AMERICA! AMERICA! HOW REAL IS REAL?

bis 21. Mai 2018 | Museum Frieder Burda
Eingabedatum: 16.01.2018

Werkabbildung

William N. Copley Imaginary Flag for U.S.A. 1972 c VG Bild-Kunst 2017bilder

Film und Fernsehen, Konsum und Kapital, Politik und Medien – sie alle leben von der Übertreibung, und sie alle sind damit per se Verbündete und Verbreiter der Lüge, des Fakes. Gleichzeitig sind sie es, die unser Bild von Amerika bis heute bestimmen – allein weil sie die Imaginationen amerikanischen Selbstverständnisses tatsächlich beherrschen. Der „American Dream“, die Klischees und die Kunst: Gerade in Zeiten von „Fake News“ und „Alternative Facts“ wird deutlich, wie sehr der amerikanische Traum mit emotional aufgeladenen Bildern und Symbolen verwoben ist. Wohl kaum eine andere Nation ist sich der Wirkungskraft von Bildern so bewusst und setzt sie so gezielt ein. Die Images des „American Way of Life“, die in den Medien und der Unterhaltungsindustrie produziert werden, können bestehende Machtverhältnisse und Vorstellungen von Wirklichkeit zementieren, aber auch radikal in Frage stellen.

Mit rund 70 Meisterwerken der US-Gegenwartskunst, wie Andy Warhols Race Riot (1964), Jeff Koons’ lebensgroßer Skulptur Bear and Policeman (1988) oder Jenny Holzers Leuchtschriftinstallation Truisms (1994) zeigt die Ausstellung America! America! How real is real? im Museum Frieder Burda, wie Künstler von den 1960er-Jahren bis heute die amerikanische Realität kommentieren – und damit auch, wie sich der amerikanische Umgang mit Wirklichkeit und Wahrheit in den letzten Jahrzehnten dargestellt hat. Denn das ambivalente Verhältnis von Real und Fake, die Strategien von Traum und Täuschung haben sich über Jahrzehnte hinweg auch immer wieder in der Bildkultur Amerikas niedergeschlagen – ob sie nun „nur“ gespiegelt oder aber souverän mit ihnen gespielt wurde. Mit zahlreichen internationalen Leihgaben und Werken aus der Sammlung Frieder Burda, in der die USKunst nach dem Zweiten Weltkrieg einen wesentlichen Schwerpunkt bildet, lädt America! America! How real is real? nun zu einer Exkursion durch diese visuelle Kultur Amerikas ein.

Dabei zeigt die von Helmut Friedel kuratierte Ausstellung, wie Künstler den Wandel der Gesellschaft, ihren Umgang mit Bild und Abbild, Realität und Täuschung mit immer wieder neuen Mitteln, Techniken und Strategien kommentieren. Sie streifen dabei unweigerlich sehr aktuelle Phänomene – wie Helmut Friedel im Katalog ausführt: Wenn „Fake News“ und „Alternative Facts“ inzwischen zu vielgebrauchten Schlagwörtern geworden sind, macht dies nur deutlich, wie in der realen Welt der Politik wie der Medien nicht mehr zwischen nachgewiesener Wirklichkeit und eindeutigen Falschaussagen unterschieden wird. Die amerikanische Kunst seit der Pop-Art hat daraufhin sehr verschiedene Erzählstrukturen entwickelt. Dabei geht es um eine radikale Hinwendung zu Themen des amerikanischen Alltags, seinen Mythen, Desastern und Projektionen - einer Bilderflut, die zusammen mit einer neuen Musik und einer aufregenden Erzählkultur in zahllosen Filmen Hollywoods sehr populär und unmittelbar aufbereitet wurde und in ihrem Sog auch ein breites Publikum in Europa mit sich reißen und begeistern konnte.

