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kunstsammlung

SEXY AND COOL. MINIMAL GOES EMOTIONAL

24.März. bis 1. Juli 2018 | Kunsthalle Tübingen
Eingabedatum: 01.04.2018

Werkabbildung

Kay Walkowiak Minimal Vandalism (Filmstill) 2013 Courtesy Kay Walkowiak und Zeller van Almsick, Wienbilder

Die Minimal Art gilt als eine der einflussreichsten Stilgattungen des 20. Jahrhunderts. Werke von Donald Judd, Robert Morris, Dan Flavin, Carl Andre und Sol LeWitt, die zum Kernbestand der Minimal Art gezählt werden, sind in vielen amerikanischen und europäischen Museen und Privatsammlungen vertreten und damit in das »kulturelle Gedächtnis« eingegangen. Unter dem Titel Sexy and Cool. Minimal goes Emotional nimmt die von der Baden-Württemberg Stiftung geförderte Ausstellung der Kunsthalle Tübingen das Nachleben der Minimal Art in der Gegenwart in den Blick. Von den Postminimal-Positionen wie Eva Hesse oder Franz Erhard Walther ausgehend, werden rund sechzig Werke von über zwanzig internationalen Künstlerinnen und Künstlern präsentiert, die sich heute formal und konzeptuell auf die Ansätze der Minimal Art beziehen, ihre Arbeiten jedoch um sensuell-körperliche Aspekte sowie subjektive Inhalte, kurz um eine eigene emotionale Ebene erweitern.

Künstlerinnen wie Ruth Root oder Mariella Mosler reagieren beispielsweise auf die minimalistische Ästhetik, indem sie die avantgardistische Formensprache durch subjektive Gestik und sinnliche Materialien aufladen. Sylvie Fleury, Lara Favaretto oder Kay Walkowiak unterlaufen die strengen Strategien der Väter der Minimal Art dagegen spielerisch und humorvoll. Nicht zuletzt entwickeln Gegenwartskünstler den Ortsbezug und die minimalistische Prämisse, die Wahrnehmung des Betrachters zu sensibilisieren weiter. In Rauminstallationen wie von Christiane Löhr werden die poetische Energie der Natur und die Reduktion auf ein Minimum an Material für den Betrachter erfahrbar. Indem die internationalen GegenwartskünstlerInnen die elementaren Formen der Minimal Art auf außerkünstlerische Bereiche erweitern und sozusagen wieder mit der Welt verbinden, wird die
historische Stilgattung für die Gegenwart aktualisiert und treibt im wahrsten Sinne des Wortes zeitgemäße neue Blüten.

Beteiligte KünstlerInnen
Adel Abdessemed, Silvia Bächli, Martin Creed, Lara Favaretto, Sylvie Fleury, Sabine Groß, Sebastian Hammwöhner, Mary Heilmann, Eva Hesse, Katharina Hinsberg, Linda Karshan, Caroline Kryzecki, Christiane Löhr, Mariella Mosler, Ruth Root, Toni Schmale, Beate Terfloth, Jenni Tischer, Kay Walkowiak, Franz Erhard Walther, Heike Weber

Kunsthalle Tübingen
kunsthalle-tuebingen.de/

Presse






Daten zu Kay Walkowiak:

- evn sammlung

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MSGR. OTTO MAUER PREIS 2014 geht an NILBAR GÜRES


Der Otto Mauer Fonds vergibt die mit 11.000 Euro dotierte Auszeichnung heuer zum 34. Mal. Prämiert wird das gesamte bisherige Werk einer Künstlerin oder eines Künstlers unter 40 Jahren. Diesjährige Preisträgerin ist die in der Türkei geborene, derzeit in Wien und Istanbul lebende und arbeitende Künstlerin Nilbar Güres.

