Gegen den Strich - in der Kunsthalle Baden-Baden (17.7.-26.9.04)


Eingabedatum: 06.07.2004

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In Kooperation mit dem Siemens Art Program gibt die Kunsthalle Baden-Baden einen Überblick zur aktuellen, künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Medium Zeichnung.

"Die Ausstellung »Gegen den Strich« präsentiert zum ersten Mal einen Überblick über die neuen Formen der Zeichnung von den 1990er Jahren bis heute. Immer häufiger übersteigen Zeichnungen heute die Erwartungen an klassische Formate und Präsentationsformen. Eine junge Generation von Künstlern kämmt eine lange in der akademischen Praxis verfangene Gattung ‚Gegen den Strich’.

Aktuelle Positionen bauen auf der Ausweitung des Zeichnungsbegriffs durch die Minimal Art und Konzeptkunst der 60er Jahre auf, um die Zeichnung nun auf sämtliche Gattungen und Medien übergreifen zu lassen und souverän mit diesen zu spielen. Bei all ihrer Expansion, lässt sich ein Grundanliegen heutiger Zeichnung erkennen. Ob mit Stift und Papier oder mittels Fotografie, umgesetzt in Videoarbeiten oder Installationen, gestochen oder perforiert, in der Demontage eines dreidimensionalen Körpers oder als Schnitt durch die Zeit: Als Eingriff in ein intaktes Ganzes erschließt die Zeichnung Blicke auf die Innen- und Kehrseiten der Personen und Dinge, an denen sie ansetzt.

Die Karriere, die die Zeichnung historisch als Werkzeug der Naturnachahmung begonnen hat, setzt sie als Instrument der Erforschung des unter der sichtbaren Oberfläche der Dinge Verborgenen fort. Die Ausstellung präsentiert zum ersten Mal einen Überblick über neue Formen des Mediums Zeichnung in seinen vielfältigen Korrespondenzen mit Installation und Skulptur, Video, Film und Fotografie, Aktions- und Konzeptkunst sowie Environment. Sie zeigt, wie sich die Zeichnung aus ihrer bloßen Hilfs- und Vorläuferfunktion befreit und sich zum Impulsgeber und Reflexionsmedium in anderen Bereichen der bildenden Kunst entwickelt hat.

In der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden knüpft »Gegen den Strich« an die Zeichnungsausstellungen des Hauses an (»Drawing Now«, 1976, »Räume heutiger Zeichnung«, 1985, »Zeichnung und Raum«, 1994, und »(In Search of) The Perfect Lover«, 2003) und führt so die Auseinandersetzung mit innovativen Entwicklungen in der Präsentation neuester zeichnerischer Positionen aktuell fort. . . . ." (Quelle: KH Baden-Baden/Presse)

Foto: Kunsthalle Baden-Baden: Daniele Buetti: »Like tears from a Star 3«, 2002, Leuchtkasten

Ausstellungsdauer: 17.7.-26.9.04

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 11 - 18 Uhr | Mittwoch 11 - 20 Uhr | Montag geschlossen

Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
Lichtentaler Allee 8A | D - 76530 Baden-Baden | Tel. (Kasse) 07221 - 393299
Kunsthalle-Baden-Baden.de


ch






Daten zu Daniel Buetti:

- Istanbul Biennial, 1997

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PressArt - Museum der Moderne Salzburg Mönchsberg


Mit "PressArt" wird eine Auswahl von Werken aus der Sammlung Annette und Peter Nobel gezeigt, die sich allesamt mit der gedruckten Schrift oder dem gedruckten Bild auseinandersetzen.

Die Sammlung des Schweizer Medien– und Wirtschaftsanwalts Peter Nobel umfasst mittlerweile 700 Arbeiten, von denen rund 360 in der Ausstellung zu sehen sind. Das zentrale Thema der Werke ist die Drucktechnik - ob Schrift oder Bild.

Bereits die Dadaisten haben sich diesem Medium bedient. In den 1960er Jahren waren es Kunstströmungen wie die Pop Art, Nouveau Réalisme, Fluxus und Arte Povera, die alle die Auflösung der Trennung zwischen Kunst und Leben zum Ziel hatten und den Druck als Massenmedium für ihre Kunst fruchtbar machten. Zeitungsschnipsel wurden collageartig in die Bilder eingefügt, wie die Arbeiten von George Braque oder Kurt Schwitters zeigen. Andy Warhol hingegen eignete sich das drucktechnische Prinzip der Serialität an, wenn er in seinen Siebdrucken Pressefotos vervielfältigt. Künstler wie Joan Miró oder Alberto Giacometti wiederum verwendeten Zeitungspapier als Zeichengrund, während Günther Uecker in "Das Schweigen der Schrift" eine Zeitung von beiden Seiten mit Nägeln durchschlägt.

Auch zeitgenössische Auseinandersetzungen mit dem Medium "Druck" werden in der Ausstellung zu sehen sein. In Konkurrenz mit den digitalen Medien ist der Drucktechnik eine veränderte Bedeutung und Stellung zugekommen, die von einigen Künstlern reflektiert und neu bewertet wird. Sylvie Fleury oder Daniel Buetti beschäftigen sich etwa mit den Verführungsstrategien der Konsumgüterindustrie, die sich der gedruckten Massenmedien als Träger bedienen.

Ausstellungsdauer: 3.7.-24.10.10

Abbildung: Joan Miró, Le Journal, 1972, Zeitungslithografie, Epreuve d`artiste, © VBK, Wien, 2010

Öffnungszeiten:
Di-So 10-18 Uhr
Mi 10-20 Uhr

Museum der Moderne Salzburg Mönchsberg
Mönchsberg 32
A-5020 Salzburg

museumdermoderne.at


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