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Blickwechsel - Werke aus der Sammlung

18. März - 17. Juni 2018 | Kunstraum Alexander Bürkle, Freiburg
Eingabedatum: 22.03.2018

Werkabbildung

Rupprecht Geiger, 741/81, 1981, Acryl auf Leinwand, Foto: Bernhard Strauss, Freiburg Copyright für die abgebildeten Werke von Rupprecht Geiger: VG Bild-Kunst, Bonn 2018bilder

Ein Sammler und seine ganz persönliche Auswahl: Der „Kunstraum Alexander Bürkle“ in Freiburg zeigt ab Sonntag, 18. März 2018 die Ausstellung „Blickwechsel – Werke aus der Sammlung“, u.a. mit Werken von Rudolf de Crignis, Rupprecht Geiger, Günter Umberg, James Turell, Brigitte Kowanz, Reto Boller und Takehito Koganezawa. Der Kunstsammler Paul Ege hat für die Ausstellung eine persönliche Auswahl getroffen, mit der er die Sammlung auf ihre Charakteristika befragt. Dafür hat er neben prominenten und arrivierten Künstlern auch junge, aufstrebende Kunstschaffende wie Sebastian Dannenberg (*1980) und Andreas von Ow (*1981) in die Auswahl aufgenommen.

Farbe und Licht
Übergeordnetes und verbindendes Thema von „Blickwechsel“ sind die Parameter Farbe und Licht. Farbe wird in der Radikalen Malerei, die einen Schwerpunkt der Sammlung bildet, zum Motiv eines Bildes selbst, so bei den ausgewählten Positionen von Rupprecht Geiger, Günter Umberg oder Rudolf de Crignis.

Fläche und Raum
Isabel Zuber 3.jpgAndere Arbeiten fragen – ebenso in der Tradition der Radikalen Malerei – nach den Grenzen des überlieferten Bildbegriffes. Die Werke des Schweizer Künstlers Reto Boller bewegen sich etwa zwischen Fläche und Raum, zwischen Bild und Objekt, ebenso wie Isabel Zubers speziell für einen der Räume entwickelten Installation „Feld“, bei der 1500 goldene Steine eine Bodenfläche von sechs auf acht Metern füllen: ein Bild oder eine Skulptur?

Videoarbeiten
Neben den traditionellen Gattungen hat der Sammler auch eine raumfüllende Videoinstallation ausgewählt. Die auf mehreren Wänden animierten Handzeichnungen von Takehito Koganezawa (*1974) erwecken den Eindruck einer sich stets im Prozess befindlichen Zeichnung, die keine materiellen Farbspuren hinterlässt und sich ohne Anfang und Ende ständig neu generiert – ein Bild, das immer nur wird.

Besonderheit der Ausstellung
Die Ausstellungen im Kunstraum Alexander Bürkle werden üblicherweise von den Kuratorinnen Dr. Julia Galandi-Pascual und Eveline Weber kuratiert. Unter zeit- und kunstgeschichtlich akuten Leitfragen versammeln sie Positionen aus der Sammlung sowie temporäre Leihgaben. Bei „Blickwechsel“ liegt der Fokus dagegen ausschließlich auf der persönlichen Auswahl des Sammlers Paul Ege, auf seinen Vorlieben und Interessen. Er lenkt damit den Blick auf den Wesenskern der Sammlung.

Die Künstler der Ausstellung
Reto Boller (*1966 Zürich/CH)
Rudolf de Crignis (*1948 Winterthur/CH, † 2006 New York/USA)
Sebastian Dannenberg (*1980 Bottrop/DE)
Rupprecht Geiger (*1908 München/DE, † 2009 ebenda)
Günter Holder (*1962 Bad Urach/DE)
Takehito Koganezawa (*1974 Tokyo/JP)
Brigitte Kowanz (*1957 Wien/A)
Russell Maltz (*1952 Brooklyn/NY),
Andreas von Ow (*1981 Freiburg/DE).
Paul Schwer (*1951 Hornberg/DE)
James Turell (*1943 Los Angeles/USA)
Günter Umberg (*1942 Bonn/DE)
Elisabeth Vary (*1940 Köln/DE)
Isabel Zuber (*1962 Karlsruhe/DE),

