Kunstmuseum Stuttgart - Neueröffnung (05.03.05)


Eingabedatum: 24.02.2005

bilder

Am 5. März wird der neue Bau des Kunstmuseums Stuttgart von den Berliner Architektenbüro Hascher + Jehle eröffnet. Den Grundstock zur städtischen Kunstsammlung, jetzt Kunstmuseum Stuttgart, legte 1924 Graf Silvio della Valle di Casanova durch die Schenkung seiner privaten Sammlung.

"Mit dem markanten Museumsneubau am Kleinen Schlossplatz findet Stuttgarts bedeutende Kunstsammlung den ihr angemessenen Rahmen. - Und mit 5.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche nun auch genügend Raum zur Entfaltung für rund 15.000 Kunstwerke. "Die Umbenennung der städtischen Galerie in Kunstmuseum Stuttgart steht symbolisch für den Aufbruch in eine neue Ära", so Museumsdirektorin Dr. Marion Ackermann. Mit drei großen Sonderausstellungen pro Jahr und einem einmaligen und unverwechselbaren Sammlungsprofil soll das Haus künftig auch überregional Aufmerksamkeit erregen. "Durch überwiegend thematisch ausgerichtete Ausstellungen lassen sich auf behutsame und konsequente Weise aus den bereits angelegten Strukturen heraus Verknüpfungen mit internationalen und zeitgenössischen Fragestellungen und Positionen herstellen." Vier Bereiche der Sammlung spielen dabei für die neue Leiterin eine besondere Rolle: das Thema des Ornaments (beispielsweise im Werk Adolf Hölzels), der politisch-sozialkritische Ansatz (etwa bei Otto Dix), die subversiv-ironische Strategie (besonders im Werk von Dieter Roth) sowie der oft fließende Übergang von der "freien“ zur "angewandten" Kunst (bei Künstlern wie Adolf Hölzel, Ida Kerkovius, Oskar Schlemmer oder Willi Baumeister). Das Team des Kunstmuseum Stuttgart plant zudem ein vielseitiges Begleitprogramm, das die Besucher zum lebendigen Dialog mit der Gegenwartskunst einlädt.
. . .
Ab 5. März 2005 präsentiert sich das Kunstmuseum Stuttgart mit der großen Sonderausstellung "angekommen - Die Sammlung im eigenen Haus" erstmals der Öffentlichkeit. Die Werkschau mit Höhepunkten der städtischen Sammlung bildet den Auftakt für zahlreiche Sonderausstellungen, die künftig parallel zur permanenten Sammlungspräsentation im Museumsneubau am Kleinen Schlossplatz zu sehen sein werden. ...
Die Sammlung konzentriert sich vorwiegend auf Werke der Klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst. Den Kern bildet die weltweit bedeutendste und umfangreichste Sammlung von Werken von Otto Dix. Ebenfalls stark vertreten sind Künstler wie Adolf Hölzel, Hermann Pleuer, Erich Heckel, Willi Baumeister, Fritz Winter, K.R.H. Sonderborg, Dieter Roth, Wolfgang Laib und Karin Sander."(Presse Kunstmuseum Stuttgart)

Im Hatje Cantz Verlag erscheint dazu ein reich bebildertes Begleitbuch, das mit einer Auswahl von rund 200 Werken - darunter wichtigen Neuerwerbungen der vergangenen Jahre - einen umfassenden Einblick in die Sammlung gibt.

Foto: Der Bau (© Kunstmuseum Stuttgart / Gonzalez)

1. Ausstellung: angekommen-Die Sammlung im eigenen Haus
Ausstellungsdauer: 5. März-31. Juli 2005

ÖFFNUNGSZEITEN: Di-So 10-18 Uhr, Mi 10-21 Uhr
Für die Dauer der Erstpräsentation auch Fr 10 – 21 Uhr

Kleiner Schlossplatz 1 | 70173 Stuttgart | Tel: 0711/216 21 88

ch








Weiteres zum Thema: Kunstmuseums Stuttgart



12. Triennale Fellbach Kleinplastik 2013


Nach der Triennale ist vor der Triennale: bereits ein Jahr nach Eröffnung der erfolg-reichen 11. Kleinplastik-Triennale Fellbach 2010 wurden jetzt die Kuratoren für die nächste, die 12. Triennale 2013, berufen. Die international bedeutende und beachtete Schau für zeitgenössische Skulptur im kleineren Format wird die Handschrift von Yilmaz Dziewior und Angelika Nollert tragen. Damit wird erstmals in der langen Geschichte der Ausstellung eine Doppelspitze für Konzeption und Künstlerauswahl verantwortlich zeichnen. Dies teilte das Kulturamt der Stadt Fellbach mit.