... Vom 14. Dezember 2014 bis 1. Februar 2015 präsentiert Nilbar Güres im JesuitenFoyer, Bäckerstraße 18, 1010 Wien, ausgewählte Arbeiten. Die Eröffnung findet am Mittwoch, den 10. Dezember 2014, um 19.30 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. (Ausstellungsöffnungszeiten: Montag und Dienstag 16–19 Uhr, an Sonn- und Feiertagen 12–
13 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung: T 0043 699 11 441 567; geschlossen von 24. Dezember 2014 bis einschließlich 7. Jänner 2015)

Zurzeit ist Nilbar Güres mit Arbeiten auf der 31. São Paulo Biennial (06. September bis 07. Dezember 2014) vertreten. Weiters sind vom 27. November 2014 bis 24. Januar 2015 ausgewählte Arbeiten im FO.KU.S Foto Kunst Stadtforum in Innsbruck zu sehen.

Begründung der Jury
Die Jury des Msgr. Otto Mauer Preises 2014, bestehend aus Martin Hochleitner, Gabriele Rothemann, Johanna Schwanberg, Kamen Stoyanov und Gustav Schörghofer SJ, entschied einstimmig, den diesjährigen Msgr. Otto Mauer Preis Nilbar Güres zuzuerkennen. „Die in Istanbul geborene Künstlerin lebt und arbeitet in Wien und Istanbul. In ihren Arbeiten greift sie in direkter und authentischer Weise gesellschaftspolitisch relevante Themen auf, ohne dabei klischeehaft zu wirken. Nilbar Güres erzählt Geschichten über Geschlechterkonstruktionen, Sozialisierungsprozesse von Frauen, soziale Normen und Familienstrukturen. Sie nähert sich zentralen Fragen weiblicher Identität in unterschiedlichen kulturellen Kontexten an und überschreitet dabei die Trennungen von persönlich-privater und politischer Sphäre. Mit großer Ernsthaftigkeit und zugleich einem subtilen Humor erzählt sie auf authentische Weise berührende und nachdenklich stimmende Geschichten, die sie in starken Bildern umsetzt. In ihrer Kunst knüpft sie direkt an die Alltagserfahrung der Menschen an, die sich im Bild spiegeln und erkennbar wiederfinden und öffnet gleichzeitig in
der künstlerischen Fiktion ein weites Feld der Fantasie - unprätentiös und unideologisch.

Nicht nur Ihre Fragestellungen stammen aus beiden Kulturkreisen; Nilbar Güres bezieht gleichermaßen beide kunsthistorischen und ästhetischen Traditionen in ihre Arbeiten ein, so kombiniert sie orientalische Ornamentik mit westlicher Ikonographie. Anerkennend hob die Jury die unterschiedlichen Medien und Materialitäten, Papier, Video, Skulptur und Textil, hervor, welche die Künstlerin in ihren Arbeiten einsetzt.“

Besonders überzeugte die Jury die selbstbewusste Arbeit einer Künstlerin mit Migrationshintergrund, „der in diesem Fall nicht negativ besetzt, sondern Luxus und Vorteil ist; der Vorteil zwei Hintergründe zu haben und aus diesem Reichtum zu schöpfen. Mit Nilbar Güres wird eine starke Persönlichkeit ausgezeichnet, die in ihren Arbeiten Kulturkreise verbindet, Gespräche anstößt und Kommunikationsprozesse aufbaut.“

Seit 1981 verleiht der Otto Mauer Fonds der Erzdiözese Wien den Msgr. Otto Mauer Preis für bildende Kunst. Der Fonds wurde von Kardinal Dr. Franz König und dem Erben Msgr. Otto Mauers, Prälat Dr. Karl Strobl, gegründet. Aufgabe der Einrichtung ist es, das besondere Anliegen von Monsignore Otto Mauer, den Dialog zwischen Kirche, Kunst und Wissenschaft lebendig zu halten und weiterzuführen.
In den vergangenen 34 Jahren waren insgesamt rund 90 prominente VertreterInnen aus dem zeitgenössischen Kunstbereich – KünstlerInnen, KuratorInnen, MuseumsdirektorInnen und JournalistInnen – in der alljährlich wechselnden Jury vertreten.

