Anzeige
Responsive image

ARAKI.TOKYO

26. 10. 2017- 04. 03. 2018 | pinakothek der moderne sammlung moderne kunst, München
Eingabedatum: 31.10.2017

bilder

Der Japaner Nobuyoshi Araki (*1940) zählt zu den wohl produktivsten, aber auch provokativsten Fotografen unserer Zeit. Seit den 1960er-Jahren eignet sich Araki die ihn umgebende Welt täglich und obsessiv mit Hilfe der Kamera an, eine Aneignung, die bis heute in mehr als 500 Büchern und Hundertausenden von Fotografien Niederschlag gefunden hat. Sein künstlerisches Werk umspannt ein vielfältiges Spektrum an Themen, von hocherotischen Frauendarstellungen, die international großes Aufsehen erregten, über artifizielle Stillleben, Pflanzenfotografien, reportagehaft anmutende Alltagsdarstellungen und Architekturaufnahmen bis hin zu sehr persönlichen, fast tagebuchartigen Fotografien von sich und seiner früh verstorbenen Frau Yoko.

2004 konnte mit Unterstützung von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne die Originalvorlage von Arakis Buch „Tokyo“ erworben werden. Bestehend aus 28 exquisiten Diptychen zählt „Tokyo“ zu den frühesten eigenständigen Buchprojekten Arakis und erschien 1973 in kleiner Auflage, eingeleitet durch einen Text von Kōji Taki, dem legendären Gründer der avantgardistischen Zeitschrift „Provoke“. „Tokyo“ steht am Beginn der intensiven, bis heute andauernden Auseinandersetzung Arakis mit dem Lebens- und Stadtraum seiner Heimatstadt.

In dieser frühen, konzeptuell ausgerichteten Arbeit kombiniert der Künstler Momentaufnahmen namenloser Passanten, die er an belebten Straßenkreuzungen beobachtete, mit den anspielungsreichen erotischen Selbstinszenierungen einer jungen Frau. Die Kombination aus schnappschussartigen Straßenfotografien und den Aufnahmen eines in zunehmend eindeutigen sexuellen Posen in Szene gesetzten Frauenkörpers bedeuten für Araki bis heute die adäquate Form, Tokio zu beschreiben, eine Verbindung, die sein gesamtes fotografisches Werk kennzeichnet. Die Gegensätze zwischen anonym und vertraut, bekleidet und nackt wie Innen- und Außenwelt fungieren als subtile Verweise auf die Trennung zwischen öffentlicher und privater Lebenswelt, zwischen Traum und Wirklichkeit. Die Passanten erscheinen wie der Betrachter in der Rolle der anonymen Zuschauer und dringen zugleich in die verborgene Sphäre einer sich der Überwachung und Normierung entziehenden Stadt ein.

Die Ausstellung führt erstmals die nur als Unikat existierende „Tokyo“-Serie mit weiteren ikonischen Arbeiten aus dem Frühwerk zusammen. Neben umfänglichen Serien wie „The Past“ (1972) und „The Days We Were Happy“ (1972) sind die äußerst seltenen „Xerox Photo Alben“ sowie lange vergriffene Künstlerbücher Arakis aus den frühen 1970er-Jahren zu sehen, die verschiedene europäische Sammlungen als Leihgaben zur Verfügung gestellt haben. Mehr als vierzig Jahre nach dem ersten Erscheinen wird „Tokyo“ in einer bibliophilen Monographie nochmals publiziert, ergänzt mit dem erstmals auf Deutsch und Englisch verfügbaren Essay von Kōji Taki sowie Beiträgen von Yasufumi Nakamori und Inka Graeve Ingelmann. Die nur in limitierter Auflage verfügbare Publikation ist im Museumsshop erhältlich („Araki.Tokyo“, ISBN: 978-3-9818339-3-5, Museumsausgabe € 28,90).

Parallel zur Ausstellung „Araki.Tokyo“ wird die Dia-Projektion „Walking Piece“ (1966) gezeigt, die eine der frühsten Performances der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama (*1929) dokumentiert.
Presse






Daten zu Nobuyoshi Araki:

- Anton Kern Gallery
- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Hong Kong 2018
- Art Basel Miami Beach 2013
- Flowers & Mushrooms, Salzburg
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung DZ Bank, Frankfurt
- Sammlung MMK, Frankfurt
- SAMMLUNG WEMHÖNER
- Taka Ishii Gallery

Weiteres zum Thema: Nobuyoshi Araki



Deichtorhallen: JAPAN - Keramik und Fotografie - Tradition und Gegenwart (31.1- 4.5.03)


Nachdem die Hamburger Deichtorhallen Ende letzten Jahres (02) mit einer "Manga" - Ausstellung die japanische Comicwelt beleuchteten, zeigt das Museum nun die japanische Keramik und Fotografie. Ausstellungsbesucher haben so auch über einen längeren Zeitraum die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Aspekten japanischer Kunst vertraut zu machen.