Kurator Helmut Friedel über die Genese der von ihm konzipierten Ausstellung: „Im Frühjahr 2017, als die Arbeiten an diesem Ausstellungsprojekt ihren Anfang nahmen, galt es, für das Museum Frieder Burda eine Bilderschau zu entwickeln, die von der reichen Sammlung amerikanischer Kunst aus eigenem Besitz ihren Ausgang nehmen sollte. Bald erschien es klar, dass unter den gegebenen Umständen einer veränderten, auch irritierenden politischen Haltung und Ausdrucksweise des damals noch neuen US-Präsidenten eine Frage nach dem, was wir bis dahin mit Nordamerika verbunden hatten, über den Abstrakten Expressionismus der eigenen Sammlung hinausgehen musste.“ Und
Henning Schaper, seit Mai 2017 Direktor des Museum Frieder Burda in Baden-Baden, ergänzt: „Es ist uns ein großes Anliegen, mit dieser Ausstellung einen Gedankenaustausch zu den aktuellen Themen „Umgang mit der Wahrheit“ und „Respekt vor der Wahrheit“ im individuellen, aber auch im globalen Kontext anzuregen.“

Die einzelnen künstlerischen Positionen und Kunstwerke
„Think“ ist in großen Lettern auf William N. Copleys Imaginary Flag for U.S.A. zu lesen – genau dort, wo sich auf der amerikanischen Flagge sonst die 50 Sterne der Bundesstaaten befinden. 1972, gegen Ende des Vietnamkriegs und zu Beginn des Watergate Skandals entstanden, ist diese subversive Flagge ein Gegenentwurf zu ideologisch verbrämtem Patriotismus. Heute erscheint sie aktueller denn je. Das Werk des Surrealisten und Prä-Popkünstlers Copley bildet das Leitmotiv zu dieser Ausstellung, die nicht nur in das visuelle Gedächtnis der USA eintaucht. In Zeiten von „Fake News“ und „Alternative Facts“ fordert America! America! How real is real? zugleich zum Nachdenken über die Produktion und Zirkulation von Bildern auf. Die Darstellungen des „American Way of Life“, die in den Medien und der Unterhaltungsindustrie produziert werden, können bestehende Machtverhältnisse und Vorstellungen von Wirklichkeit zementieren, aber auch radikal in Frage stellen – wie es viele Arbeiten in der Schau dokumentieren.

Dabei veranschaulicht America! America! How real is real?, wie sehr es vor allem die Traumata und Katastrophen der amerikanischen Gesellschaft sind, die Künstler zu neuen Erzählweisen anregen. Es ist programmatisch, dass Andy Warhols mit Gewalt und Tod assoziierte Siebdruckbilder der frühen 1960er Jahre diese Ausstellung eröffnen: Fahndungsfotos von Schwerverbrechern, der elektrische Stuhl, Autounfälle. Übernahmen Warhol und Pop-Art Künstler wie Roy Lichtenstein, James Rosenquist, oder Tom Wesselmann Methoden der kommerziellen Bildproduktion, um eine Malerei zu erschaffen, die kühl und distanziert die Realität der Konsumgesellschaft reflektierte, zeichnet Robert
Longo über drei Jahrzehnte später Medienbilder per Hand nach. Die Explosion einer Atombombe, das Attentat auf das World Trade Center, ein aus dem Dunklen auf den Betrachter gerichteter Revolver – im globalen Zeitalter der digitalen Revolution werden Medienbilder von Longo als subjektive Ereignisse inszeniert. Wie ein Film Noir-Regisseur verändert er in seinen fotorealistischen SchwarzWeiß-Bildern die Kontraste, Tiefenschärfen, Zeitebenen, um seine eigene, innere Wahrnehmung zu verdeutlichen.

Seit den 1960er-Jahren erscheint die Wirklichkeit zunehmend als mediales Konstrukt, in dem Bilder, Meinungen, Informationen immer virtuoser manipuliert werden können und subjektive Ansichten bedeutsamer erscheinen als Fakten. America! America! How real is real? verfolgt, wie die großen Strömungen seit der Pop-Art diese Entwicklung reflektieren. Das Spektrum reicht dabei von Alex Katz’ plakativem Realismus über Eric Fischls psychologisch aufgeladene Studien einer verstörten Mittelschicht bis zu einer Generation von Foto-, Video- und Konzeptkünstlern, die seit den 1980ern an den Grenzen zwischen Realität und Inszenierung arbeiten. So tritt Cindy Sherman
gleichermaßen als Marilyn, Madonna und pornografisches Monster auf, um weibliche Rollenbilder zu demontieren. Und auch Vanessa Beecroft hinterfragt in ihren Gruppen-Performances die extremen Körperideale, denen Frauen ausgesetzt sind. Auf seiner Fotoarbeit Untangling (1994) lässt Jeff Wall einen Arbeiter einen „gordischen Knoten“ entwirren, der auch unlösbare gesellschaftliche Missstände symbolisieren könnte. Nan Goldin hingegen konfrontiert uns ganz direkt, fast schonungslos, mit solch einem Missstand. In ihrer Serie Gilles and Gotscho begleitet die Fotografin das Sterben ihrer Freunde Anfang der 1990er-Jahre, inmitten der AIDS-Krise. In ihrer Dringlichkeit thematisieren Goldins Aufnahmen ein Anliegen, das sie mit vielen Positionen der Ausstellung verbindet: den Wunsch, die Realität nicht nur auf neue Weise zu zeigen, sondern durch die Kunst auch zu verändern.


