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Im Rausch der Urbanität - 'neon tigers' im Museum der Arbeit, Hamburg (16.09.-28.11.04)


Eingabedatum: 16.09.2004

bilder

Schön oder schrecklich? Die Bilder asiatischer Großstädte faszinieren auf ambivalente Art. Wie Gebilde aus einer fernen Zukunft wirken sie. Doch dieses ist keine futuristische Vision, sondern Realität. Wolkenkratzer, Wohnsiedlungen und Shopping Malls prägen die asiatische Großstadtarchitektur. Kühl und doch irgendwie anziehend schlagen die Fotos den Betrachter in ihren Bann.

Der Fotograf Peter Bialobrzeski möchte mit seiner Bilderstrecke die vertikale Siedlungsform der Megacities dokumentieren. Fotografiert hat er in Bangkok, Hong Kong, Shanghai, Shenzhen, Jakarta und Kuala Lumpur. Hochhäuser mit 80 Stockwerken und Sportfeldern in schwindelnder Höhe zeigen eine neue Art der urbanen Lebensform. Das Wachstum der asiatischen Metropolen wird getrieben durch eine aufstrebende Mittelschicht. In Europa entfliehen die Menschen den Stadtzentren, in Asien suchen sie die urbane Mitte. Slums und Ghettos finden sich in diesen Innenstädten nicht, denn die Menschen sind in der Regel wohlsituiert und streben nach Mehr. Die Städteplanung ist dem Stile der Geschwindigkeit angepasst. Manch asiatische Stadt ist binnen weniger Jahrzehnte so schnell gewachsen wie westliche Städte in drei Jahrhunderten nicht gewachsen sind. In China sind in den letzten 20 Jahren fast eine Viertel Milliarde Menschen vom Land in die Stadt gezogen. Die Regierung plant deshalb die Neugründung von ca. 150 Städten. Diese Zahlen sprechen für sich. Die Fotos dokumentieren diese Entwicklung. Aufgenommen wurden die Bilder am frühen Abend, wenn Tageslicht und Stadtbeleuchtung sich fluoreszierend vermischen. Sie erscheinen dadurch wie Traumbilder. Aber die Wirklichkeit ist schon da.

Bialobrzeski ist Professor für Fotografie an der HfK Bremen und hat für seine Bilder der Megacities 2003 den World Press Photo Award gewonnen. Das Museum der Arbeit folgt mit neontigers dem Ausstellungszyklus "Die nachindustrielle Stadt". Zuvor gab es bereits Ausstellungen über Obdachlosigkeit und Migration. Der Blick auf Asien liegt im Trend. 2001 zeigte das Hamburger Kunsthaus "Art from Asian Pacific Megacities". Hier wurde das Phänomen der boomenden asiatischen Städte aus Sicht einheimischer Künstler gezeigt.

Foto: Shenzhen 2001, © Peter Bialobrzeski

Die Ausstellung ist vom 16. September bis zum 28. November 2004 zu sehen.
Museum der Arbeit
Wiessendamm 3
22305 Hamburg
Tel. 040-428133105
museum-der-arbeit.de

Dr. Tanja Hemme



Daten zu Peter Bialobrzeski:


- Kunstverein - Palais für aktuelle Kunst, Glückstadt

- Sammlung DZ Bank, Frankfurt


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