Presseerklärung / Auszug: "... Die japanische Keramik beeindruckt durch ihre bruchlose Tradition, die in der klassischen Teekeramik bis heute besteht, auf deren Wurzeln aber auch skulpturale, keramische Objekte der freien Kunst entstehen. Die Fotografie dagegen stellt ein westliches Medium dar, deren Inhalte sowohl vom japanischen wie auch dem europäischen und amerikanischen Kulturkreis beeinflusst sind. Spezifische, „japanische“ Themen wie die unüberschaubaren Stadtlandschaften als Orte der Massengesellschaft werden hier ebenso thematisiert wie der Konflikt zwischen den traditionellen Lebensformen und der Gegenwart. Szenen aus dem pulsierenden großstädtischen Leben Tokyos, wie bei Homma, Seto oder Kasai stehen ruhige Landschaftsaufnahmen von entlegenen Gegenden gegenüber, wie sie bei Seino, Sasaoka oder Sugimoto zu finden sind. Auch die Brüche in der Kultur durch westliche Einflüsse und Modernisierung sowie das Verhältnis von Natur und Zivilisation bilden weitreichende Themengruppen.

Die Keramik hingegen ist stark ihrer tausendjährigen Tradition verhaftet. Sie genießt, anders als in Europa, einen wesentlich höheren Stellenwert. Am deutlichsten tritt dies bei den großen modernen Meistern der Teekeramik, Arakawa, Kaneshige, Miwa und Nakazato, hervor, die alle mit dem Prädikat "Menschlicher Staatsschatz" ausgezeichnet sind. Dieser Tradition folgen Künstler wie Ohi, Tsuji und Tanaka. Den Teekeramiken heutiger Künstler stehen gleichgewichtig modernste Tonplasiken (z. B. von Fukami, Matsumoto oder Akiyama) gegenüber wie auch neue, expressive Gefäßformen, wie sie bei Katsumata, Kobayashi oder Yagi zu finden sind. Die umfangreiche Präsentation dieses bei uns nur wenig wahrgenommenen Mediums soll einen weiteren Schritt zum Verständnis dieser uns oft so fremden wie auch anziehenden Kultur beitragen.
An der Ausstellung werden rund 20 Keramiker und 20 Fotografen teilnehmen."

KÜNSTLERLISTE

Keramikkünstler: Yo AKIYAMA - Sueharu FUKAMI - Kiyoyuki KATO - Chieko KATSUMATA - Hideo KOBAYASHI - Kosei MATSUI - Hideo MATSUMOTO - Kinpei NAKAMURA - Oguna NAKANO - Harumi NAKASHIMA - Toshio OHI - Hoju SAKAI - Akira SOMA - Shigemitsu TAKEUCHI - Sajiro TANAKA - Seimei TSUJI - Morihiro WADA - Akira YAGI

Fotokünstler: Nobuyoshi ARAKI - Mikiko HARA - Naoya HATAKEYAMA - Takashi HOMMA - Osamu KANEMURA - Chikashi KASAI - Norio KOBAYASHI - Hiroyuki MASUYAMA - Ryuji MIYAMOTO - Daido MORIYAMA - Yoichi NAGANO - Yurie NAGASHIMA - Asako NARAHASHI - Keiko SASAOKA - Yoshiko SEINO - Masato SETO - Hiroshi SUGIMOTO - Takashi YASUMURA - Tsukasa YOKOZAWA

Ausstellungsdauer: 31.1. - 4.5.2003

Öffnungszeiten
Di-So, 11-18 Uhr, Mo geschlossen

Deichtorhallen Hamburg | Deichtorstr. 1-2 | D-20095 Hamburg |
Tel. +49 (0) 40-321030

deichtorhallen.de







Anzeige
karma


Anzeige
Atelier


Anzeige
karma


Anzeige
kur


Anzeige
rundgang




Charline von Heyl - Snake Eyes

Der Titel der Ausstellung »Snake Eyes« verweist auf den englischen Terminus für »Einer-Pasch«, aber auch auf das »Sehen ohne Worte«. weiter


Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2018

Bereits zum dritten Mal präsentiert das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main die Ausstellung zum Deutsche Börse Photography Foundation Prize. weiter