Zu den theoretischen Hintergründen der Ausstellung (aus dem parallel erscheinenden Katalog) Realitätstreue und Wahrhaftigkeit – in einer Kultur, die einem verheißungs- wie verhängnisvollen „American Dream“ huldigt, zu deren künstlerischen Höchstleistungen die Produktionen einer kalifornischen „Traumfabrik“ gehören und die den Versprechungen und Verlockungen von Konsum und Kapital nur allzu gerne folgt, sind diese Werte offenbar „verhandelbar“.

Die Verquickung von medialer und politischer Macht tut das Ihrige dazu: Medien leben von der Übertreibung, Politik von der Inszenierung. Im beiderseitigen Wechselspiel multipliziert sich ihr Fake-Potential. Erst recht, wenn
Digitalisierung einen unkontrollierten, wenn nicht entfesselten Mediengebrauch erlauben – allein per Tweet kann jeder, und eben auch ein Präsident, zu seinem eigenen Newsproduzenten werden und tägliches Political Entertainment betreiben. Der Journalist und Politik-Experte Heribert Prantl denkt dies in seinem Katalogbeitrag radikal weiter: „Lügen heißen neuerdings Fake News. Im Gebirge der politischen Lügen und Fake News der Weltgeschichte sind selbst die bisherigen Lügen des USPräsidenten Donald Trump nur Maulwurfshügel. Die allerdings sind zahlreich; sie markieren die globalpolitische Landschaft. Mit Lug sind Kriege begonnen, mit Trug Reiche zusammengestohlen worden. Die Lüge war und ist Mittel für Machterwerb, Machterhalt, Machtsteigerung.“ Von der Logik des Lügens zu den Strategien der Medien: In seinem umfangreichen Katalogbeitrag zur Ausstellung analysiert auch der Kommunikationswissenschaftler Christoph Neuberger die Bedeutung der (Massen-)Medien im Kontext amerikanischer sozialer wie politischer Alltags- und Bildkultur. Ihre auf die Gesellschaft ausgreifende Eigenlogik besteht darin, dass sie ihre eigene Medienwirklichkeit definieren. Neuberger beschreibt sie als das, was man hierzulande häufig als „Amerikanisierung“ bezeichnet: „Betrachtet man Kunst in ihrem Verhältnis zur Gegenwartskultur, so ist an den Massenmedien nicht vorbeizukommen. Dass dabei der „American Way of Life“ im Mittelpunkt steht, ist ebenso wenig überraschend: Der Kulturimport reicht weit über Netflix-Serien und HollywoodFilme hinaus. Die USA sind Pionierland für Massenmedien und Computer, Journalismus und Unterhaltung, für politische Inszenierung und TV-Formate.“ Und weiter: „Es sind die Computer- und Internetgiganten aus dem Silicon Valley und Seattle, wie Google, Facebook, Twitter, Amazon, Apple und Microsoft, die unsere digitale Gegenwart bestimmen.“ Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 180 Seiten, der neben den Abbildungen der
Kunstwerke Essays von Kunsthistorikern, Journalisten und Kommunikationswissenschaftlern enthält. Der Katalog ist für Euro 38,00 im Museum Frieder Burda erhältlich. Ein Begleitprogramm u.a. zur Musik und Filmgeschichte im Zeichen der Pop-Art flankiert die Ausstellung.