Der Kunstraum Alexander Bürkle
Der 2004 eröffnete Kunstraum Alexander Bürkle befindet sich im Norden Freiburgs auf dem Firmengelände der Unternehmenszentrale. Der Kunstraum ist ein neutraler White Cube mit neun Räumen und mehr als 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Jährlich zeigt das Kuratorenteam in Absprache mit Paul Ege drei international besetzte Einzel- oder Gruppenausstellungen. Der Eintritt in den Kunstraum ist frei, um einem möglichst großen Publikum den Zugang zur Kunst der Gegenwart und jüngsten Vergangenheit zu ermöglichen.

Die Sammlung
Als Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit dem abstrakten Bild und seinem Wesen dient der Sammlung zunächst die Konzentration auf monochrome Malerei. Das sogenannte Radical Painting, eine Beginn der 1980er Jahre einsetzende transatlantische Malerei-Bewegung, ist das Herzstück der Sammlung. Namhafte Positionen, wie Marcia Hafif, Joseph Marioni, Phil Sims oder Günter Umberg sind in der Sammlung mit bedeutenden Arbeiten vertreten. Zusammen mit zahlreichen Werken von Peter Tollens, Dieter Villinger, Marc Angeli, Martina Klein, Stephan Baumkötter, Winston Roeth und Rudolf de Crignis bietet die Sammlung einen repräsentativen und qualitätsvollen Überblick zur Farbmalerei bis in die Gegenwart.

Das Gesamtbild der Sammlung wurde in den letzten Jahren durch Ankäufe im Bereich der Minimal Art, wie z.B. von Donald Judd, Dan Flavin, Sol LeWitt oder Fred Sandback weiter geschärft. Damals neu gedachte Parameter wie Material, Raum und Farbe sowie das Verhältnis von Materialität und Visualität werden von der jüngsten in der Sammlung vertretenen Künstlergeneration, zu der beispielsweise Lori Hersberger, Henrik Eiben, Michał Budny oder Nikola Ukic gehören, weiter gedacht. Schließlich wurde in jüngster Zeit durch Ankäufe in den Bereichen Fotografie und Video (u.a. Axel Hütte, Jörg Sasse und Dieter Kiessling) begonnen, die letzte wichtige Lücke zu schließen.

Kunstraum Alexander Bürkle
Robert-Bunsen-Str. 5
79108 Freiburg

kunstraum-alexander-buerkle.de

Presse






Daten zu Rupprecht Geiger:

- art berlin 2017
- art cologne 2015
- Daimler Art Collection
- Japan und der Westen. Die erfüllte Leere - Kunstmuseum Wolfsburg, 2008
- MoMA Collection
- Preistraeger Rubenspreis der Stadt Siegen
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD
- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein

Weiteres zum Thema: Rupprecht Geiger



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In ihrem 1.Szenario behandelt die Autorin Ben Willikens´ Gemälde im Auditorium der Daimler-Benz-Hauptverwaltung und reflektiert Gründe, die Anfänge und Aufbau der Sammlung von Daimler-Benz bestimmten. Argumente liefern in erster Linie die Kunstverantwortlichen des Unternehmens selbst. So wurde die Sammlung nach den Worten von Edzard Reuter (einem der Anreger) angelegt, "...um damit Aufgeschlossenheit über die unmittelbare unternehmerische Zweckorientierung hinaus zu demonstrieren". Gleichzeitig soll die Kunst Kommunikationsebenen berühren, welche die Wertvorstellungen der Mitarbeiter ansprechen. Die Arbeiten von Willikens stehen hierbei für ein Potential, das dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern Raum für Phantasie und Imagination eröffnet. Kunst impliziert hier Ressourcen, die sich Kraft ihrer ästhetischen Möglichkeiten produktiv auf das Unternehmen auswirken.
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