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Stiftung Insel Hombroich erstellt Werkverzeichnis zu Erwin Heerich


Juni 2017 Eingabedatum: 23.06.2017

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Wer besitzt Arbeiten von Erwin Heerich?

Das Archiv Erwin Heerich der Stiftung Insel Hombroich, das unter Mitwirkung von Martin Heerich den künstlerischen Nachlass seines Vaters betreut, bittet private und institutionelle Besitzer von Papierarbeiten und Kartonplastiken Heerichs um Unterstützung.

Seit April 2017 entsteht im Auftrag der Stiftung Insel Hombroich ein Werkverzeichnis der Papierarbeiten des Düsseldorfer und Hombroicher Künstlers Erwin Heerich (1922-2004), das 2019 in Buchform erscheinen soll. Dieses Verzeichnis, erarbeitet von dem freien Kunsthistoriker Dr. Felix Billeter in Zusammenarbeit mit dem Archiv, soll sämtliche Zeichnungen, Kartonschnitte und Kartonskulpturen im In- und Ausland versammeln und dokumentieren.

Damit dieses Vorhaben gelingt, bittet die Stiftung alle Besitzer von Heerich-Papierarbeiten, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Absolute Diskretion wird zugesichert!

Ansprechpartner:
Dr. Ricarda Dick (Leitung Sammlungen und Archive)
Julia Cwojdzinski (Sammlungen und Archive)
Dr. Felix Billeter (freier Kunsthistoriker)

Stiftung Insel Hombroich
Leitung Sammlungen und Archive
Raketenstation Hombroich 4
D-41472 Neuss
Tel. (02182) 887 4015
inselhombroich.de

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Beziehungsarbeit – Kunst und Institution


Es ist ein zwiespältiges Verhältnis, welches Künstler_innen an die Institutionen ihres Feldes bindet und mehr denn je sind sich Künstler_innen der Verstrickung ihrer Arbeit mit den institutionellen Rahmenbedingungen ihrer Präsentation bewusst. Am Kreuzungspunkt zwischen den Ansätzen der Institutionskritik, die sich Schritt für Schritt zu einer allumfassenden Methode künstlerisch-gesellschaftlicher Bezugnahme entwickelt hat, den verschiedenen Ausformungen ortsspezifischer Kunst und ebenso vielfältigen individuellen Herangehensweisen ist der künstlerische Zugriff auf die Orte und Systeme der Vermittlung allumfassend geworden. Die Palette reicht von der Entwicklung modellhafter Räume über Funktionsverschiebungen und Eingriffe in die operativen Systeme bis hin zur Nutzbarmachung institutioneller Ressourcen für soziale oder aktivistische Zwecke. Das Projekt „Beziehungsarbeit” widmet sich – anlässlich des 150-Jahre Jubiläums der Künstler_innenvereinigung Künstlerhaus – der Vielfalt dieser Zugriffe anhand von Beispielen aus den letzten vier Jahrzehnten. Der Ausgangspunkt liegt dabei auf der Behauptung eines symbiotisch-konstruktiven Verhältnisses zwischen Produktion und Institution und dessen Ausformung als Wunschvorstellung, Inbesitznahme, Mitgestaltung, Kritik und Abwendung.

Häufig im Grenzbereich politischer Aktivität und künstlerischer Praxis, mitbeeinflusst aus ironisch-subversiven Herangehensweisen von Fluxus und Dada, und wesentlich geprägt durch ein Verständnis von Institutional Critique und Site-Specificity als gesellschaftliche Bezugnahme, wurden die Orte und Strukturen von Kunstpräsentation und Vermittlung spätestens seit den 1960er Jahren zu Objekten der Kritik. Direkte Bezugnahme auf Ausstellungsinstitutionen zählt seither beinahe bereits zum „Repertoire” der jeweils aktuellen Kunst.