RESANITA - Das Haus als Wirt

Das Künstlerinnenduo RESANITA – Anita Fuchs und Resa Pernthaller – hat in einem eigens für das KUNST HAUS WIEN konzipierten mehrmonatigen Projekt die am Museumsgebäude angesiedelte Pflanzenwelt analysiert, fotografisch festgehalten und in Installationen verarbeitet. weiter


Manuel Franke Im Rahmen der Reihe „Im Städel Garten“

Als unüberwindliches Hindernis versperrt Manuel Frankes Objekt einerseits den gewohnten Blick, macht den Rasenhügel andererseits jedoch in ganz neuer Weise erfahrbar. weiter

Dorothea von Stetten-Kunstpreis an Masar Sohail

Der mit 10.000 Euro dotierte Kunstpreis geht an den Künstler Masar Sohail weiter

Šejla Kamerić. Keep Away from Fire

Die Ausstellung Keep Away from Fire stellt das Schaffen der bosnischen Künstlerin Šejla Kamerić (*1976 in Sarajevo, lebt in Sarajevo und Berlin) zum ersten Mal umfänglich in Deutschland vor. weiter

Verleihung des Kalinowski-Preises an Absolventin Ana Navas

Die Künstlerin Ana Navas arbeitet in unterschiedlichen Medien: Skulptur, Video, Malerei und Performance. Ausgehend von der Genealogie eines Objekts, ... weiter

MyPrivateParadise

Mit Wolfgang Ellenrieder // Thomas Rentmeister // Marlene Bart// Sebastian Bartel // Serena Ferrario // Stella Förster // Fabian Lehnert // Paloma Riewe // André Sassenroth // Lisa Seebach // Daniel Wolff // Rui Zhang weiter

Eberhard Müller-Fries / Anja Harms - » … sind Sie die Flüstergalerie?«

Diese Zeile aus einem Text von Ernst Jandl gibt den Titel der Installation von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries im Neuen Gießener Kunstverein. weiter


FOTOGRAFIE HEUTE: PRIVATE PUBLIC RELATIONS

Wie erleben wir in einer globalisierten, unüberschaubar gewordenen und digital erweiterten Welt den öffentlichen Raum? Und was hat die Fotografie damit zu tun? weiter

Körpereinsatz

Eine Ausstellung mit Lehrenden und Alumni der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle in der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig - 15. Juni bis 2. September 2018 weiter


Michel Majerus / Olaf Nicolai

Die Kunsthalle Bielefeld präsentiert in diesem Sommer parallel die Ausstellungen «Michel Majerus - In EUROPE und «Olaf Nicolai - Chant d´Amour». weiter


Freiheit zur Freiheit/ Freedom to be Free

Was bedeutet heute Freiheit in Europa, wo ist sie eingeschränkt oder in Gefahr? weiter


DIE ZUKUNFT DER ZEICHNUNG: ALGORITHMUS

Seit 1970 befindet sich die Sammlung Etzold als Dauerleihgabe im Museum Abteiberg. Teil dieser Sammlung ist ein einzigartiges Konvolut an Computergrafik, dem sich nun die aktuelle Ausstellung widmet. weiter

Prix Ars Electronica 2018

GewinnerInnen: LarbitsSisters, Bellingcat, Mathilde Lavenne und Lorenz Gonsa, Martin Hatler, Samuel Stallybrass sowie Vincent Thierry, Leonardo-Community. weiter


Lilia & Tulipan

Das Motiv der Blumen besitzt in der Kunstgeschichte ein lange Tradition, die bereits in der pompeijanischen Wandmalerei aus der Zeit weiter


Michael Riedel. Grafik als Ereignis

Mit Grafik als Ereignis widmet sich das Museum Angewandte Kunst dem OEuvre von Michael Riedel, das an der Schnittstelle von angewandter und freier Grafik operiert. weiter


Theaster Gates Black Madonna

Die Ausstellung Black Madonna erstreckt sich auf zwei Gebäude des Kunstmuseums und umfasst zahlreiche neue Arbeiten, die der Künstler aus Anlass der Ausstellung geschaffen und zum Teil in Auseinandersetzung mit der Sammlung des Kunstmuseums entwickelt hat. weiter


Dieter Hacker: Alle Macht den Amateuren. 1971-1984

Die Welt der Bilder wandelte sich in den 2000er-Jahren durch die Verfügbarkeit von Smartphones und Social-Media-Plattformen auf radikale Weise. weiter


Olafur Eliasson Wasserfarben

Zweifellos zählt der dänische Künstler isländischer Herkunft, Olafur Eliasson (*1967), zu den herausragenden Künstlern der Gegenwart. weiter

Copyright © 2014 - 18, art-in-berlin.de Kunstagentur Thomessen Hartlieb-Kühn GbR.