Museum Frieder Burda
Lichtentaler Allee 8b
76530 Baden-Baden
museum-frieder-burda.de

Presse








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Abschlussbericht: ART COLOGNE feierte ihr Jubiläum


Nahezu 70.000 Besucher auf der Kunstmesse in Köln - hoher Anteil internationaler Fachbesucher - nächster Termin: Frühjahr 2007 - 2007 auch Expansion ins Ausland: ART COLOGNE PALMA DE MALLORCA vom 19. bis 23. September

"Die ART COLOGNE hat ihr Jubiläum mit einer fulminanten Messe gefeiert", lobte Jörk Rothamel, Erfurt/Frankfurt/Main: "Ein Sieg nach Punkten für die Messe am Rhein." Als "die aufregendste und gelungenste ART COLOGNE seit Jahren" bezeichnete Josep Pinya von der mallorquinischen Galerie Pelaires die diesjährige 40. Internationale Messe für moderne und zeitgenössische Kunst, die am Sonntag, 5. November 2006, endete. Diese Einschätzung teilte auch Mario Mauroner (Salzburg/Wien): "Atmosphäre stimmte, Ambiente stimmte, Umsatz stimmte. Was kann man sich noch mehr wünschen." Zur guten Stimmung trug auch der bekanntermaßen hohe Besucherandrang bei: 68.400 Kunstinteressenten haben die sechstägige Veranstaltung besucht. "Was uns in diesem Jahr besonders erfreute, war der hohe Anteil internationaler Sammler unter den Besuchern", resümierte Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse. Seine Aussage stützt sich auf eine vorläufige Auswertung der seit Jahren ersten Besucherbefragung durch ein neutrales Marktforschungsinstitut. Kuhrt: "Die Neukonzeption der Messe fand großen Anklang. Das bescheinigen uns die Aussteller, insbesondere aber auch die Experten unter den Besuchern."

Die Publikumsmesse war in diesem Jahr im wahrsten Sinn des Wortes eine Verkaufsmesse. Heinz Holtmann, Köln: "Wir sind richtig durchgestartet. Die bislang in Deutschland noch vorherrschende Kaufzurückhaltung ist seit dieser Messe wie weggeblasen." Fakt ist: In allen Segmenten von der gesicherten Kunst bis zur Avantgarde wurde gut umgesetzt. Diese Beobachtung bestätigt ART COLOGNE-Direktor Gérard A. Goodrow: "Unseren Recherchen nach übertreffen die diesjährigen Umsätze die 75 Millionen-Euro-Grenze - ganz vorsichtig geschätzt. Zu diesem Ergebnis trugen in hohem Maße die vielen Umsätze im Hochpreissegment bei."
Von einem "Traumergebnis" sprach der Dortmunder Galerist Wilfried Utermann: eine Reliefarbeit von Günther Ücker (150.000 Euro); Galerie Thomas, München: Otto Mueller-Aquarell (200.000 Euro); Die Galerie, Frankfurt/Main: Karel Appel-Bild (225.000 Euro); Orangerie Reinz, Köln: Antes-Bild (130.000 Euro); Schlichtenmaier, Grafenau/Stuttgart: Willi Baumeister-Bild (210.000 Euro); Benden & Klimczak, Viersen/Köln): Tom Wesselmann-Relief (1 Million Euro); Salis & Vertes, Salzburg/St. Moritz: Feininger-Bild (300.000 Euro); Galerie Löhrl, Mönchengladbach: Richter-Ölbild (100.000 Euro); Galerie Terminus, München: Baselitz-Bild (380.000 Euro), Richter-Bild (480.000 Euro), Chamberlain-Skulptur (760.000 Euro); Walter Storms, München: Scully-Bild (325.000 Euro); Hilger, Wien: Hrdlicka-Skulptur (135.000 Euro). Viele dieser Kunstwerke gingen in Sammlungen in Italien, Spanien, Korea, den Benelux-Ländern und die USA.

