie großformatiger Fenster öffnen seine Farbfotografien über die historische Distanz eines halben Jahrhunderts hinweg den Blick auf das Leben in New York und den Mittleren Westen. Es handelt sich bei diesen Aufnahmen zum großen Teil um Fotografien, die uns von einer Konsumwelt erzählen, deren Ambiente sich deutlich von dem des heutigen Amerika unterscheidet.
Er fotografierte Tankstellen, Billboards und Diners – noch bevor diese zu Ikonen der Pop-Kultur wurden. Maitek besaß eine unstillbare Neugierde auf die Vielfalt menschlicher Charaktere. Zu einem Kleinod werden seine Bilder vor allem deshalb, weil sie uns die komplementäre Sicht eines Europäers auf jene Lebenswelt der USA bieten, die wir zuvor alleine von Fotografen wie William Eggleston, Diane Arbus, Joel Meyerowitz oder Vivian Maier gezeigt bekamen.

Pete Marifoglou

1967 fotografierte auch Pete Marifoglou in den Straßen von New York. Der 1954 geborene Sohn griechischer Einwanderer wuchs in Lower Manhattan auf und studierte an der School of Visual Arts. Als Teenager war er besessen von der Arbeit mit der Kamera und fand früh den Zugang in die Filmateliers von Andy Warhols Factory. Während der Drehpausen fotografierte Marifoglou am Set der Pornos, die Warhol dort produzierte. Der Amerikaner zeigt uns in seinen Schwarzweißfotografien die dunkle Seite der Stadt. In den Ghettos fotografiert er die Tatorte von Mordfällen, noch bevor diese mit dem Eintreffen der Polizei verändert wurden. In Marifoglous Arbeiten offenbart Amerika seine unbarmherzige Seite.

Vom Baseballfeld bis zum Porno-Dreh will die Ausstellung das Panorama dieses besonderen historischen Moments zum Ende der Sechziger Jahre anhand der Dokumente zweier großer Fotografen spannen.

Michael Horbach Stiftung
Wormser Str. 23,
50677 Köln
michael-horbach-stiftung.de/

Presse










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