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SHAO FAN - YOU

10.6.-22.7.2018 | Ludwig Museum Koblenz, im Deutschherrenhaus
Eingabedatum: 02.06.2018

Werkabbildung

Shao Fan, Baby Tiger, 2011 Öl auf Leinwand, 200 × 160 cm © Shao Fan and Galerie Urs Meile, Beijing-Luzern 2018bilder

Der Hase, der Affe, der alternde Mensch - klassische Sujets der chinesischen Kultur zoomt der Künstler Shao Fan (*1964 in Beijing) in seinen großformatigen Tuschezeichnungen und Ölgemälden nah heran. Dabei setzt er den Betrachter einer unausweichlichen überdimensionalen Konfrontation aus. Shao Fan nimmt damit eine Sonderstellung in der zeitgenössischen chinesischen Malerei ein.

Das Ludwig Museum in Koblenz zeigt die erste Ausstellung der Arbeiten von Shao Fan in Europa. Vom 10. Juni bis 22. Juli sind die wichtigsten und aktuellsten Werken sowie einige Frühwerke, Objekte und Möbel des Künstlers in der Ausstellung „SHAO FAN – YOU“ zu sehen.

Seine filigranen Tuschzeichnungen auf dünnem Reispapier sind bis zu vier Meter hoch. Auf ihnen portraitiert der Künstler explizit beide Tiere – den Hasen und den Affen, die er in ihrer besonderen Singularität geradezu überhöht. Das Tier wird zum Gegenüber des Betrachters und zwar auf derart subtile Weise, dass es zum einen den Charakter einer Portraitstudie annimmt und zum anderen das Portrait gleichsam entfremdet und distanziert.

Shao Fan bewegt sich mit seinem künstlerischen Werk an einer „magischen Grenze“, er zeigt Tiere, die nichts Tierhaftes haben, er malt den Menschen ohne ihm menschliche Züge zu verleihen. Er spielt mit den Sehgewohnheiten des Betrachters und lässt ihn nachdenklich werden. Seine Kunst ist traditionell sowie zeitgenössisch, chinesisch und zugleich europäisch.
Geboren in eine Familie namhafter Künstler, seine Mutter war Ölmalerin im Stil des sozialistischen Realismus, war Shao Fan einer der ersten chinesischen Künstler, der die Grenzen zwischen visueller Kunst und Möbeln auslotete.

Bekannt geworden ist er vor allem durch seine Stuhlserie, die die Ming-Dynastie neu interpretiert. Im Glauben, dass die Ming-Möbel einer der wichtigsten Grundsätze der chinesischen Philosophie ausdrücken, kombiniert der Maler und Bildhauer das antike Design mit klaren Linien und der Geometrie zeitgenössischer Ästhetik.

Shao Fan stellt seine Kunst in den Dialog der kulturellen und philosophischen Veränderungen, die im heutigen China stattfinden. Und genau diesem malerischen Aspekt zwischen Tradition und Moderne widmet sich die Ausstellung „SHAO FAN. YOU“ im Ludwig Museum in Koblenz.

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit der Sammlung Uli Sigg, der Galerie Urs Meile, Luzern und dem Museum M+ in Hongkong sowie dem Künstler Shao Fan entstanden.
Der Katalog zur Ausstellung mit Texten von Ah Cheng, Ruth Noack, Dimetrio Paparoni Beate Reifenscheid, Uli Sigg erscheint im Wienand Verlag, 280 Seiten.

Vorschau:
26.08. bis 21.10.2018
John Chamberlain - The Aesthetics of Industrial Material

04.11.2018 bis 06.01.2019
Pierre Soulages - Noir / Lumière. Farbe und Geste in den 1950er Jahren

LUDWIG MUSEUM IM DEUTSCHHERRENHAUS KOBLENZ - STÄDTISCHE MUSEEEN KOBLENZ
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D-56068 KOBLENZ
Telefon: +49 (0)261 30 40 40 - Telefax: +49 (0)261 30 4413
E-Mail: info@ludwigmuseum.org
ludwigmuseum.org
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Daten zu Shao Fan:

- Art Basel 2013
- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Hong Kong 2018
- Art Basel Hong Kong, 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014

Weiteres zum Thema: Shao Fan



SECRET SIGNS


Im Rahmen von China Time Hamburg 2014 zeigen die Deichtorhallen vom 8. November 2014 bis 8. Februar 2015 in der Sammlung Falckenberg in Hamburg-Harburg ein Ausstellungsprojekt zum Thema der Schrift in der chinesischen zeitgenössischen Kunst in Kooperation mit dem Museum M+ in Hongkong und der dort in Teilen beherbergten Sammlung Sigg. Die Schrift steht in China für die Kultur dieses Landes. Das über Jahrtausende unverändert bestehende Schriftsystem Chinas ist ein einmaliges Phänomen in der Kulturgeschichte der Menschheit.