Beide Kuratoren leiten wichtige Podien für Gegenwartskunst im deutschsprachigen Raum. Yilmaz Dziewior ist seit 2009 Direktor des Kunsthauses Bregenz, das dank der von Peter Zumthor entworfenen einzigartigen Gestalt und einer Reihe profilierter Ausstellungen im internationalen Kunstgeschehen eine herausgehobene Rolle spielt.
Angelika Nollert ist seit 2007 Direktorin des Neuen Museums. Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg. Auch dieses Haus gehört aufgrund seiner von Volker Staab ent-wickelten Architektur und erfindungsreichen Ausstellungsformaten an den Schnittstellen zwischen Kunst und Design zu den beachteten neueren Häusern für die Präsentation zeitgenössischer Kunst.

Yilmaz Dziewior wurde 1964 in Bonn geboren, studierte in London und Bonn Kunstgeschichte und promovierte an der Berliner Humboldt-Universität über den Architekten Mies van der Rohe. Nach einer Kuratorentätigkeit am Museum Ludwig Köln leitete er von 2001 bis 2008 den Kunstverein Hamburg und hatte zudem eine Professur für Kunstgeschichte an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg inne.

Angelika Nollert, 1966 in Duisburg geboren, studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Germanistik an den Universitäten Würzburg und Münster. Nach ihrer Promotion war sie im Team von Kasper König für „Skulptur Projekte Münster“ 1997 tätig und übernahm im gleichen Jahr die wissenschaftliche Leitung des Portikus – der Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst in Frankfurt a. M. 2001/2002 war sie Projektleiterin der documenta 11 in Kassel, anschließend arbeitete sie bis 2007 als Projektleiterin für Bildende Kunst beim Siemens Arts Program in München, bis sie nach Nürnberg berufen wurde. Sie ist u. a. Mitglied im Beirat Bildende Kunst des Goethe-Instituts.

Die beiden Kuratoren verbindet ein Interesse an interdisziplinären Zusammenhängen, an der Kontextbezogenheit von Kunst und kulturellen Identitäten. Eines der von ihnen gemeinsam realisierten Projekte war die Ausstellung EV+A (Exhibition of visual art) im irischen Limerick, die sie unter das beziehungsreiche Thema „Reading the city“ stellten.

Der Dialog zweier dezidiert an interdisziplinären Fragestellungen interessierten und international vernetzten Kuratoren lässt eine spannende 12. Ausgabe der traditionsreichen und innovationsfreudigen Triennale Kleinplastik in Fellbach erwarten.

Die Triennale Fellbach Kleinplastik wurde 1980 als Forum für zeitgenössische Skulptur gegründet und findet seither alle drei Jahre statt. Im Jahr 2001 hat sie mit der Alten Kelter einen unverwechselbaren Ausstellungsort bezogen. Er bietet eine Fläche von 3000 qm unter einem riesigen Dachstuhl aus Holz.

Die Erfolgsgeschichte der Triennale wurde maßgeblich von deren künstlerischen Leitern geschrieben. Während für die Triennale 1-7 geografische und geopolitische Prämissen vorgegeben waren, haben sich die Verantwortlichen seit 2001 – im Zeichen einer Globalisierung der Kunst – für eine konzeptionelle Öffnung entschieden, wodurch ästhetische, kunsthistorische und soziologische Fragen in den Vordergrund rückten. Die Internationalität der ausgestellten Künstler blieb gleichwohl Richtschnur – ebenso eine nicht dogmatisch verstandene Fokussierung auf Skulptur im kleineren Format. Bisherige Kuratoren waren u. a. Manfred Schneckenburger (1986), Christoph Brockhaus, damals Direktor des Wilhelm-Lehmbruck-Museums Duisburg (1989 und 1992), Loránd Hegy (1995), Thomas Deecke, damals Leiter des Neuen Museums Weserburg (2001), Jean-Christophe Ammann (2004), Matthias Winzen (2007) und zuletzt Ulrike Groos, Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart.

