Projekte

NAH UND FERN - 4. Skulpturen-Triennale Bingen 2017


6.5. - 8.10. 2017 Entlang des Rheinufers in Bingen und an ausgewählten Orten der Binger Innenstadt Eingabedatum: 10.05.2017

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Vom 6. Mai bis zum 8. Oktober 2017 findet zum vierten Mal die Skulpturen-Triennale der Gerda & Kuno Pieroth Stiftung in Bingen am Rhein statt. Nach den Themen der vergangenen Ausstellungen „Schönheit und Natur“ sowie „Mensch und Maschine“ werden neun Jahre nach der ersten Skulpturenausstellung, die seinerzeit anlässlich der Landesgartenschau 2008 durch das Stifterpaar initiiert wurde, unter dem Titel NAH UND FERN erneut 20 künstlerische Positionen entlang des Rheinufers und an ausgewählten Orten in der Innenstadt thematisch vereint. Auch dieses Jahr sind wieder etwa die Hälfte der Skulpturen speziell für die Ausstellung entstanden. Mit weitem Blick auf aktuelle Themen unserer Zeit setzen sich die Skulpturen und Installationen mit dem Ausstellungstitel auseinander. Im Zentrum stehen etwa die Gemeinsamkeiten und Unterschiede fremder Kulturkreise, die in den letzten Jahren vermehrt Teil unseres gesellschaftlichen Lebens geworden sind und mit denen wir im Alltag lernen umzugehen.

Die Arbeiten laden die Besucher auf vielfältige Weise ein, das Gewohnte zu hinterfragen und neue Sichtweisen einzunehmen.

NAH UND FERN – 4. Skulpturen-Triennale Bingen 2017
Laufzeit: 6. Mai – 8. Oktober 2017
Ort: Entlang des Rheinufers in Bingen und an ausgewählten Orten der Binger Innenstadt
skulpturen-bingen.de


Presse



Daten zu Gregor Hildebrandt:

- Almine Rech Gallery
- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Hong Kong, 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art berlin 2017
- BOOSTER - Kunst Sound Maschine, 2014
- Eine Geschichte Zeitgenössische Kunst aus dem Centre Pompidou, 2016
- Frieze London 2016
- Galleries ART DUBAI CONTEMPORARY 2015
- Hartware MedienKunstVerein 2015
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD



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Weiteres zum Thema: Gregor Hildebrandt



Berlin meets Vienna - Salon Österreich, Wien


Das Projekt "Salon Österreich" versammelt Arbeiten von 30 in Berlin lebenden Künstlern, die sich mit dem Thema "Österreich" beschäftigen. Klischees, Missverständnisse und historische Divergenzen zwischen den Ländern werden dabei zum Thema gemacht.

Das Ausstellungsprojekt, das nur 10 Tage lang zu sehen sein wird, findet seinen Bestimmungsort in einem alten prächtigen Großbürgerhaus. Die barocken Räumlichkeiten sollen einen Kontrast zur jungen Berliner Kunstszene bilden und zugleich einen Dialog zwischen österreichischer Kultur und deutscher zeitgenössischer Kunst schaffen.
Ausgewählt wurden insgesamt dreißig Berliner Künstler, die sich mit den Beziehungen beider Länder auseinandersetzen und um die Aufhebung von Vorurteilen und Klischees bemüht sind.
Bekannte, bereits etablierte Künstler wie Christian Jankowski, Via Lewandowsky, Frank Nitsche, Jorinde Voigt, Ralf Ziervogel und Gregor Hildebrandt werden ebenso vertreten sein wie bislang unbekannte, noch zu entdeckende KünstlerInnen.

Künstlerliste:
Silva Agostini, Georg Barber (Atak), Alexandra Baumgartner, Olivia Berckemeyer, Roland Boden, Barbara Breitenfellner, Fernando Bryce, Thomas Chapman, Martin Dammann, Adib Fricke, Roland Fuhrmann, Axel Geis, Gregor Hildebrandt, Christian Hoischen, Olaf Holzapfel, Christian Jankowski, Klaus Jörres, Lisa Junghanß, Michael Kalki, Alicja Kwade, Peter Langer, Daniel Lergon, Via Lewandowsky, Marit Neeb, Frank Nitsche, Nik Nowak, Serkan Özkayan, Antoine Prum, Jenny Rosemeyer, Michael Sailstorfer, Thomas Scheibitz, Michael Kunze, Philip Topolovac, Jorinde Voigt, Markus Wirthmann, Ralf Ziervogel

