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Thomas Feuerstein Prometheus Delivered

11. 01. - 24. 03. 2018 | ERES-Stiftung, München
Eingabedatum: 05.01.2018

Werkabbildung

© Thomas Feuerstein, VG Bild-Kunst, Bonnbilder

Aus Stein wird Fleisch. In seinem spektakulären Projekt „Prometheus delivered“ inszeniert Thomas Feuerstein ein faszinierendes Laboratorium aus blubbernden Bioreaktoren, geheimnisvollen Flüssigkeiten, Pump- und Schlauchsystemen. Sie winden sich um eine klassizistische Marmorskulptur des Prometheus und mäandern durch die gesamte Ausstellung. Es ist die erste institutionelle Einzelausstellung des österreichischen Künstlers in München. Die ERES-Stiftung freut sich, mit Thomas Feuerstein einen der bedeutendsten zeitgenössischen Akteure an der Schnittstelle von Kunst und Naturwissenschaft präsentieren zu können.

Ausgangspunkt der prozessualen Skulptur ist die Zersetzung einer Prometheus-Replik nach Nicolas-Sébastien Adam (1762). Wundersame Protagonisten dieser Verstoffwechselung sind steinfressende (chemolithoautotrophe) Bakterien. Sie verwandeln Marmor zu Gips und werden in einer weiteren komplexen Transformation selbst zur Nahrung menschlicher Leberzellen. Der dem Prometheus-Mythos innewohnende Kreislauf von Zerstörung und Neuerschaffung wird in einem biochemischen Prozess nachgebildet. Zeus kettet Prometheus als Strafe dafür, dass er den Menschen Feuer und damit Technologie brachte, an den Kaukasus. Ein Adler reißt ihm die Leber aus dem Leib – doch wächst sie jede Nacht wieder nach. Endpunkt von Thomas Feuersteins „Prometheus delivered“ ist – in Analogie zum Mythos – ein Bioreaktor, in dem humane Hepatozyten heranwachsen und die schließlich eine neue dreidimensionale Leberskulptur bilden. Wie in der Antike wird die Leber zum Organ und Medium der Zukunftsschau. Denn Feuerstein lässt mit seiner Installation in eine künftige Gesellschaft blicken, die sich nicht länger von Tieren und Pflanzen, sondern möglicherweise von eigenen Körperzellen ernährt.

Die Ausstellung zeigt die Geschichte über Zeichnungen und Objekte, vertont sie über eine literarische Fiktion in Form eines Hörspiels und performiert sie über biochemische Prozesse. Neben fundierten naturwissenschaftlichen Fakten ist die Schau auch Science-Fiction-Story und Splattermovie am Abgrund zum Horror.

Der an der Schnittstelle von angewandter und theoretischer Wissenschaft arbeitende Künstler Thomas Feuerstein (*1968, lebt in Wien) verschränkt in seinen Projekten Erkenntnisse aus Philosophie, Kunstgeschichte und Literatur mit Biotechnologie, Ökonomie und Politik. Daraus entwirft er ein künstlerisches Narrativ, das Fragen nach existenziellen Grundparametern und dem Ursprung von Leben eröffnet.

Vorträge
Dienstag, 30. Januar 2018, 19 Uhr

„Was Leben und Tod verbindet.“
Biomineralisation als moderne Wissenschaft von Gesteinen und Geschöpfen
Prof. Dr. Wolfgang W. Schmahl, Professor für anorganische und biogene Geomaterialien, Ludwig-Maximilians-Universität München und Direktor der Mineralogischen Staatssammlung München

Mittwoch, 28. Februar 2018, 19 Uhr
„Leben aus dem Labor?“
Tissue Engineering, extremophile Bakterien und 3-D-Zellkulturen. Einblicke in die Forschung zu künstlichen „Organen“
Ass. Prof. Dr. Thomas Seppi, Institut für Strahlentherapie und Radioonkologie, Medizinische Universität Innsbruck
„Carnale Re-Evolution“
Zelluläre Ökonomie und Kannibalismus
Thomas Feuerstein


Führungen
samstags, 15 Uhr: 13./20. Januar, 03./24. Februar, 17./24. März
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich
Die Ausstellung wird realisiert mit Mitteln der ERES-Stiftung in Kooperation mit dem HaL, Haus am Lützowplatz, Berlin

ERES-Stiftung
Römerstr. 15
D–80801 München
eres-stiftung.de

Presse






Daten zu Thomas Feuerstein:

- ars electronica 2013
- art berlin 2017
- art cologne 2015
- Exo-Evolution 2015
- Kunstverein Heilbronn 2015

Weiteres zum Thema: Thomas Feuerstein



"knowing you, knowing me" - Camera Austria / Kunsthaus Graz (24. 9.-26.11.06)


Überwachung lässt sich nicht nur als Strategie von Kontrolle und Disziplinierung beschreiben, sondern beinhaltet auch einen komplizenhaften Aspekt, eine zuweilen obszöne Repräsentationspolitik des Subjekts, durch die Öffentliches und Privates zunehmend gleichgeschaltet werden. Aufzeichnung, Erfassung und Inszenierung, Überwachung und soziale Handlungsfähigkeit sind zunehmend aufeinander bezogene Praktiken einer visuellen Kultur, in der Bilder als Technologien der Veröffentlichung des Selbst verhandelt werden. Inwiefern haben wir also die Macht der Bilder bereits derart verinnerlicht, dass wir uns mit den Repräsentationsmechanismen zu identifizieren beginnen, weil sie uns eine Möglichkeit zur Teilnahme an einer Kultur des Öffentlichen zu garantieren scheinen?
"knowing you, knowing me" zeigt Arbeiten von KünstlerInnen, die das Feld des Fotografischen als eine Art Komplize der - ironischen, kritischen, subversiven - Konstruktion von Wirklichkeiten einsetzen, die mit einem immer schon vorhandenen und sich erweiterndem Bildwissen der BetrachterInnen operieren. Dabei entsteht ein geradezu kollaborativer Prozess dieser Wirklichkeitskonstruktion, der die Frage nach der Kontrolle durch die oder der Bilder beständig in neue gesellschaftliche Terrains verschiebt.(Presse Camera Austria)

KünstlerInnen: Thomas Feuerstein (A), Andrea Geyer / Sharon Hayes (D/USA), G.R.A.M. (A), Rainer Oldendorf (D), Marco Poloni (CH), Mark Raidpere (EST)
KuratorInnen: Reinhard Braun, Maren Lübbke-Tidow

Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr; Do 10-20 Uhr

Camera Austria, Kunsthaus Graz
Lendkai1
8020 Graz / Österreich


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




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    Dabei zeigt die von Helmut Friedel kuratierte Ausstellung, wie Künstler den Wandel der Gesellschaft, ihren Umgang mit Bild und Abbild, Realität und Täuschung mit immer wieder neuen Mitteln, Techniken und Strategien kommentieren. weiter


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