Abbildung: Copyright Yilmaz Dziewior / Triennale Fellbach

Stadt Fellbach - Kulturamt
Marktplatz 1
70734 Fellbach
Tel.: 0711/5851-434
triennale.de


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




    Anzeige
    Atelier


    Anzeige
    berlin




    Klangkunst von Marianthi Papalexandri-Alexandri und Pe Lang

    Die Arbeiten der in Zürich und Ithaka, New York arbeitenden Künstlerin sind an der Grenzlinie zwischen „sound art“, musikalischer Komposition, Skulptur und Performance verortet ... weiter


    Thea Djordjadze - INVENTUR SGSM

    Die georgische Künstlerin Thea Djordjadze (*1971) erregte in den letzten Jahren mit sublimen Rauminstallationen große Aufmerksamkeit in der internationalen Kunstszene. weiter


    Cooperations

    Am 18. Oktober 2017 stellte die Fondation Beyeler die dritte neue Sammlungspräsentation anlässlich ihres Jubiläumsjahres vor. weiter

    Home of the Brave. Absolventen der Städelschule 2017

    Mit insgesamt 38 Künstler_innen ermöglicht die diesjährige Präsentation einen fundierten Einblick in das facettenreiche Schaffen der Absolventen der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule. weiter

    Maik + Dirk Löbbert: Hauptstraße

    Kunst und Wirklichkeit sind die beiden zentralen Pole im Werk von Maik und Dirk Löbbert. weiter


    Mehr als Fett und Filz – Materialien im Werk von Joseph Beuys

    Die Werke und mit ihnen die Materialien sind für Beuys Transportmittel seiner Ideen ... weiter


    Stefan Burger

    Nicht wenige Künstler*innen suchen seit einiger Zeit den Widerstand des Materials. Ihre Suche scheint nicht allein der Flucht aus der Langeweile angesichts der allzu vertraut gewordenen Oberflächen einer digital geprägten Welt geschuldet. weiter

    Alexander Kluge. Gärten der Kooperation

    Die beiden zentralen inhaltlichen Bezugspunkte der Ausstellung kreisen um die Metapher des Gartens und die Idee des Gemeinsamen. weiter


    Saâdane Afif. Ici. / Là-bas.

    In Düren und Montpellier wird die Arbeit „Ici. / Là-bas.“ von dem französischen Künstler Saâdane Afif zeitgleich gezeigt. weiter


    Denn hinter diesem Horizont liegt ein weiterer Horizont

    Die Ausstellung spiegelt den Blick der zeitgenössischen Kunst auf alternative Zukunftsentwürfe – mögliche Horizonte hinter dem jetzt sichtbaren Horizont. weiter


    MORE than ROME. Christoph Brech

    Ungewöhnlich, manchmal irritierend, oft verblüffend sind die Arbeiten des Münchner Bild- und Videokünstlers Christoph Brech. Seine Werke konzentrieren sich auf Phänomene der Zeit, der Übergänge, der Erinnerung. weiter

    graduiert ≈ präsentiert

    Vom 11. Oktober bis 12. November 2017 zeigt die Burg Galerie im Volkspark unter Arbeiten von Stipendiatinnen und Stipendiaten der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt aus den Jahren 2016 und 2017. weiter

    Ausstellung der Meisterschülerinnen/Meisterschüler der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

    Die Ausstellung versammelt traditionell zum Beginn des Akademischen Jahrs Arbeiten der Meisterschüler*innen, die im Winter- und Sommersemester ihre Prüfung erfolgreich abgelegt haben weiter


    Martin Parr: Souvenir - A Photographic Journey

    In seinen Arbeiten zeigt Martin Parr die gesellschaftliche Realität: Phänomene wie Konsum, Tourismus oder nationale Identitäten beleuchtet er aus einer unterhaltsamen Perspektive, die das Banale, Extreme und manchmal auch Abgründige im Alltäglichen sichtbar macht. weiter

    Roter Oktober. Kommunismus als Fiktion und Befehl

    Die russische Revolution kann als Beginn des proletarischen Zeitalters und der Etablierung international sehr unterschiedlicher Kommunismen gelten. Mittels zeitgenössischer Kunstwerke der verschiedensten Gattungen und Medien sowie einer Auswahl historischer Referenzwerke versucht die Ausstellung ... weiter