Öffnungszeiten:
täglich 12-18 Uhr

Salon Österreich
Liechtensteinstraße 8 (II. Stock)
1090 Wien

salonoesterreich.jimdo.com

Von Sinnen. Wahrnehmung in der zeitgenössischen Kunst


Urban Grünfelder, Mann frisst Anzug, Keramik, Lack, 60x60x50 cm, 2012

Wie riecht, schmeckt, hört und fühlt sich Kunst an? Die etablierten Verhaltensregeln für den Besuch von Ausstellungsräumen zumal von musealen, sind zunächst einmal auf das Schauen und inzwischen auch auf das Hören, nicht jedoch auf das Riechen, Schmecken und taktile Fühlen ausgerichtet.
Die zum Teil raumgreifenden Werke der aktuellen Sonderausstellung der Kunsthalle zu Kiel stehen alle im Kontext der künstlerischen Auseinandersetzung mit den Sinnen und machen diese erlebbar. Die Schau widmet sich den Fragen, welche Rolle unsere körperlichen Navigationssysteme in der Gegenwartskunst spielen, inwiefern die sinnliche Erfahrung einen eigenen künstlerischen Wert darstellt und diese über ein bloß hedonistisches Erleben hinausgeht. Auch der sechste Sinn, die unterbewusste Wahrnehmung und die 12 Sinne in der anthroposophischen Lehre werden thematisiert.

Die spektakuläre Installation von Erik Kessels setzt auf visuelle Überwältigung. Kessels hat rund 1 Mio. öffentlich zugängliche Bilder von der Internetplattform flickr heruntergeladen und hunderttausende davon förmlich in den Ausstellungsraum geschüttet. Der Besucher watet durch ganze Berge von Fotoabzügen. Der Künstler stellt in 24 hrs in photos das heutige Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit aus und macht die Bilderflut der Gegenwart buchstäblich begreifbar. Heribert Friedl hat eine Geruchsinstallation auf die Wand gemalt, die nur wenig zu sehen, dafür umso deutlicher zu riechen ist. Forest (Klein Elmeloo) bezieht sich olfaktorisch auf den einstmals begrünten Ort, auf dem heute die Kunsthalle steht. Sonja Alhäusers eigens für die Kunsthalle entworfene Installation Ausschnitt besteht aus verzehrbaren, süßen Nahrungsmitteln wie Marzipan und Schokolade. Die Künstlerin führt den Besucher in Versuchung, das künstlerisch gesetzte Werk durch dessen direkte und wortwörtliche Einverleibung nach und nach zu zerstören. Auch Via Lewandowsky stellt keine übliche museale Situation her: In einem leeren Raum ist lediglich das Summen einer Fliege zu hören. Die rein akustisch wahrnehmbare Bewegung im Raum wirft den Betrachter auf seine Vorstellungskraft zurück. Unterhaltungsfaktor, Aktion und Zurschaustellung - Vadim Fishkin adressiert in seiner Installation das Publikum sehr direkt. Seine Snow_Show besetzt alle Sinne und greift Unterhaltungsformate jenseits musealer Repräsentationstechniken auf, um den Besucher selbst zum Anschauungsobjekt zu erklären.

Neben diesen raumgreifenden Installationen präsentiert die Ausstellung Tafelbilder, Objekte und Videoinstallationen – unter anderem von Carsten Nicolai, Tim Eitel, Louise Bourgeois und Bill Viola, die die einzelnen Sinne auf höchst verschiedene Weise ins Bild setzen. Sämtliche Werke der Ausstellung ermöglichen sowohl einen sinnlichen wie auch intellektuellen Zugang. Denn mit jedem Sinn, der direkt adressiert wird, entsteht ein Assoziationsraum, der weitere Sinne miteinschließt:In der Konzentration auf diese Prozesse stellt Von Sinnen auch einen Kommentar zur Welt der Gegenwart dar, in der die Schnelligkeit und Komplexität des medialen Informationsaustausches sowie die Virtualität sozialer Begegnungen großen Einfluss auf die Konditionierung der menschlichen Wahrnehmung haben, auf Aufmerksamkeitsspannen und die individuelle Intuition.

Herman van Aldewereld, Sonja Alhäuser, Louise Bourgeois, Tony Cragg, Tim Eitel, Ayse Erkmen , Hans-Peter Feldmann, Vadim Fishkin, Thomas Florschuetz, Heribert Friedl, Gabriella Gerosa, Helga Griffiths, Urban Grünfelder, Gregor Hildebrandt, Rolf Julius, Erik Kessels, Via Lewandowsky, Eugenio Merino, Ernsto Neto, Carsten Nicolai, Daniel Pflumm, Eva von Platen, Bettina Pousttchi, Paul Pretzer, Bernd Ribbeck, Jeremy Shaw, Roman Signer, Michael Sistig, Thomas Struth, Sam Taylor-Wood, Ivonne Thein, Rirkrit Tiravanija, Rosemarie Trockel, Bill Viola, Sonja Vordermaier, Johannes Wohnseifer, Michael Wolf und Erwin Wurm.

Öffnungszeiten
Di–So: 10.00–18.00 Uhr
Mi: 10.00–20.00 Uhr
Mo: geschlossen

Kunsthalle zu Kiel
Christian-Albrechts-Universität
Düsternbrooker Weg 1
24105 Kiel
Telefon +49 431 88057-56
kunsthalle-kiel.de