In der zeitgenössischen Moderne und aktuellen Kunst gab es rege Nachfrage nach Malerei, Fotografie und Skulptur. Thomas Zander, Köln: "Konzeptuelle Fotografie der 1970er Jahre erfährt eine hohe Nachfrage. Die Fotografie insgesamt, also auch die jüngeren Datums hat sich im Markt wieder stabilisiert." Dafür sprechen Zahlen: Zander verkaufte ein Foto-Konvolut Ed Ruschas (38.000 Euro) und Blätter Victor Burgins (65.000 Euro); Esther Woerdehoff, Paris: mehrere Fotos von Loan Nguyen ( je 4700 Euro); Galerie K, Oslo: zahlreiche großformatige Blätter von Axel Hütte ( 18.000-30.000 Euro); Rothamel, Erfurt/Frankfurt/M: mehrere Fotos von Hans-Christian Schink (9.000 - 11.000 Euro); L.A. Galerie, Frankfurt/Beijing: mehrere Exemplare von Peter Bialobrzeski (5.500 - 6.600 Euro); Galerie RX, Paris: ein Foto von Yuki Onodera (7.500 Euro); Knäpper+Baumgarten, Stockholm: mehrere Fotos von Helena Blomquist (3.700 - 4.000 Euro); Tanya Rumpff, Haarlem: mehrere Fotos von Sylvie Zijlmans (je 7.000 Euro); Fahnemann, Berlin: drei Fotos von Michael Wesely (14.000 - 20.000 Euro), zwei Fotos von Lina Kim (je 6.000 Euro); Heinz Holtmann, Köln: Großfoto von In Sook Kim (60.000 Euro); Mario Mauroner, Salzburg/Wien: Foto von Lois Renner (20.000 Euro).

Ähnlich begehrt wie Fotografie war Malerei, sowohl von markterprobten Künstlern als auch von Newcomern. Clemens Fahnemann, Berlin: "Die Sammler sind nicht auf bestimmte Medien festgelegt, sondern kaufen gute Kunst - egal welchem Gattungstyp sie angehört." Der Berliner verkaufte mehrfach Imi Knoebels 38teilige Papierarbeit (46.000); Rothamel, Erfurt/Frankfurt/Main: mehrere Bilder von Lage Opedal (4.200 - 6.900 Euro); Figge von Rosen, Köln: Gemälde von Christian Hoischen (14.000 Euro), Ölbild von Bas de Wit (4.200 Euro); Schübbe, Düsseldorf: Bild von Matthias Köster (21.500 Euro) und Bild von Yury Kharchenko (11.500 Euro); Peter Thedden, Düsseldorf: Arbeiten von Bernd Ikemann (1.500 - 1.800 Euro), Andrea Bender (6.000 Euro) und Klaus Geigle (1.200 - 6.400 Euro); Schmidt Maczollek, Köln: Bilder von David Reed (50.000 Euro), Richard Allen Morris (2.800 - 6.000 Euro); Sebastian Fath Contemporary, Mannheim: mehrer Arbeiten von Joachim Grommek (2.800 - 5.000 Euro); Gisela Capitain, Köln: Gummibild von Martin Kippenberger (400.000 Euro), Bild von Uwe Henneken (13.000 Euro); Mauroner, Salzburg/Wien: ein Bild des Biennale-Teilnehmers 2007 Herbert Brandl (27.000 Euro), Bild von Jakob Gasteiger (14.000 Euro), Kollage von Carmen Calvo (20.000 Euro); Beck & Eggeling, Düsseldorf: fünf Arbeiten von Heribert Ottersbach 27.000 - 33.000 Euro); manus presse / Klaus Gerrit Friese, Stuttgart: zwei Ölbilder von Karin Kneffel (23.000 - 36.000 Euro), Ölbild Dieter Krieg (21.000 Euro), zwei Arbeiten von Heribert C. Ottersbach (je 23.000 Euro).

Klaus Gerrit Friese konstatierte: "Diese Messe ist der Durchbruch zu einer neuen Sammlergeneration der 30- bis 40jährigen, die keineswegs auf eine bestimmte Künstlergeneration fixiert ist." Positiv wirkte sich das auf das neu eingeführte Sonderprogramm Hidden Treasures aus. Friese vermittelte ein Ölbild des "verborgenen" Malerstars William N. Copley für 50.000 Euro. Schönewald Fine Arts, Düsseldorf, der den vom ART Committee für das Programm vorgeschlagenen Copley in einer One-Man-Show zeigte, reichte fünf Werke Copleys weiter (20.000 - 50.000 Euro). Anne Lahumière, Paris, setzte sich für den "stillen Star" Auguste Herbin ein (20.000 Euro). Margarete Roeder, New York, die eine Zeichnung von Fred Sandback verkaufte (17.000 Euro), lobte Organisation und Outfit der messe. Roeder: "Incredible improvement!"
"Malerei hat immer Konjunktur, wenn sie gut ist", so der Münchner Hans Maulberger. Der Informel-Experte trennte sich von Hauptwerken Dahmens, Thielers und Sonderburgs (bis 60.000 Euro); Strelow, Düsseldorf: drei Bilder von Norbert Tadeusz (20.000 - 30.000 Euro), Emil Schumacher (85.000 Euro); Guy Pieters, Knokke-Heist: drei Villeglé-Collagen (17.500 - 45.000 Euro); Samuelis Baumgarte, Bielefeld: Heinz Mack (60.000 Euro); Neher, Essen: Papierarbeiten von Ernst Wilhelm Nay (bis 68.000 Euro).

