Vier Künstler für den Deutschen Pavillon

Ai Weiwei - Romuald Karmakar - Santu Mofokeng - Dayanita Singh

Erste Informationen zum Deutschen Beitrag zur 55. Biennale von Venedig 2013

Eingabedatum: 20.09.2012


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Santu Mofokeng, Gold-Mining Area, Krugersdorp, 2012, © Santu Mofokeng

... Künstlerisches Schaffen in Deutschland ist heute von vielfältigen Arten der Zusammenarbeit zwischen Künstlern aus aller Welt und einem internationalen intellektuellen und kulturellen Austausch geprägt. Deutschland soll daher auf der 55. Biennale in Venedig nicht als hermetische nationale Einheit, sondern als aktiver Teil eines komplexen, weltweiten Netzwerkes repräsentiert werden. Aus diesem Grund hat Susanne Gaensheimer vier internationale KünstlerInnen aus unterschiedlichen Ländern eingeladen:

Ai Weiwei
Romuald Karmakar
Santu Mofokeng
Dayanita Singh

Die KünstlerInnen sind in den großen Museen und Sammlungen der Welt vertreten und haben an den wichtigen internationalen Großausstellungen und Filmfestivals teilgenommen. Ihre Werke, Ausstellungen, Publikationen und Filme sind Teil der internationalen künstlerischen Diskurse und haben diese in den letzten Jahren zum Teil mitbestimmt. Darüber hinaus sind alle vier KünstlerInnen in besonderer Weise mit der deutschen Kunstszene verbunden. Seit vielen Jahren arbeiten Ai Weiwei, Romuald Karmakar, Santu Mofokeng und Dayanita Singh auch in Deutschland bzw. mit deutschen Institutionen, Verlagen und Sammlungen eng zusammen. Inhaltlich ist ihnen gemeinsam, dass sie sich in ihrem Werk auf kritische Weise mit den Bedingungen ihrer jeweiligen Lebenswirklichkeit beschäftigen und wesentliche Impulse geben zur Reflektion des aktuellen kulturellen und gesellschaftlichen Selbstverständnisses in einer global vernetzten Welt. Dabei nutzen sie selbstverständlich eine Vielzahl von Medien, neben Bildhauerei und Installation auch Fotografie und Film.

Gaensheimer zu ihrer Künstlerwahl: „Die Alltagsrealität und die kulturelle Landschaft in Deutschland sind von unterschiedlichen Religionen, Ökonomien und politischen Ansätzen geprägt, das ist heute die Normalität und führt sowohl zu einer großen Bereicherung als auch zur Konfrontation. Dass unsere Gesellschaft nicht mehr ohne Dialog, Kooperation und einer Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Lebensentwürfen und -wirklichkeiten funktioniert, zeigt sich gerade heute in aller Deutlichkeit. Für die Biennale in Venedig mit einer Gruppe von Künstlern aus unterschiedlichen Ländern zusammenzuarbeiten, ist daher für mich die logische Fortsetzung meiner Arbeit mit Christoph Schlingensief. Die von mir eingeladenen Künstler und ihre Werke sind repräsentativ für verschiedene Themen, die sich aus dem Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Ideologien und Lebensentwürfe ergeben und uns heute besonders betreffen. Wichtig ist mir dabei, dass es ihnen gelingt, unsere Perspektive zu erweitern und uns einen Zugang zum Blick der ‚Anderen‘ zu schaffen, teilweise auch auf unbequeme Weise. Obwohl sie ihre Werke aus den spezifischen, lokalen Kontexten heraus entwickeln, realisieren sie durch die Integration ihrer eigenen Erfahrungen von Internationalität eine Art anthropologisch universelle Bildsprache.“

Begleitend zur Ausstellung im Pavillon ist eine Publikation geplant, die substantielle und zum Teil exklusive, neue Beiträge internationaler Autoren zu den angesprochenen Themen sowie Texte zu den beteiligten KünstlerInnen und eine ausführliche fotografische Dokumentation ihrer Werke zusammenführt.

Elke aus dem Moore, die Leiterin der Abteilung Kunst des Instituts für Auslandsbeziehung (ifa) kommentiert: „Die Auswahl der KünstlerInnen wird im Kontext der nationalen Länderpavillons in den Giardini der Biennale von Venedig ein deutliches Zeichen für internationale Kommunikation und Kooperation setzen!“

Seit einigen Monaten führen wir gemeinsam mit den eingeladenen KünstlerInnen und mit Christine Macel, der Kuratorin des französischen Beitrags der 55. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia 2013 und Chefkuratorin am Musée National d’Art Moderne – Centre Pompidou, Paris, sowie Anri Sala, dem von Frankreich eingeladenen Künstler, Gespräche über die Möglichkeiten einer Kooperation zwischen Frankreich und Deutschland in Venedig. Im Laufe der nächsten zwei Monate werden wir Sie hierzu gerne informieren.

Der deutsche Beitrag entsteht im Auftrag des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland und wird realisiert in Zusammenarbeit mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa)

deutscher-pavillon.org


pr


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