Die im 3. Jahrhundert v. Chr. eingeführte Schrift in standardisierter Form war in China der Schlüssel für gesellschaftliche Macht. Sie demonstrierte Autorität und sozialen Status und symbolisierte kulturelle Tradition und Elite. Mao Zedongs Schriftreform von 1956 stellt den großen Einschnitt innerhalb dieser kulturellen Konstante Chinas dar. Unter Mao begann erstmalig eine Popularisierung des Mediums. Kalligraphie verlor ihren Monopol-Status nur von Gelehrten beherrscht zu werden. Weithin sichtbare Slogans in vereinfachten Schriftzeichen stellen nun erstmalig eine neue Waffe und ein Mittel der Propaganda dar. Öffentliche Kalligraphie in Form der großen Zeichen-Poster erlebte ihren Höhepunkt während der Kulturrevolution (1966-76).

Die Diskussion um Tradition und Moderne war und ist für mehr als ein Jahrhundert eine zentrale Debatte in der chinesischen Kunstwelt. Die Avantgarde-Bewegung der 1980er Jahre wollte sich radikal von allen akademischen Bürden sowie von den Vorgaben des Sozialistischen Realismus befreien. Die zeitgenössische chinesische Kunst befasst sich seitdem äußerst facettenreich mit Themen wie der Dekonstruktion von Schrift (Anti-Kalligraphie), der Kommerzialisierung und Trivialisierung der Schrift als Medium der Massenkultur sowie mit der Frage nach dem individuellen Ausdruck angesichts der reichen und langen historischen Praxis für das Erlernen der Schriftkunst. Eine weitere Annäherung an das Thema stellen jene Arbeiten dar, die unter Zuhilfenahme neuer Medien das Spontane und Intuitive des Schreibprozesses darstellen.

Die Ausstellung erscheint vor dem zeithistorischen Hintergrund einer Neubewertung der traditionellen, chinesischen Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts besonders aktuell. Hinter dieser Entwicklung mag eine Reaktion auf das zunehmend globalisierte China stecken, das im Begriff ist, seine kulturellen Wurzeln, zu der insbesondere die Kalligraphie zählt, zu verlieren. Vor solchen wichtigen aktuellen Diskursen bewegt sich die Ausstellung in der Sammlung Falckenberg, die nach der Bedeutung der Kalligraphie in der modernen Gegenwartskunst Chinas fragt.

Die Ausstellung vereint zwei- und dreidimensionale Werke in verschiedenen Medien: Schriftkunst, Fotografie, Videos, Installationen und Objekte. Sie beginnt mit Werken aus den 1980er Jahren und reicht bis zu künstlerischen Werken, die speziell für diese Ausstellung konzipiert wurden (beispielsweise von Ai Weiwei). Weitere namhafte Künstler der Ausstellung sind u.a. Gu Wenda, Xu Bing, Qiu Zhijie, Zhang Huan, Wu Shanzhuan; insgesamt werden Arbeiten von 38 Künstlern präsentiert.

SECRET SIGNS findet im Rahmen der China Time Hamburg 2014 statt.



KÜNSTLER
Ai Weiwei, Chen Guangwu, Chen Zaiyan, Dai Guangyu, Ding Yi, Dong Xiaoming , Feng Mengbo, Gu Wenda, He Sen, Hong Hao, Jia, Jin Feng, Jin Jiangbo, Li Xi, Li Zhenwei, Lu Hao, Lu Qing, Ma Ke, Mao Tongqiang, Qiu Shihua, Qiu Zhijie, Shan Fan, Shao Fan, Tian Wie, Tsang Kin-Wah, Utopia Group, Wang Qingsong, Wu Shanzhuan , Xiao Yu, Xu Bing, Xue Song, Yangjiang Group, Yang Xinguang, Yuan Gong , Zhang Fan, Zhang Huan, Zhang Wie, Zhou Tiehai



ADRESSE
Sammlung Falckenberg | Deichtorhallen Hamburg
Wilstorfer Straße 71, Tor 2
21073 Hamburg-Harburg

DEICHTORHALLEN.DE/CHINA








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