"Skulptur hat einen festen Platz in Köln und immer ihre treuen Kunden",findet Gerhard F. Reinz von der Kölner Galerie Orangerie Reinz. Er verweist stolz auf seine Verkäufe: zehn Skulpturen von Dietrich Klinge (bis 22.000 Euro), fünf Skulpturen von Michael Croissant (bis 18.000 Euro); Oriol, Barcelona: César-Objekt (45.000 Euro); von Bartha, London: zwei Skulpturen von Julia Mangold (10.000 - 20.000 Euro); Edith Wahlandt, Stuttgart: drei Kricke-Skulpturen (65.000 - 80.000 Euro); Christian Nagel, Köln/Berlin: Zobernig-Installation (50.000 Euro); Capitain, Köln: Bodenskulptur von Georg Herold (9.000 Euro); Knäpper + Baumgarten, Stockholm: zwei Skulpturen von Linnéa Jörpeland (3.500 - 4.300 Euro).

Als "anregenden Wettbewerb unter uns Galeristen und unter unseren Künstlern" klassifiziert Gerhard Hofland von der Amsterdamer Galerie Aschenbach & Hofland den kuratierten offenen Ausstellungsbereich Open Space. Die Galerie verkaufte drei Bilder von Michael Kirkhan (5.000 - 17.000 Euro); Daniel Buchholz, Köln: eine Video-Installation von Matthias Poledna (25.000 Euro).
Von der anregenden, kommunikativen Atmosphäre des Open Space profitierten auch die anliegenden Messeteilnehmer. So verkaufte u.a. Aurel Scheibler, Berlin, vom Messeneuling Peter Stauss die gesamte Präsentation (9.000 - 18.000 Euro).

Gewohnt erfolgreich waren auch die New Talents, die von ihren Galerien auf der ART COLOGNE 2006 vorgestellt wurden: Max Regenberg bei Thomas Zander, Köln: Konvolut von Fotos (25.000 Euro); Jorinde Voigt bei Fahnemann Projects, Berlin: 14 Zeichnungen à 4.000 Euro; Julian Faulhaber bei Lothar Albrecht, Frankfurt/Main: Farbfotos (2.900 - 4.600 Euro); Sandra Mann bei Stefan Röpke, Köln/Madrid: rund 20 Mobiles (à 250 Euro).

Stellvertretend für seine über 180 Kolleginnen und Kollegen bilanziert Christian Nagel, Köln: "Aller Skepsis zum Trotz ist die Messe hervorragend gelaufen. Wir haben alle gute Geschäfte gemacht und gute Gespräche geführt. Im kommenden Frühjahr geht es weiter aufwärts." Die 40. Ausgabe der ART COLOGNE erwies, was Ministerpräsiden Jürgen Rüttgers bei der Verleihung des ART COLOGNE-Preises an Kunstmarktbegründer Rudolf Zwirner im Historischen Rathaus zu Köln betonte: "Die ART COLOGNE ist die wirtschaftlich stärkste Kunstmesse in Deutschland in der bundesweit dichtesten Galerienlandschaft."

Neuer Termin im Frühjahr
Die nächste ART COLOGNE findet bereits im kommenden Frühjahr statt: Sie läuft vom 18. bis 22. April 2007 in den Hallen 4 und 5 des Kölner Messegeländes. Vernissage: 17. April 2007.

Premiere der ART COLOGNE Palma de Mallorca im Herbst 2007
Die ART COLOGNE Palma de Mallorca feiert ihre Premiere im Terminal A des Flughafens von Palma de Mallorca vom 19. bis 23. September 2007.

Mit freundlichen Grüßen
Presseteam Kunst & Kultur
Dirk Mangold Stephanie Kickum
Koelnmesse GmbH, Messeplatz 1, 50679 Köln, Deutschland
Telefon: + 49 221 821-2907 + 2246,
Telefax: + 49 221 821-2181



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