Bereits sehr früh zeichnet sich jedoch ab, dass jenen Arbeiten, die eine analytisch-kritische Haltung mit räumlich-architektonischer Praxis verbinden – zumindest metaphorische – Potenziale zur Veränderung der Institutionsstrukturen und der Rezeptionserfahrung beinhalten und dass – in nur scheinbarem Gegensatz zu einer offensiv kritischen Haltung – Museen, Galerien, Kunsthallen und Sammlungen „Objekte der Begierde” künstlerischer Arbeit sein können. Es scheint selbstverständlicher Bestandteil des Verhältnisses zwischen Künstler_innen und Institutionen zu sein, dass aus einer Nahebeziehung starke wechselseitige Erwartungshaltungen und Forderungen erwachsen, die den Wunsch mit einschließen, die Trennlinien zu verwischen und Bestandteile des Institutionellen in die eigene künstlerische Arbeit zu integrieren oder dieser Nahebeziehung an den jeweiligen Orten Ausdruck zu verleihen.

Mit Beiträgen von
Georg Baselitz, Helke Bayrle, Martin Beck, Linda Bilda, Monica Bonvicini, Marcel Broodthaers, Daniel Buren, Celine Condorelli & Gavin Wade, Josef Dabernig, Carola Dertnig, Heinrich Dunst, Maria Eichhorn, Robert Filliou, Andreas Fogarasi, Claire Fontaine, Andrea Fraser, Peter Friedl, Katharina Fritsch, Sandra Gamarra, Mario Garcia Torres, Dan Graham, General Idea, Guerilla Girls, Hans Haacke, Natascha Sadr Haghighian, Marlene Haring, Lise Harlev, Erwin Heerich, Christian Helbock, Nikolaus Hirsch & Philipp Misselwitz (in Kollaboration mit Judith Hopf, Raqs Media Collective, Tobias Rehberger, Rirkrit Tiravanija, Anton Vidokle und Eyal Weizman), Candida Höfer, Emily Jacir, Leopold Kessler, Michael Kienzer, Per Kirkeby, Yves Klein, Matthias Klos, Mierle Laderman Ukeles, Louise Lawler, Erik van Lieshout, Marko Lulic, Dorit Margreiter, Tom Marioni, Francois Morellet, Ivan Moudov, Christian Philipp Müller, Nils Norman, Brigitte Pamperl, Lia Perjovschi, Walter Pichler, Florian Pumhösl, Tobias Rehberger, Gerwald Rockenschaub, Stefan Römer, Werner Ruhnau, Ulrich Rückriem, Karin Sander, Thomas Schütte, Yuji Takeoka, Sofie Thorsen, Wolf Vostell, Franz Erhard Walther, Wochenklausur, Jun Yang, Heimo Zobernig

Abbildung: Monica Bonvicini, Building up for Art, Courtesy: Monica
Bonvicini und Galerie Max Hetzler, Berlin, VBK, Wien 2011

Öffnungszeiten: Täglich 10-18, Do 10-21 Uhr

Künstlerhaus k/haus
Karlsplatz 5
1010 Wien
Tel. 01 / 587 96 63
Fax 01/ 587 87 36
k-haus.at

Die Bildhauer


Von den an der Düsseldorfer Kunstakademie lehrenden und studierenden Bildhauern gehen seit 1945 entscheidende Impulse von großer Strahlkraft aus. Professoren wie Ewald Mataré, Joseph Beuys, Erwin Heerich, Norbert Kricke, Irmin Kamp, Klaus Rinke, Fritz Schwegler, Hubert Kiecol, Rita McBride oder Katharina Fritsch prägten und prägen die fruchtbaren Auseinandersetzungen innerhalb der Akademie über ihre Klassen hinaus. Und sie tragen – wie auch viele ehemalige Studenten – wesentlich zur Entwicklung der Bildhauerei der vergangenen knapp 70 Jahre bei.

Der Bildhauer Tony Cragg, seit vielen Jahren Professor und seit 2009 auch Rektor der Akademie, gab den Anstoß für eine außergewöhnliche Überblicksausstellung aus der Innensicht der Kunsthochschule, die ab dem 20. Februar in der Kunstsammlung am Grabbeplatz zu sehen sein wird. Die Werke von 53 Künstlerinnen und Künstlern machen ein ebenso überraschendes wie beeindruckendes Panorama international anerkannter, moderner und zeitgenössischer Skulptur sichtbar. Lange Vertrautes korrespondiert mit unbekannten Werken und solchen, die es wieder zu entdecken gilt.

K20 GRABBEPLATZ
Grabbeplatz 5
D-40213 Düsseldorf
Fon (+49) (0)211-8381-117
kunstsammlung.de