Folgende KünstlerInnen haben den Msgr. Otto Mauer Preis für bildende Kunst erhalten: Alfred Klinkan (1981), Gottfried Mairwöger (1982), Erwin Bohatsch (1983), Erwin Wurm (1984), Gunter Damisch (1985), Franz West (1986), Gustav Troger (1987), Peter Kogler (1988), Brigitte Kowanz (1989), Christoph Luger (1990), Martin Walde (1991), Lois Renner (1992), Heimo Zobernig (1993), Tobias Pils (1994), Maria Hahnenkamp (1995), Otto Zitko (1996), Aglaia Konrad (1997), Gregor Zivic (1998), Manfred Erjautz (1999), Florian Pumhösl (2000), Michael Kienzer (2001), Dorit Margreiter (2002), Simon Wachsmuth (2003), Esther Stocker (2004), Jun Yang (2005), Bernhard Fruehwirth (2006), Ursula Mayer (2007), Isa Rosenberger (2008), Siggi Hofer (2009), Katrina Daschner (2010), Kamen Stoyanov (2011), Ralo Mayer (2012) und Luisa Kasalicky (2013).

Neben der jährlichen Vergabe des Msgr. Otto Mauer Preises fließt der weitaus größte Teil der Mittel des Otto Mauer Fonds in Projektförderungen in den Bereichen bildende Kunst, Musik, Theater, Wissenschaft, Erziehung und Erwachsenenbildung. 2014 wurden u.a. folgende Projekte von Otto Mauer Fonds unterstützt: Für ihre Publikationen erhielten Jun Yang („The Monograph Project“), Sofie Thorsen, Franz Thalmair („This Page Intentionally Left Blank“), Sylvia Eckermann (Werkkatalog „Algorithmisiert“) und Werner Reiss („Neue Legenden in biblischer Handschrift“) finanzielle Unterstützung durch den Otto Mauer Fonds.

Die Ausstellung „The Space between Concepts and Realisations“ von Lilo Nein wurde ebenso gefördert wie die Performance „Über Gänge“ von Teresa Leonhardmair zur Aschermittwochfeier mit KünstlerInnen und Künstlern im Sacellum (Salzburg) und die Veranstaltungsreihe „Arche am Grundlsee“. Im „Empowerment mit Randgruppen“ unterstützte der Otto Mauer Fonds die „Kreativ am Werk“- Produktion „Doschnfeidl und Nochdigoi und Nochdigoi und Doschnfeidl“ mit Christian Suchy.

Die Msgr. Otto Mauer Preisträgerin Katrina Daschner wird in ihrem aktuellen Filmprojekt unterstützt sowie Catherine Ludwig mit ihrer audio-visuellen Arbeit „An was glauben Sie? AMEN“ zu Amerikanischen Kirchen.
Für ihre nächsten Projekte konnten Susanne Schuda, Thomas Hörl, Kay Walkowiak, Alfredo Barsuglia und Michael Poetschko Zusagen gemacht werden. Steinbrener/Dempf erhalten für die kommende Rauminstallation „In der Schwebe“ in der Wiener Jesuitenkirche finanzielle Unterstützung.

Der Otto Mauer Fonds unterstützt das Afro-Asiatische Institut in Wien bei dem Projekt „Interreligiöser-Interkultureller Salon“, das sich in zwei Veranstaltungsreihen, „Die Kunst als Ausdrucksform religiöser Erfahrung“ (Sommersemester 2014) und „Gesellschaftliches Engagement aus dem Glauben“ (Wintersemester 2014/15) gliedert. Im wissenschaftlichen Bereich wurden im Jahr 2014 die Tagung „Vermisst. Worüber Kriegsdenkmäler schweigen“ zum Täter- und Opfergedenken in Oberösterreich, die Gesprächswoche des Forums St. Stephan „Wege und Irrwege“ sowie die interdisziplinäre Sommerakademie zum Thema „WahnSinn“ des Österreichischen Studienförderungswerks PRO SCIENTIA gefördert.

Die einzelnen Projekte wurden mit 500 bis 10.000 Euro teilfinanziert.
Organisation Otto Mauer Fonds
MMag. Lisa Simmel, Geschäftsführerin
Währinger Straße 2–4, 1090 Wien
T 0043 1 51 552 DW 5103
E office@otto-mauer-fonds.at
otto-mauer-fonds.at
nilbargures.com
martinjanda.at


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